GOLD : Märkte und Informationen

  • Moin LuckyFriday,


    endlich mal ein Chart, den ich auch verstehe :thumbsup: Danke!


    Grüße
    Goldhut


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3 (Kunstfreiheit-Satire)
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Zitat

    quote Edel Man
    Ronald Stoeferle: Gold Ausblick für 2015


    Stöferles Prognose für 2014 waren $ 1.500/OZ als Zwischenstand, bevor er das Gold in der Folge ( gemeint musste wohl 2015 ff sein) auf $ 2.300/OZ steigen sah.
    Die Berichte des jungen Mannes, inzwischen auch goldnah beschäftigt, lesen sich immer gut und sind auch mit gut ausgewählten Grafiken versehen. Besonders zutreffend waren sie deshalb jedoch in der Rückschau nicht gerade.


    Zitat

    Zitat Edel Man
    Bemerkenswert, daß er den säkularen Aufwärtstrend bei Gold für NICHT beendet hält.(Eine Einschätzung, die mehrfach anders gesehen wird, die ich aber wiederholt mit tw. heftigem Widerspruch vertrat) Er belegt dies u.a.an dem Chart negativen Kapitalzinses vs Gold …


    Dies ist in der Tat die Kardinalfrage nach drei Jahren Baisse und andererseits brummenden US-Aktien – Anleihe- und Dollarmärkten; nämlich ob das Gold sich in absehbarer Zeit ohne einen veritablen Crash des Finanzsystems überhaupt noch wird erholen können.


    Wichtig ist auf jeden Fall die Erkenntnis, dass der gesamte Rohstoffsektor, spektakulär angeführt vom Ölpreis, sich im deutlichen, deflationären Abwärtstrend befindet. Gold stieg ab ca. 1999 zusammen mit Industriemetallen und z.T. Agrarrohstoffen an. Bislang führten Gold und Silber, von Ausreißern abgesehen, kein von den anderen Rohstoffmärkten völlig unabhängiges Dasein.


    Deswegen sei wieder einmal trotz holder Weihnachtszeit auf die Contrarian-Meinung von Martin Armstrong (auf diese Rolle scheine ich hier inzwischen abonniert zu sein) verwiesen. Nachdem dem Goldpreis 2014 kein signifikanter Ausbruch bis Jahresende mehr geglückt ist, sieht er für 2015 eher sinkende Preise voraus, im Gleichklang mit einem zu Ende gegangenen Rohstoffzyklus. Für ihn ist ja das zentrale Element die Analyse der globalen Kapitalflüsse, und er vertritt die Ansicht, dass das Gold, anders als bis 2011, von der internationalen Anlegerschar inzwischen links liegen gelassen werde. Notenbanken wie die russische und chinesische erwerben ihre Hauptbestände gar nicht über offizielle, preisfeststellende Marktplätze, sondern sie haben ihre Hände direkt in den nationalen Goldproduzenten. Sie werden nicht preisbestimmend wirken.


    “A year-end closing below 1227 will signal we will see new lows next year. A year-end closing BELOW 1155 will guarantee that drop below $1,000 is coming.”


    http://armstrongeconomics.com/…24/gold-for-closing-2014/


    Für viele vormalige Goldinvestoren lag ein Hauptgrund ihrer Anlageentscheidung darin begründet, dass die enorme Geldmengenausweitung durch die Notenbanken über QE und andere Programme dem Wert des US-Dollar dauerhaft schaden werde. Bekanntlich ist per 2014 das genaue Gegenteil geschehen.


    Armstrong argumentiert, dass die deflationären Tendenzen (Zahlungsverpflichtungen, Bilanzreparaturen der internationalen Finanzindustrie in USD) die Geldmengenausweitung mehr als ausgeglichen haben und dies weiterhin der Fall sei – deswegen weiterhin hoher Bedarf nach USD. Allein in den Schwellenländern müssen 6 Billionen in USD fällige Schulden bei steigenden Dollarnotierungen aufgebracht werden.


    Die Inflationierung findet derzeit viel eher – auch das hat Armstrong korrekt vorausgesehen – an der Peripherie statt, also dort, wo die Rolle des USD als globale Reservewährung greift (Russland, Venezuela, Südamerika etc.). Das globale Finanzsystem fakturiert weitgehend in USD und ist in dieser Währung verschuldet und jagt derzeit hinter Dollars zur Begleichung von anwachsenden Zahlungsverpflichtungen nach. Das - man könnte fast sagen perverse – Privileg, eine globale Weltreservewährung emittieren zu könne, ist bislang jedenfalls ungebrochen. Armstrong glaubt, dass ein weiterhin steigender Dollar aufgrund von weltweiter Kapitalflucht der US-Wirtschaft in absehbarer Zeit schwer schadet.


    “Our high-flying banks will blow-up as always, but not until after 2015.75.
    We are likely to see the first knee-jerk reaction be the traditional run into US bonds as the rest of the world starts to implode. The higher this pushes the dollar, the more defaults we will see in sovereign debt and foreign banks.


    The dollar rally will push the commodities down as well, stocks up, and help create the bubble in the bond market for BIG BANG. That will be the real risk.”


    „BRICS“ war ein von Goldman Sachs geprägter Kürzel-Begriff, mit dem man ab ca. 2001 begann, für Investments in den darunter subsummierten Länder zu werben. Wenn jetzt mitunter in der Gold Community eifrig Hoffnungen geschürt werden, diese Länder würden alle fleißig sich zusammenschließen, um ratzfatz den Dollar zu Fall zu bringen, so scheint hier doch eher der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein. Wie hoch das BIP dieser Länder zusammengenommen ausmacht, ist weniger entscheidend als die Tatsache, dass an den internationalen Finanzmärkten Summen kursieren, die mit BIP-Zahlen schon lange nichts mehr zu tun haben, weil eben ein Vielfaches. Dass das notleidende Russland nun mehr und mehr in die Abhängigkeit von China sich begeben muss, ist dennoch eine der signifikantesten der Entwicklungen der letzten Zeit.


    Grüße


    auratico

    Einmal editiert, zuletzt von auratico ()

    • Offizieller Beitrag

    Hallo auratico,


    So interessant Armstrong's Überlegungen auch sind, glaube ich, dass auch bei ihm Fantasie und Wunschdenken Einfluss auf seine Schreibe hat.

    "Armstrong argumentiert, dass die deflationären Tendenzen (Zahlungsverpflichtungen, Bilanzreparaturen der internationalen Finanzindustrie in USD) die Geldmengenausweitung mehr als ausgeglichen haben und dies weiterhin der Fall sei – deswegen weiterhin hoher Bedarf nach USD. Allein in den Schwellenländern müssen 6 Billionen in USD fällige Schulden bei steigenden Dollarnotierungen aufgebracht werden."

    Wirklich? Prof. Bocker (jahrzehntelang Berater vieler ZB's) argumentiert, dass die weltweite Geldmenge (alle "M's") heute das 400-fache des Wertes sämtlicher Güter und Dienstleistungen auf dem Globus betrage (während dem für das Funktionieren der Wirtschaft und des Bankenwesen des 3-4 fache vollauf genügen würde).
    Man müsste absolute Zahlen (und deren Quellen) kennen, um da einigermaßen durchblicken zu können. Ich kann es leider nicht.


    Real ist aber, dass offiziellen amerikanischen Quellen kein Vertrauen zu schenken ist, weil Lug und Trug herrschen, sowie dass über das HFT (elektronischer Hochfrequenzhandel) JEDER Markt durch die Grossbanken, welche HFT haben, gesteuert werden kann. Die durchschnittliche Haltezeit von Aktien soll heute "dank" HFT noch etwa zehn Sekunden sein!


    Danke jedenfalls für deine interessanten Denkanstöße.


    Gruss,
    Lucky

    "Das einzige Geld, auf das ich mich verlassen kann, ist das Gold, das ich besitze" J.Sinclair
    "Die meisten Politiker sind ja Vollidioten! Schmeißt diese Idioten RAUS!" Marc Faber, Schweizer Finanzanalyst, Thailand, nach einem Bier...
    "The whole game is rigged" Gerald Celente

  • Lucky,


    Wann/wo hat denn Prof. Bocker jahrzehntelang Zentralbanken beraten?
    Hab davon noch nie was gelesen.


    lg meggy

    Mad in Germany

    Alter weißer Mann mit neuer Gas- und Holzheizung

    Bis $1000/oz ist Gold superbillig, bis $3000 ist es billig, erst ab $10000 wird es teuer.

    Bis $50/oz ist Silber superbillig, bis $150 ist es billig, ab $500 wird es teuer. W.E.

    • Offizieller Beitrag

    ....Dies ist in der Tat die Kardinalfrage nach drei Jahren Baisse und andererseits brummenden US-Aktien – Anleihe- und Dollarmärkten; nämlich ob das Gold sich in absehbarer Zeit ohne einen veritablen Crash des Finanzsystems überhaupt noch wird erholen können....


    Die Inflationierung findet derzeit viel eher – auch das hat Armstrong korrekt vorausgesehen – an der Peripherie statt, also dort, wo die Rolle des USD als globale Reservewährung greift (Russland, Venezuela, Südamerika etc.). Das globale Finanzsystem fakturiert weitgehend in USD und ist in dieser Währung verschuldet und jagt derzeit hinter Dollars zur Begleichung von anwachsenden Zahlungsverpflichtungen nach. Das - man könnte fast sagen perverse – Privileg, eine globale Weltreservewährung emittieren zu könne, ist bislang jedenfalls ungebrochen. Armstrong glaubt, dass ein weiterhin steigender Dollar aufgrund von weltweiter Kapitalflucht der US-Wirtschaft in absehbarer Zeit schwer schadet.....


    Nun ist nicht schwieriger vorherzusagen, als die Zukunft, dies trifft auch auf den guten Stoeferle zu...
    Auf den letzten Punkt möchte ich kurz eingehen. Hier hat Ambrose Evan - Pritchard diesen Umstand näher erläuert:


    „Emerging markets must now brace for their ordeal by fire.


    They have collectively borrowed $5.7 trillion in US dollars, a currency they cannot print and do not control. This hard-currency debt has tripled in a decade, split between $3.1 trillion in bank loans and $2.6 trillion in bonds. It is comparable in scale and ratio-terms to any of the biggest cross-border lending sprees of the past two centuries.


    Much of the debt was taken out at real interest rates of 1pc on the implicit assumption that the Fed would continue to flood the world with liquidity for years to come. The borrowers are "short dollars", in trading parlance.
    They now face the margin call from Hell as the global monetary hegemon pivots.......“


    http://www.telegraph.co.uk/fin…g-market-dollar-debt.html


    „Der Fluch der bösen Tat“ is es, daß ausgerechnet die Entwicklungsländer in US $ hoch verschuldet sind -- und oder auch verschuldet wurden --, was sie bei starkem $ zusätzlich belastet resp. durch Nachfrage den $ stärkt.


    Nun gibt es aber kein Gesetz, daß zwingend erfordert, daß Gold mit starkem $ fallen müsse, diese Korrelation haben die Amerikaner genährt mit der Verteufelung des Goldes als Anti Dollar.
    Der US Dollar ist ja nicht an sich stark als Ausdruck innerer Stärke der Wirtschaft oder Handelsbilanz der USA, wie es damals die DM war oder auch heute wäre mit starken Handelsbilanzen.


    Es gab genug Phasen, daß Gold mit dem $ stieg, und so könnte es mit weiterhin bestehenden oder gar wachsenden politischen Spannungen und der weiter extremen Lage im Welt Derivatemarkt kommen, daß früher oder später Gold gemeinsam mit dem Dollar steigt.


    Grüsse
    Edel

  • Hallo auratico,
    So interessant Armstrong's Überlegungen auch sind, glaube ich, dass auch bei ihm Fantasie und Wunschdenken Einfluss auf seine Schreibe hat.

    "Armstrong argumentiert, dass die deflationären Tendenzen (Zahlungsverpflichtungen, Bilanzreparaturen der internationalen Finanzindustrie in USD) die Geldmengenausweitung mehr als ausgeglichen haben und dies weiterhin der Fall sei – deswegen weiterhin hoher Bedarf nach USD. Allein in den Schwellenländern müssen 6 Billionen in USD fällige Schulden bei steigenden Dollarnotierungen aufgebracht werden."

    Wirklich? Prof. Bocker (jahrzehntelang Berater vieler ZB's) argumentiert, dass die weltweite Geldmenge (alle "M's") heute das 400-fache des Wertes sämtlicher Güter und Dienstleistungen auf dem Globus betrage (während dem für das Funktionieren der Wirtschaft und des Bankenwesen des 3-4 fache vollauf genügen würde).


    Lucky, das bezieht sich auf die Folgen der Bilanzerweiterungen im Zuge der Krise ab 2008, nicht ganz allgemein. Wichtig ist allem zuvor, dass der USD nach anfänglicher Unsicherheit und Favorisierung des Euro durch die diversen QE-Aktion auch nicht ansatzweise im Außenwert Schaden genommen hat. Dies ist nicht nur mE ein wesentlicher Faktor für die Schwäche des Goldpreises. Und die außerhalb der USA aufgetürmten Dollarverbindlichkeiten sind schier enorm. Für die kommt ein steigender Dollar als Menetekel daher.


    PS. Auch ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Hr. Bocker jemals Berater von Zentralbanken gesesen sein soll. Das nun ist in jedem Falle Wunschdenken. Die chinesische Zentralbank hingegen heuerte Armstrong 1997 im Zuge der Asien- und Währungskrise als Berater an. Bocker und Armstrong - das sind, mit Verlaub, schon zwei sehr unterschiedliche Ligen. Ich gebe Armstrongs Ansichten hier angelegentlich nur zu Informationszwecken weiter, auch wenn ich vieles davon auch selbst so sehe.


    Grüße
    auratico

    Einmal editiert, zuletzt von auratico ()

  • Wir werden ja sehen wies ausgeht, ich habe mir diese Postings hier jedenfalls gebookmarkt um darauf zurückzukommen.


    Armstrong ist für mich ein Hochstapler. Einer mehr im weiten Meer ...


    Das Gedöns mit seinem "Sokrates" hat für mich eher Sektencharakter à la (im Kleinen) Eichelburg oder JüKü vom Elliott Forum.
    Was er schreibt, kann man sich jederzeit ohne Computerprogramm auch zusammenreimen, natürlich gibt es auf Anleihenseite eine hohe Crashgefahr.
    Und, dass die Chinesen 1997 jemanden als Berater eingestellt haben, naja. Sie glauben ja auch an Horoskope und an Nashorn als Potenzmittel. ;)


    Gruß,
    gutso


    PPS: Was mich wundert, ist, dass praktisch niemand die Hedgefunds auf dem Schirm hat, die seit dem Jahr 2000 frei bilanzieren dürfen und die wohl seit dem Jahr 2008 teils tödlich getroffen im luftleeren Raum torkeln. Von da her könnte ein großer Faktor des derzeitigen und kommenden deflationären Drucks rühren, gar nicht so sehr von den oben genannten Quellen.
    Wir haben derzeit bereits wieder ein Hedgefunds-Sterben, wie vor 6 Jahren. Warum das kaum thematisiert wird, das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Sollte man mal machen, oder? ;)

    Einmal editiert, zuletzt von gutso ()

  • nach all den berichten - zugegebenerweise qualitativ überzeugend - in den vergangenen jahren, als der Goldkurs bei ca. USD 1920 den Rückzug bis dato
    begonnen hat, bin ich zu einer einzigen Erkenntnis gekommen, und die lautet:



    im Endeffekt weis niemand auf diesem Planeten, wo und wie die reise hier weitergeht
    und das ist auch gut so :thumbsup:

    • Offizieller Beitrag

    Bocker als Berater von ZB's: hatte mal jemand an der EM-Messe München gesagt, also eine sehr weiche Quelle. Man müsste ihn direkt fragen; er wohnt ja nicht weit weg von mir....


    Lucky

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  • ...derart konkrete Zahlen in den Raum zu stellen. ( oder arrogant/dumm? )
    Armstrong hatte seinen großen Auftritt 1989/90 als er das Japan-Top beinahe taggenau vorausgesagt hatte. Danach habe ich ihn selbst bei einigen gravierenden Fehlprognosen zeitlicher Natur 'ertappt', das Auf und Ab nach seinem 'Economic Confidence Model' betreffend.


    Zugegeben:mir wäre es an der Stelle ganz recht wenn er sich wieder irrte. :D

    Der Optimist glaubt , dass wir zur Zeit im besten Deutschland aller Zeiten leben. Der Pessimist befürchtet es !



  • Wenn das stimmen sollte, dann übersieht Armstrong aber die massiven Importe der Chinesen. China kauft zwar tatsächlich die heimische Goldproduktion komplett auf, aber das ist eben noch längst nicht alles! Koos Jansen rechnet akribisch nach, was China via Hongkong und Shanghai (Zollangaben) an Gold einführt. https://www.bullionstar.com/blog/koos-jansen/
    Die Angaben des WGC zu Chinas Gold-Beständen sind dagegen ein Witz. Chinas (Zentralbank)-Goldbestände dürfte m.E. langsam aber sicher die offiziellen Goldbestände der USA übertreffen. Sie hüllen sich aber weiterhin lieber in Schweigen statt zu protzen.
    Wenn Armstrong die Importe Chinas tatsächlich so sträflich vernachlässigen sollte, dann sind seine Prognosen für die Tonne.

    „If you try to make everything muticultural, you end up with no culture at all.“ Morrissey

    Einmal editiert, zuletzt von Spengler ()

  • …….und auch andere mögen ja evtl. recht haben. Hört sich alles super seriös und Fachmännisch an.
    Nur wo bleiben da etwaige realistische Aussagen zu diesen ganzen Marktverzerrungen oder aber auch Interventionen offen und auch verdeckt??
    Was ist mit der Nachhaltigen Glaubwürdigkeit des US Dollars auf dieser Welt?? Abgesehen von dem Momentanen zwang für viele Länder den Dollar zu verwenden!


    Bei diesen ganze Analysten gibt es meist nur schwarz oder weiß, von grau haben die noch nichts gehört!?


    Fakt ist: Moralisch ist der Dollar unten durch, da brauch ich keinen Analysten dafür. Früher oder später bekommt er nen kleinen schubs und fällt von der Klippe!

  • Was bringt den Chinesen das Verschleiern ihrer Goldbestände?
    Wenn sie zB in 5 Jahren behaupten sie besitzen ~5.000t, wer soll das dann nachvollziehen/glauben können?
    Ist irgendwie konträr zu den USA, sie sagen sie habens - habens aber vermutlich nicht / die Chinesen sagen sie habens nicht, habens aber.
    Wie soll das den Markt beeinflussen?
    Und, falls sie irgendwann mit den korrekten Zahlen rausrücken, kann es dann nicht sein - dass aufgrund der vermeintlichen US-Lüge, die weltweit gehorteten Mengen nicht mehr mit den bis dahin weltweit geförderten Mengen übereinstimmen?


    Vielleicht leicht zu beantwortende Fragen, beschäftigt mich aber schon länger.

  • Gegenfrage:


    was würde passieren, wenn sich herausstellen würde, dass die Chinesen mehr Gold besitzen als die US Amerikaner ?
    würde sich dann schlagartig der Goldpreis ändern oder sogar sich die welt andersherum drehen ?
    ich denke kaum


    solange kein Goldstandard im Gespräch ist, ist es ziemlich egal, welche Nation wieviel t Gold besitzt


    oder gibt es da andere Meinungen ?)

  • Aber einen Goldstandard kann man doch nicht an, an den Haaren gezogenen Zahlen, knüpfen - wie sollte das am Beispiel China aussehen?
    Das Szenario wird doch von vielen herbeigesehnt oder sogar erwartet,.. nur wenn es keine offiziellen Zahlen zu den Beständen gibt, frage ich mich, wie das umzusetzen wäre (???).
    "Angegeben haben wir jahrelang 1000t, aber in Wahrheit sind es 8000t, und an diese wird unsere Währung jetzt gebunden.."


    Ich sehe mich diesbezüglich als Laien,.. weiß jemand näheres?

  • Sollte es für China eines Tages von Vorteil sein ihre wahren Goldbestände offen zu legen werden sie sich auch zu einem offiziellen Audit bereit erklären. Alleine schon um die Lügenbarone der USA ein weiteres mal zu düpieren.


    Gruß


    Magellan

    Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das Denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen.

    Fjodor Dostojewski

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe schon eine Meinung dazu...


    Es gibt zwar keinen offiziellen Goldstandard mehr, aber Gold ist noch immer der hinteroberallerletzte Standard, solange Zentralbanken und der IWF "offiziell" Gold in der Aktivseite ihrer Bilanz haben. Deshalb ist es überhaupt nicht egal, wie viel Gold jede ZB hält.


    In Bretton Woods konnte der USD allein nur deshalb zur Weltreservewährung werden, weil er gold-gedeckt und als "so gut wie Gold" galt und deklariert worden war. Durch fortwährenden Wortbruch und Betrug seit der Konferenz ist das der USD heute immer noch! Eigentlich der volle Wahnsinn! Man muss die "Staatskunst" der USA, sich selber auf kaltem Wege die wirtschaftliche Weltherrschaft zu zuschanzen und sie nachdem die Golddeckung des USD aufgehoben worden war und selbst nach Eintreten des technischen Staatsbankrottes (Insolvenz) der USA zu behalten, als grossartig bezeichnen. Die haben ihren Macchiavelli wohl in sich....


    Die illegale Praxis der meisten ZB's, Gold und Goldderivate in einer einzigen Bilanzposition auszuweisen (strafbarer Bilanzbetrug) und das Fehlen unabhängiger Audits des ZB-Goldes weltweit verschleiert jedoch die wahren Verhältnisse völlig.


    Alle Aussagen und Mutmaßungen bezüglich dem monetären Gold einzelner Staaten gleichen einem Herumstöpseln im Nebel....aber man kann im Nebel wenigstens Umrisse sehen....die deuten auf eine weitgehende Absenz von EM in Fort Knax hin, das man wohl als das teuerste und bestbewachte Repositorium von STAUB bezeichnen kann (Betreten nur in Staubschutzanzügen möglich! Das ist verbürgt!). Der USD scheint also "staubgedeckt" zu sein....



    Gruss!
    Lucky

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  • Peoples Bank of China: Übrigens wir haben jetzt 10.000Tonnen Gold


    FED: unmöglich, wir haben immer noch das meiste Gold, 8700 tonnen, ist aber egal, hat eh nur traditionellen Wert


    PBC: Ihr könnt gern ein Audi bei uns vornehmen. Einzige Bedingung, wir dürfen dann auch bei euch nachzählen. Einen Kollegen von der Buba würden wir auch gleich mitbringen, die wollten schon immer mal, haben sich aber nie getraut.


    FED: Gerne, wir müssen das bloß zeitlich abstimmen, momentan haben wir gerade die Maler da, wir melden uns nächstes Jahr wieder, eventuell auch erst nach den nächsten Präsidentschaftswahlen...

    „If you try to make everything muticultural, you end up with no culture at all.“ Morrissey


  • .


    ... moment noch, wir habens gleich ... !

    Einmal editiert, zuletzt von gutso ()

  • Fed: Wir brauchen gar kein Gold, wir haben Raketen und Druckmaschinen für grüne Zettel, weltweit sehr begehrt!
    Gold ist eh nix wert, old style, ihr dürft gern alles behalten!


    PBC : OK, aber wenn ihr ab sofort bei uns oder Russland, oder in islamischen-, südamerikanischen-, asiatischen- oder afrikanischen Staaten "snuff and stuff" bestellen wollt, wir nehmen alle ab sofort nur Goldmünzen als Bezahlung!


    FED, ...wir schicken Raketen!


    PBC/Russalnd/Pakistan: Wir schicken euch paar mehr zurück! 8)


    FED: shit, dann müssen wir Amis echt mal arbeiten gehen und nicht nur Zettel hin und her schieben, aber wo?

    Gold wirft auch nach[s]18[/s] 26 Jahren noch immer keine Strafzinsen ab! :thumbsup:
    Hobbyimker (Honig via Boardnachricht)
    Alchemist


    Meine Bewertung: Knallsilber

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