Die Betrachtung der langfristigen Preisrelationen zeigt zwar anschaulich bestehende Ungleichgewichte, ist aber als Timing-Instrument völlig unbrauchbar.
Schau Dir mal exemplarisch im S&P/Silber-Chart den Status in den Jahren um 1960 und 1991 an. In beiden Jahren hätte man bei einer konsequenten Umsetzung als Investment-Ansatz Silber long und ggf. auch S&P short gehen müssen, weil der Chart frühere Extreme anlief.
Ab 1960 folgte jedoch eine über 10 Jahre andauernde Seitwärts-Konsolidierung, die man vielleicht noch hätte traden können, ab 1991 lief die Relation aber sogar über 10 Jahre lang neue Extreme an, bevor die nachhaltige Umkehr kam. Da hätte man mit entsprechenden Investments eher kompletten Schiffbruch erlitten.
Die Betrachtung der Charts führt sicherlich zu aufschlussreichen Einsichten, ist aber als Grundlage für kurz- bis mittelfristige Spekulationen nicht geeignet und deshalb in diesem Faden mit größter Vorsicht zu genießen!
Ja, man muß vorsichtig sein.
Es gibt zudem einen Drift nach oben. Die Aktien performten 10x besser als Gold über langen Zeitraum.
Die Frage ist aber: ist es ein Trend, der so weiter gehen wird, oder wird es sich normalisieren.
Ist es ein Trend, dann sind Aktien und Gold sogar im Gleichgewicht.
Wird es sich normalisieren, dann sind Aktien überbewertet und Gold unterbewertet.