Das ist eben die Frage. Ich bin mir da nur nicht mehr so sicher. Nehmen wir mal als Beispiel den Privatmann: ........
Sorry, ich war unpräzise, ich meinte mit "man" natürlich immer nur den Staat. Der kann sich nicht entschulden, da er, um Inflation zu erzeugen, neue zusätzliche Schulden machen muss.
Einzelne können sich in einer Inflation durch geschicktes Agieren natürlich immer entschulden.
1.) Umlaufgeschwindigkeit u. Inflationserwartung (=eigtl. Preissteigerungserwartung) nimmt zu
Hierzu würde ich sagen, dass wenn alle schnell etwas kaufen wollen, weil sie mit Inflation rechnen, sich
a.) aber nicht dabei verschulden sondern nur ihren Lohn/Erspartes umsetzen, dann gibt es auch keine zusätzliche Nachfrage sondern höchstens eine Periodenverschiebung (morgen viel Nachfrage, dafür später entsprechend weniger)
b.) dabei noch verschulden, dann würden die Preise steigen (aber wohl auch erst, wenn die Firmen wieder voll ausgelastet sind). Hier sind wir aber genau beim jetzigen Problem. Ein Großteil der Welt ist eben schon Oberkante Unterlippe verschuldet und KANN sich nicht mehr zusätzlich weiter verschulden
2.) Monetarisierung von allem u. jedem, d.h. jeder Pups wird monetarisiert zu 0-1% Neukredite u. Ewigkeitslaufzeit; Zwangsanleihen , Steuererhöhungen, die als Solidarbeiträge daherkommen u. per Saldo mit Neukredite verknüpft sind (z.B. Klima-Investitionen...etc.) .
Hierzu: Ewigkeitslaufzeit bei 0% wäre Schenkung, denn wenn ich erst in z.B. 100 Jahren zurück zahlen muss, dann leih ich mir natürlich gleich 20 Millionen oder noch mehr und lass es mir ziemlich gut gehen. Und wenn das jeder macht was ja wohl vernünftig wäre, werden nicht mal mehr die Mülltonnen geleert und z.B. die Supermärkte sind leer, sprich niemand arbeitet mehr.
zu Steuererhöhungen: statt des Privatmanns gibt halt dann der Staat das Geld aus und in aller Regel nicht so effizient (meist für Konsum = Sozialleistungen). Es wird deswegen nicht MEHR Nachfrage erzeugt sondern nur von Anderen.
Mit anderen Worten. Ihre Argumente überzeugen mich nicht (siehe oben) und auch hier gilt. Wenn das die Lösung wäre, dann hätte es noch nie Schuldenkrisen gegeben und alle Staaten könnten ewig Partys (= Sozialbeglückungsprogramme) feiern und einfach so über ein paar gute Vorschläge ihre Schulden wieder abbauen. Aber: "There's never a free lunch"