Herr Krall hatte einen sehr großen Fehler gemacht, der seine Glaubwürdigkeit in den Augen vieler wohlmöglich stark beschädigte: Er hat seine grundsätzlich richtigen, weil zwangsläufig eintretenden Vorhersagen mit konkreten Zeitfenstern versehen. Damit hat er etwas getan, das (logischer Weise) keiner tun kann, der will, dass seine Erwartungen auch eintreten werden: "Hellseherei". Öffentliche "Hellseherei" verändert das "Feld" und damit die Ergebnisse.
Ansonsten hat er alles korrekt analysiert und dem Grunde nach auch beziechnet / beschrieben.
Nur beim Seigornage-Kapital lag er voll daneben, was dessen Größenordnung angeht. Dieses ist - in Verbindung mit der Manipulation der Öffentlichkeit durch Nachrichten und nicht "marktgerechte" Bepreisung sm den so genannten "Weltbörsen" - deutlich höher, weil Herr Krall bei seiner Anslyse genau diese beiden Dinge völlig außer Acht gelassen hat. Was er auch nicht einrechnen konnte, waren die Auswirkungen direkter staatlicher Markteingriffe und die Umstellung der Wirtschaft zu einer Art "Planwirtschaft" ohne konkreten / bekannten Wirtschaftsplan.
Wir wissen, wie lange DDR und UDSSR es (den Staatsbankrott) mit solchen Mitteln hinauszögern konnte.
Was sie nicht konnten: die Gold- und Silberpreise am so genannten "Schwarzmarkt" unten halten.
Die waren - zumindest in der DDR - ohne Beispiel: von größenordnungsmäßig 500 Ostmark das Gramm Gold habe ich mal gehört.
Das wäre auch OK gewesen, wenn die Ostmark (für Provate und in gewissen Grenzen) nicht durch die Dt. Bundesbank durch unnatürlich hohe Quoten in beispielloser Art und weise aufgewertet gewesen wäre.