Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Servus Ulla, willkommen im Forum.


    das mit den 41% hat nicht viel zu sagen. Wer hat denn "aktiv gemanagt", der Opa oder die Bank? Falls Bank, die bieten regelmäßig mindestens eine konservative strategie (ca. 30% Aktien), ausgeglichen (ca. 50%), und offensiv (70% bis 100%). Da falle Ergebnisse naturgemäß je nach Marktentwicklung unterschiedlich aus.


    Du hast tatsächlich nun die Aufgabe, die um Kapitalanlage zu kümmern. Weviel % sollen in Aktien fließen, in Festverzinsliche, ein Immobilenanteil, Edelmetalle? Die Bank machen lassen, oder selber managen?


    Sollen es bei den Aktien Einzelwerte sein, aktive Fonds oder ETFs?


    Ich manage selbst, ETFs, paar Pfandbriefe, EM. Günstig, sicher, ertragreich.


    Dir viel Erfolg!

    Na zugegebenermaßen war das mit der Immo nicht gar so einfach. Kurz vor dem Krieg gekauft, zwei Bombertreffer, dann über mehrere Jahre ein Nachweis per notariellen Verzichtserkläriungen aus London, New York und Tel Aviv, dass den Vorbesitzern im Jahr 1939 der volle Wert gezahlt worden war. Da war das bisserl Lastenausgleich (50% Zwangshypothek über 30 Jahre) dann schon fast pillepalle im Vergleich. Für die Bomben gab es eine Entschädigung - aber erst anno 1978, es war "wohl noch etwas Geld über". Dann vor ca. 10 Jahren verkauft, nach 80-jähriger Haltedauer.


    Für Immos in Schlesien lief es schlechter, so Erfahrungen in der Familie meiner Frau. Aktien in der DDR waren auch nicht der große Hit. Daher auch meine Anmerkung zur Südhalbkugel, was sozusagen den Worst Case für eine mögliche Zukunft betrifft.

    Krisen kommen und gehen, eine breitgestreute Langfristanlage übersteht sie alle (zumindest solange man nicht plötzlich auf die Südhalbkugel flüchten muss).


    Ein paar Fondsanteile haben bei ums kürzlich 50-jähriges im Familienbesitz gefeiert, ein paar Füchslein dürften noch mal 20 Jahre länger dabeisein, nur eine Immo wurde umständehalber nach 80 Jahren abgegeben.


    Also nicht verrückt machen lassen!

    Ja.. wie gesagt... habe ich alles (ausser CHF)... es wäre als Ergänzung und einfache Anlage im Ausland zu sehen... analog Zollfreilager etc..

    Dann stock doch auf, was nützen dir Schweizer Anteile, als Deutscher musst du de eh versteuern und bist daher bei Anteilen eher "nackig" (in diesem Falle sogar deutlich nackiger als mit EM physisch), meinetwegen einen Teil vom Silber als ETF/ETC wenn die eigene Lagerung zuviel würde (und außerdem steuerlich momentan günstig).


    Zu den Kryptos sage ich lieber nix :D .

    Ist ca. 50% Gold und Silber, 30 % Aktien, Rest Cash CHF und Kryptos...

    Dann mach das doch, und zwar selbst. EM physisch, Aktien-ETFs, CHF-Konto und Kryptos. Dann weißt, was du hast, wo und warum.


    Jemand anderen managen zu lassen, kannst du immer noch, wenn du auch Hilfe beim An- und Ausziehen deiner Hose benötigst. Ist in beiden Fällen teuer, in manchen Fällen unumgänglich, aber solange man beides selber machen kann, sollte man es besser selber tun.

    Was spricht in dem Zusammenhang dagegen, einen Teil seines Goldes in die jeweils gültige FIAT-Währung umzutauschen (also zu verkaufen), wenn die Kurse gerade hoch sind?...

    Was degegen spricht, ist, dass wir nicht wissen, ob die Zukunft für uns eher ein 1980er Szenario oder ein 1923er bringen wird, oder etwas dazwischen, wie auch immer.


    Hättest du z.B. bei Rekordkursen zwischen 800 und 850 Euro im Jahre 2010 verkauft, würdest du heute noch auf einen günstigen Wiedereinstieg warten.

    Es gibt ja auch keine Comex für Ebikes, Pkws etc. . Der Kunde führt Preisvergleiche durch und kauft da wo er am meisten für sein Geld bekommt. Ob nun Händler oder auch Endkunde - egal.

    So ist es, und wir jammern bei den EM schon auf einem verdammt hohen Niveau. Heute gibt es gold.de, paar EM-Foren und FB-Portale, während du vor 30 oder 40 Jahren noch die Kurse aus der Tageszeitung entnehmen musstest und dann bei dem Spaßkassen-Mitarbeiter oder Banker deiner Wahl ein paar Barren mit hohen Aufgeldern plus 11% MwSt. bestellen durftest.

    Wer seine Hirnzellen nicht gebraucht, ist besser bei FIAT & MSCI-World aufgehoben.

    Nun mach mir bitte den MSCI nicht so nieder.


    Vor der Erfindung der Börsen und Aktien konnten es sich nur die sprichwörtlich reichen Pfeffersäcke leisten, ein Schiff auszurüsten, die Gefahren der christlichen Seefahrt (Piraten, Stürme, ...) auf sich zu nehmen, und aus fernen Ländern Gewürze und anderes zu fürstlichen Preisen zu importieren. Die Aktiengesellschaften haben dies dann verbilligt.


    Die Einführung von Aktienfonds verringerte das Risiko durch Streuung erheblich und machte es auch für Kleinverdiener erschwinglich, sich am Aktienmarkt zu beteiligen.


    Die Einführung von ETFs verringerte die Fondskosten deutlich und gleichzeitig das Risiko, beim Management ins Klo zu greifen.


    Nun kann jeder bei seiner Kapitalanlage natürlich bestimmte Anlagen wie z.B. ETFs außen vor lassen. Ob dies aber mit/ohne Nutzung von Gehirnzellen passiert, werden wir leider nicht so leicht nachweisen können :D .

    Der Maßstab ist gleichgültig, ich kann den Erdumfang in Kilometern oder Meilen angeben, und ich kann in beiden Fällen richtig liegen. Ob du nun Preise in Euro oder Goldunzen angibst, ist Jacke wie Hose, solange keine Währungsreform kommt o.ä.


    Aber das eigentliche Thema war ja Rebalancing, dort braucht man mindestens 2 Assets, um das durchzuführen. Die meisten Studien dazu kommen aus den USA, besagen i.w., dass ein 60/40 Portfolio Aktien/Renten mit Rebalancing in dem meisten Zeiträumen eine ähnlich hohe Performance hatte wie ein reines Aktienportfolio (obwohl Aktien langfristig höhere Rendite erbrachten), mit deutlich niedrigerer Vola, und dass man insbesondere in Zeiträumen, die mit einem Crash endeten, damit deutlich vorne lag.


    Das kannst du nun auch auf Portfolien anwenden, die EM enthalten, oben war ja von Silber die Rede. Geht auch nur mit EM, also Silber/Gold. Funktioniert (fast) immer, man braucht kein Timing "steige ich jetzt zum Tiefpunkt ein, und wie steige ichzum Höhepunkt wieder aus".


    Ausnahme wäre, wenn ein Asset mit dauerhaftem Wertverlust dabei wäre. Als Kandidaten für letztere sehe ich neben Fiat auch die Kryptos. Das unvemeidliche Fiat (Semmeln u.ä. zahlen) kann man in einem Portfoilo ja anteilmäßig klein halten, und Kryptos muss man sich ja nicht antun.


    Ich denke, wir sind da gar nicht weit auseinander, mir hatte hauptsächlich missfallen, dass dur oben den zu frühen Tortalausstieg aus Silber im Jahr 1980 als Beispiel für nicht funktionierendes Rebalancing angeführt hattest.