GOLD : Märkte und Informationen

  • +Vollzitat+

    Zumindest die Eidgenossen sind noch investiert:

    Zitat

    Gemäss Informationen der «SonntagsZeitung» intervenierte die Schweizerische Nationalbank (SNB) diesen Donnerstag und Freitag bei einem Kurs von Franken 1,4005 pro Euro. Sie beendete damit eine einwöchige Pause. Letzten Donnerstag setzte die SNB (SNBN 975 0.00%) ihre Eurokäufe überraschend aus, nachdem der Euro stark gefallen war. Händler sprachen damals von einer «Kapitulation» der Nationalbank.


    Mit ihren zahlreichen Interventionen in den letzten Monaten sitzt die SNB auf einem gewaltigen Euro-Berg. Laut «Sonntagszeitung» beliefen sich die Devisenreserven Mitte Mai bei knapp 200 Milliarden Franken. Sie verfügt damit über höhere Devisenreserven als die Europäische Zentralbank (EZB) oder die amerikanische Fed. Zwei Drittel der SNB-Devisenreserven sind in Euro angelegt.

    Gruß

    Mancher ertrinkt lieber, als daß er um Hilfe ruft. (Wilhelm Busch/Spricker)

    "In jeder Organisation gibt es eine Person, die Bescheid weiss. Diese Person muss entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die Organisation nicht funktionieren."

    Cyril Northcote Parkinson

  • Aber ob es angeraten ist, sich von Physischem zu trennen, ist zu bezweifeln.
    Dies gilt allerdings eher für Derivate aller Art, oder auch für diejenigen, die professionell Edelmetalle Traden.


    Sehe ich genauso, wer über Jahre seine physischen Goldbestände aufgebaut hat, kann sich das treiben, in aller Ruhe ansehen. Bei Derivaten u.s.w. solllte man ggf. wirklich an Gewinnmitnahmen denken oder zumindest Stopps setzten bzw. nachziehen.

    ,,Nicht was wir sehen, wohl aber wie wir sehen, bestimmt den Wert des Geschehenen'' Blaise Pascal

    • Offizieller Beitrag

    Sehe ich genauso, wer über Jahre seine physischen Goldbestände aufgebaut hat, kann sich das treiben, in aller Ruhe ansehen. Bei Derivaten u.s.w. solllte man ggf. wirklich an Gewinnmitnahmen denken oder zumindest Stopps setzten bzw. nachziehen.


    Nomen est omen, Goldtrader. ^^


    Diese volatilen Zeiten bieten tatsächlich gute Tradegelegenheiten. Für diejenigen, die kaufen oder zukaufen wollen, ist es aber zumindest ebenso aufregend, wie für Investierte,hatte dies gestern früh so gesehen:


    "Für diejenigen, die gering oder nicht in Gold und Edelmetallen investiert sind, sind wir in stressigeren Zeiten ;) als für diejenigen, die bereits höher investiert sind, und diese sitzen --richtig angemerkt-- vernünftigerweise jeden Dip aus..."


    Seit Jahren verkaufe ich physisch nichts, hab das so oft gesagt, aber wird jeder für sich entscheiden. In absehbarer Zeit werden wir auf die heutigen Preise wehmütig zurückblicken, eine weitere Überzeugung.
    Aber auf dem Weg dahin werden wir die "Wall Of Worry" erklimmen müssen, dh. immer wieder mit auch stärkeren Rücksetzern...
    .

  • guten morgen.


    sind diese devisenreserven der SNB auf €uro-konten oder auch CHF-konten gelagert/gebucht?Inwieweit betreffen diese die
    Bankbilanzen der SNB und den CHF? Könnten dadurch "Fluchtgelder" aus €uroland nur scheinbar sicher sein? Ich habe seit jahren ein kleines
    "Rentenzusatzkonto" in der alpenrepublik.Nun würde dies in erster variante ebenfalls gefährdet sein?...oder wie?


    wer kann mir da weiterhelfen?.....für aufklärung und hilfe,wäre ich dankbar.


    mfg,
    voba

  • Die Menge des Goldes ist ja begrenzt, alleine deshalb wird der Preis kontinuierlich weiter ansteigen!

    Dazu war gestern ein Artikel in der Welt.


    Weltweit werden die als gesichert geltenden Goldreserven auf rund
    47.000 Tonnen geschätzt. Als Reserven werden Vorkommen eingestuft, die
    mit dem heutigen Stand der Technik und vor allem beim derzeitigen
    Preisniveau wirtschaftlich gefördert werden können. Derzeit produzieren
    alle Goldminen rund um den Globus zusammen knapp 2500 Tonnen Gold pro
    Jahr. Bei einer Aufrechterhaltung der Produktion dürften die weltweiten
    Reserven also in weniger als 20 Jahren erschöpft sein.



    Außer Reserven gibt es aber auch noch sogenannte Ressourcen. Hierbei
    handelt es sich um Vorkommen, die bekannt sind, sich aber nach
    derzeitigem Stand nicht wirtschaftlich fördern lassen. Hier belaufen
    sich die Schätzungen auf gut 50.000 Tonnen. Ein weiter steigender
    Goldpreis und fortschreitende Techniken machen es denkbar, dass auch
    diese Mengen künftig wirtschaftlich gefördert werden können. Doch auch
    die Ressourcen mit eingerechnet, ist es absehbar, dass sich die
    weltweite Goldproduktion dem Ende zuneigt.




    Produktion pro Jahr 2500 to
    Reserven: 47.000 to (förderbar)
    Ressourcen:50.000 to (noch nicht förderbar)


    Viel ist das nicht mehr.


    Quelle
    http://www.welt.de/finanzen/ar…nicht-ausgereizt-ist.html

    Viele Menschen benutzen das Geld, das sie nicht haben, für den Einkauf
    von Dingen, die sie nicht brauchen, um damit Leuten zu imponieren, die
    sie nicht mögen. Walter Slezak

  • d.h. das es Kapital gibt, das sich final aus der Euro-Zone verabschiedet.



    Was ist an den Finanzmärkten schon 'final' ? ;)

    Der Optimist glaubt , dass wir zur Zeit im besten Deutschland aller Zeiten leben. Der Pessimist befürchtet es !

  • Die Menge des Goldes ist ja begrenzt, alleine deshalb wird der Preis kontinuierlich weiter ansteigen! Habe auch schon zu höchst Kursen gekauft kein Problem, weil es sowie ständig steigt und wenn es mal für 2-3 Monate wieder runter geht ist auch kein Problem, etwas warten und schon ist man wieder im Plus. Nie war Geld verdienen leichter und risikoloser wie z.Zt.; der ausstiegs Punkt ist ja noch lange nicht erreicht. :]

    da schaut jemand durch eine sehr dicke Rosa-Rote-Brille. Geblendet von Wunschdenken...typisch Anfänger.

    ärgern, verhandeln, handtuchwerfen, zustimmen
    Goldkartell, "Drückung", etc. ist doch alles Augenwischerei von den "Gurus", die von nichts ne Ahnung haben oder wieso konnte Gold seit Dez 2001 von 255 USD auf über1900 Dollar steigen? Eine "Drückung" sieht anders aus,denn dann hätte es von 255 USD auf 25 USD gehen müssen.

    • Offizieller Beitrag


    Was ist an den Finanzmärkten schon 'final' ? ;)


    Gute Frage. :)
    Nichts ist leichtfüssiger als das große Kapital. Der € ist stark angeschlagen nicht durch die Schwäche Europas, sondern durch die seiner "Spitztenpolitiker" und in besonderer Weise durch die EZB, die wider gegen Statuten und Vernunft faule Kredite aufkauft.


    Der ähnlich schwache $ ist wundersamerweise stark durch die Euroschwäche und die Diskussion um dessen baldiges Ende.
    Es ist keineswegs so absolut sicher, daß der € als solcher tot ist, und wenn Profite winken, kehrt auch manche der abgeflossenen € zurück.
    .

  • Ich beobachte derzeit mit zunehmender Sorge, dass Gold (Ihr wisst schon: das barbarische Relikt, das keine Zinsen bringt und das man nicht mal essen kann [smilie_happy]) in den Mainstream-Medien kräftig gepusht wird. Aus Zeitungen, die in den letzten Jahren (selbst zu Lehmann-Zeiten) plump goldfeindlich waren, troetet es heute freudig, dass Goldpreise von $ 2000 bis Jahresende von "den Experten" erwartet werden. Schaut Euch nur mal die letzten Headlines des deutschsprachigen "Wirtschafts-Leitmediums" Handelsblatt zum Thema Gold an:

    Ich bekomme ein ziemlich ungutes Gefühl, wenn Positionen, die uns Goldbugs noch vor kurzem zu Sonderlingen gemacht haben, plötzlich zum Gemeingut werden, und dann bis zur Ermüdung durch den Blätterwald getrieben werden. ?)

    "There is no art which one government sooner learns of another than that of draining money from the pockets of the people."
    Adam Smith (1723-1790): The Wealth of Nations

  • Die Heftigkeit der Abwärtsbewegung des Euro in der vergangenen Woche - trotz Stützungskäufen der EZB-



    veröffentliche doch mal deine Quellen wieviel und wann die EZB oder Notenbanken EU im Devisenmarkt
    intervenieren.


    Die EZB hat schon seit Jahren das Abwerten der Asiaten-Währungen kritisiert. Deswegen ist hier keine
    EZB od. ZB momentan im Devisenmarkt wegen Stützungskäufen aktiv. Die Auswirkungen auf die asiatischen Börsen siehst du ja


    Schau mal die Positionen der EZB hier an:
    Gesamte Short- und Long- Positionen aus Termingeschäften in Fremdwährung gegenüber dem Euro (Einschl. Terminpositionen bei Swapgeschäften)


    [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/ezbshortm34p.png]



    Auswirkungen auf Eurogold kurz bis mittelfristig UP

    • Offizieller Beitrag

    Ich beobachte derzeit mit zunehmender Sorge, dass Gold (Ihr wisst schon: das barbarische Relikt, das keine Zinsen bringt und das man nicht mal essen kann [smilie_happy]) in den Mainstream-Medien kräftig gepusht wird. (....)


    NEIN !!


    Wer liest denn Handelsblatt?? Aha. Garantiert nicht das berühmte Milchmädchen.... :]


    Bereits seit mind.3 Jahren kommt immer dasselbe Argument des breiten Medienrummels, hier im Forum mit einigen Sräds, zB.hier Goldanlage in den Medien


    Gern und zum zigsten male:
    Solange in meinem wirklich großen Familienclan meine Wenigkeit der einzige Gold&Silberbug ist, sind wir sehr weit von der Endphase der säkularen Edelmetallhausse entfernt.


    Ach ja, ist alles meine ganz persönliche, in jeder Hinsicht unverbindliche Einschätzung. =)
    .

  • Solange in meinem wirklich großen Familienclan meine Wenigkeit der einzige Gold&Silberbug ist, sind wir sehr weit von der Endphase der säkularen Edelmetallhausse entfernt.

    Genau das sage ich auch seit Monaten. Ich habe einen recht großen, gemischten Freundes- und Bekanntenkreis in Großstadt und auf dem Lande. Und von diesem ist außer ein Kumpel (mit ein paar Unzen) und meiner Wenigkeit niemand in EM investiert. Es hat sich zwar geändert, dass selbst meine Mutter nun aus den Medien erfahren hat, dass der Goldpreis "ja so angestiegen ist"
    - aber selbst investieren tut (noch) kaum jemand. Ich habe den Anschein, dass dazu wirklich erst etwas "passieren" muss, s.h. z.B. spürbare Inflationsraten von 5 - 10 % jährlich, Bankenpleiten in Deutschland ect. Oder die BLÖD & Co. muss tagtäglich "schreien": "Jetzt Gold kaufen oder Hab und Gut verlieren" o.ä. Dann käme wohl auch Lieschen Müller und Walter Becker auf den Gedanken, wenigstens einen Teil ihres Vermögens in EM einzutauschen. Was dann mit den Preisen von Gold und Silber geschieht, kann sich jeder ausmalen.


    Grüße
    GS

    "Blinder Glaube an die Obrigkeit ist der schlimmste Feind der Wahrheit"
    Albert Einstein

  • Es gibt einfach einen großen Unterschied zwischen "Gold ist überall in den Medien" - was ja mehr und mehr der Fall ist - und "die Menschen flüchten ins Gold" - dazu fehlt einfach die nötige Panik, bzw. ist noch zuviel Vertrauen da.

    "Dreiecke haben nie unrecht, Menschen oft" ... APu
    Deutschland am Abgrund: QoLI_2020
    Der nächste große Crash: Frühestens im Jahr 2029: HDI_2019

  • na ja.... ich habe auch eine große familie. dort beginnen aber plötzlich einige "ganz zart" und verhalten in gold zu investieren und die situation zu beobachten. ich halte im wesentlichen meinen mund, weil ich nicht dafür verantwortlich sein will, wenn bei einem deflationären schub dann plötzlich das große erschrecken kommt. weise statt dessen immer darauf hin, dass die ganze angelegenheit hoch volatil ist, eine absicherung für absolute notfälle darstellt und beobachtet werden muß (keiner will spekulieren). - hinweise, dass die allgemeine großwetterlage alarmierend ist, dass deshalb viele in gold investieren etc. etc. und immer wieder der hinweis, dass sie ihre englischkenntnisse verbessern sollen, damit sie internationale presseveröffentlichungen lesen bzw. hören könnnen und nicht nur auf die "friede, freude, eierkuchen"-veröffentlichungen hier in d angewiesen sind.

    "What we in the Western world are about to learn is that there is no such thing as a Keynesian free lunch."

  • NEIN !! Wer liest denn Handelsblatt?? Aha. Garantiert nicht das berühmte Milchmädchen.... :]

    Da hast Du sicher recht. Aaaaber - was man vorgestern im Handelsblatt gelesen hat, liest man heute im Wirtschaftsteil der vielen lokalen Zeitungsmonopolisten. Ist ja nicht so, dass die in Wirtschaftsfragen eine Kompetenz haetten, die darueber hinausreichen wuerde, Artikel aus dem Handelsblatt, der FTD, der dpa oder dem Wirtschaftsteil der FAZ abzuschreiben. Ausloeser fuer mein Posting war uebrigens, dass ich heute morgen in meiner Lokalzeitung etwas über "Gold steigt bis Jahresende auf $2000" gelesen habe. Das ist sicher nicht repraesentativ - aber fuer mein Gefuehl schon ein Paradigmawechsel. Eben ein erstes Mal, dass ich sowas erlebt habe.


    Zitat von 'Edel Man

    Bereits seit mind.3 Jahren kommt immer dasselbe Argument des breiten Medienrummels [. . .] Gern und zum zigsten male: Solange in meinem wirklich großen Familienclan meine Wenigkeit der einzige Gold&Silberbug ist, sind wir sehr weit von der Endphase der säkularen Edelmetallhausse entfernt.

    Mein Freundeskreis ist auch nicht gerade klein. Und ich habe in den letzten 2 Jahren nicht wenige Gespaeche gefuehrt mit dem Ziel, diese Menschen fuer ein physikalisches EM-Investment zu interessieren. Natuerlich mit dem Ergebnis, dass die mich fuer komplett uebergeschnappt halten, woraufhin ich anfing, dieses Thema zu meiden. In den letzten 2 Wochen nun, haben mich erstmals [!] zwei Freunde kontaktiert, weil sie ein paar Unzen kaufen wollen und Tipps von mir wollten.


    Ich behaupte ja gar nicht, dass dies die Milchmädchen-Hausse oder auch nur ihr Beginn sei.
    Aber ich spuere, dass sich etwas verändert - Ihr nicht? :hae:

    "There is no art which one government sooner learns of another than that of draining money from the pockets of the people."
    Adam Smith (1723-1790): The Wealth of Nations

  • Aber ich spuere, dass sich etwas verändert - Ihr nicht?

    Ein wenig schon. Es erfahren nun mehr und mehr aus den Mainstream-Medien, dass der Goldpreis auch in unserer Währung in kurzer Zeit stark angestiegen ist. Wenn BLÖD, Focus, Handelsblatt & Co. aber nicht vom steigenden Kurs berichten würden, würde es wohl kaum jemand wissen, da das Interesse gegenüber EM bei der Masse einfach (noch) nicht wirklich vorhanden ist. Somit ist es zur Zeit für mich zu allererst einfach mal ein Thema, von dem man spricht, das aufhorchen lässt, so wie es andere Themen sind und waren, die von BLÖD & Co. präsentiert werden/wurden.


    Ein paar wenige mehr Investierte wird es jetzt wohl geben als noch vor 12 Monaten. Viele von ihnen dürften jedoch dann wieder die ersten sein, die ihre EM wieder zum Händler bringen, sollten die Kurse von Gold und Silber mal stärker korrigieren, was jederzeit der Fall sein kann. Auch dürfte dann das derzeitige Mainstream-Thema "Gold" wieder aus den paar Köpfen verschwinden, die sich zum ersten Mal mit dem Thema befassen.


    Der echte, wirkliche Run, bzw. die Panik, der Ausverkauf der EM, wird aber erst dann geschehen, wenn die Kacke am Dampfen ist und es eigentlich schon zu spät ist um zu investieren. Und dann wird es schwierig werden, die paar EM zu ergattern, die i.V. zur Bevölkerung noch auf dem Markt sind. Die Preise der EM dürften dann wirklich durch die Decke gehen.


    Noch geht es der westlichen Bevölkerung zu gut, s.h. noch ist ihr Vermögen für sie nicht sichtbar (durch starke Inflation, im schlimsten Fall Hyperinflation/Währungsreform oder durch Bankpleiten) in Gefahr. Die Miete ist die selbe, die Löhne nicht gefallen, die Hartz4-Sätze sind die gleichen, die Mieten der Empfänger werden weiterhin pünktlich übernommen, das Benzin kostet immer noch weniger als zu Höchstzeiten, die Brötchen immer noch zwischen 20 und 70 Cent, Milch und Mehl sind bezahlbar, und die Jeans kann bei Biggi-Billig für 20 und bei Levis für 150 Euro gekauft werden, so wie die letzten 2-3 Jahre zuvor. Dazu hat noch keine deutsche Bank, und außer in Island auch keine europäische größere Bank Insolvenz angemeldet.
    Erst wenn sich diese Dinge ändern, wird der breiten Masse klar werden, dass ihre wohlvertraute FIAT-Währung am Ende ist.

    "Blinder Glaube an die Obrigkeit ist der schlimmste Feind der Wahrheit"
    Albert Einstein

  • Nach dem klassischen Sell of von letzter Nacht im asiatischen Handel habe ich heute das erste mal eine selbstragende technische Gegenreaktion im euro-usd handel gesehen. Diese war stark genug, dass charttechnische Signale generiert wurden, die euro-shorter zum aussteigen bewegen könnten.


    Da auch Gold immer noch überkauft ist (erkennbar an den schnellen Gewinnmitnahmen der Trader), kann es gut sein, dass Gold auch in Euro nochmal nennenswert zurücksetzt.


    Am Freitag vor dem 750-Mrd-Bailout-Paket stellten Anleger weltweit 1 Billion euro-Anleihen zum Verkauf.
    Vermutlich wird dieses Ereignis nie so bekannt werden wie die Lehman-Pleite,
    aber die Flucht aus Staatsanleihen am Freitag - und das Monetisieren der
    Staatsanleihen am Montag wird vermutlich in rückwärtiger Perspektive als ähnliche Zäsur erkennbar sein.


    Nachdem die Märkte ein paar Tage lang im Panik-Modus waren, müsste es nun noch einschneidendere Ereignisse geben.
    Falls es diese nicht gibt, dann dreht auch bei gleichbleibend schlechter Lage die Stimmung ins Positive.


    Falls es nicht zu einer virulenten Euro-Krise kommt, sollten Goldanleger, die erst seit April 2010 mit dabei sind,
    aufmerksam bleiben und alle 1-2 Monate Positionen nachkaufen.



    Ähnlich wie in den USA und GB wurde die Staatsschuldenkrise abgewendet - um den Preis einer Aufblähung der Geldmenge.


    Im März 2010 veröffentlichte Trichet einen Aufsatz in der FAZ, indem er auf einen deutschen Ökonomen der 50er jahre hinwies,
    der nachwies, dass Angebot- und Nachfrage nur unter den Bedingungen stabilen Geldes funktionieren.


    Wenn die Währung nicht stabil ist, dass funktioniert das System von Angebot und Nachfrage fehlerhaft und generiert Fehlentwicklungen.


    eine dieser Fehlentwicklungen kann kann man derzeit z,B. beim Erdöl sehen:
    ein Teil der Investoren findet es sicherer Erdöl-Positionen zu besitzen, als Geld zu besitzen: obwohl die Erdölversorgung sehr gut ist
    und zahlreiche Kenner von einer Erdölschwemme bei niedriger Nachfrage sprechen.
    auch ein Crack up boom kann so eine Fehlentwicklung sein, d.h. Menschen lösen ihre Ersparnisse auf,
    da sie nicht an die Sicherheit des Geldes glauben und hamstern Waren.
    Das löst einen Nachfrageüberhang und Teuerung aus.


    Der Kapitalismus ist ein widerstandsfähiges System: was passiert, wenn sein zentrales Steuerungsinstrument, das System von Angebot und Nachfrage gestört wird, darüber kann man nur spekulieren.


    Die "Bild-Zeitung" hat nach Wochen heftigster Angriffe auf den Euro einen pro-euro-artikel geschrieben.
    Zu Wort kamen nicht diskreditierte Politiker und Notenbanker, sondern Industrie-bosse von Exportunternehmen, die vom euro profitieren.


    wenn es eine Konstante in der Politik der letzten 2 jahre gibt, dann die, dass ein Kampf gegen Symtome geführt wird (Banker-Boni, Spekulanten),
    nicht gegen Ursachen (fractional reserve banking, exzessive Kreditvermehrung, Kredite an Finanzinstitutionen).


    Falls es die Staaten wirklich ernst damit meinen, den Weg der Verschuldung zu beenden, wird eine Besteuerung der Bevölkerung einsetzen,
    wie man sie noch nie gesehen hat.
    Ich bezweifle das, aber es ist denkbar.


    Der Weg über die Notenpresse ist weicher und subtiler: den Druck, den der Staat bei Steuererhöhungen aushalten müsste,
    verschiebt der Staat dann auf die Anbieter von Waren und Dienstleistungen. Statt über Steuererhöhungen schimpft das Volk dann über teure Brötchen,
    teures Benzin und exorbitante Versichungsprämien.


    Auf Bloomerg sagte vor ein paar Tagen ein Analyst schön klar: die italienische Verschuldung ist zwar hoch, aber unkritisch,
    da die Sparquote der italienischen Bevölkerung sehr hoch ist,
    d.h. übersetzt: der Staat holt sich das Geld von den Ersparnissen der eigenen Bevölkerung.


    Ein Blick in die Presse der 20er und 30er Jahre und vergangener Jahrhundert zeigt, wie erfindungsreich Gesetzgeber sein können.


    Für beide denkbare Entwicklungen gibt es eine Antwort: Gold.


    Anonym gekauftes Gold verschwindet für immer von der Bildfläche. Vergraben unter der Hütte vom Dobermann liegt es sicherer und anonymer als
    auf einem Lichtensteiner Konto. Ganz legal.


    Und Gold sichert gegen Inflation ab.
    Es ist natürlich die Frage, wann die Inflation so stark wird, dass der Preissprung von 15-20% aus den letzten Wochen überholt wird.
    Vor einem Jahr hat ein Vermögensverwalter auf nzz.ch ein Interview gegeben: nachdem er jahrlang Gold empfohlen hatte,
    empfahl er nun Gewinne mitzunehmen. Der Goldpreis sei zu hoch, die Inflationserwartungen der Anleger seien übertrieben.
    Das war beim Kurs von ca. 1050 dollar, damals etwa 730 euro pro Unze.


    Viele, die in den letzten Wochen Gold gekauft haben, haben de Erfahrung gemacht, was es heißt, den Kursen hinterherzulaufen.
    Vielleicht kommen wir nochmal in eine ruhigere Zeit in der man die eine oder andere Position günstig einkaufen kann.


    Das wichtigste ist aber, die Positionen zu halten.


    wer mit Gold spekuliert, der wird irgendwann einen Zeitpunkt finden müssen, an dem er verkauft.
    Vielleicht ist dass, wenn auf Seite 1 der Bildzeitung täglcih der Goldkurs steht,
    wenn die gesamte Verwandschaft über Gold redet, wenn alle verrückt nach Gold sind.


    wer Gold als Absicherung haben will, der kann eigentlich erst wieder verkaufen, wenn Arbeit wieder mit stabilem Geld bezahlt wird,
    wenn die Benzinpreise jahrelang stabil bleiben, wenn die Brötchen jahrelang fast den gleichen Preis haben,
    wenn auch wertvolle Sachwerte wie Immobilien nicht im Preis steigen.
    dann kann man Gold allerdings auch fast schon wieder bis zum nächsten Zyklus halten, der vielleicht in 30 oder 50 jahren losgeht.

    2 Mal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()

  • wer Gold als Absicherung haben will, der kann eigentlich erst wieder verkaufen, wenn Arbeit wieder mit stabilem Geld bezahlt wird,
    wenn die Benzinpreise jahrelang stabil bleiben, wenn die Brötchen jahrelang fast den gleichen Preis haben,
    wenn auch wertvolle Sachwerte wie Immobilien nicht im Preis steigen.
    dann kann man Gold allerdings auch fast schon wieder bis zum nächsten Zyklus halten, der vielleicht in 30 oder 50 jahren losgeht.


    also jetzt.... :thumbsup:
    im ernst; ich sehe zZt keine Anzeichen von großen Verwerfungen außer den Kurseinbruch des € .....wir hatten auch schonmal €/$ 0,85 oder so und habens überlebt ;)

  • also jetzt.... :thumbsup:
    im ernst; ich sehe zZt keine Anzeichen von großen Verwerfungen außer den Kurseinbruch des € .....wir hatten auch schonmal €/$ 0,85 oder so und habens überlebt ;)

    Das war kein normaler Kurseinbruch:
    am letzte Freitag standen 1 Billion euro an Staatsanleihen zum Verkauf,
    dass ist als ob die Staatsschulden von Griechenland und Spanien gleichzeitig verkauft werden sollen.


    auch wenn die Flugpassagiere nicht gemerkt haben: die Triebwerke sind für ein paar Minuten ausgefallen und nur die Crew hat es bemerkt.


    wer meint, dass sie Krise vorbei ist und das die Notenbanken das gelddrucken beenden werden, der mag verkaufen.
    Das Geld bitte aufs Girokonto einzahlen, damit es im Falle einer Vermögenssteuer oder Zwangsanleihe sichtbar und verfügbar ist.

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