Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Jedem Liebhaber von Handelsgold ist die Lateinische Münzunion (LMU) natürlich bekannt, die erste europäische Währungsunion von 5 Ländern, denen sich inoffiziell sogar noch mehr als 50 weitere Länder angeschlossen hatten, indem sie jeweils mindestens eine Münze nach den Standards geprägt haben (zwar keine offiziellen Zahlungsmittel in den jeweiligen anderen Ländern, aber im Handel trotzdem akzeptiert).


    Ich sehe das so: im EM-Bereich gibt es (leider) wenig Normierungen, alleine gold.de vergleicht angeblich 40.000 Produkte. So zählt halt die Macht des Faktischen: Sovereigns wurden mehr als 1,5 Milliarden geprägt, von denen es noch mindestens die Hälfte geben dürfte, LMU ingesamt ähnlich, daher sind beide international bekannt und akzeptiert, da kann nur noch der Dollar mithalten.


    In der 2. Reihe dann (international gesehen) deutsches und österreichisches Kaiserreich, die Osmanen-Piaster etc.

    Bei denen war ich auch dabei. Als "Mann ohne Silber". Ich hatte auf meinen alten Herren gehört und 6 Wochen, bevor die Rakete startete mit 50% Gewinn in 18 Monaten verkauft.....


    Deswegen: wenn mir jemand sagt: meine XXX Position von vormals 10 Prozent liegt nun bei 30 oder 40 Prozent und das ist zu viel, die mus ich reduzieren und auf andere Positionen aufteilen, dann denk ich mir: Mach Du mal, Du Depp..... Mit 10 Prozent halbwegs richtig gelegen, schmeißt er Prozent für Prozent weg und steckt es in Verlustbringer. Toller Hecht!


    Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist. Letztes mal, als es vorbei war, konnte man Geldscheine auf den Straßen aufsammeln..... Von Silbermünzen wurde dergleichen nicht berichtet.....

    Da hast du aber gleich drei Denkfehler. Ein regelbasiertes Rebalancing kann schon so einiges bringen, es heißt ja erstens nicht komplett aussteigen (so wie du es getan hast), zweitens wieder nachlegen bzw. zurück umschichten, wenn der Kurs zurückgeht (was du offenbar nicht getan hast), und drittens waren die anderen möglichen Kandidaten wie z.B. Aktien, Fiat und Gold keineswegs auf Dauer Verlustbringer.


    Ich gebe aber zu, habe mir das selber nur an eingen Beispielen angesehen und nicht wirklich selber praktiziert.




    Goldmünzen

    In diesem Video spreche ich über eine Frage, die viele Unternehmer und Selbstständige aktuell umtreibt: Kannst Du größere Mengen Gold oder Silber überhaupt noch verkaufen, wenn Belege fehlen? 🔍

    Kennt und vermittelt Händler, bei denen man auch ohne Beleg immer noch verkaufen kann, so das Klumpenrisiko (z.B. Lagerung im eigenen Keller) reduziern kann, und künftig in Schweiz, Singapur, ggf. Frankfurt oder München lagern kann, mit Zugriff per Handy von überall.

    Hallo zusammen,

    ich überlege derzeit, ob Gold langfristig vielleicht doch das sicherste Investment ist. Schließlich bleibt es auch nach 100 Jahren ein realer Rohstoff. Natürlich schwanken die Preise – mal hoch, mal tief – aber gerade in Krisenzeiten scheint Gold oft eine stabile und verlässliche Anlage zu sein.

    Im Vergleich dazu fühlen sich Aktien und Fonds für mich manchmal wie ein Schwert mit zwei Klingen an. Ja, es gibt sichere Anlagen, aber ich selbst musste mit einer Kryptowährung bereits einen deutlichen Verlust hinnehmen – und dieser war leider nicht gering.

    Kann mir jemand einen Rat geben, was eine wirklich sinnvolle und sichere Anlagestrategie für die Zukunft sein könnte?

    Jede Kapitalanlage hat ihre Chancen UND ihre Risiken, für mich macht es die Mischung.Die Volatilität von Gold ist ähnlich hoch wie die breit gestreuter internationaler Aktienfonds/ETFs, und selbst ein Markus Krall empfiehlt eine Kombination.


    Cryptos sehem ich nicht als Kapitalanlage, sondern ähnlich wie die Chinesen als "electronic gambling device". Früher oder später wird sich das totlaufen, ständig neue coins, teure Umverpackungen in ETFs und Firmen.


    Die volatile Diva Silber ist so erratisch, kurz vor dem aktuellen Boom sind hier sogar langjährige EM-Bugs entnervt ausgestiegen, das taugt m.E. als kleine Beimischung, und eher nicht mitten im Hype.


    Viel Erfolg!

    Doch.

    Gerade das Junkzeug wird aktuell in rauhen Mengen geschmolzen.

    Bankhandelsfähiges 999 natürlich nicht.

    Ganz offensichtlich ist das momentan so, zumindest in D und USA. Da wird also u.a. jeweils nationales Zahlungsmittel "legal tender", also z.B. 10€ 925er und Morgan Dollars 900er zum Händler gebracht, der schickt das zum Großhandel, der zur Scheideanstalt, die scheidet und schickt Reinsilber zur nationalen Prägeanstalt, die prägt dann 35€-Weihnachtsmünzen (oder auch nicht) und American Eagles (999er in Unzen).


    Vorher gesetzliches Zahlungsmittel, hinterher gesetzliches Zahlungsmittel, nun Reinsilber statt legiertes und somit für einen tatsächlichen Umlauf kaum noch geeignet, Unzen statt kleinerer Einheiten. Pro eingesetzem Euro gibt es ca. ein Drittel weniger Silber, denn die ca. 12 Akteure (inkl. Transporte und Versicherer derselben) wollen und müssen ja auch was verdienen.


    Muss ich das verstehen?

    Gold muss man immer jetzt kaufen, bin ich da jetzt am richtigen Dampfer?

    Also ich habe mich schon vor längerer Zeit dazu entschieden, nicht "Geld", sondern "Vermögen" haben zu wollen, und dann habe ich zwangsläufig immer mal wieder ein paar Fondsanteile und auch EM gekauft.


    Andernfalls würde sich das Fiat auf dem Giro ansammeln, und größere Beträge haben dort auf Dauer nichts zu suchen.

    Traumatisiert .

    Also ich als vielbeschäftigter Rentner komme gar nicht dazu, mein wohldiversifiziertes Portfolio jedes Quartal auf den aktuellen Stand zu bringen (meine Frau braucht zum Einloggen immer mindestens 3 Anläufe, das kommt daher, dass die Bank übernommen wurde und anschließend auch noch die Login-Methode gewechselt).


    Habs für Ende 2025 aber wieder mal getan, alles bestens, und beim Blick auf die YTD-Performance der EM wird 2026 wohl auch nicht so schlimm werden :D .

    Jetzt bin ich gestern Abend dran gesessen und habe mir zahlreiche Turbo-Hebel-Bullzertifikate auf Silber rausgesucht und in eine Excel-Tabelle eingetragen, damit ich nach Bodenbildung kaufen und die WKNs zur Hand habe. Und was passiert heute Morgen zwischen 0600 und 0800, sieben davon werden ausgeknockt und 70% der Arbeit von gestern Abend ist für die Tonnen.

    Und hast du von jedem dieser Derivate jeweils die 150+ Seiten an Emissionsprospekt gelesen?


    Nix für ungut, offenbar gehörst du zu denen, die mit einer Seifenkiste gegen die Formel-1-Boliden der Banken antreten. Kann nichts werden, wenn du mich fragst. Physisch long ist dir nicht gut und soldide genug?

    Die Papiere wurden aber nicht zum Nennwert gekauft. Sondern zu viel höheren Kursen. Und diese Kurse werden wir absehbar nicht wieder sehen, bis zum Fälligkeitsdatum. Die Verluste sind also da. Und werden es bleiben. Genau wie die Verluste der shortseller. Oder haben die sich in Wohlgefallen aufgelöst, während der Eindeckung zum x fachen Silberkurs?

    Nix Verluste. Wenn ein Dreiprozenter mit 5 Jahren Restlaufzeit zu Kurs 105 angeschafft wurde, wird jedes Jahr ca. ein Prozent planmäßig abgeschrieben und rechnerisch jährlich ein Ertrag von 2% erzielt.


    Und dass die Banken in Summe nennenswert short sind, halte ich nach wie vor für eine Schimäre.

    "Die big 4 short Banken sind bei Silber seit 20 usd/oz short und mussten im Anstieg teilweise glattstellen und hunderte Milliarden an Verlusten realisieren.

    Soso, hunderte Milliarden an Verlusten, da müsste es ja von Gewinwarnungen und Ad-Hoc-Meldungen der Banken nur so wimmeln.


    Lasst euch bitte nicht so dreist belügen - auch dann nicht, wenn es ins eigene Weltbild passt.

    Normalerweise bin ich ein stiller Mitleser und bedanke mich für die guten Anlagetipps in der Vergangenheit.

    Dennoch hat mich das Szenario Donnerstag und Freitag ein wenig geschreckt, wobei ich aber denke dass es nur von kurzer Dauer sein wird.

    Die Frage also, was denkt Ihr wie kurz diese Phase sein wird.

    Wie werdet Ihr euch nächste Woche verhalten, Füssen stillhalten und abwarten, oder gleich Positionen aufbauen.

    Danke.

    Wenn ich noch nichts hätte, oder noch ein Budget X zum investieren, würde ich noch heute etwa ein Drittel investieren (80%Au/20%Ag), und den Rest für Gelegenheiten bereithalten.


    Disclaimer: habe meinen eigenen Hort über einige Jahre aufgebaut, bin jetzt wie Harald Schmidt ein Mann mit abgeschlossener Vermögensbildung und sitze selber daher schon ein Weilchen eher an der Seitenlinie :D .

    Das zeigt eben, dass die entsprechenden Modelle für Kursbewegungen nicht allgemeingültig sind. Für "normale" Zeiten mag es stimmen das die Kursbewegungen normalverteilt sind (so wie z.B. auch die Brownsche Molekularbewegung). Es gibt aber auch disruptive Zeiten (Schwarze-Schwan-Ereignisse, Short Squeezes, Kursmanipulationen, ...) und da gelten solche Modelle, die mit der Normalverteilung arbeiten, eben nicht mehr. Man spricht da von Fat Tails: Während ein 10-Sigma-Ereignis in der Normalverteilung statistisch nur alle paar Milliarden Jahre vorkommen sollte, erlebt man solche Sprünge an der Börse alle paar Jahrzehnte.

    Das ist an den Finanzmärkten schon ein alter Hut. Aus der Normalverteilung (genauer: Lognormalverteilung) kann man z.B. aus den Preisen von Put- oder Call-Optionen jeweils eine implizite (rechnerische) Volatilität bestimmen, über das Formelwerk von Black-Scholes. Je weiter eine Option vom Ausübungspreis entfernt ist, umso höher ist üblicherweise diese implizite Vola, dies wird im Fachjargon "volatility slope" genannt.


    Die Profis sehen diese implizite Vola als wesentlichen Teil der Optionspreisbewertung in jedem Bloomberg-Terminal, die Dilettanten (Privatzocker) auf ihren blinkenden Bildschirmen nicht 8) .