GOLD : Märkte und Informationen

  • MARKT/Draghi entfacht Zinssenkungsfantasie -
    Euro leichter


    Die Aussagen von EZB-Präsident Draghi auf der
    Pressekonferenz zum Zinsentscheid bewegen sowohl die Zinsmärkte wie auch den
    Devisenmarkt. "Die Anleihen profitieren von der Aussage, dass eine breite
    Diskussion über das Zinsniveau stattgefunden hat", so Ralf Umlauf, Marktstratege
    bei der Helaba. Damit habe Draghi die Spekulation über eine Zinssenkung neu
    entfacht. Der Euro reagiert verschnupft auf die Aussage und fällt zum Dollar auf
    das Tagestief bei 1,3035 Dollar. Der Dezember-Kontrakt des Bund-Futures steigt
    um 25 Ticks auf 143,38 Prozent.




    Gold + Silber steigen Schöne Diskussion
    :!:

    Einmal editiert, zuletzt von dukezero ()

  • Was meiner Meinung nach an dem Szenario welches Auratico schildert nicht ganz stimmig ist, ist zum Einen die Bilanzsumme der FED . Das Balance-Sheet der FED stagniert seit einiger Zeit, müsste aber bei massiven (unlimitierten) Anleihekäufen doch eigentlich massiv ausweiten. Irgendwo habe ich neulich gelesen, die FED könne Operation TWIST nicht weiter führen, mangels (verkaufbarer) kurz laufender Treasuries in ihren Büchern. Holt man sich so 'Nachfeuer-Masse' um am langen Ende durch Käufe weiter die Zinsen niedrig halten zu können/''twisten'' zu können ?


    In dem von mir verlinkten Bloomberg-Artikel heißt es, dass die Fed im kommenden Jahr 90% aller neu emittierten staatlichen Fixed Income-Papiere übernehmen wird. Das bedeutet alle Laufzeiten.


    Die Fed hält inzwischen 27% der US-Schulden quer durch alle Laufzeiten. Wenn sie bei den 10jährigen so weitermacht, wären das in drei Jahren 60% des gesamten Treasury-Marktes.
    Wenn sie derzeit aktuell nur noch wenige extreme Kurzläufer mehr haben (wg. Operation Twist, die aber in diesem Dezember auslaufen soll), kaufen sie wieder welche. Ja, das sollte sich im Balance Sheet, falls unsterlisiert, bald zeigen, wir werden sehen.


    Damit wird zum einen der Bondmarkt „künstlich“ knapp gehalten – hohe Kurse, niedrige Renditen, wie gewünscht, und die nicht zum Zuge gekommenen Anleger werden auf andere „risikoreichere“ Assets umgelenkt, namentlich natürlich den Aktienmarkt sowie Unternehmensanleihen bzw. die Banken sollen mehr Kredite vergeben. Freilich aber verkauft die Fed aber auch fleißig bereits ältere Bonds, um u.a. damit Hypothekenpapiere zu kaufen.


    Bei QE1 und QE2 hat es bekanntlich nicht geklappt, dass die Banken das zur Verfügung gestellte Geld als Kredit an die sogeannten Realwirtschaft und Konsumenten weitergereicht haben. Vielmehr haben sie es als gewaltige Überschussreserven bei der Fed geparkt und manches davon in höher rentierende Anleihen in Übersee (Brasilien etc.) gesteckt.


    Und außerdem gibt es bereits erste Anzeichen, dass das Balance Sheet der Fed wieder expandiert.
    Mit Bezug auf folgende Informationen:


    http://viewfromthewilds.blogsp…ng-in-on-qe-infinity.html


    Seit Bekanntgabe von QE 3 soll die Bilanzsumme der Fed – durch die Ankäufe von MBS-Hypothekenpapieren - um 39 Milliarden USD angestiegen sein, während sie ihren Bestand an älteren zehnjährigen Treasuries seit diesem Zeitpunkt aber um ca. 11 Milliarden verringert hat. Da auch die Überschussreserven um 20 Milliarden gefallen sind, kann das eigentlich nur heißen: Sie erhöht die umlaufende Geldmenge, in diesem Fall um 27 Milliarden.


    “Instead, currency in circulation rose almost US$27b, providing much of the funding for the increase in the balance sheet. The balance was provided by the amount of deposits the Fed holds on behalf of the US Treasury and other governmental entities (…)


    What will speed this process up further? A sudden decline in excess reserves will lead to a sharp increase in currency in circulation, in order to maintain the size of the Federal Reserve balance sheet. One of the ways this can happen is when people start converting their cash savings into hard currency.”(Timothy Dan)


    Das Smart Money hat das, während das Finanzkartell bereits laut nach QE 4 noch in diesem Jahr ruft, begriffen und kann schön bei den gewünschten ca. $ 1700/Oz zugreifen – die Gold-Eagle-Verkäufe der US-Mint sind zuletzt förmlich explodiert, der Goldpreis nicht:


    http://4.bp.blogspot.com/-NVfo…-lpoQTx4dI/s1600/mint.png


    Die Fed hält inzwischen, mit weiter steigender Tendenz, Assets im Nominalwert von fast 25% des US-Bip in ihren Büchern:


    http://www.zerohedge.com/sites…balance%20Sheet%20GDP.jpg


    Und zu guter Letzt die Meinung von Jim Sinclair: “The fact that the Fed is the primary buyer of US Treasuries is the common denominator of all the reasons why gold is going to $3500 and above. This common denominator is simply not going to change for years.”


    Grüße


    auratico

  • Die Fed hält inzwischen, mit weiter steigender Tendenz, Assets im Nominalwert von fast 25% des US-Bip in ihren Büchern:



    Das ist ja gar nichts. Die Schweiz dürfte im Bereich 80 % sein. Und dies alles nur, um aus dem Schweizer Franken ebenfalls eine Schrottwährung zu machen.


    Da kann die USA aber ihre Bilanz noch deutlich ausweiten, bis sie Eidgenossen-Niveau erreicht. Operation Twist ist ja neutral diesbezüglich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es Monate gibt ohne Bilanzausweitung in den USA: die kleckern ja nicht, sondern klacken dort drüben

  • Das ist ja gar nichts. Die Schweiz dürfte im Bereich 80 % sein. Und dies alles nur, um aus dem Schweizer Franken ebenfalls eine Schrottwährung zu machen.


    Aber bestimmt nicht die eigenen Schulden, sondern eben Euro und USD. Dennoch kommt mir dieser Wert erstaunlich vor, selbst für die kleine Schweiz. Die genauen Zahlen dazu würden mich bei Gelegenheit einmal interessieren. Da der USD immer noch die globale Reservewährung ist, muss man das bei jedem Blick auf die Geldpolitik der Fed berücksichtigen, auch wenn das jetzt banal klingt. Und das viele Gold von anno dunnomal habt ihr Eure Politiker ja für lau verkaufen lassen, ein bis heute aberwitzig anmutender Vorgang, auf Druck der USA hin geschehen, wenn ich mich recht entsinne.


    Grüße
    auratico

    • Offizieller Beitrag


    Aber bestimmt nicht die eigenen Schulden, sondern eben Euro und USD. (....) Und das viele Gold von anno dunnomal habt ihr Eure Politiker ja für lau verkaufen lassen, ein bis heute aberwitzig anmutender Vorgang, auf Druck der USA hin geschehen, wenn ich mich recht entsinne.......


    Ja, letzteres denke ich auch. Die Menge mit um 1000 t war weitaus höher als die Englands, das etwa die Hälfte seines Zentralbankgoldes etwa zum Jahrzehntetiefstkurs verscherbelte. Beides Vorgänge, die im Nachhinein betrachtet verwunderlich erscheinen und die Nationen zig Mrd. $ Wertverluste gekostet haben.


    Von diesem Politikerschwachsinn blieb Deutschland möglicherweise nur deshalb verschont, weil es sein Gold zum größten Teil nicht wirklich besitzt, angebliche Unabhängigkeit der ZB hin und her.... Und zu gern wüßten wir alle,wie es um das Gold aus Fort Knox Nix wirklich steht....
    Die regelmäßigen Übersichten über das weltweite Zentralbankgold sind m.E. kaum ernst zu nehmen, v.a. weil Gold und Goldforderungen sich in einem Topf befinden. Zum Gold der Deutschen gab kürzlich ein Vorstandsmitglied eine Erklärung ab, hier von auratico hereingestellt, bei der u.E. aber offen blieb, ob das in den USA oder GB eingelagerte Gold nicht doch beliehen ist, so weit vorhanden....


    Bei dieser Gelegenheit kommt zu Bewußtsein, daß inzwischen die ZBs weltweit Gold akkumulieren, vorneweg China und Rußland, u.a. aber auch die Schweiz, meine ich irgendwo aufgelesen zu haben....


    Grüsse
    Edel

  • . aber auch die Schweiz, meine ich irgendwo aufgelesen zu haben....


    Nein, zumindest nicht die SNB: Für 53 Mrd CHF Gold sind in den Büchern, gleich viel wie zu Jahresbeginn, das sind etwas mehr als 1000 Tonnen Gold, wenn ich richtig rechne. Und ob es Gold ist oder Goldforderungen ist nicht ersichtlich.


    Im übrigen habe ich einen Fehler gemacht 425 Mrd CHF sind allein die Devisenreservenm die Bilanzsumme insgesamt beträgt fast 500 mrd, als fast soviel wie das BIP

  • Ja, letzteres denke ich auch. Die Menge mit um 1000 t war weitaus höher als die Englands, das etwa die Hälfte seines Zentralbankgoldes etwa zum Jahrzehntetiefstkurs verscherbelte. Beides Vorgänge, die im Nachhinein betrachtet verwunderlich erscheinen und die Nationen zig Mrd. $ Wertverluste gekostet haben.


    zumindest haben die Notenbanken durch die Goldverkäufe über lange Zeit den Marktteilnehmern signalisiert, dass ein Überangebot herscht und daher keine Gefahr besteht.
    Hierdurch wurden steigende Goldpreise unterbunden, mit all den resultierenden Folgen.
    Es ist bis heute möglich, die Zinsen (unnatürtlich) niedrig zu halten und damit die gewollte Konkursverschleppung zu ermöglichen
    denn
    was wäre passiert, wenn der Goldpreis nicht gedrückt worden wäre?
    Ich denke, die Zinsen wären so hoch gestiegen, dass die Zinszahlungen für die bisher aufgenommenen Staatsanleihen, auf kürzeste Sicht, nicht mehr durch den Staatshaushalt hätten finanziert werden können.
    Somit wurde das eigentliche Ziel erreicht, es wurde Zeit gewonnen.
    Wie sagte das Merkel doch
    der Euro wird gerettet, egal was es kostet!
    Die paar Tonnen Gold sind im Verhältnis zu der anderen Alternative,
    KRIEG
    doch nun wirklich (auf kurze Sicht) zu vernachlässigen.
    Das Politiker nur kurzsichtige Entscheidungen treffen brauche ich wohl kaum zu betonen.

    • Offizieller Beitrag

    Die Geschichte lehrt, daß alle Papierwährungen inflationierten und Gold über Jahrtausende hinweg etwa ein stabiles Kaufkraftäquivalent erhielt.
    Die westliche Wirtschaft insbes. ist leider so Dollar dominiert und abhängig, daß der Verfall der eigenen Währungen unaufhaltsam scheint.


    Anders die Asiaten, die in ganz anderen Zeiträumen als unsere Politkasper planen, deren absolut oberstes Interesse ihre eigene Wahl bzw. Wiederwahl ist, losgelöst von Wahlversprechen und Volkes Wohl, was wir aktuell bei uns sehen oder den USA erlebten.


    Der ständig wachsende Strom des Goldes nach Asien sollten USA und ihren Verbündeten / Vasallen zu denken geben. Überheblichkeit und Lügengespinste der kurz springenden Politiker auf beiden Seiten des großen Teichs sind mehr als beängstigend.


    Aber warum denn sollten Kriege eine Alternative zu Zinsbewegungen sein? Kriege werden aus gänzlich anderen Motiven geführt: Macht, Einfluß und wörtlich grenzenlose Geldgier.
    Dazu zählen geschichtlich auch Raubzüge um Gold....


    Falls neuere Währungssysteme mit einer Teilbindung an Gold entstehen, und das ist nicht unwahrscheinlich, dann dürfen Verkäufer, von groß bis klein, ihre Rechnung aufmachen.


    Grüsse
    Edel

  • Bezüglich der Währungsbindung an Gold glaube ich eher an eine Bindung an das schon jetzt nicht vorhandene Gold zuzüglich des dann konfiszierten ( Hauptsächlich Goldkonten ETF etc ) und an eine Satte Menge angeblich bei den Reichen eingesammelten Bestandes. Das ganze wäre dann eine Luftnummer erster Güte ! Das einzige was dieses Geldsystem wirklich zu Fall bringen könnte ist wenn die große Masse soviele neue wie gebrauchte Ohrringe kauft daß kein Krümel mehr auf den Markt gelangt. Das wäre dann die Automatische Goldbindung 1g AU = X,XX $ und nicht umgekehrt. Jeden Tag von Tausenden Individuen Neu festgesetzt.

    Tretminen reissen ein Bein ab, Wasserminen versenken Schiffe, Goldminen vernichten viele Anleger. :!:

  • Die Geschichte lehrt, daß alle Papierwährungen inflationierten und Gold über Jahrtausende hinweg etwa ein stabiles Kaufkraftäquivalent erhielt.
    Die westliche Wirtschaft insbes. ist leider so Dollar dominiert und abhängig, daß der Verfall der eigenen Währungen unaufhaltsam scheint.

    Hallo Edel,
    wenn Du ein wenig Zeit hast, dann empfehle ich Dir diesen Report von Seymour Pierce. Er schildert nach meinem Empfinden absolut verständlich und echt gut argumentiert, wie die einzelnen Zyklen nach Kondratief abgelaufen sind, wie sich Gold und Geld jeweils geschlagen haben und - und da wird es spannend- warum jetzt im letzten angebrochenen Kondratief-Winter (der gleichsam durch Greenspan und Bernanke künstlich von Bubble zu Bubble verlängert wurde) diesmal keine Deflation zugelassen wurde UND WIRD. Ich fands echt spannend. Auch wenn der Text recht lang scheint, so ist er doch absolut kurzweilig zu lesen.
    http://www.mineweb.com/mineweb…oadFile?media_fileid=2353



    ...

    Zitat

    ...The Federal Reserve and other central banks would have us believe that that they can
    control the ebb and flow in the natural cycle of capitalist economies. They can, but not
    indefinitely. We are starting to run out of road. ...

    Helmut Schmidt: "Dabei ist das Wort Investmentbanker nur ein Synonym für den Typus Finanzmanager, der uns alle, fast die ganze Welt, in die Scheiße geritten hat [...]".

    3 Mal editiert, zuletzt von mastermatze ()

    • Offizieller Beitrag

    (....)
    Hallo Edel,
    wenn Du ein wenig Zeit hast, dann empfehle ich Dir diesen Report von Seymour Pierce. Er schildert nach meinem Empfinden absolut verständlich und echt gut argumentiert, wie die einzelnen Zyklen nach Kondratief abgelaufen sind, wie sich Gold und Geld jeweils geschlagen haben (...)
    http://www.mineweb.com/mineweb…oadFile?media_fileid=2353(....)


    Danke für den Link / Report, mastermatze !


    Werde ich gern nach und nach durchlesen. Paßt im Übrigen in großen Teilen zum Thread :
    INFLATION / DEFLATION - Debatte


    Bei rasender Durchsicht dies Statement als Anker: :)


    "What could fulfil such a critical role in the world’s monetary system? There’s only one possibility with a track record of several thousand years as Zoellick stated (leaked) in the FT article:
    The system should also consider employing gold as an international reference point of market expectations about inflation, deflation and future currency values.”


    Grüsse
    Edel

  • Aber warum denn sollten Kriege eine Alternative zu Zinsbewegungen sein? Kriege werden aus gänzlich anderen Motiven geführt: Macht, Einfluß und wörtlich grenzenlose Geldgier.
    Dazu zählen geschichtlich auch Raubzüge um Gold....


    Sofern ich die Geschichte richtig interpretiere, hatten wir in den vergangenen 2 Jahrhunderten wiederholt Raumgewinne (durch kriegerische Auseinandersetzungen bzw. Kolonialbestrebungen) die der eigenen Bevölkerung versprochen wurden. Die hierfür notwendigen Aufwendungen wurden durch Kriegsanleihen o. äh. bei den eigenen Bürgern zu moderaten Zinsen erhoben wurden.
    Demnach interpretiere ich dies, dass der Krieg zumindest vorübergehend eine zinssenkende Wirkung entfaltet hat.
    Erst als die Aussichtslosigkeit dieser Handlungen erkannt wurde, kam es zu extremen Zinsbewegungen und irrwitziger Inflation weil die versprochenen Ländereien nicht zur Abgeltung der Kredite gewährt werden konnten.
    Ähnliches erwarten wir Goldbugs doch auch für den Fall, dass offensichtlich wird, dass der Kaiser nakt ist bzw. alle Goldvorräte verloren sind.
    Auch dann werden wir wieder extreme Zinsentwicklungen und starke Inflation erleben.

  • Obama-care ---> Ob_wars
    diese Schulden sind der Treibstoff für steigende Goldpreise und Silberpreise


    (..)
    http://www.zealllc.com/2012/usdebt.htm


    Even as a percentage of GDP, Obama’s record deficits utterly dwarf everything seen since the second World War. Democrats ought to be totally embarrassed by this. The 60-year-average deficit before the Obama years was 1.7%. Yet Obama’s gross overspending averaged annual deficits of a staggering 8.7% of GDP! To get an idea of how scary these are, all we have to do is look to the fiscal disasters in Europe.


    The European Union was formed by the 1992 Maastricht Treaty. One of the core requirements that all signing countries bound themselves to was government spending as a percentage of GDP. Deficits were legally limited to 3% of GDP. So Obama’s approaching 9% are so horrendous that it defies belief. This year, the deficit-to-GDP ratios of troubled Greece and Spain are only 6.6% and 7.3%. 9% is outrageous.


    [Blockierte Grafik: http://www.zealllc.com/c2012/Zeal120712C.gif]


    (..)

    2 Mal editiert, zuletzt von keepitshort ()

  • Es ist ein wenig OT, da hier aber vor einiger Zeit die Glaubwürdigkeit von Jim Willie in Frage gestellt wurde. ... Auch ich halte nach einigen Jahren des Lesens seiner Artikel große Stücke auf ihn. Immer wieder hat er in seinen Artikeln Dinge erläutert bzw. Beteiligte vorweg genannt, die einige Zeit später tatsächlich durch die Medien geisterten. Da sind beispielsweise seine Kommentare zu Banken die im großen Stil Drogengelder waschen, und einig Zeit später folgten Medienberichte das gegen HSBC, Wachovia und andere in den USA ermittelt wird, da diese Drogengelder im Milliardenbereich gewaschen haben. Eben dies sagte übrigens auch das UN Büro für für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), dass Banken den Interbankenmarkt im Zuge der Finanzkrise (vermutlich auch schon vorher) mit Drogengeldern am Leben hielten.


    Die Folge übrigens für die Banken bzw. die verantwortlichen Chefs? Keine! Wie Willie es schreibt, Korruption, Mafia und Filz bis in höchste Kreise. Nicht die Vorstände werden strafrechtlich zur Verantwortung gezogen, sondern die Banken zahlen als rechtliche Entität an den Staat ein paar hundert Millionen und das wars.


    Willies machte außerdem Angaben zur Manipulation der Märkte und was sehen wir? Reihenweise wieder Banken gegen die ermittelt wird. Wir reden vom Interbankenmarkt, wir reden vom Libor und wir reden auch von den Strombörsen in den USA. Hier stellvertretend Barclays genannt. Die Folgen bis jetzt? Keine, man bedient sich der gleichen Konstruktion wie bei der Drogenwäsche. Nicht die verantwortlichen Chefs haften, es wird die rechtliche Entität des Unternehmens in den Vordergrund gestellt und eine Strafzahlung geleistet. Das wars. Übrigens wäre das so, als ob man einen Verein zur Unterstüzung von Wildpferden gründet, Drogen verkauft, und nachher kommen die Akteure des Vereins straffrei davon, denn es hat die Entität des Vereins gehandelt. Würde das in dem Fall auch so sein? Ich denke nicht!


    Zu den Vorwürfen gegen die Deutsche Bank und damit einhergehenden Ermittlungen. Ein Verweis www.wirtschaftsfacts. Die berichten in einem aktuellen Artikel nicht nur über die Tatsache, dass die DEUBA vermutlich einen Bailout von der Bunderegierung in Höhe von 12 Milliarden durch den Verkauf der Postbank an die DEUBA bekam, sondern das derzeit Ermittlungen laufen und das:


    Zitat

    Nun ein anderer Fall: plötzlich betätigen sich drei ehemalige Mitarbeiter des Instituts als Whistleblower, die wissen wollen, dass die Deutsche Bank AG auf dem Höhepunkt der Finanzkrise gigantische Verlustpositionen aus Derivategeschäften in ihren Büchern versteckte. Diese Angaben machten die drei Ex-Mitarbeiter laut Financial Times gegenüber verschiedenen Regulierern – einschließlich der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC). Laut Deutsche Bank AG seien diese Vorwürfe nicht nur alt, sondern auch unhaltbar.


    Den Verkauf der PoBa habe ich schon damals nur als Stützungsmaßnahme für die DEUBA verstanden. Ich kannte nur nicht die Details wie man es durchgezogen hat. Der Artikel von Wirtschaftsfacts erzählt da ein wenig mehr:


    http://www.wirtschaftsfacts.de…egat-des-josef-ackermann/


    Bitte keine erneute Debatte zu Willies. Edel, wenn es raus aus diesem Thread soll, dann bitte verschieben. Ist nur sehr indirekt dem Thread Thema zuzuordnen.


    Ergänzend ein Link den Diana im Goldenen gefunden hatte:


    http://www.zerohedge.com/news/…avoid-government-bail-out


    Zitat

    Bombshell: Deutsche Bank Hid $12 Billion In Losses To Avoid A Government Bail-Out


    Forget the perfectly anticipated Greek (selective) default. This is the real deal. The FT just released a blockbuster that Europe's most important and significant bank, Deutsche Bank, hid $12 billion in losses during the financial crisis, helping the bank avoid a government bail-out, according to three former bank employees who filed complaints to US regulators. US regulators, whose chief of enforcement currently was none other than the General Counsel of Deutsche Bank at the time!


    Scheint so als ob die Wahrheit so unglaublich ist, dass man sie problemlos unter einem Haufen Lügen verbergen kann.

    (Vergesst niemals, diese Leute wollen, dass Ihr pleite und tot seid, dass Eure Kinder vergewaltigt und einer Gehirnwäsche unterzogen werden, und sie finden das witzig". -Sam Hyde.)

    Einmal editiert, zuletzt von Tomster ()

    • Offizieller Beitrag

    Es ist ein wenig OT, da hier aber vor einiger Zeit die Glaubwürdigkeit von Jim Willie in Frage gestellt wurde. Auch ich halte nach einigen Jahren des Lesens seiner Artikel große Stücke auf ihn. Immer wieder hat er in seinen Artikeln Dinge erläutert bzw. Beteiligte vorweg genannt, die einige Zeit später tatsächlich durch die Medien geisterten. (....)
    Edel, wenn es raus aus diesem Thread soll, dann bitte verschieben. Ist nur sehr indirekt dem Thread Thema zuzuordnen.


    Durchaus nicht: Zum einen wird gerade hier Jim Willie mit seinen brillanten Artikeln oft zitiert, auch können wir ihn den aus dem Kreis der bekannten Kolumnisten den wenigen überzeugten Goldbugs zuordnen. Zum anderen ist die DB am Goldfixing beteiligt, womit wir voll im Thema sind:


    „Londoner Goldfixing. Seit dem 7. Juni 2004 findet die Sitzung, die früher dauerhaft von Rothschild geleitet wurde, unter jährlich rotierendem Vorsitz in der Barclays Bank statt. Zu dieser Veranstaltung treffen sich jeweils ein Vertreter der
    - Bank of Nova Scotia–ScotiaMocatta,
    - Barclays Bank,
    - Deutsche Bank AG London,
    - HSBC Bank USA NA London Branch und
    - Société Générale,
    die alle Mitglieder der London Bullion Market Association (LBMA) sind....“

    Qelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Goldfixing

    Wie vielleicht erinnerlich, mußte vor einiger Zeit der DB plötzlich und überraschend mit 40 t Gold physisch ausgeholfen werden, (Gründe sind mir nicht erinnerlich...) und es ist gar nicht soo lange her, daß die „Leistung aus Leiden schafft“ mit angeblich zig Mrd. gegen Gold short wettete.
    Die DB ist ein Mitglied des Goldkartells, der GoldKabal.

    Grüsse
    Edel

  • Hallo Edel,
    wenn Du ein wenig Zeit hast, dann empfehle ich Dir diesen Report von Seymour Pierce. Er schildert nach meinem Empfinden absolut verständlich und echt gut argumentiert, wie die einzelnen Zyklen nach Kondratief abgelaufen sind, wie sich Gold und Geld jeweils geschlagen haben und - und da wird es spannend- warum jetzt im letzten angebrochenen Kondratief-Winter (der gleichsam durch Greenspan und Bernanke künstlich von Bubble zu Bubble verlängert wurde) diesmal keine Deflation zugelassen wurde UND WIRD. Ich fands echt spannend. Auch wenn der Text recht lang scheint, so ist er doch absolut kurzweilig zu lesen.
    http://www.mineweb.com/mineweb…oadFile?media_fileid=2353



    ...


    Ausgezeichneter Artikel. Könnte von mir sein......


    ... ich kenne mich mit den Langen Wellen nicht aus, ist aber interessant, mal durch die Zeiten zu stöbern. Ich komme zum exakt selben Schluss, wie die verschiedenen Asset-Klassen performen sollten, aktuell. Schade, dass ein Feintuning nicht möglich ist bei der Prognose.


    Meine Bias, die aktuelle Situation mit den 70-ern zu vergleichen, wird zwar nicht geteilt, da wir uns in einer anderen "Jahreszeit" befinden (Gemäss Kondratieff wäre Vergleich mit Weltwirtschaftskrise angebracht Ende 20-er, Anfang 30-er). Durch die druckerpressebedingte Inflation (statt Deflation) könnten sich aber Assetklassen genau wie in den 70-ern entwickeln, insofern eine Parallelität. Allerdings kann der Schluss nur schlimmer werden als er damals in den frühen 80-ern war.


    Nochmals vielen Dank für den Artikel, er ist es wirklich wert, gelesen zu werden

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