Beiträge von txlfan

    @noli.melavo
    Ich werde den Verdacht nicht los, daß Dich weniger das Interesse an den regenerativen Energien treibt, als eine ausgesprochene Strahlenangst. So nach dem Motto alles nur nicht Atom. Ich hatte es im #9.797 schon vermutet und Dein letzter Beitrag scheint es zu bestätigen.


    Du wärst da zwar nicht alleine, vor allem in D, aber Du vertrittst ja bei anderen Themen durchaus fundierte Standpunkte. Von daher wundert es mich, daß Du ausgerechnet bei der Radioaktivität die Medienhysterie teilst. Hinsichtlich des Gefahrenpotentials gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen hohen Einzeldosen und kontinuierlichen geringen Dosen. Stichwort Hormesis.


    Die von Aktivisten und Strahlenschützern behauptete lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung ist frei erfunden, sie eignet sich aber gut, um Angst zu verbreiten. Demgegenüber stehen die zahllosen Radon-Heilbäder, die sich seit dem Mittelalter großer Beliebtheit erfreuen. Wer hat nun Recht? Die Angsmacher oder die Empirie? Das muß, wie so oft, jeder selbst entscheiden.


    Die Angstmacher sind überall dieselben und sie verfolgen überall dieselben Zwecke.

    Und genau deshalb wird der nächste Kanzler ein CDU-Transatlantiker. Egal ob Merz oder was anderes.Solange der Michel bei Wahlen derart berechenbar bleibt, sind Notstandsgesetze zur "Aussetzung" von Wahlen in einer Krise gar nicht nötig.

    Exakt.


    Wenn der nächste Potus "nicht dazugehört" kann es dennoch interessant werden. Vorstellbar, daß der Bruch mit der Transatlantikerclique den USA einen gangbaren Weg durch die anstehenden Ukraineverhandlungen bahnt.

    @Tomster
    Auch wenn Deine restlichen Beobachtungen stimmig sind, die Wagner- Gruppe ist schon deshalb nicht unwichtig, weil RU ohne sie in der UA ziemlich alt ausgesehen hätte. Und es bestand die Erwartung, daß sie die Entwicklung in Afrika entscheidend mitgestalten.


    Ob sich daran etwas ändert, hängt nicht unwesentlich davon ab, wer in dem Flugzeug war und wer für den Absturz verantwortlich ist. Prigoschin wird zwar schwer, aber nicht unersetzlich sein. Wenn wirklich alle, von denen zwischenzeitlich die Rede war, umgekommen sind, ist es ein gravierender Verlust.


    Wenn es Sabotage von innen war, ist es eine Katastrope, weil das einen ganzen Rattenschwanz von destruktiven Folgen hat. Wer soll dann wem noch trauen? Genausogut kann es auch ein Honeypot gewesen sein, der da abgestürzt ist. Dann wäre es genau umgekehrt. Wenn es Sabotage von außen war, ist es egal, ob Honeypot oder echt, dann wird es eine Reaktion geben, die vergleichbare Schmerzen zufügt.


    Viel Raum für Spekulationen, aber keinesfalls unwichtig.

    @Katzenpirat
    Ich glaube, bei der Bewertung von Prigoschin verrennst Du Dich. Jetzt muß man erst mal sehen, wer überhaupt im Flugzug war. Prigoschin ist erst zu 50% tot.


    Wenn Rache, dann garantiert nicht von Putin. Im Westen sind viele genervt von den Wagners, erst recht seit der Buschfunk ein Gastspiel im Niger ankündigt. Bei solchen Vorgängen wird oft versucht, über Bande zu spielen, ggf. auch mehrfach.


    Tragisch für die Crew, die vermutlich nichtsahnend da reingeraten ist.

    Ein weiteres Beispiel für die grenzenlose Dummheit der Dumpfmasse <X .

    Ich komme mir inzwischen fast vor, wie auf einem Alienplaneten. Teddywerfer, Bratwurstfreunde, Heil-Selenski-Rufer, Klimaretter ... militante, lernresistente und v.a. selbstverliebte Gutmenschen, wo man auch hinschaut. Ausnahmen gibt es, aber viel weniger als erwartet.


    Bleibt die Hoffnung auf Ausnüchterung durch Wohlstandsverlust. Aber der muß wohl drastisch ausfallen.

    Was verstehen hier manche an langen Datenreihen und Hubberts Peak nicht? Ich fasse die Erkenntnisse nur zusammen. Vorallem die Sache mit dem Energiesink sollte einläuchtend sein und Panik verursachen.
    ...
    Die Behauptung das es egal ist wie die Energielücke geschlossen wird ist nur eine faktenlose Behauptung von Ahnungslosen. Sie missachtet die Folgen endloser billiger Energie auf die restlichen Resourcen, menschliche Gier, sozialistische Degenerierung und die Struktur des wartungsintensiven Systems völlig.

    Ah ja, Erkenntnisse, die Panik verursachen sollten. Also spätestens jetzt outest Du Dich als Prediger. Was immer Dich antreibt, Du bist auf dem falschen Gleis, eine Nachdenkpause wäre zu empfehlen. Sonst kommt bald die Grenze, ab der es lächerlich wird.


    Daß Energie billiger wird und die Produktivität steigt, ist der rote Faden, der sich durch die Menschheitsgeschichte zieht. Es steht eine Änderung bei den dominierenden Primärenergieträgern. Das wird nicht ohne größere Schmerzen vornstatten gehen, aber es ist nichts neues.

    Wollte ich nur mal erwähnen, nicht das mich wirtschaftsfremde Politiker viel interessieren.

    Mir fällt kein Politiker in der jüngeren Vergangenheit ein, der nicht noch wirtschaftsfremder ist.


    Das heutige Elend ist das Ergebnis der vergeigten Wiedervereinigung sowie der Niedriglohnpolitik seit Schröder. Insofern lag Lafontaine völlig richtig und da ist es auch wurscht, was man den Sozen ansonsten an den Hals wünscht.

    @John Doe Silver Der eine oder andere Konjunktiv würde nicht schaden.


    Fakt ist, die menschliche Zivilisation steht und fällt mit der Fähigkeit, Energie zu beschaffen. Wo die herkommt ist nebensächlich, entscheidend ist der Erntefaktor, das wurde ja in verschiedenen Fäden ausreichend wiedergekäut. Der Peak Oil ist kein Problem, wenn die sich abzeichnende Energielücke geschlossen werden kann. Und entsprechende Technoliogien sind definitiv in Sicht, auch wenn Prognosen, die die Zukunft betreffen, schwierig sind.


    Kurz zu den USA, sie stellen 4% der Weltbevölkerung und verbrauchen 20% der Primärenergie (aus dem Kopf, die Größenordnung sollte aber hinkommen). Ich bleibe beim Gesundschrumpfen, man muß nicht mit Superlativen um sich werfen. Die USA werden sich dem europäischen Niveau annähern und Europa wird auch schrumpfen. Da sinkt der Verbrauch schneller als die Förderung in den nächsten Jahren.


    Davon abgesehen lagen Weltuntergangspropheten bis jetzt immer falsch. ;)

    Aber bis dahin, quasi bis er die Schäfchen im Trockenen hatte, lebte er auf Kosten des Steuerzahlers und tut das immer noch.

    Die lebenslange Alimentierung der Politiker ist eines unserer Kernprobleme. Aber ihm nicht vorzuwerfen.


    Die repräsentative Demokratie ist eh schon ein fragwürdiges Konstrukt, erst recht, wenn Zweitstimmen und damit die Listenkandidaten der Parteien dazukommen. Funktional wäre ein Parlament aus Direktkandidaten, denen lediglich eine Aufwandsentschädigung für nachzuweisende Auslagen zusteht, deren Höhe das letzte Einkommen nicht überschreiten darf. Die Begrenzung des Mandats auf eine Wahlperiode wäre auch segensreich.


    Wer sich nicht selbst ernähren kann, hat in keinem Gremium was zu suchen.

    Man kann von Lafontaine halten, was man will, aber daß die harte Einführung der DM die Ostbetriebe killt, haben er und Flaßbeck damals richtig gesehen.


    Ein trauriger Beleg für den volkswirtschaftlichen Dilletantismus in D, quer durch alle Parteien, Unis und Medien. Aus wirtschaftlicher Sicht 34 vergeudete Jahre. Bisher. Und kein Ende in Sicht.

    Der Mainstream tut sich noch schwer mit dem Brics-Gipfel, wird zwar erwähnt, aber von der Bedeutung her bagatellisiert (Teffen der Schwellenländer).


    Nicht überraschend, aber ich bin ich auf die künftige Sprachregelung gespannt. Selbst wenn der Einigungsprozeß zäh verlaufen sollte, wenn die Währung kommt, steht nicht nur ein Sputnik-Moment an, sondern ein Jahrzehnt voller Sputniks.

    In Magdeburg will man derweil bei der Stadt in den nächsten Tagen erneut Gespräche mit der Polizei über die Sicherheit des Gebäudes und vor allem der Mitarbeiter führen.


    Auch wenn die Mitarbeiter dort weiß Gott nicht zu beneiden sind, sie sind die Betroffenen und ihnen kommt aus der Logik der Dinge heraus die Aufgabe zu, den jeweiligen Regierungen auf die Füße zu treten. Oder Dienst nach Vorschrift zu machen, krank zu feiern, irgend etwas. Ansprechpartner wären Zieschang und Faeser. Solange die nicht davongejagt werdne, wird die Polizei wenig tun können.

    ... stattdessen folgt der nächste Akt des Dramas - der Beinbruch durch fallende Ölproduktion.

    Tendentiell fallende Ölproduktion ja, aber kein Beinbruch. Die anstehende Rezession im Westen ist jedenfalls nicht durch Ölknappheit bedingt, sondern durch ideologisch bedingte Fehlsteuerung. Das braucht fünf bis zehn Jahre, bis da eine Selbstreinigung erfolgt. Als Effekt wird der Ölverbrauch im Westen zunächst sinken, nicht zuletzt durch die Gesundschrumpfung der USA.


    Parallel dazu sind Technologien mit hohem bis sehr hohen EROI bereits in der Pipeline. Bekanntestes Beispiel ist der DFR. Erste Vorserienanlagen sind in zehn Jahren erwartbar, bei entsprechender Anstrenung schon deutlich früher. Damit werden synthetische Treibstoffe zu niedriegern Preisen darstellbar, als heute die Mineralölwirtschaft kann.


    Von daher besteht kein Grund für die vielbesungene Primärenergiekatatrophe. Entsprechenden Warnungen sind Wasser auf die Mühen der Ökomafia, vermutlich kommen sie auch von dort.

    Kleine Ergänzung: die Solarpanels sind nur deshalb vergleichsweise günstig, weil sie mit chinesischen Energiekosten produziert werden. Denksportaufgabe: was würden Stahl und Zement kosten, z.b. für Windräder, wenn die Industrie mit "grünem Wasserstoff" arbeiten muß?


    Das ist so ein Blödsinn, was im Zusammenhang mit der grünen Wirtschaft verzapft wird, daß einem schlecht wird. Vor 50 Jahren hätte man Leute, die das Land in so eine Sackgasse fahren wollen, direkt in die Klapse gesteckt.

    @noli.melavo
    Tut mir leid, aber kann ich nicht nachvollziehen. Wasserkraft ist schön für den, der sie hat, aber in D viel zuwenig. PV ist schön, wenn die Sonne scheint, tut sie aber die meiste Zeit nicht. Also unzuverlässig oder teuer. Ohne Speicher vergleichst Du Äpfel mit Birnen. Eine belastbare Kalkulation muß außerdem die Subventionen rausrechnen, auch die energetischen.


    @KROESUS
    DFR = Dual Fluid Reaktor

    Großtechnik-Anlagen werden in Zukunft extremst teuer oder unzuverlässig werden, siehe Turmbau zu Babel.

    Ich lasse Dir gern Deine Meinung, aber Kleintechnik-Anlagen sind jetzt schon extremst teuer und unzuverlässig. Außer für die Betreiber, die bekommen ihre zwangseingetriebene Vergütung regelmäßig und pünktlich. Nichts gegen Kleinanlagen da wo sie sinnvoll sind. Aber die entsprechenden Standorte sind längst ausgereizt, die Altvorderen waren ja auch nicht blöd.


    Von Kernkraft aus aufgeblasenen U-Boot-Reaktoren, wie sie derzeit praktiziert wird, halte ich auch wenig. Aber sie sind nunmal da und setzen die Meßlatte für die Preise. Und der Abfall ist auch da. Zu dessen Entsorgung drängt sich der DFR geradezu auf und deshalb wird er auch kommen, da kann man davon halten was man will. Wenn nicht bei uns, dann woanders. Und dann ist der Referenzpreis für Strom nochmals um den Faktor 10 niedriger.


    Mit regenerativen Konzepten sinkt der Lebensstandard in D auf vorindustrielles Niveau, während er außenrum weiter steigt. Das ist die Realität, sie leitet sich ganz einfach aus dem mittleren EROI der einzelnen Länder ab. Und das soll politisch durchgesetzt werden? Na viel Spaß.


    So, muß jetzt mal raus...