valueman
Mir geht es genauso: Ich muss keine Risiken mehr eingehen.
Und ich habe vor gut 4 Jahren damit angefangen, Schritt für Schritt gezielt konservative Dividendenaktien ins Depot zu nehmen. Das hatte ich mir ca. in 2000 so überlegt, also vor ungefähr 25 Jahren - und je näher ich am Renteneintritt bin, desto konsequenter ziehe ich das durch.
Es ist ein absoluter Glücksfall für mich, dass einerseits quasi alles total teuer ist (Standardaktien, Anleihen, Immobilien), aber genau das, was wirklich praktisch immer benötigt wird, ist m.E. (noch?) nicht überteuert - nämlich Rohstoffe, und unter den Rohstoffen sind es ausgerechnet Öl und mit ihm die dividendenstarken Öl-Förderer, die in der Preisentwicklung (noch?) nicht so weit fortgeschritten sind, um mal gezielt etwas zu untertreiben.
Allerdings gehe ich in der Auswahl anders vor: Ich schaue mir nicht Werte an, auf die ich aufmerksam werde, sondern schaue mich nur innerhalb der Branchen um, die ich für investier-würdig halte. Aber Dein Ansatz ist natürlich auch i.O. und führt vermutlich auch zu etwas mehr Ausgewogenheit im Depot. (Das stört mich aber nicht, weil ich mir meinen Ansatz (also mit einigen wenigen Schwerpunkten) leisten kann.)
Die von Dir erwähnten Carlisle und Amcor kann man sicherlich kaufen, denke ich. Der Charme bei beiden ist, dass sie nicht im Rampenlicht stehen, ihre Produkte aber wohl unerlässlich sind. Das ist also nicht wirklich weit von meinen Überlegungen entfernt. Für mich wären sie evtl. auch interessant, aber irgendwo muss ich auch mal Grenzen ziehen, und ich möchte auch nicht die Übersicht verlieren.
Neben dieser Dividendenorientierung leiste ich mir aber auch noch den Luxus, eher etwas spekulativere Titel beizumischen, diese aber natürlich mit geringerem Volumen. Daher intereessiere ich mich auch z.B. für KI-Aktien.
Kurz noch zu KI: Seit einigen Wochen herrscht an der Wall Street Skepsis bzgl. KI. Beispielsweise wird kritisiert, dass die großen Tech-Konzerne enorme Investitionen in KI zu stemmen haben. Auch macht man sich Sorgen darüber, dass der ein oder andere Konzern darunter leiden dürfte, dass KI sein Geschäftsmodell gefährdet. Und heute ist mir beim Betrachten der Kurse das erstemal in diesem Jahr aufgefallen, dass die Nasdaq schwächelt (und mit ihr sämtliche von mir in obigem Zusammenhang beobachteten Tech-Konzerne), während gleichzeitig alle 4 von mir beobachteten unmittelbaren Profiteure der Investitionen in KI, also die KI-Infrastruktur-Unternehmen, im Kurs steigen - nämlich NVDA, NBIS, CRWV und IREN.
Kann es sein, dass sich so langsam Spreu und Weizen voneinander trennen?
Insgesamt sind es 3+1 Aktien, zu denen mich Deine Einschätzung interessieren würde: Neben TPL (Texas Pacific Land), NBIS (Nebius) und ZIM (ZIM Integr. Shipping) ist es noch RECO.V (Reconnaissance Energy Africa), zu der ich mich in deren eigenen Thread geäußert hatte.
Rastelly
Das heißt wohl, dass Du Royal Gold (RGLD) bevorzugst, richtig?
In der Übersicht vermisse ich die Reserven bzw. Ressourcen, die die drei über ihre "Beteiligungen" halten. Zu Franco-Nevada: FNV hinkt wegen der Cobre-Panama-Sache hinterher. Das ist also nicht wirklich schlimm, denn einerseits gehe ich davon aus, dass die Mine wieder gestartet werden wird. Andererseits ist es ja einer der Gründe, Royalties zu kaufen: Wenn so etwas passiert, dann steht ein Minenbetreiber evtl. vor dem Abgrund - bei Royalties ist das Risiko gestreut.
Grüße