kein wunder, früher musste man apps die programme hiessen, noch in assembler/maschinensprache programmieren oder webseiten direkt mit html code. dann kamen die ganzen editoren, wo sich jeder depp irgendwas zusammenklicken konnte, um am ende einen ausgeuferten haufen an code müll zu bekommen, der logischerweise deutlich fehleranfälliger ist, als ein schlanker direkt programmierter code.
Vor allem musste man auch wissen, was man da programmiert. Heute wird eine IDE ( https://de.wikipedia.org/wiki/…erte_Entwicklungsumgebung ) genommen 10 externe Bibliotheken dazu gekauft und dann wird was zusammengedonnert und geklickt. Der Entwickler weiß dann "so ungefähr" was er da gemacht hat. Danach wird der Rotz durch den Compiler gejagt bisschen Beta-Test veranstaltet und fertig ist die Anwendung. Raus damit an den Kunden zum Produktiven Einsatz. Dokumentation nur bedingt vorhanden etc.
Nach zwei oder drei Jahren, die Kinderkrankheiten sind so langsam behoben und alles läuft stabil, wird das Produkt abgekündigt und der Kunde muss die neue Version kaufen oder bekommt sie im Abo, muss aber migrieren, weil es für die alte Version keinen Support und Sicherheitsupdates mehr gibt. Die neue Version hat dann wieder eine neue GUI mit der der User nicht klar kommt, die Klickpfade sind anders, dasselbe heißt jetzt anders. Außerdem wurden einige Funktionen die bisher tadellos gelaufen sind kaputt optimiert, mit Fehlern versehen oder ggf. auch ganz entfernt und durch eine neue ersetzt die viel toller ist, deren Schnittstellen aber jetzt ganz anders sind, so dass man drei weitere Anwendungen ersetzen muss.
Gleichzeitig wurde der Support optimiert, E-Mail-Anfragen gehen nicht mehr und Telefonsupport wurde auch abgeschaltet. Dafür kann man nun ein Ticket eröffnen und bekommt je nach gebuchtem Service-Level eine Technikerantwort per Mail oder telefonisch innerhalb von 4/8/24 oder 48 Stunden, abhängig davon wie viel man für den Support abdrückt. Das Lizenzmodell wurde auch angepasst, so dass man jetzt nach Arbeitsplätzen lizenzieren muss und monatlich zu zahlen hat. Statt bisher einmalig 5.000 Euro, sind jetzt monatlich 890.- Euro für die Software fällig.
In 2-3 Jahre... man ahnt es schon, wird wieder alles angepasst, weil man erkannt hat, dass die User eine neue GUI und ein neues Lizenzmodell für eine noch bessere User Experience wünschen.
So läuft das Spiel seit gut 10-15 Jahren und es wird immer schlimmer.