Beiträge von Flenzburg

    Hallo value,


    tja, was soll ich sagen?! Es hat zu sehr gekribbelt, und ich habe dann am Freitag die Aktien zweier Silberminen in jeweils der halben ursprünglichen Positionsgröße zurückgekauft. Hintergrund war einfach, dass die Aktien eigentlich viel stärker hätten fallen müssen, wenn man auf den Silberpreis blickt. Und da ich davon ausgehe, dass der Preis mittlerweile durch den physischen Handel in Shanghai dominiert wird, macht das irgendwie Sinn - und von daher vermute ich, dass es nicht mehr viel schlimmer werden wird, wobei ich aber auch nicht an eine V-Erholung glaube. (Ich denke, dieser raketenhafte Anstieg ist nun erstmal vorbei, aber ganz ohne Silberminen möchte ich auch nicht sein.)


    Außerdem habe ich noch eine Position gekauft (auch Aktien einer Silbermine, nämlich Vizsla), die zuvor noch nicht im Depot war, so dass ich nun bereits wieder ca. eine Viertel dessen an Minenaktien habe, was ich noch vor einigen Wochen hatte. Die Royalty-Aktien zähle ich dabei übrigens nicht mit, da ich sie nicht als Minenaktien betrachte. Sie sind die Aktien, in die ich mich quasi verliebt habe und die ich langfristig durchziehe. (Die kann ich irgendwie nicht verkaufen. Das käme mir vor, als würde ich nackt durch die Straßen laufen; auf die Idee käme ich auch nicht.)


    Übrigens: Die Royalties sind die Investments, mit denen ich mich gut aufgestellt fühle. Und da ich mich nicht mit verwalteten Investments (Fonds, ETFs) anfreunden kann (und sie ja auch wegen der Royalties gar nicht mehr benötige), kommen die beiden von Dir genannten erst gar nicht genauer unter die Lupe. Ein kurzes Draufschauen hat aber ergeben: In Ordnung - kann man kaufen, wenn auch nicht unbedingt als langfristige Investition.


    Ich werde den Anteil an Minenaktien/Royalties nun definitiv nicht weiter aufstocken, denn gemeinsam mit dem Physischen, den Royalties, den wenigen Minenaktien und einer Kupferaktie (Ero Copper ist es) sowie zusätzlich einer Basis an Öl-Aktien (++) bin ich nun durch die starken Kursanstiege der vergangenen Wochen bereits mit ca. 85 Prozent im Rohstoff-Bereich unterwegs. Deshalb fällt leider Zijin Mining, die ich mir bereits häufiger angeschaut habe und die ich eigentlich auch gern hätte, genauso unter den Tisch wie Zijin Gold. (Ich habe auch mehrere chinesische Aktien im Depot. Was da für mich noch als Ergänzung eine Überlegung wert ist, ist COSCO Shipping Holdings. Ich fühle mich einfach etwas wohler, nicht nur im Rohstoff-Sektor unterwegs zu sein, und da COSCO gute Dividenden zahlt und ich nicht von einem Zusammenbruch der Weltwirtschaft ausgehe ...)


    Zum (++) bei den Öl-Aktien: Dazu zähle ich auch Gelder, die ich schon für Öl-Aktien reserviert habe, denn ich möchte die Öl-Förderer noch durch ein oder zwei dividendenstarke Tanker-Aktien ergänzen. Auch Bohrplattform-Betreiber schaue ich mir an. (Ich muss aber erst noch recherchieren und schaue mir Frontline, International Seaways und Nordic American Tankers sowie Transocean, Valaris, Noble und Seadrill gelegentlich genauer an. Es eilt ja nicht, und ich weiß auch noch nicht, ob es dann tatsächlich zu einem Kauf kommen wird.)


    Ebenso ein schönes Rest-Wochenende

    Hallo valueman,


    die Preisschwankungen bei Gold und Silber sind ja heute beachtlich, eher schon dramatisch. Ich finde immer wieder erstaunlich, wie brutal die Märkte schwanken. Wir müssen jetzt einfach mal abwarten.


    Vielleicht kaufe ich später doch nochmal ein paar Minenaktien. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, keine mehr zu kaufen. Aber es kribbelt ab einem bestimmten Kursniveau bestimmt wieder in den Fingern. Na ja, wenn, dann wird es nicht mehr viel sein, denn ich finde einige andere Bereiche (z.B. Öl) mittlerweile viel interessanter.


    Zur Beeinflussung: Wenn ich jetzt in mein Depot schaue, dann steht da was von "Equinor". Gestern stand das da noch nicht. Woran das wohl liegt?!


    Leider kann ich keine Dateien anfügen, da ich kein +Mitglied bin, sonst würde ich noch eine pdf-Datei mit Informationen zu Petrobras anhängen. (Das Gedöns mit Überweisung usw. muss ich mir nicht antun.)

    Deshalb in Kurzform: Man sollte wissen, dass Petrobras aufgrund brasilianischer gesetzlicher Bestimmungen Leasingverbindlichkeiten - wie z.B. für Öl-Bohrplattformen - als Schulden ausweisen muss. Wenn man diese Verbindlichkeiten ausklammert, dann ist der Schuldenstand (was Schulden nach unserem Verständnis betrifft) deutlich geringer. Einfach mal googeln.

    Außerdem: Petrobras hatte in 2024 ganz kurz vor Jahresende noch schnell eine Sonderdividende gezahlt. Auch dies hatte mit gesetzlichen Bestimmungen zu tun, da Rückstellungen, die aus dem freien Cashflow gebildet wurden, noch im selben Jahr an die Aktionäre auszuschütten sind, falls sie eine gewisse Grenze überschreiten. (Das war jetzt die Kurzform; tatsächlich ist es dann doch etwas komplizierter. Jedenfalls hat es in 2025 keine Sonderdividende gegeben, weil Petrobras nun massiv in Produktionsausweitungen investiert. Ich bin aber zuversichtlich, dass es in wenigen Jahren wieder deutlich höhere Dividenden geben wird, und wenn dann noch die Produktion ausgeweitet wurde und der Ölpreis mitspielt ...)


    Dies (Verbindlichkeiten und Schulden sowie Cashflow und Dividenden) nur am Rande, da es wohl relativ wenig bekannt ist.


    Grüße

    Petrobras hätte ich vor 2 Wochen beinahe eine Position gekauft, aber dann zulange überlegt und dann sind sie mir davongelaufen...wäre trotz der politischen Unwägbarkeiten für mich ein Kandidat, falls sie nochmal zurückkommen würden.. Zu Meren kann ich nix sagen, halte mich aber seit Jahren von Afrika fern, das ist mir zu instabil mit Korruption ohne Ende. TotalEnergies wäre auch ein Kandidat und aktuell für mich mit die günstigste unter den Großen, da langweilt mich aber die Geschichte mit der Quellensteuer, für sowas bin ich mittlerweile zu faul :)

    So gehen halt die Meinungen auseinander: Wenn ich Petrobras' Zahlen sehe ... wenn ich sie nicht schon hätte, würde ich sie mir wohl jetzt kaufen. Aber es stimmt schon: Nach dem jüngsten "Lauf" kann man durchaus abwarten, denn meist kommt der Kurs nochmal zurück.


    Und überhaupt - Brasilien, Afrika, Korruption ... ich denke, diese Regionen sind mittlerweile nicht einfach nur mehr "Takatukaland". Und wenn man sich dann noch die Entwicklungen in Deutschland und der EU ansieht. Na ja.


    Das wars dann erstmal für heute mit Beiträgen meinerseits. Gut Ding will Weile haben, und man trifft sicherlich nicht unbedingt die klügsten Entscheidungen, wenn man sich zuviel mit Geldanlagen beschäftigt.

    Sooo, lieber valueman, ... Du hast mich beeinflusst: Ich habe heute vormittag dann doch den größten Teil meiner verbliebenen Edelmetall-Aktien gegeben. Weg damit, was solls?! Das war eine schöne Party, und das Physische harrt der Dinge. (Und ich wette darauf: 31,10xxx Gramm echtes Geld sind auch morgen und nächstes Jahr noch 31,10xxx Gramm echtes Geld und verderben nicht.)


    Aber nicht nur Du hast mich beeinflusst. Maßgeblich war auch, dass der oben verlinkte Händler seit gestern abend nicht mehr so "freundliche" Ankaufskurse wie in den vergangenen Wochen stellt. Das dürfte ein Warnsignal sein, und auch die Edelmetall-Aktien verhalten sich doch irgendwie "stockend".


    Das soll es aber mit meiner Schreiberei dann auch erstmal gewesen sein. Auch hier gilt: Oft ist weniger mehr!


    Nochmal viele Grüße nach ??? ... und der Flenz gönnt sich heute zur Mittagszeit mal ein Flens.


    Ach ja, doch noch etwas: Ein kleines Dankeschön meinerseits an Dich (egal, wie die Kurse sich nun weiterentwickeln).

    Hallo value,


    danke für die Rückmeldung!


    In der Tat ist Equinor eine Überlegung wert. Sie ist mir schon mehrmals "über den Weg gelaufen". Bislang habe ich sie aber nicht gekauft, weil ich nicht allzuviele verschiedene Aktien einer Branche im Depot haben möchte. Jedoch möchte ich auch Klumpenrisiken vermeiden, und da Öl unter den Rohstoffen mein Favorit für die kommenden Jahre und durch Verkäufe im Edelmetall-Bereich wieder einiges an Liquidität da ist - ich werde mal drüber schlafen.


    Und um auch einmal konkret zu werden: Meine "Lieblinge" unter den Öl-Aktien sind Petrobras und Meren Energy.


    Petrobras: Die Förderung wird ausgeweitet, und es werden starke Dividenden gezahlt. Öl-Aktien, bei denen keine starken Dividenden fließen, werden von mir nicht angefasst. Allerdings hat Präsident Lula mit seinem Einfluss dafür gesorgt, dass die Dividenden nicht mehr ganz so stark fließen. Der Mann mag wohl die "Yankees" nicht, und er möchte nicht, dass viel Geld in die USA fließt. Außerdem wollte er, dass Petrobras das Geld im Lande lässt und dort investiert, damit Arbeitsplätze geschaffen werden. Warten wir mal ab: In diesem Jahr sind in Brasilien wieder Wahlen, und typisch für Südamerika ist, dass Linke und Rechte nah beeinander liegen - und die Erfolge Mileis in Argentinien sorgen evtl. dafür, dass auch in Brasilien das Ruder ein wenig mehr nach rechts zieht und wieder ein Konservativer Präsident wird. (Petrobras war vor ca. 4 Jahren einer meiner Glücksgriffe - mittlerweile habe ich deutlich mehr als meinen Kaufkurs durch Dividenden wieder zurückbekommen, und da Petrobras die Produktion ausweitet ... und ein evtl. steigender Ölpreis ... und evtl. steigende Dividenden ... Ich bleibe dabei.)


    Meren Energy: Hier scheint ein besonders fähiges Management am Werke zu sein. Als reiner Explorer (damals hießen sie noch Africa Oil) haben Sie eine Beteiligung an einem Produzenten (Prime Oil) erworben. Durch die fließenden Dividenden hat es bei der Aktienanzahl keine Verwässerung gegeben, und es wurden sogar kleine Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet. Mittlerweile ist Prime Oil vollkommen übernommen worden. Africa Oil ist praktisch mit ihr fusioniert, wurde zu Meren Energy und durch die Übernahme zu einem Produzenten, der noch dazu die Dividende deutlich erhöht hat. Derzeit sind es knapp 10 Prozent. In den kommenden Jahren soll die Produktion vor der Küste Namibias starten. Dort hält Meren Energy indirekt eine kleine Beteiligung an verschiedenen Blöcken. U.a. ist Total mit dabei. Ich bin hier optimistisch.

    Danke für Deine Gedanken Flenzburg,


    jeder hat so seinen Plan zu dem Thema. Das Schwierigste für mich war immer Positionen zu verkaufen die im Plus waren (....da geht doch noch mehr). Aber die lange Lehrzeit die ich im Minensegment hinter mich gebracht habe ist es genau das zu tun wenn Deine Zeile erreicht sind. Das war für mich der Sprung über POG 5.000. Zumal dieser viel frührer kam wie von mir erhofft. Zu oft schon habe ich meine Buchgewinne wieder dahinschmelzen sehen....und das kann bei den Minen äußerst schmerzhaft sein....da radiert es Dir in einer Woche mitunter 20-40% weg. Gerade Minenaktien sind volatil, ein Punkt zum Einstieg findet sich immer. Buy and Hold ist bei Minenaktien der falsche Ansatz. Selbst wenn der POG jetzt direkt durchläuft auf 5.500 z.B. bin ich mir sicher, dass ich in 2026 nochmal die Möglichkeit haben werde im Korridor POG 4200-4600 einzukaufen. Wenn nicht habe ich Gewinne in den Einzelaktien von 125-300% realisiert......damit kann ich hervorragend leben. Das alles gilt nur für Minen....physisch ist das einzig Wahre und wird nicht getradet sondern nur gekauft...niemals verkauft. Ich habe gelernt geduldig zu sein....selbst wenn ich über ein Jahr nur physisches besitze und keine Minenaktien schlafe ich ruhig und ohne Stress, mit dem dicken Cashpolster dass ich es habe sowieso.


    VG

    Hallo value,


    auch das kann ich alles nachvollziehen, denn ich habe auch diese Erfahrungen gemacht.


    Einzig: Ich wage es nicht mehr, noch irgendwelche Kursprognosen abzugeben. Außerdem sehe ich z.B. beim Silber, dass es in China deutlich höher als bei uns gehandelt wird und dass der ein oder andere Händler im Ankauf mehr als den Spotpreis bietet. Bei Gold war es mit dem Ankauf durch die Händler vor ca. zwei Jahren auch so - und dann kam mit dem nachhaltigen Hintersichlassen der 2000-USD-Marke erst das richtige Durchstarten.


    Ich bleibe daher beim Verkaufen in kleinen Schritten. Das mache ich bereits seit einigen Wochen so, und bislang sind meine Verkaufskurse bereits nach kurzer Zeit in den Schatten gestellt worden. Ich vermute mal, dass es mir einerseits gelingen wird, so einiges teurer zu verkaufen als Du es nun gemacht hast, dass ich aber andererseits mit einem Teilbestand eine deutliche Korrektur, die sicherlich irgendwann kommen wird, erleben werde. Es wird wohl bei uns beiden ungefähr auf dasselbe Resultat hinauslaufen.


    Was mir noch aufgefallen ist: Wenn man die Langfristcharts des TSX und des TSX Venture miteinander vergleicht, dann sieht es so aus, als wären die reinen Zockerbuden (z.B. reine Explorer) noch gar nicht so richtig angesprungen - der TSX Venture hinkt gewaltig hinterher. Und wenn man dann sieht, welch wirklich überaus grotesken und überzogenen Bewertungen möglich sind, wenn erstmal die breite Masse und die "Spieler" ein Investment für sich entdecken (siehe z.B. Bitcoin), dann frage ich mich, ob bei den Kursen der Edelmetall-Aktien nicht noch viel mehr möglich ist. (Aber vielleicht gehören diese Gedankengänge bereits in die Kategorie "Gier frisst Hirn", weshalb ich ja auch immer mal wieder Teilverkäufe vornehme. Oder aber eine Extrem-Übertreibung erfolgt erst nach einer Korrektur, was ja auch nicht untypisch wäre.)


    Noch zum Thema "Sei vorsichtig wenn alle anderen gierig sind und sei gierig wenn alle anderen vorsichtig sind": Ich hatte mich jüngst mehrfach zum Ölpreis geäußert: Erdöl ist dermaßen "out" - und mit 10 Prozent und mehr Dividenden kann man ja prima leben. Ich gehe davon aus, dass der Ölpreis in nicht allzu ferner Zukunft stark steigen wird, da ich ihn für massiv unterbewertet halte. (Die Preis-Relationen z.B. zum Gold sind dermaßen "aus der Bahn" - das dürfte sich wieder einrenken, zumal die steigenden Metallpreise ja auch ein Hinweis auf kommende Inflationsprobleme sein dürften, was dann irgendwann und irgendwie auf alle Sachwerte, wie z.B. Öl, durchschlagen wird.)


    Deine Gedanken zu diesen Themen (TSX Venture und Nachholbedarf sowie Ölpreis) wären sicherlich nicht nur für mich interessant.


    Grüße


    Nachtrag: Hier noch ein paar Links:


    Silber in Shanghai (derzeit umgerechnet 131,26 USD):

    China Silver Price today: Trends, premiums and Market Insights
    Explore the Shanghai silver price in dollars, understand price premiums compared to global markets, and discover the dynamics of silver trading in China and…
    goldsilver.ai


    Ankaufpreis (Silber Maple) eines EM-Händlers (Silber aktuell 113,72 USD = 95,20 Euro, Ankaufpreis Händler 94,17. Hoppla - ich beobachte das seit längerer Zeit; heute liegt der Ankaufpreis erstmals seit Wochen unter dem Spotpreis, was im Widerspruch zu meiner obigen Aussage steht; ich lass es trotzdem "zu Dokumentations- und Erinnerungszwecken" mal so stehen.):

    Maple Leaf 1oz (diff.-best.) – MP Edelmetalle
    Die Silber Maple Leaf Münze ist ein glänzendes Juwel in der Welt der Edelmetalle, das seit seiner Erstprägung im Jahr 1988 durch die Royal Canadian Mint…
    www.mp-edelmetalle.de




    :

    Das ist witzig: Ich habe im Prinzip exakt dieselben Ansichten - mit nur einer Ausnahme. Ich komme dabei zu genau der gegenteiligen Schlussfolgerung.


    Konkret: Eben genau weil die physischen Bestände den weitaus größeren Teil ausmachen und sie unangetastet bleiben sollen, sind mir die Kurse der Minenaktien eher fast egal (was natürlich nicht ganz stimmt, denn auch ich gaffe immer auf die Kurse). Aber genau wegen der Dominanz des Physischen verkaufe ich die Minenbestände nicht schlagartig vollständig, sondern gebe Schritt für Schritt mal ein paar weg. (Kein Mensch kann einschätzen, wie weit die Kurse noch nach oben gehen werden. Im Zweifel erfolgt die Korrektur erst von einem viel höheren Niveau aus.)


    Ich kann Deine Einstellung aber auch nachvollziehen: Wenn man finanziell ausgesorgt hat (wovon ich bei Dir ausgehe), dann ist natürlich auch Deine Haltung verständlich.


    Grüße

    Zu Explorern...

    Wo ist das Problem? Wir sind nicht das Forum für Einsteiger im Minensektor, jene sollten sich erst mal etwas einlesen vor Investments. Der eingermaßen erfahrene Anleger sortiert schon vor dem Kauf und sichert etwas Unbekannte mit Stop Loss ab, hier ungezählte male empfohlen.

    Hallo Edel,


    ja, das ist alles korrekt und sollte auch für jeden nachvollziehbar sein.


    Aber wie ist das in der Realität? Ich kann da nur aus meinen Erfahrungen berichten, die sich fast(!) immer wieder bestätigen: Rat wird nicht angenommen und als Bevormundung empfunden. Und dabei ist es auch egal, wie vorsichtig und taktvoll ich meine Gedanken formuliere. Kurzum: "Durch Schaden wird man klug." Oder auch: "Jedes Kind muss sich mal die Finger verbrennen." (Soll heißen: Anscheinend steckt es den Mensch in den Genen, dass sie erst ihre eigenen Erfahrungen machen müssen, bevor ein Lerneffekt eintritt.)


    Mir wurde das als Kind und Jugendlichem mehrfach von Erwachsenen gesagt: "Mit Dir kann man wenigstens reden." Und so habe ich das empfunden: Mir wurden Dinge nahegelegt, die einfach auch nachvollziehbar waren. Warum also sollte ich z.B. den Rat meines Vaters einfach so ignorieren, zumal mir ja auch klar war, dass er es gut mit mir meinte und auch über viel mehr Erfahrung als ich verfügte?!


    Bei der Geldanlage in Aktien wird es auch nicht anders sein: Man kann hundertfach zur Vorsicht mahnen und den Leuten nahelegen, sich erst einzulesen und mit der Materie vertraut zu machen. Das nützt meistens nichts: Die Leute müssen wohl ihre eigenen Erfahrungen machen.


    Ich schreibe das alles hier jetzt auf, weil sich dieses "Rat annehmen" bei mir auch auf die Geldanlage erstreckt hat. Und da habe ich nun i.w. die Ansichten zweier Autoren in Erinnerung, die mich damals bei der Geldanlage in sachen Edelmetalle beeinflusst haben - als es um die Frage ging, ob man nun Physisches oder Aktien bevorzugt.


    Konkret: Jemand schrieb sinngemaß: "Bei den Förderern kann so wahnsinnig viel schiefgehen. Bei dem Metall, das man in den Händen hält, ist doch alles bereits gutgegangen."

    (Das schrieb damals - "in meinen Anfangszeiten" - jemand. Ich weiß leider nicht mehr, wo ich das gelesen habe. Auf jeden Fall hat mich das dazu bewogen, Physisches relativ hoch zu gewichten.)


    Und ein anderer Autor schrieb etwas später (Doug Casey war es wohl), auch sinngemäß aus dem Gedächtnis formuliert: "Bei der Geldanlage in Aktien besteht die Gefahr, dass man das Investment nicht durchzieht und aufgrund irgendwelcher Nachrichten, die einen etwas verunsichern, verkauft - obwohl das Investment eigentlich langfristig sein sollte. Und das Verkaufen geschieht einfach deshalb, weil es am Computer mit ein paar Klicks so verdammt einfach ist."

    (Das hatte mich später bewogen, den Anteil des Physischen weiter aufzustocken.)


    Ich bin gut damit gefahren - auch mit der späteren Entscheidung, beim Aktienanteil die drei großen Royalties überzugewichten. Die sind zwar etwas langweilig, aber viel eher als langfristiges Investment geeignet als eine einzelne Minenaktie.


    Viele Grüße aus dem Norden

    Flenzburg

    Das sehe ich i.w. genauso.


    Von Uran halte ich mich fern. Kupfer und Öl sind meine Favoriten - und auch ich bevorzuge Produzenten, teilweise auch große und bekannte.


    Der größte Unterschied zwischen unseren Ansichten: Ich habe bereits mit dem Umschichten angefangen. Man soll ja nicht gierig werden, und die Gewinne sind so dermaßen hoch, dass es mir völlig egal ist, wenn ich nicht mehr mit dem gesamten Bestand bei weiteren Kurssteigerungen mit dabei bin. Außerdem ist es ja so, dass man mit den Dividenden der großen Produzenten prima leben kann. Und: Auch Kupferaktien zeigen bereits massive Anstiege. (Falls hier die Anstiege weitergehen, wovon ich ausgehe, verpasse ich also gar nicht wirklich sehr viel. Wer weiß - vielleicht steigen Basismetall- und Öl-Aktien demnächst ja stärker als Edelmetall-Aktien.)


    Konkret kommt es natürlich immer auf die persönlichen Umstände an, also auf die persönlichen Ziele, die finanzielle Situation insgesamt, ob Schulden vorhanden sind (z.B. auf das eigene Haus) usw. Deshalb gibt es enfach kein Pauschalrezept. (Ich selbst habe meine finanziellen Ziele praktisch erreicht und mache nun Schritt für Schritt den Sack zu, werde aber nicht alle Edelmetall-Aktien verkaufen.)

    Noch ein paar Gedanken am Rande:

    Ich gehe davon aus, dass die Edelmetalle nicht nur aufgrund geopolitischer Unsicherheiten steigen. Es hat auch mit der Staatsverschuldung zu tun - und die Politiker bzw. die Notenbanken werden vermutlich (wie seit Jahrtausenden) mit "Geldschöpfung" (= Gelddruckerei = Wertverdünnung) reagieren. Es dürfte sich also auch um eine Flucht in Sachwerte handeln. Auch auf die zukünftigen Preise in den Supermärkten dürfen wir uns schon "freuen", denke ich.


    Was ich damit sagen möchte: Ich gehe davon aus, dass auch die Basismetalle und vor allem Erdöl noch signifikant steigen werden. Und da das Bergbau-Geschäft energie-intensiv ist, wird ein Preisanstieg des Erdöls voll auf die Bilanzen der Bergbau-Konzerne durchschlagen. (Daher halte ich es für ratsam, sich auch im Bereich der Öl-Aktien mal umzuschauen. Eventuell ist es dafür jetzt noch ein wenig zu früh, aber die Dividenden entschädigen für die "Wartezeit"; so sehe ich das. Und wenn dann die Edelmetallpreise nur über einen längeren Zeitraum stagnieren oder auch mal sinken, werden bei steigenden Ölpreisen auch die Kurse der Edelmetallaktien sinken. Noch ist es nicht soweit und man sollte die Kursanstiege natürlich genießen und nicht zu früh aussteigen, aber wachsam sollte man bleiben. Irgendwann sollte man auch mal Kursgewinne mitnehmen, zumindest teilweise. Wie gesagt: Die Dividenden einiger Ölkonzerne bereiten Freude.)

    Kurzum: Eine angemessen Beimischung von guten Leichtgewichten verbessert in steigendem Markt die Depotperformance.

    Man darf bei aller Begeisterung über die starken Kursgewinne einiger "Leichtgewichte" nicht vergessen, dass auf dem jahrelangen Weg hin zur heutigen Entwicklung zahlreiche Leichen auf dem Wege liegen. Enorm viele Explorer haben es nicht geschafft, überhaupt zu Leichtgewichten zu werden.


    Dass man mit Leichtgewichten in einem "steigenden Markt" besser abschneidet als mit Schwergewichten, stimmt natürlich. Aber das Timing, das Fingerspitzengefühl, diesen steigenden Markt auch zu erwischen und durchzustehen (also nicht zu früh bzw. zu spät einzusteigen und auch nicht zu früh bzw. zu spät auszusteigen) - das ist eine Kunst, die mir persönlich überhaupt nicht liegt, wie ich in vielen Jahren leider mehrfach feststellen musste. (Ich denke auch, dass nur wenige damit so richtig klarkommen. Denjenigen kann ich an dieser Stelle nur gratulieren!)


    Auch sollte man nicht vergessen, dass derzeit natürlich die Gewinner im Fokus stehen. Die Pleitiers aus vergangenen Jahren und diejenigen, die nicht nach oben laufen, werden gern übersehen. Das kann zur Folge haben, dass Neulinge nun einen total falschen Eindruck bekommen. Derzeit kann man recht leicht Geld verdienen. Das ist aber nicht der Normalfall!


    Ich selbst bin in den vielen Jahren so manchesmal ausgestoppt worden. Unter dem Strich muss ich sagen, dass ich am besten mit den großen Royalties (Wheaton P.M., Franco-Nevada und Royal Gold) gefahren bin, die ich seit vielen Jahren durchziehe. (Damit kann ich wunderbar schlafen und die Preisentwicklung der Metalle ignorieren ... und steuerfrei ist das auch noch alles, da vor 2009 gekauft.)

    GOEX


    "Auch hier auffallend die weitere Stärke der Explorer und Entwicker mit neuen Kurshochs. [smilie_blume] "

    = Eigenzitat aus #4.073

    Ich habe insgesamt den Eindruck, dass die reinen Explorer (also die Bodenbuddler-Klitschen, die noch keinerlei konkrete Entwicklung betreiben und auch - sowieso - noch nichts produzieren), dem Trend noch deutlich hinterherhinken. Da war man doch ab dem Jahr 2000 etwas anderes gewohnt.


    Das kann damit zu tun haben, dass diese Klitschen (ich bitte um Verständnis für diese Ausdrucksweise) die Anleger arg gebeutelt haben und diese nun vorsichtiger sind. Auf der anderen Seite: Mittlerweile müsste die nächste - in dieser Sache unerfahrene - Anlegergeneration herangewachsen sein, die nun diese Aktien hochtreibt - aber vielleicht sind diese jüngeren Leute ja viel eher scharf auf Kryptowährungen und alles Digitale, nicht auf so etwas, für das sich ihre Großväter interessiert haben, zumal der Bergbau ja auch den Ruf hat, der Umwelt massiv zu schaden.


    Nun ja: Ich nehme diesen Umstand als Indiz dafür zur Kenntnis, dass die Hausse der Edelmetall-Aktien noch lange nicht zu Ende ist. Die reinen Explorer dürften m.M.n. noch durchstarten - und dann umso stärker.


    Den GOEX halte ich nicht für besonders geeignet, um sich ein Bild von der Kursentwicklung der Explorer zu machen, denn ein Blick auf dessen Komponenten stellt man fest, dass z.B. Coeur und Equinox ganz vorne mit dabei sind.

    Nach 2,5 Jahren Aktionär von Petrobras wurden mir mittlerweile ca. 55% meiner Summe die ich investiert habe in Form von Ausschüttungen wieder gutgeschrieben.

    Das kann ich bestätigen: Ich bin seit drei Jahren dabei und habe mittlerweile etwas mehr als 100% meines Kaufpreises als Brutto(!)-Dividende erhalten. (Ich rechne immer mit den Brutto-Beträgen.)


    Zu Petrobras sollte man folgendes wissen (ohne Gewähr):

    1. Der optisch hohe Schuldenstand resultiert daraus, dass darin zukünftige Zahlungsverpflichtungen enthalten sind, wie z.B. für die Bohr- und Förderplattformen. Es handelt sich bei solchen "Schulden" also oft nicht um geliehenes Geld - so mein Kenntnisstand.

    2. Die hohe Dividende ist immer auch ein politisches Thema. Manch einem gefällt die hohe Dividende nicht, und so wurde diese vor gut einem Jahr leicht gekürzt. Anscheinend ist es aber so, dass "überschüssige" Gelder, die nicht an die Aktionäre ausgezahlt werden, auf bestimmten Sonderkonten landen, dessen Gelder dann aber wiederum - wohl aufgrund gesetzlicher Bestimmungen - innerhalb einer Frist von z.B. einem Jahr nach Ablauf des Kalenderjahres an die Aktionäre zu zahlen sind. Das wäre auch eine Erklärung dafür, dass die beschlossene Sonderdividende im Dezember dann ganz schnell - noch im Kalenderjahr 2024 - ausgezahlt wurde. Das ist meine persönliche Überlegung zu den Hintergründen, warum die Dividende in 2024 trotz Kürzung und stagnierender Ölpreise unter dem Strich (einsch. Sonderdividende) dann doch wieder ähnlich hoch wie im Vorjahr war.

    Zusammengefasst sehen wir, dass Gold im letzten halben Jahr in Dollar die Stellung gehalten hat, in Euro gestiegen ist – und trotzdem ist der RSI unten im verkauften Bereich. Wenn so eine "Schwäche" aussieht, freue ich mich auf die nächste Stärkephase.

    Ich habe mir das Profil von @luckytom angeschaut. Demnach ist er 58 Jahre alt und dürfte über eine entsprechende allgemeine Lebenserfahrung verfügen. Leider aber weiß ich nicht, welche finanziellen Ziele er hat. Ich weiß auch nicht, über welche Einnahmen er verfügt, ob er Schulden hat, wie hoch seine monatlichen Verpflichtungen sind usw. Ebenso ist mir nicht bekannt, wie hoch der Anteil seiner Ersparnisse ist, die er in Edelmetall-Aktien angelegt hat. Daher weigere ich mich einerseits, irgendeine Art von Rat zu geben.


    Andererseits möchte ich doch gern meine persönliche Einschätzung schildern: Im Jahr 2008 sind die Märkte kräftig nach unten gerutscht, und zwar im Rahmen der damaligen Immobilien-Krise, die von den USA ausging; man hatte massenhaft Immobilien-Kredite an kreditunwürdige Menschen vergeben und die entsprechenden Forderungen als Geldanlagen verkauft - z.B. an Lebensversicherungen, wenn ich mich recht entsinne. Auch mit 14 Jahren Abstand habe ich noch die Bauchschmerzen in Erinnerung, die ich damals beim Blick auf die Kurse meiner Edelmetall-Aktien hatte.


    Warum waren auch Gold und EM-Aktien damals so stark unter die Räder gekommen? Allem Anschein nach war es schlicht und ergreifend so, dass viel Kapital auf Kreditbasis angelegt war und entsprechend viel Liquidität benötigt wurde, als die Kurse fielen, denn die Kredite drohten ja faul zu werden. Natürlich wurde dann das verkauft, was Liquidität bringt, und das ist u.a. Gold. Außerdem dürfte schlicht und ergreifend auch Angst vor weiteren Kursverlusten mit im Spiel gewesen sein, wie immer in Baisse-Phasen (welch banale Erkenntnis meinerseits; meine Güte, ich komme mir komisch vor, während ich dies schreibe).


    Später aber, von ca. Herbst 2008 bis Jahresanfang 2011 ging es dann mit meinen Aktien dramatisch nach oben. Meine Geldanlagen hatten sich damals in ca. 2,5 Jahren etwa verdreifacht, und das insgesamt, obwohl ich natürlich nicht alles in EM-Aktien angelegt hatte. Mein Durchhalte-Vermögen wurde damals krass belohnt.


    Und heute? Heute habe ich den Eindruck, dass Gold sich deutlich besser schlägt als im Jahr 2008, und das trotz des starken US-Dollars. (Daher habe ich oben @Euroliebhabers Kommentar zitiert.) Ist das ein Wink mit dem Zaunpfahl? Ich weiß es natürlich nicht, und ich kann auch nicht in die Zukunft blicken. Ich kenne aber bereits diese Phasen der jahrelang nach unten dümpelnden EM-Aktien, bei denen man dann irgendwann "kein Land mehr sieht". Mein Eindruck: Nach einer Kapitulation der großen Mehrheit der Anleger geht es dann gern mal in kürzester Zeit sehr stark hoch, was dann wiederum bei unerfahrenen Anlegern Gier weckt, so dass neue Leute zu hohen Kursen einsteigen. Steht uns wieder eine solche Phase bevor? Auch das weiß ich natürlich nicht. Ich gehe daber davon aus, dass die US-Notenbank in nicht allzuferner Zukunft Entspannungs-Zeichen senden wird, was zukünftige Zinserhöhungen betrifft. Zu stark sind die USA (Bund, Länder, Gemeinden, Private ... ) verschuldet, als dass zuviel riskiert werden könnte. Ich denke, die Notenbank kann gar nicht anders, als demächst wieder Dollars zu "drucken". Außerdem dürfte, so meine Einschätzung, demnächst bei der Inflationsrate auch der Basis-Effekt wirken und zu etwas Entspannung bei den Gemütern führen. Daher bleibe ich voll investiert. (Dazu sollte aber jeder Leser auch wissen, dass ich aufgrund der bisherigen Erfahrungen mittlerweile eine "Scheißegal-Mentalität" aufgebaut habe: Ich schaue mir die Kurse kaum noch an, zumal ich nur mit überschaubar viel Geld in EM-Aktien stecke.)


    Noch ein Eindruck am Rande: Ich habe zwar bereits viel Erfahrung mit EM-Aktien und kenne, wie bereits oben geschildert, die Phasen jahrelang nach unten pendelnder Kurse. Allerdings unterschätze ich trotzdem immer wieder, wie tief es gehen kann. Daher habe auch ich bereits wieder viel zu früh gekauft, und die meisten meiner Positionen in diesem Segment sind - wieder mal - tiefrot. Um damit klarzukommen, helfen m.E. nur das vielzitierte "Money-Management" und eben eine nicht zu einseitige Ausrichtung des Depots.

    Angesichts der überwältigenden Größe der Bevölkerung Chinas und Indiens wird diese Strategie des "Buy and Hold" wahrscheinlich großartig in Gold und Silber funktionieren... für das nächste Jahrhundert oder länger!"

    ??? "für das nächste Jahrhundert oder länger!" ???


    Ich gestatte mir eine kleine "Korrektur": Der gute Monsieur Thomson meint vermutlich: "... bis Euro und US-Dollar abgewickelt wurden und auch darüber hinaus!"

    1 ."Die russische Zentralbank hat ihre Goldreserven seit Mitte der 2000er Jahre fast versechsfacht und damit den fünftgrößten Bestand der Welt geschaffen, der auf etwa 140 Milliarden Dollar geschätzt wird."


    2. "Diese Art von Vermögenswerten könnte die Bank of Russia verkaufen, um den Rubel zu stützen"


    3. "Sanktionen verbieten es Institutionen aus den USA, Großbritannien und der Europäischen Union, mit der russischen Zentralbank Geschäfte zu machen."

    Meine Ansichten dazu:


    Zu 1.: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Russland nur über so wenig Gold verfügt. Den Russen - und auch den Chinesen - dürfte seit Jahrzehnten klarsein, welches Spiel seitens des Westens gespielt wird. (Ich gehe daher davon aus, dass Russland und auch China sich nicht in die Karten schauen lassen und statt der offiziell ausgewiesenen Reserven jeweils(!) höhere Goldreserven ihr Eigen nennen als die USA mit offiziell gut 8.000 Tonnen.)


    Zu 2.: Ich denke eher, dass Russland, China, Indien, Saudi-Arabien und einige andere, die seit Jahrzehnten und Jahrhunderten unter den Anmaßungen seitens Englands und der USA zu leiden hatten, sich abgestimmt haben und nun - peu à peu - den Spieß umdrehen werden. Der Verkauf russischen Öls gegen Rubel und der Verkauf saudi-arabischen Öls gegen Yuan (an China) dürfte nur der Anfang gewesen sein. Meine Vermutung also: Russland muss keine Vermögenswerte verkaufen, um den Rubel zu stützen; der Export gegen Rubel ist mindestens genauso effizient und vor allem nachhaltiger. (Möglicherweise ist die Dominanz des US-Dollar viel schneller Geschichte als wir alle uns das vorstellen können. Wir sollten hoffen, dass es nicht so schnell geht, dass die USA in Panik ihre Atomwaffen einsetzen; zutrauen würde ich ihnen das.)


    Zu 3.: Das wird die russische Zentralbank nicht wirklich jucken. Schaun wir mal, wie lange diese "Institutionen" die Sanktionen umsetzen werden (bzw. sie lange die Sanktionen bestehenbleiben werden), wenn dem "Werte"-Westen das Wasser bis zum Halse steht.) Vergessen sollten wir auch nicht, seinerzeit das Ergebnis der Sanktionen in sachen Agrargüter war bzw. ist: Russland ist heute der größte Getreideexporteur. Ich kann nur vermuten (und hoffe), dass Russland sich gut vorbereitet hat.

    TLG wird vom Markt trotz dieser PR weiter mit 12 Monatstief abgestraft, ein weiteres Zeichen für die desolate Verfassung der Minenmärkte

    Ich bin nun seit mehr als 30 Jahren an der Börse aktiv. Seit ca. 20 Jahren kaufe ich regelmäßig Minen-Aktien, darunter auch Explorer.


    Die Erfahrungen, die ich mit Explorern gemacht habe, haben mich vor einiger Zeit dazu veranlasst, nur noch sehr selektiv in Explorer einzusteigen und den Kursverlauf dieser wenigen "Favoriten" dann - frei nach Kostolany und seinem Schlaftabletten-Kommentar - nahezu vollständig zu ignorieren.


    Hintergrund ist dieser Eindruck: Die Kurse der Explorer gehen oft für lange Zeit nahezu im Gleichschritt nach unten, wobei gute Bohrergebnisse vom Markt ignoriert werden. Auf diese Weise werden die Privatanleger, die eben keine "tiefen Taschen" haben und täglich auf die Kurse schauen, rausgedrängt - nachdem sie in der vorangegangenen Euphoriephase, innerhalb derer bei vielen Explorern mehrere 100 Prozent Kurssteigerung in kurzer Zeit zu beobachten waren, eingestiegen waren.
    Ich denke, die "Profis" kennen dieses Verhalten der Amateure und nutzen dieses zu ihren Gunsten. (Von einer Marktmanipulation gehe ich nicht aus. Die Privatanleger haben einfach Bammel, wenn die Kurse bereits deutlich gefallen sind und Risiko-Aspekte medial in den Vordergrund rücken; diese Leute kaufen dann nicht, sondern werfen irgendwann das Handtuch.)


    Günter Goldherz (ich bin Abonnent) schrieb vor einiger Zeit sinngemäß folgendes, worin ich meine oben geschilderten Eindrücke bestätigt sah: "Man weiß nie, wann die Privatanleger ihre Explorer-Aktien schmeißen." (Auf mich machte dieser Kommentar nicht nur den Eindruck, dass Günter Goldherz tatsächlich ein Kenner der Materie ist und zu den "Profis" gehört, sondern auch, dass diese Profis auf die Kapitulation der Kleinanleger warten, bevor sie selbst zu niedrigsten Kursen Explorer-Aktien kaufen.)


    Also: Ich selbst habe nur noch einige wenige Explorer, in die ich überschaubare Beträge gesteckt habe. (Troilus gehört dazu, ebenso wie Max Resource und Canada Silver Cobalt Works; dies soll kein Hinweis darauf sein, diese Aktien seien Goldherz-Empfehlungen - ich müsste tatsächlich erst nachschauen, ob und welche dieser drei Aktien er empfohlen hat.)
    Daneben habe ich mir exakt drei Explorer (z.B. Newcore) ausgeguckt, die ich kaufen werde, wenn ich den Eindruck habe, dass eine oben beschriebene Kapitulation vorliegt oder bereits sehr weit fortgeschritten ist.


    Eine zu große Anzahl an Explorern ist mir mittlerweile auch einfach zu nervig. Ich bin ja auch älter geworden und muss darauf achten, nicht allzuviel zu riskieren. Allerdings weiß ich natürlich auch, dass sich nicht jeder dieses oben beschriebene "Ignorieren der Kursverläufe" leisten kann. Wenn ich aber jemandem einen Rat geben sollte, dann würde ich ihm sagen, dass er im Zweifel vollständig die Finger von Explorern lassen sollte - zu wenige Anleger kommen mit den starken Schwankungen klar, und zu viele Explorer scheitern vollständig.

    Ja, in den kommenden Wochen und Monaten ist mit einer gewissen Regelmäßigkeit mit Nachrichten zu rechnen, die den Kurs bewegen dürften.


    Falls alles so weiterläuft wie erhofft, also sämtliche Nachrichten positiv sind, so hoffe ich auf erste Ressourcen-Schätzungen noch in diesem Jahr. (Ich weiß, dass "wenn" und "falls" an der Börse sehr "teure" Worte sein können. Aber als jemand, der in diese Aktie investiert hat, mache ich mir natürlich Gedanken darüber, bei welchen Kursen ich ggf. Verkäufe oder Teilverkäufe vornehmen werde. Und diese Überlegungen beinhalten auch, dass man nicht zu früh verkaufen sollte. Ich mache mir daher nicht nur Sorgen über ggf. negative Nachrichten, sondern auch Gedanken über das Kurspotential im Falle positiver Nachrichten.)


    Zum Kurspotential: Es existieren Schätzungen von 120 Milliarden Barrel Öl im Boden. Sollten diese Schätzungen in den kommenden Jahren bestätigt werden, so sind hier möglicherweise ca. 50 Milliarden Barrel förderbar. 50 Milliarden Barrel entsprechen (bei 70 USD/Barrel) einem Marktwert von 3,5 Billionen USD.


    Weitere Überlegungen: Lt. Wikipedia (Quelle unten) hatte Saudi-Arabien im Jahre 2014 268 Milliarden Barrel förderbare Reserven. Die o.g. 50 Milliarden würden also ca. 18,5 Prozent der Reserven Saudi-Arabiens entsprechen. Lt. Yahoo Finance (Quelle unten) wird die "Saudi Arabian Oil Company" derzeit mit 7,046 Billionen SAR bewertet. Ein Saudi-Riyal entspricht derzeit ca. 0,22 Euro bzw. ca. 0,26 USD, d.h. die o.g. 7,046 Billionen SAR entsprechen ca. 1,832 Billionen USD. Rechnen wir die o.g. 18,5 Prozent um, so kommen wir auf ca. 339 Milliarden USD, mit denen die von mir geschätzten bzw. erhofften 50 Milliarden Barrel Reserven ReconAfrica's bewertet werden könnten.


    Quellen:
    Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/…B6l/Tabellen_und_Grafiken
    Yahoo Finance: https://finance.yahoo.com/quote/2222.SR/?p=2222.SR


    Da der Anteil ReconAfricas 90 Prozent beträgt (10 Prozent gehören der staatlichen NAMCOR), so gehe ich in meiner weiteren Berechnung von einer Bewertung von ca. 305 Milliarden USD (90 Prozent der o.g. 339 Millarden) aus. ReconAfrica hat derzeit ca. 160 Millionen Aktien ausstehend. Es kommen noch einige Warrants hinzu, weshalb ich vorsichtshalber insgesamt von 200 Millionen Aktien ausgehe. Im Verhältnis zu o.g. 339 Milliarden Bewertung ergäbe sich nun ein Aktienkurs von 1525 USD.


    Diese 1525 USD sind natürlich nicht mein Kursziel. Es sind einfach zuviele Unwägbarkeiten im Spiel, als dass man ernsthaft an ein solches Kursziel denken könnte. Es kann eben einfach auch sehr viel schiefgehen. Evtl. werden die hohen Erwartungen dadurch enttäuscht, dass viel weniger Öl als erhofft gefunden wird. Oder aber es gibt Probleme mit Politikern, Behörden, Genehmigungen usw.


    Ich wollte aber gern einmal darstellen, dass ich es für möglich halte, dass die Aktie noch in diesem Jahr Kurse von 30 bis 50 USD erreicht. (Bei 200 Millionen Aktien würden ein Kurs von 50 USD eine Marktkapitalisierung von 10 Milliarden bedeuten. Das wäre einerseits eine enorme Summe, denn es geht hier um einen Explorer. Andererseits wären 10 Milliarden noch nicht mal 1 Prozent des Erdöl-Wertes, falls 50 Milliarden Barrel gefunden werden. Man vergleiche dies einmal mit der Bewertung fortgeschrittener Goldminen-Explorer.)


    ReconAfrica möchte bereits gegen Ende des Jahres 2022 mit der Förderung beginnen, so mein derzeitiger Kenntnisstand. Außerdem möchte die Firma in einem der 5 Unterbecken selber produzieren und 4 andere Becken anderen Förderern überlassen. Falls diese Pläne umgesetzt werden können, so erhoffe ich mir, dass aus ReconAfrica ein "großer" Dividenden-Zahler wird, denn die Firma könnte neben der Ausschüttung eigener Gewinne auch eingenommene Gebühren/Royalties für die 4 auslizensierten Becken an die Aktionäre weitergeben.)


    So, und nun genug der Träumerei. Es bleibt uns nichts anderes übrig als abzuwarten und zu hoffen, dass die Dinge ihren Weg so gehen, wir wir uns das erhoffen. (Bemerkung: Ich habe hier nur meine Gedanken geäußert. Diese Gedanken stellen weder eine Beratung noch eine Empfehlung dar. Jederzeit kann es Nachrichten geben, die mein oben aufgestelltes Gedanken-Gebäude zusammenstürzen lassen.)

    Bin immer noch sehr hoch investiert und hätte mich beim Kurscheck heute morgen beinahe am Kaffee verschluckt

    Lieber @valueman,


    heute morgen hat bei mir der 1.000-Prozenter geklingelt - und das nach nur gut einem halben Jahr. Nochmal: DANKE für Deinen Hinweis auf diese Aktie.


    Was soll ich dazu noch schreiben? Ich wundere mich darüber, dass dieser Aktie in diesem Forum nicht mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Wir investieren doch u.a. in Edelmetall-Aktien, weil diese einerseits niedrig bewertet sind und wir uns andererseits vor der durch Aufblähung der Geldmengen zu erwartenden Steigerung der Lebenshaltungskosten schützen möchten; bei mir ist es jedenfalls so.


    Und der Rohstoff Erdöl eignet sich doch auch für diesen Zweck. Und interessant ist m.E. auch: Wurde erstmal Erdöl gefunden, so ist u.U. viel schneller eine vermarktbare Produktion zu erwarten als bei Edemetallaktien - denn es muss nicht erst aufwändig eine Mine gebaut werden (meine Einschätzung).


    Nochmal zur Erinnerung die m.E. wesentlichen Kernaussagen zur 1. Bohrung, die im April beendet wurde:
    - Hochwertiges ("leichtes") Erdöl wurde gefunden.
    - Hochporöses Gestein (ich habe das so verstanden, dass bei porösem Gestein eine Förderung auf herkömmliche Weise - also ohne Fracking - gut möglich ist).
    - Die "ölproduzierenden Schichten" sind mit 660 Fuß deutlich "dicker" als die erwarteten/erhofften 400 Fuß.


    Ich habe aus dem November letzten Jahres in Erinnerung, dass "konservativ geschätzt 120 Milliarden Barrel Erdöl" erhofft werden. Die letzten Meldungen deuten darauf hin, dass es auch mehr sein kann. Wieviel davon wäre auf konventionelle Weise förderbar - 30 bis 40%? Sollte sich im Laufe der Jahre herausstellen, dass sich in Namibia und Botswana 50 Milliarden oder mehr Barrel konventionell förderbares Erdöl im Boden befinden, dann geht es hier um Werte in Billionen-Höhe.


    ==> Ich denke, ich würde auch jetzt noch kaufen, wenn ich noch keine Aktien dieser Firma hätte. (Dies stellt keine Handlungsempfehlung dar.)


    Im April kam die Meldung zur 1. Bohrung auch an einem Donnerstag, und zwar auch vor Börsenöffnung in Deutschland, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Damals stieg der Kurs in Deutschland vormittags um ca. 40% und erreichte innerhalb von drei Handelstagen 7 Euro und damit gut 200% Plus. Ich weiß nicht, wie es diesmal sein wird, vermute aber, dass es ähnlich laufen könnte - denn immerhin scheint es noch einige leerverkaufte Aktien zu geben, und vor allem aber ist die heutige Meldung zur 2. Bohrung enorm wichtig ==> denn die Wahrscheinlichkeit, dass Erdöl gefördert werden kann, ist damit m.E. deutlich gestiegen, d.h. es ist weiteres Risiko aus diesem Explorer genommen worden.


    Zur Wiederholung: Ich schreibe immer nur meine Eindrücke und Meinungen; Handlungsempfehlungen sind damit nicht verbunden!

    07:00 Uhr | Dr. Uwe BergoldAbseits der breiten Finanzberichterstattung kam es im Mai 2021 zu einem markttechnisch historischen Ereignis im Goldsektor: Der Barron´s Gold Mining Index brach, in Unzen Gold bewertet (reale Betrachtung), aus seinem 50-jährigen Abwärtstrend, bei gleichzeitig komplementierter Bodenformation, nach oben aus (siehe hierzu Abbildung 1).

    M.E. besteht die größte "Gefahr" für Investoren in Gold- und Silberminen ohnehin darin, nach diesem jahrelangen quälenden Auf und Ab der Kurse zu früh das Handtuch zu schmeißen und dadurch den größten Teil des Kursanstieges zu verpassen. Anders ausgedrückt: Wenn man sieht, welche Bewertungen einige Standard-Aktien aufweisen, dann sind Gold- und Silberminen m.E. teilweise dermaßen unterbewertet, dass sich viele Minen-Investoren (mich eingeschlossen) vermutlich gar nicht vorstellen können, wie hoch die Kurse in einer durch parallel steigende Gold- und Silberpreise entstehenden Euphorie steigen können. Solch einen "Ritt" nach ganz oben durchzuhalten - das wird evtl. erst die richtig große Herausforderung für uns.