Auf dem Goldmarkt stößt eine riesige Nachfrage derzeit auf ein zusehends schrumpfendes Angebot. Die Preise an den Terminbörsen und die Spotkurse für Gold klaffen weit auseinander. Das Aufgeld für Goldmünzen und Goldbarren im Handel befindet ist auf Rekordniveau – also dort wo noch Ware verfügbar ist.
Interessante Passagen aus dem Artikel:
- Unterschiede von teilweise 100 US-Dollar zwischen den Kursen an der US-Warenterminbörse und dem Handel zur sofortigen Lieferung in Europa wurden festgestellt.
- Die zur Auslieferung verfügbaren Warenbestände der COMEX („eligible“ = „berechtigt“) schrumpften laut dem aktuellen Stock-Report per 26. März 2020 um 1.122.966 Unzen (knapp 35 Tonnen) auf 5,97 Millionen Unzen (186 Tonnen).
- Damit waren nur rund 11 Prozent der offenen Futures-Kontrakte (zu 100 Unzen) physisch gedeckt.
- Im COMEX-Lager von JP Morgan Chase wanderten 792.366 Unzen (24 Tonnen) von der Kategorie „eligible“ in die Kategorie „registered“. Das heißt, Gold, das ursprünglich zur Auslieferung bereitstand, ist nun vergriffen.
Kunden ließen das Gold also physisch liefern. - Im COMEX-Lager der britischen Bullionbank HSBC wurden 312.949 Unzen (9,7 Tonnen) in gleicher Weise umgebucht.
- Der Goldpreis auf FOREX-Basis (zur sofortigen Lieferung) stieg vergangene Woche um 8,4 Prozent auf 1.626 US-Dollar.
An der COMEX kletterte der Preis für den meistgehandelten Kontrakt (Juni) dagegen um 11 Prozent auf 1.653 US-Dollar pro Unze.