Hier ein Marktkommentar einer Vermögensverwaltung, die sich neben der Geldpolitik der FED, den Finanzmärkten, der Konjunktur auch mit den Goldkäufen der Notenbanken beschäftigt.
Ein paar Ausschnitte daraus:
- Generierte sich Fed-Chef Powell noch im Dezember als regelrechter Trump- und Finanzmarktschreck, so war nur sechs Wochen später das genaue Gegenteil der Fall.
- In Europa gewinnt der seit Monaten laufende Konjunkturabschwung dagegen immer mehr an Intensität, zuletzt auch in Deutschland, wo die Industrie ihren stärksten Auftrags-Einbruch seit 2012 zu verkraften hatte. Dass der ifo-Index nun auf den schlechtesten Wert seit Februar 2016 gefallen ist, sollte ebenso zur Vorsicht mahnen ...
- Südkoreas Wirtschaft, welche aufgrund ihrer engen wirtschaftlichen Verflechtungen als Frühindikator für die Entwicklung der Weltwirtschaft gilt, verbuchte im letzten Jahr das langsamste Wachstum seit 2012 ...
- ... während Japan im dritten Quartal 2018 sogar die schärfste BIP-Schrumpfung seit vier Jahren melden musste.
Da Japans Ministerium des Inneren zuletzt auch noch zugab, dass rund 40% der veröffentlichten Wirtschaftsdaten „Fake News“ waren, muss hier sogar mit kräftigen Revisionen gerechnet werden, die das überschuldete Land in ein völlig neues Licht rücken könnten! - Auch wenn die große Mehrheit der Ökonomen in Sachen realer Rezessionsgefahr(en) derzeit beschwichtigt, muss das nichts heißen, haben doch diese noch niemals eine Rezession rechtzeitig prognostiziert.
- Fondsmanager-Kommentar: Obwohl die historisch beispiellose Geldpolitik der Notenbanken nur „vorübergehend“ sein sollte, beweisen die ihren „Exit“ immer wieder hinausschiebenden Fed und EZB, dass es keinen „Exit“ aus ihrer geldpolitischen Geisterfahrt mehr geben kann. Ein Konjunkturabschwung wird die „Währungs(verfalls)hüter“ zwingen, ihre inflationäre, marktmanipulierende und die Wirtschaft immer schwerer schädigende Geldpolitik abermals zu intensivieren.
- Dass viele Notenbanken inzwischen selbst immer größere Zweifel an der Nachhaltigkeit dieser Geldpolitik haben, lassen deren Goldkäufe im letzten Jahr erkennen...
Sollten sich diese Zweifel auch in breiten Investorenkreisen durchsetzen, dann dürfte der im Zuge der Fed-Volte gerade auf ein 8-Monatshoch gekletterte Goldpreis noch in ganz andere Preis-Sphären vordringen.[Blockierte Grafik: https://www.mack-weise.de/wp-content/uploads/2019/02/Goldk%C3%A4ufe-der-Notenbanken-auf-Rekordhoch.png]