GOLD : Märkte und Informationen

  • Es ist richtig, daß darüber keine konkreten Aussagen erfolgen, es ist dies mein Rückschluß:
    Wenn von den Produzenten mit einem Goldpreis von etwa 1400 $ mit fallender Tendenz kalkuliert wird, sind Aussagen, daß die Gesamtproduktionskosten etwa 1500 $ betragen mit steigender Tendenz = falsch, was ich öfter hier dargelegt habe. Dann wären die Minen größtentelis pleite, das Gegenteil ist der Fall, wie die Studie auch unterlegt, ua. mit steigenden Dividendenzahlungen.

    Ah ja, so meinst Du das, danke für den Hinweis. Erstaunlich ist aber, dass in der Grafik darüber 70% den jetzigen Preis zur Annahme heranziehen, der ja bekanntlich bei ca. $1600 liegt. Erwähnenswert ist auch, dass sich der durchschnittlich angenommene Preis 2011 im Vergleich zu 2010 um rund $300 erhöht hat. Nicht gerade ein Zeugnis von zuverlässiger Einschätzung im Jahr 2010 für das Jahr 2011 und damit evtl. auch nicht für die Zukunft. Desweiteren, und das ist m.E. der Knackpunkt, bedeutet es für einen Minenbetreiber ein höheres Risiko, wenn er den Goldpreis in Zukunft höher ansetzt, als er dann sein könnte. Er geht also davon aus, dass der Preis maximal soundso hoch ist und schützt sich daher von zu hohen Erwartungen/Fehlinvestitionen und so weiter. Fällt der Preis dann doch höher aus, um so besser für ihn, wäre er niedriger, bekommt er Probleme. Daher "verwendet" er für seine weitere Planung lieber einen niedrigeren Preis, das heißt m.E. nicht unbedingt, das er erwartet, das der Preis fällt. Der Preis, den der Minenbetreiber also in dieser Umfrage nennen sollte, war nicht der zukünftige Marktpreis, den er erwartet, sondern der Preis, den er für seine weitere Planung verwendet.


    EDIT: Da der zur Planung verwendete Goldpreis im Chart (S.7) in Richtung Zukunft abnimmt, würde das ja bedeuten, dass der Minebetreiber u.a. auch von sinkenden Förderpreisen ausgeht, das kann ich mir nicht vorstellen. Dennoch halte ich $1500 Produktionskosten auch für sehr übertrieben, zumindest zur Zeit noch.


    Hier ist eine andere Einschätzung der Produktionskosten (ohne Selbstschutzanspruch):

    Bilder

    Der Staatshaushalt muß ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muß gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen will.
    (Cicero, röm. Politiker und Philosph, 106 v. Chr. - 43 v.Chr.) :!:

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  • Es ist richtig, daß darüber keine konkreten Aussagen erfolgen, es ist dies mein Rückschluß:
    Wenn von den Produzenten mit einem Goldpreis von etwa 1400 $ mit fallender Tendenz kalkuliert wird, sind Aussagen, daß die Gesamtproduktionskosten etwa 1500 $ betragen mit steigender Tendenz = falsch, was ich öfter hier dargelegt habe. Dann wären die Minen größtentelis pleite, das Gegenteil ist der Fall, wie die Studie auch unterlegt, ua. mit steigenden Dividendenzahlungen.

    Ah ja, so meinst Du das, danke für den Hinweis. Erstaunlich ist aber, dass in der Grafik darüber 70% den jetzigen Preis zur Annahme heranziehen, der ja bekanntlich bei ca. $1600 liegt. Erwähnenswert ist auch, dass sich der durchschnittlich angenommene Preis 2011 im Vergleich zu 2010 um rund $300 erhöht hat. Nicht gerade ein Zeugnis von zuverlässiger Einschätzung im Jahr 2010 für das Jahr 2011 und damit evtl. auch nicht für die Zukunft. Desweiteren, und das ist m.E. der Knackpunkt, bedeutet es für einen Minenbetreiber ein höheres Risiko, wenn er den Goldpreis in Zukunft höher ansetzt, als er dann sein könnte. Er geht also davon aus, dass der Preis maximal soundso hoch ist und schützt sich daher von zu hohen Erwartungen/Fehlinvestitionen und so weiter. Fällt der Preis dann doch höher aus, um so besser für ihn, wäre er niedriger, bekommt er Probleme. Daher "verwendet" er für seine weitere Planung lieber einen niedrigeren Preis, das heißt m.E. nicht unbedingt, das er erwartet, das der Preis fällt. Der Preis, den der Minenbetreiber also in dieser Umfrage nennen sollte, war nicht der zukünftige Marktpreis, den er erwartet, sondern der Preis, den er für seine weitere Planung verwendet.


    EDIT: Da der zur Planung verwendete Goldpreis im Chart (S.7) in Richtung Zukunft abnimmt, würde das ja bedeuten, dass der Minebetreiber u.a. auch von sinkenden Förderpreisen ausgeht, das kann ich mir nicht vorstellen. Dennoch halte ich $1500 Produktionskosten auch für sehr übertrieben, zumindest zur Zeit noch.


    Hier ist eine andere Einschätzung der Produktionskosten (ohne Selbstschutzanspruch):

    Bilder

    Der Staatshaushalt muß ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muß gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen will.
    (Cicero, röm. Politiker und Philosph, 106 v. Chr. - 43 v.Chr.) :!:

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    • Offizieller Beitrag

    Was haltet Ihr davon:


    http://www.daf.fm/video/gold-d…0150639-XC0009655157.html


    Gold - Das - Ende - Eines - Megatrends


    NICHTS --- wäre etwas übertrieben, aber eine überaus schwache Vorstellung. Was ist denn schon von einer Fondsgesellschaft zu erwarten??


    Gold mit einem Rohstoff zu vergleichen, ist mehr als absurd. Daß irgendwann und irgendwo die Schmucknachfrage sinkt, ist irrelevant gegenüber der steigenden Investitionsnachfrage.
    Und von einer Überproduktion zu sprechen ist glatter Unsinn. Schnell vergessen.


    Die eigentliche Megahausse mit exponentiellem Anstieg steht noch bevor, mit erheblichen Dips zwischendurch."Habe fertig.“ ^^


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    (...) Da der zur Planung verwendete Goldpreis im Chart (S.7) in Richtung Zukunft abnimmt, würde das ja bedeuten, dass der Minebetreiber u.a. auch von sinkenden Förderpreisen ausgeht, das kann ich mir nicht vorstellen. Dennoch halte ich $1500 Produktionskosten auch für sehr übertrieben, zumindest zur Zeit noch.


    Hier ist eine andere Einschätzung der Produktionskosten (ohne Selbstschutzanspruch):


    Könnte so passen, entspricht etwa früherer Übersicht. Daß die Produzenten sinkenden Goldpreis einsetzen, beweist aber nur ihre vorsichtige auf Sicherheit bedachte Kalkulation, NICHT sinkende Produktionskosten.


    Eine ähnliche Grafik, die STEIGENDE Gewinnmargen der Minen darstellen, hatte Hamilton mal erstellt, wurden hier erörtert.


    Grüsse
    Edel

  • Energie, oh welch edles gut.


    Wird in Zukunft immer teurer, daher wird überall wo man Energie braucht, die Produktion deutlich teurer, unter anderem auch für Rohstoffe, Gold, Lebensmittel, usw..


    EM sind langfristig gesehen DIE Chance. Wer das nicht kapiert, hats auch nicht verdient daran zu profitieren! 8)

    Einmal editiert, zuletzt von blinkabrava ()


  • Weiß ich doch auch, dennoch kann ich deinen Minen nichts abgewinnen.


    Obwohl mhh mal gucken, wenn ich mal zu viel Bakschisch hab, kannste mir ja einen Tipp geben.


    Alles gute aus dem veregneten Berlin


    Jerome 8)

    • Offizieller Beitrag

    Nach einem Bericht der GFMS kauften die Zentralbanken in 2011 = 430 t, das 5 fache der Käufe in 2010 = 77 t.


    Überraschend, daß nach dem Report Mexiko der größte Käufer war mit 100 t und nicht China...


    Gegenüber früheren Jahren absorbieren die Zentralbanken einen erheblichen Teil der Goldproduktion von etwa 2500 tpa.


    "..Dow Jones news is carrying a report this morning from GFMS (formerly Gold Fields Mineral Services)detailing the amount of gold purchased last year by the world's Central Banks. It was indeed a formidable number..."


    http://www.traderdannorcini.blogspot.com/


    Grüsse
    Edel


  • Vergiss den Typ. Der hat den Zusammenhang, zwischen Geldmengenausweitung und Inflation nicht verstanden.

    Motto: Carpe diem et noctem.


    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)


    „Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ (Benjamin Franklin)


    Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16.

  • Überraschend, daß nach dem Report Mexiko der größte Käufer war mit 100 t und nicht China...


    Ein wenig wundert es mich, dass ein derart erfahrener Marktbeobachter wie Dan Norcini viel gibt auf die von China offiziell angeführten Goldkäufe für die Zentralbankreserven. Für China gibt es mehrere parallele Wege, die Goldbestände aufzustocken. Ein Gutteil läuft ganz bestimmt über den "normalen" Goldhandel via Hongkong aufs Festland. Und diese Zahlen werden Monat für Monat aufs Neue getoppt. Derzeit wandern ca. 100 Tonnen Gold pro Monat von Hongkong hinüber ins Mutterland - ganz bestimmt u.a. auch in die Tresore der Zentralbank:


    China Gold Hoarding Turns More Traders Bullish


    Gold traders are the most bullish in two months after mainland China imported the most metal ever from Hong Kong and investors bought U.S. bullion coins at the fastest pace in more than two years.


    Eighteen of 23 surveyed by Bloomberg expect the metal to gain next week, the highest proportion since Nov. 11. Mainland China imported almost 102.8 metric tons in November, valued at about $5.4 billion, trade data on Jan. 11 showed.


    http://www.bloomberg.com/news/…o-months-commodities.html


    Grüße


    auratico

  • Vergiss den Typ. Der hat den Zusammenhang, zwischen Geldmengenausweitung und Inflation nicht verstanden.


    Gold - Das - Ende - Eines - Megatrends


    Sollte es wirklich den EU-Staaten gelingen, Bargeld als Zahlungsmittel tendenziell auszurotten, dann dürfte das auch für die Kursentwicklung von Edelmetall entscheidend sein.
    Das setzt dann aber auch voraus, dass jeder Bürger ein Konto bei irgend einer Bank bekommt; bis heute selbst in der BRD nicht üblich.


    Man muß sich doch nur die Gründe für das drohende Verbot von Bargeld (demnach auch Edelmetall) ansehen.
    Es soll Schwarzarbeit verhindert werden, der Konsum der Bürger soll gläsern werden, die Sozialtransferempfänger sollen von steuerfreien Einkünften abgeschnitten werden, der Staat will von jedem Umsatz (auch von Trinkgeldern) seinen Teil abgreifen.


    Stellt sich jetzt nur noch die Frage, wie Bestechungsgelder dann den Adressaten erreichen?
    Es hat ja nicht jeder ein Konto in einer Steueroase!!!!! :(

  • "Stellt sich jetzt nur noch die Frage, wie Bestechungsgelder dann den Adressaten erreichen? "


    Ganz zu schweigen von den Geldern aus Drogen und Waffenhandel etc.


    Sowohl im kleinen Bereich auf der Straße, als auch im institutionellen Bereich.


    Aber wofür gibts denn "kreative Buchhaltung"...


    OT Ende.


    Grüße

    Willkommen in der schönen neuen Welt


  • Irgendwie muss ich ja meine Kohle rinkriechen. :D :boese:

  • Zitat

    Man muß sich doch nur die Gründe für das drohende Verbot von Bargeld (demnach auch Edelmetall) ansehen.
    Es soll Schwarzarbeit verhindert werden, der Konsum der Bürger soll gläsern werden, die Sozialtransferempfänger sollen von steuerfreien Einkünften abgeschnitten werden, der Staat will von jedem Umsatz (auch von Trinkgeldern) seinen Teil abgreifen.



    Würde nebenbei sicher einen ganz netten 'Nachfrageschub' auslösen, wenn bei einem real drohenden Bargeldverbot die ganzen 'Depots' unterm Kopfkissen 'aufgelöst' werden würden. Regelrechte 'Sonderkonjunktur'. Auf der anderen Seite würde es aber auch den 'Einstieg' in einen 'alternativen Schwarzmarkt' bedeuten. Und hier kommen dann wieder Edelmetalle ins Spiel. Meinen Maler der mir das Wohnzimmer 'schwarz' streicht kann ich in Zigaretten und Schnaps bezahlen. :D

    Der Optimist glaubt , dass wir zur Zeit im besten Deutschland aller Zeiten leben. Der Pessimist befürchtet es !


  • Man muß sich doch nur die Gründe für das drohende Verbot von Bargeld (demnach auch Edelmetall) ansehen.

    Habe ich etwas überlesen oder wie kommst du da drauf? Bei google konnte ich nichts finden :?:

  • [


    Hier ist eine andere Einschätzung der Produktionskosten (ohne Selbstschutzanspruch):


    Worin liegt denn der Unterschied zwischen Kapital- und Produktionskosten? Die Finanzierungskosten werden ja noch mal extra aufgeführt.

    In dubio pro aurum
    Um zu erfahren, wer über dich herrscht, finde heraus, wen du nicht kritisieren darfst. (Voltaire)

  • Worin liegt denn der Unterschied zwischen Kapital- und Produktionskosten? Die Finanzierungskosten werden ja noch mal extra aufgeführt.


    Naja ok, meine Bezeichnung des Charts war nicht ganz korrekt. Der Chart zeigt die Gesamtkosten in Dollar pro Unze Feingold, ab dem Jahr 2011 sind es Prognosen. Aber man sieht ja im Chart, was gemeint war. Hier sind, neben den reinen Produktionskosten, auch noch weitere nicht zu vernachlässigende Kostenbestandteile aufgeführt.
    Im Chart ist zu erkennen, dass der Gold-Marktpreis wohl nie unter die Gesamtförderkosten gesunken ist, so dass man auch in Zukunft davon ausgehen kann, dass die Gesamtförderkosten das absolut mögliche Tief des POG darstellen. Andersherum ausgedrückt, der Goldpreis wird demzufolge ab heute nie mehr unter $1050 fallen und ab dem Jahr 2015 nie mehr unter $1550. Schenkt man dem Chart Glauben und sollten sich z.B. die Energiepreise nicht wesentlich verbilligen, was auch kaum der Fall sein wird, dann sind sämtliche Prognosen der Extrem-Goldshorter, der Preis würde nochmal auf z.B. $500 fallen für die Katz' und sie sitzen auf ihren Shorts bis der Mond eckig wird.

    Der Staatshaushalt muß ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muß gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen will.
    (Cicero, röm. Politiker und Philosph, 106 v. Chr. - 43 v.Chr.) :!:

    • Offizieller Beitrag

    Seit Jahren geistern immer wieder unterschiedliche Angaben und Definitionen über die Produktionskosten bei den Edelmetallen herum.


    Entscheidend für die Rentabilität der Minen sind die Gesamtproduktionskosten.
    Diese enthalten auch alle Kosten, die nicht direkt produktiongebunden sind, also Abschreibungen, Finanzierungen, Explorationsaufwand, Verwaltung etc,.
    Im engl. Sprachgebrauch = all-in costs.

    Die zumeist genannten Cash Costs sind i.A. die reinen Betriebskosten und enthalten diese Kostengrößen nicht.


    Siehe hierzu frühere Postings:
    GOLD : Märkte und Informationen
    GOLD : Märkte und Informationen


    Grüsse
    Edel

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