Informationen über Öl

  • Jüngster Artikel von Tverberg. Es geht um Öl & Energie deswegen packe ich es hier ein.


    Die Weltwirtschaft gerät aus den Fugen; Modelle gehen an der realen Welt vorbei - Gail Tverberg


    Eine weit verbreitete Ansicht ist, dass hohe Preise die Folge sein werden, wenn die Welt nicht über ausreichend Energie verfügt. Diese hohen Preise werden es ermöglichen, mehr fossile Brennstoffe zu fördern oder erneuerbare Energien an die Stelle fossiler Brennstoffe zu setzen.


    Meiner Ansicht nach ist das eigentliche Problem ein ganz anderes: Es ist zu erwarten, dass eine unzureichende Energieversorgung, wie sie die Wirtschaft benötigt, die Wirtschaft in einer Weise beeinträchtigt, dass sie "aus den Fugen gerät". Die Wirtschaft wird allmählich auseinanderfallen, da die internen Streitigkeiten immer mehr zu einem Problem werden. Die Waren werden nicht unbedingt hochpreisig sein; viele werden einfach nicht mehr zu irgendeinem Preis erhältlich sein. Die politischen Parteien werden zersplittern. Konflikte innerhalb von Ländern, wie der jüngste Wagner-Konflikt mit der militärischen Führung in Russland, werden immer häufiger auftreten.


    Es ist in Mode gekommen, Modelle zur Vorhersage der Zukunft zu verwenden, aber einfache Modelle berücksichtigen nicht die Dynamik der realen Welt. Sie berücksichtigen nicht die Bedeutung der bereits bestehenden Infrastruktur und die Arten von Energieprodukten, die diese Infrastruktur benötigt. Sie berücksichtigen nicht die Bedeutung einer kontinuierlichen Nahrungsmittelproduktion. Sie berücksichtigen nicht die Dynamik des Problems, dass nicht genügend Waren und Dienstleistungen zur Verfügung stehen.


    In diesem Beitrag werde ich einige Anhaltspunkte aufzeigen, die darauf hindeuten, dass wir damit rechnen müssen, dass die Weltwirtschaft aus den Fugen gerät, wenn die Grenzen erreicht werden. Daraus folgt, dass wir nicht erwarten können, dass der Übergang zu einer Welt, die von erneuerbaren Energien angetrieben wird, funktionieren wird.


    [1] Es ist leicht zu zeigen, dass die Energievorräte einer endlichen Welt irgendwann nicht mehr ausreichen werden.


    Jeder kann die Energievorräte einer endlichen Welt als einen Eimer mit Sand und eine Schaufel modellieren. Wenn man mit der Schaufel den Sand aus dem Eimer schöpft, wird er irgendwann leer sein. Wenn wir mit einem größeren Eimer Sand beginnen, kann der Prozess vielleicht verzögert werden. Oder wenn wir eine kleinere Schaufel verwenden, verzögert sich der Prozess. Aber das Ergebnis wird das gleiche sein.


    Im Jahr 1957 hielt Konteradmiral Hyman Rickover von der US-Marine eine Rede, in der er sagte:


    Denn es ist eine unangenehme Tatsache, dass nach unseren besten Schätzungen die Gesamtreserven an fossilen Brennstoffen, die zu nicht mehr als dem Doppelten der heutigen Stückkosten gefördert werden können, wahrscheinlich irgendwann zwischen den Jahren 2000 und 2050 erschöpft sein werden, wenn man den derzeitigen Lebensstandard und die Bevölkerungswachstumsraten berücksichtigt.


    In dieser Rede wies Rickover auf die Bedeutung der fossilen Brennstoffe für die Aufrechterhaltung unseres Lebensstandards und für das Gewinnen von Kriegen hin. Dem Militär war klar, dass die Energieversorgung mit fossilen Brennstoffen enorm wichtig ist, um zukünftige Probleme für die Wirtschaft zu verhindern.

    [2] Die Geschichte zeigt, dass Volkswirtschaften dazu neigen, zu wachsen und schließlich zusammenzubrechen.


    Volkswirtschaften verlaufen in der Regel in Zyklen, wie in Abbildung 1 dargestellt.


    [Blockierte Grafik: https://i0.wp.com/ourfiniteworld.com/wp-content/uploads/2021/11/7.-Turchin-and-Nefedof-Secular-Cycle-findings.png?resize=1024%2C555&ssl=1]


    Abbildung 1. Mein Diagramm der Ergebnisse von Peter Turchin und Surgey Nefedov in ihrem Buch Secular Cycles von 2009.


    Die acht von Turchin und Nefedov untersuchten Volkswirtschaften zogen in ein neues Gebiet oder erwarben eine neue Energieressource. Diese Volkswirtschaften wuchsen in der Regel über lange Zeiträume, weit über 100 Jahre, bis die Bevölkerungen die Tragfähigkeit der verfügbaren Ressourcen erreichten. Diese Volkswirtschaften waren in der Lage, diese Ressourcengrenzen während einer Stagflationsperiode zu umgehen, die in der Regel 50 bis 60 Jahre dauerte. Schließlich wurden die Probleme zu groß, um überwunden zu werden. Es folgte in der Regel eine Krisenzeit mit einem Rückgang der Bevölkerung und des BIP, die 20 bis 50 Jahre dauerte.


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  • Allein dieses Diagramm zeigt den Wahnsinn der letzten Jahrzehnte im Umgang mit fossilen Rohstoffen.
    Da müssen bei jedem die Alarmglocken läuten, so geht es nicht weiter.
    Auch wenn EEE in allen Bereichen auch Unsinn ist, die Menschen werden sich weiter entwickeln und Lösungen finden müssen und auch finden.
    Alles andere ist wie bei Kopernikus, ist die Erde eine Scheibe oder nicht. Wenn sie mich verbrennen wollen ist sie immer eine Scheibe. Aber sie ist doch eine Kugel.


    Ich bleib' so wie ich bin, allein' weil's andere stört

  • (ab 1955)
    Die Welt-Bevölkerung ist um Faktor 2,8 gestiegen
    Der Welt-Energieverbrauch ist um Faktor 8 gestiegen


    Als würde man sich seit dem im "Disneyland" befinden.
    Aber Halloween wird kommen

    🤮 🤡 💩 🡄 Die 3 meistvermissten Emojis zum Kopieren

  • (ab 1955)
    Die Welt-Bevölkerung ist um Faktor 2,8 gestiegen
    Der Welt-Energieverbrauch ist um Faktor 8 gestiegen


    Als würde man sich seit dem im "Disneyland" befinden.
    Aber Halloween wird kommen

    Ich wil gar nicht wissen was der ganze Digitalisierungs, Mobilfunk, E-Auto, Klimanlagen und übertriebner Elektronikkrams für sinnlose Energie frisst.
    Übrigends denke ich, daß die Relation noch kraasser sein dürfte da wir nur 6 - (6,5) Mrd Menschen auf der Erde haben. Die offiziellen Zahlen sind frei erfunden ( China, Indiens usw), um uns die Überbevölkerung noch stärker einzureden.

    Alles was Neo in seinen Posting wiedergibt ist natürliche Satire.


    Neo ist eine einzige Witzfigur. :S

  • es gibt ja noch ein paar andere unternehmen ....

    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


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    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Öl, Uran, Kohle sind die burner.
    Demnächst dann auch h2, s. Nel, itm

  • Ja, wobei man gerade bei den meisten europäischen Ölunternehmen bedenken muss, dass die Investitionen in Öl massiv zurückgefahren wurden. Man melkt eigentlich nur noch die vorhandene Kühe bis zum Tod und dann war es das. Investiert wird vornehmlich in "erneuerbare Energien". Die Cashmaschine kann also nicht langfristig funktionieren.

    die haben doch angekündigt, dass man sich zukünftig wieder (genau wie BP!) mehr auf das Kerngeschäft konzentrieren wird. Das heißt für mich (ich hoffe, ich irre mich nicht), dass man natürlich auch wieder mehr Cash in Exploration stecken wird um neue Reserven zu schaffen (auch Petrobras hat sowas in der Richtung geäußert, meine ich)... Geld genug dafür verdienen sie ja, bei den paar Kröten für Dividenden bleibt reichlich übrig, was man investieren kann...
    Ich mache mir da aktuell tatsächlich keine Sorgen, dass Shell und/oder BP in absehbarer Zeit die Reserven ausgehen, man wird schon neue schaffen...


    https://www.businessinsider.de…h-wieder-auf-oel-und-gas/

    hättekönntesollte.....es ist halt wie es ist! 8)

  • Auch wenn BP und Shell wieder fleißig die Dividende anheben (geil, 15% :wall: zum Jubeln, oder?), ist und bleiben die Erhöhungen doch ein Witz gegenüber der drastischen Kürzung wegen Corona, die bei Shell die erste Kürzung überhaupt seit WK2 war:


    ExBetragZahltag
    Shell
    13.02.20200,364 GBP0,3942 EUR (B-Aktie)
    13.08.20200,1353 EUR (A-Aktie)
    13.08.20200,1209 GBP0,1318 EUR (B-Aktie)
    18.05.20230,2678 EUR
    BP
    13.02.20208,1558 GBp0,09119 EUR
    13.08.20204,0433 GBp0,04456 EUR
    11.05.20235,3089 GBp0,06182 EUR


    Zudem haben Shell, BP und Total einfach so letztes Jahr ihr Russlandgeschäft bzw. ihre Anteile weggeschmissen :thumbdown: und abgeschrieben und so mir nicht dir nichts mal dicke Verluste in nicht unbedeutender Milliardenhöhe verbucht. Politisch opportun, aber selten blöd. Dann auch noch diese ständigen Aktienrückkäufe in Milliardenhöhe statt weiter Schulden abzubauen? X( Schon klar, daß diese drei noch immer nicht ihre Vor-Corona-Hochs erreicht haben, sowas wie ExxonMobil sich aber vom Tief damals so gut wie vervierfacht hat... :hae: ...die aber auch wieder auf dem absteigenden Ast sind...


    Und diese ominöse Umbenennung von Total in TotalEnergies? Finde ich genauso idiotisch wie die ständigen Namensänderungen diverser unwichtiger Explorer in ".*Lithium.*bla" oder ".*Green/Battery-Gedöns"... :wall:


    Genug gemeckert. Auch auf die Gefahr hin falsch zu liegen: Für mich kommt ein Wiedereinstieg in diese drei erst bei tieferen Kursen wieder in Frage.

  • @Pindar damit ich mich über sowas nur begrenzt aufregen muss, habe ich letztes Jahr nen Staplel Petrobras zur Diversifikation ins Depot gelegt.... die machen sowas nicht. Kaum Schuldenabbau und/oder Aktienrückkäufe (das wird sich zukünftig wohl aber ändern) oder sonstige unsinnige Ausgaben, die schütten einfach nur stumpf fett Dividenden aus... :thumbsup:


    Das finde ich zwar gut, wird aber sich wohl aber zukünftig auch ein wenig ändern. Dividende gibt es zukünftig nur noch 45% statt 60% vom FCF, was aber in Summe wohl immer noch 3x so viel sein wird wie bei den Mitbewerbern.
    Brasilien finde ich aktuell eh interessant.... Lula ist offenbar doch nicht so schlimm wie der Markt dachte....

    hättekönntesollte.....es ist halt wie es ist! 8)

  • Petrobras [...] Kaum Schuldenabbau und/oder Aktienrückkäufe (das wird sich zukünftig wohl aber ändern) oder sonstige unsinnige Ausgaben

    Das ist aber ein zweischneidiges Schwert. Wenn alle meinen, wir haben schon den Zinsgipfel, braucht keiner an die zukünftigen Zinsen denken, die werden dann ja wieder sinken. Und was, wenn nicht? :wall: Deshalb ist Schuldenabbau so immens wichtig - das kennen wir doch von den ganzen Ein-Minen-Frischlings-Produzenten, die an den Zinsen erstick(t)en. Nicht zu unterschätzen, auch beim Öl. Keine Zinszahlungen bedeutet voll verfügbare Liquidität für alles, was an Geld reinkommt.


    Is mir lieber: Zuallererst Schuldenabbau, dann erst ordentliche Dividende, dann erst Aktienrückkauf. Mich fragt aber leider keiner :whistling:



    Da kommt dann schon eher sowas wie ExxonMobil (heut mal wieder nach US-Eröffnung gleich nen dicken Satz um 3% nach oben X/ ) auf die Idee und kauft sich auch noch für 5 Milliarden einen - äh - was für ein Teil? Denbury. "... to accelerate its energy transition business with an established carbon dioxide (CO2) sequestration Operation ..." - heißt also übersetzt: "Wir wollen irgendwann sowieso weg vom Öl". Aber erst noch schnell CO2 ins Ölfeld pumpen... ...vielleicht wird ja mal wieder Öl daraus 8o



    Das erinnert mich irgendwie an Altria und ihren Fischzug im Cannabis-Sektor. War auch ein Reinfall. Milliarden versenkt und nichts bei rumgekommen :wall:



    Ein paar kleine Pöstchen Ölaktien hab ich schon auch noch im Depot. Damals nach den Tiefs hab ich neben ein paar Seplat (A11059, Nigeria) auch die Asiaten CNOOC (A0B846) und PetroChina (A0M4YQ) [igitt, darf man die beiden überhaupt] abgegriffen... :thumbup: gibt regelmäßig ein kleines Taschengeld. Aktuell aber welche aufstocken? Da hab ich momentan andere Prioritäten...
    [smilie_denk]


  • Das erinnert mich irgendwie an Altria und ihren Fischzug im Cannabis-Sektor. War auch ein Reinfall. Milliarden versenkt und nichts bei rumgekommen :wall:


    siehste, deshalb bin ich ein Freund von hohen Ausschüttungen.... was mir mir überweisen, können sie nicht für Unfug ausgeben, fehlinvestieren oder veruntreuen...!!! :thumbup:

    hättekönntesollte.....es ist halt wie es ist! 8)

  • siehste, deshalb bin ich ein Freund von hohen Ausschüttungen.... was mir mir überweisen, können sie nicht für Unfug ausgeben, fehlinvestieren oder veruntreuen...!!! :thumbup:

    Da bin ich ganz deiner Meinung.
    Habe deshalb auch ein paar Petrobras liegen, mit der Dividende quasi als hedge gegen steigende Ölpreise für meine Heizung.

  • China Petroleum & Chemical habe ich auch ein paar im Depot... Die schütten aus recht großzügig aus, zwar leider nur halbjährlich, aber als Diversifikation finde ich die auch nicht verkehrt... zumal ich bissi China beimischen wollte. Viele wollen kein China im Depot, aber ich denke, der Markt ist zu groß und zu wichtig, um ihn als Anleger komplett zu meiden... ich mag sowieso Werte, bei denen die Dividendenrendite doppelt so hoch ist wie das KGV... :thumbup:

    hättekönntesollte.....es ist halt wie es ist! 8)

  • Sehr gutes, informatives Video, finde ich...


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    hättekönntesollte.....es ist halt wie es ist! 8)

  • US-Erdölförderung


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    Von den 12+ Millionen Fässern täglich sind rund 8 Millionen Fässer Schieferöle. Diese Schieferöle stellen 90% des globalen Erdölproduktionswachstums der letzten Jahre dar. Wenn diese lila Kurve in der Zukunft stark fällt ist die Weltwirtschaft mausetot. Das ganze wurde auf den vorigen Seiten von mir mehrfach erläutert. Der derzeitigen Inkarnation der Menschheit werden bald die Knie weggeschossen. Das Ölzeitalter und mit ihr Milliarden von Menschen machen gerade ihre letzten Atemzüge. In diesem Setup an einen Boom zu glauben da muß man schon ein besonderer Analphabet sein.


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