Der Ordnung halber - mein Depot

  • Hallo Flenzbug und Rebis,


    danke für Euren Input.

    Das WE kam ich zu nichts, von daher zunächst nur ein paar Gedanken.

    Ich teile Flenzburgs Ansicht zu 100%, dass Physisch Gold im Vergleich zu Mineninvestments zu bevorzugen ist. Dies ist aber meiner aktuellen Situation geschuldet. Ich muss keine Risiken mehr gehen. Mit 20 habe ich anders gedacht.

    Die 3 von Dir angesprochenen Werte konnte ich mir noch nicht anschauen, werde dies jedoch noch machen.

    Dividendenstarke Öl Aktien halte ich ebenso wie Flenzburg, habe mir jedoch in den vergangenen Jahren pöapö auch ein Portfolio aus Dividendenakien (Standard) gebastelt.

    Begonnen habe ich damit vor ca. 7 Jahren mit dem Ziel monatlichen Cashflow zu generieren; es war also eher ein Prozess. Zunächst die Werte identifizieren die es m.E. verdient haben im Depot zu sein und dann diszipliniert nicht einfach loskaufen sondern nach dem Einstieg immer nur bei Dips nachzulegen.

    Das hat gut funktioniert. Bei der Auswahl hab ich mir Gedanken gemacht, was man so immer brauchen kann und was in den nächsten 20 Jahren gefragt sein wird. Da sind Langweiler dabei, aber auch Sachen neben dem Mainstream z.B. Carlisle 871884 oder Amcor A41YMQ.

    Und ja Flensburg ich meinte WPM

    PS: Mit zwei Enkelkindern wirds nie langweilig


    Wünsche Euch einen schönen Tag und gerne hier schreiben, auch wenn ich nicht immer sofort antworten kann.

    VG

  • Hallo,

    ich möchte einmal Danke sagen, für die angeregte Diskussion hier im Thread.

    Auch nicht diesen zumüllen, aber vielleicht könnt Ihr mit meinen Ideen etwas anfangen.


    Von Flenzburg: Ich werde meine Royalty-Aktien noch behalten, da Kostensteigerungen für diese kein Thema sind und bei ihnen auch nicht soviel schiefgehen kann. Ich habe immer die "Drei Großen" (WPM, RGLD, FNV, also quasi "die Originale") bevorzugt, weil diese über die meisten Erfahrungen verfügen und auch größere Brocken wuppen können, wie man jüngst an der Vereinbarung zwischen WPM und BHP sehen konnte.)


    Folgende Tabelle ist dabei entstanden und ein Chart:



    Weiterhin gutes Gelingen, Gruss RS

  • valueman


    Mir geht es genauso: Ich muss keine Risiken mehr eingehen.


    Und ich habe vor gut 4 Jahren damit angefangen, Schritt für Schritt gezielt konservative Dividendenaktien ins Depot zu nehmen. Das hatte ich mir ca. in 2000 so überlegt, also vor ungefähr 25 Jahren - und je näher ich am Renteneintritt bin, desto konsequenter ziehe ich das durch.


    Es ist ein absoluter Glücksfall für mich, dass einerseits quasi alles total teuer ist (Standardaktien, Anleihen, Immobilien), aber genau das, was wirklich praktisch immer benötigt wird, ist m.E. (noch?) nicht überteuert - nämlich Rohstoffe, und unter den Rohstoffen sind es ausgerechnet Öl und mit ihm die dividendenstarken Öl-Förderer, die in der Preisentwicklung (noch?) nicht so weit fortgeschritten sind, um mal gezielt etwas zu untertreiben.


    Allerdings gehe ich in der Auswahl anders vor: Ich schaue mir nicht Werte an, auf die ich aufmerksam werde, sondern schaue mich nur innerhalb der Branchen um, die ich für investier-würdig halte. Aber Dein Ansatz ist natürlich auch i.O. und führt vermutlich auch zu etwas mehr Ausgewogenheit im Depot. (Das stört mich aber nicht, weil ich mir meinen Ansatz (also mit einigen wenigen Schwerpunkten) leisten kann.)


    Die von Dir erwähnten Carlisle und Amcor kann man sicherlich kaufen, denke ich. Der Charme bei beiden ist, dass sie nicht im Rampenlicht stehen, ihre Produkte aber wohl unerlässlich sind. Das ist also nicht wirklich weit von meinen Überlegungen entfernt. Für mich wären sie evtl. auch interessant, aber irgendwo muss ich auch mal Grenzen ziehen, und ich möchte auch nicht die Übersicht verlieren.


    Neben dieser Dividendenorientierung leiste ich mir aber auch noch den Luxus, eher etwas spekulativere Titel beizumischen, diese aber natürlich mit geringerem Volumen. Daher intereessiere ich mich auch z.B. für KI-Aktien.


    Kurz noch zu KI: Seit einigen Wochen herrscht an der Wall Street Skepsis bzgl. KI. Beispielsweise wird kritisiert, dass die großen Tech-Konzerne enorme Investitionen in KI zu stemmen haben. Auch macht man sich Sorgen darüber, dass der ein oder andere Konzern darunter leiden dürfte, dass KI sein Geschäftsmodell gefährdet. Und heute ist mir beim Betrachten der Kurse das erstemal in diesem Jahr aufgefallen, dass die Nasdaq schwächelt (und mit ihr sämtliche von mir in obigem Zusammenhang beobachteten Tech-Konzerne), während gleichzeitig alle 4 von mir beobachteten unmittelbaren Profiteure der Investitionen in KI, also die KI-Infrastruktur-Unternehmen, im Kurs steigen - nämlich NVDA, NBIS, CRWV und IREN.

    Kann es sein, dass sich so langsam Spreu und Weizen voneinander trennen?


    Insgesamt sind es 3+1 Aktien, zu denen mich Deine Einschätzung interessieren würde: Neben TPL (Texas Pacific Land), NBIS (Nebius) und ZIM (ZIM Integr. Shipping) ist es noch RECO.V (Reconnaissance Energy Africa), zu der ich mich in deren eigenen Thread geäußert hatte.


    Rastelly


    Das heißt wohl, dass Du Royal Gold (RGLD) bevorzugst, richtig?


    In der Übersicht vermisse ich die Reserven bzw. Ressourcen, die die drei über ihre "Beteiligungen" halten. Zu Franco-Nevada: FNV hinkt wegen der Cobre-Panama-Sache hinterher. Das ist also nicht wirklich schlimm, denn einerseits gehe ich davon aus, dass die Mine wieder gestartet werden wird. Andererseits ist es ja einer der Gründe, Royalties zu kaufen: Wenn so etwas passiert, dann steht ein Minenbetreiber evtl. vor dem Abgrund - bei Royalties ist das Risiko gestreut.


    Grüße

  • während gleichzeitig alle 4 von mir beobachteten unmittelbaren Profiteure der Investitionen in KI, also die KI-Infrastruktur-Unternehmen, im Kurs steigen

    Da passt vllt das dazu:


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    Gruß,

    GL

    Das Publikum... wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ... Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen. (Ludwig von Mises)

  • Guten Morgen Flenzbug,

    zu Nebius:

    Ich stelle voraus, dass ich mich mit dem Thema KI natürlich beschäftigt habe dies aber in meinem Depot nur bedingt spiele. Da hab ich seit Langem eine Alphabeth im Bestand, die sich aber nicht mit Nebius vergleichen lässt.

    KI-Infrastrukturanbieter Nebius ist wenn man in diesem Segment von "sicher" sprechen will tatsächlich aus meiner Sicht eher im ruhigeren Teil des KI Hypes beheimatet.


    Was mir positiv aufgefallen ist:

    -Umsatzanstieg im Jahresvergleich auf 227,7 Mio $ (+500%)

    -Jährlich wiederkehrender Umsatz (ARR) 1,25Mrd $...Soll in 2026 auf 7 - 9 Mrd. $ steigen??Kann das sein??Das wäre natürlich ein Pfund.

    -Black Rock erhöht Beteiligung an Nebius


    Was mir negativ aufgefallen ist:

    -Es sind für 2026 16-20'Mrd$ Investitionen geplant....d.h. sehr hohe CAPEX in 2026



    Am 29.04.26 gibts die nächsten Quartalszahlen. Da muss die Richtung stimmen. Wenn sich die Zahlen nicht positiv entwickeln gibts m.E. fürchterlich Haue da dann kurzfristig unterstellt wird, dass sich die Investitionen nicht wie gewünscht amortisieren und die Ziele sind ambitioniert.


    So komisch wie das jetzt klingt, aber wenn ich hier einsteigen würde, dann nach dem 29.04.26 bei schlechten Zahlen da das Konstrukt KI-Infrastruktur ja trotzdem notwendig und unverzichtbar ist....bei guten Zahlen startet der Kurs durch und sie läuft davon.


    VG

  • Hallo valueman


    Zu letzterem Punkt ("negativ"):

    Da bin ich tiefentspannt, da Großkunden Vorauszahlungen leisten, wodurch das Wachstum kaum durch Verschuldung/Zinszahlungen oder Kapitalerhöhungen finanziert werden muss.


    Zu den positiven Eindrücken: Die 7-9 Mrd. beziehen sich soweit ich weiß auf 2027, nicht auf 2026.


    Und: Schau Dir mal diese Meldung zur Vereinbarung zwischen Microsoft und Nebius an; es geht allein hier schon um zweistellige Milliardenbeträge in wenigen Jahren:

    https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1513845/000110465925088312/tm2525580d1_6k.htm


    Auch dies ist interessant (hier einfach mal auf die Aussage von Arkady Volozh achten):

    https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1513845/000110465925088312/tm2525580d1_ex99-1.htm


    Hier noch die entsprechende Meldung einer Nachrichtenseite:

    Nvidia-Backed Nebius Stock Soars 50% on AI Infrastructure Deal With Microsoft
    Shares of Nvidia-backed Nebius Group soared Tuesday after the artificial intelligence infrastructure provider struck a deal with Microsoft worth up to $19.4…
    www.investopedia.com


    Und hier geht es um eine Vereinbarung zwischen Nebius und Meta:

    https://www.reuters.com/technology/ai-cloud-firm-nebius-signs-3-billion-deal-with-meta-posts-more-than-four-fold-2025-11-11/


    Auf diese Seite hatte ich schon hingewiesen (unter "Research" finden sich Gratis-Analysen, davon viele zu Nebius):

    Northwise Project
    Northwise produces long-form, fundamental research in tech designed to help investors think clearly about businesses, not react to headlines.
    northwiseproject.com


    Die aktuellste Analyse zu Nebius ist von Samstag, allerdings im Premium-Bereich und damit nicht frei zu erhalten. Nur soviel: Northwise betrachtet den aktuellen Kurs als Kaufgelegenheit.


    Ich kann insgesamt nur sagen: Wenn ich die Aktie nicht schon hätte, würde ich sie angesichts der Möglichkeiten zeitnah kaufen wollen. (Selbstverständlich ist auch das nur meine ganz persönliche Ansicht. Ich will hier auch keine Werbung für Nebius machen, sondern schreibe zu dem Unternehmen, weil ich selten ein Investment hatte, von dem ich so stark überzeugt war - und dazu möchte ich mich mit erfahrenen Börsianern austauschen.)

  • Hallo Valueman,

    hallo Flennzburg,


    Das heißt wohl, dass Du Royal Gold (RGLD) bevorzugst, richtig?


    Nein, ich bin gut in AEM investiert und denke auch gut damit aufgehoben.

    Natürlich ist bei Produzenten immer ein Risiko dabei, auch habe ich in dem Vergleich

    Nur die Gegenüberstellung der vorhandenen Zahlen vergleichen wollen.

    Auch habe ich die Reserven oder Beteiligungen nicht berücksichtig.

    Der Chart stellt keine Zukunft dar, aber die Vergangenheit, damit komme ich klar.

    Meldungen können eine Einpreisung vom Kurs erhalten, OK ich aufpassen aufpassen .



    Für mich ist AEM immer noch vorne und das seit der Übernahme von

    Kirkland Lake Gold im Depot, nur ein VG um den Stand zu erfahren.


    Ein neuer Riese im Goldsektor | The Market
    Agnico Eagle Mines und Kirkland Lake Gold schliessen sich zusammen. Durch die Fusion entsteht ein erstklassiger Minenkonzern mit tiefen Produktionskosten,…
    themarket.ch



    Weiterhin gutes Gelingen, Gruss RS

  • In der Tat ist Equinor eine Überlegung wert. ...

    Und um auch einmal konkret zu werden: Meine "Lieblinge" unter den Öl-Aktien sind Petrobras und Meren Energy.

    PetroBras habe ich mir letztes Jahr eine - leider zu kleine :wacko: - "Anfangs"position ins Depot gelegt ...

    (bin damit bereits 36 % im Plus)


    Zweiter Öl-Kauf in 2025 war Buffetts Liebling Occidential Petr. - sind seitdem auch ca. 35 % gestiegen.


    ... und Equinor liegt schon länger im Depot - ist aktuell 88 % im Plus :thumbsup:

    --> bin aktuell auf der Suche nach Öl- (und Gas-/LNG-?)Aktien, die NOCH billig sind ...


    ... und ihre Ölquellen NICHT am Persischen Golf/auf der falschen Seite der Straße von Hormuz haben!

    Ironie, Sarkasmus und Zynismus werden nicht extra gekennzeichnet und sind selbst zu erkennen

    • Neu
    • Offizieller Beitrag


    2 Klasseaktien!


    Ist hier etwas OT: In meinem kleinen Öldepot liegen ebenfalls PBR, EQNR sowie TOT, ein Ölservice.


    Grüsse

    Edel


    "Die Märkte haben nie unrecht, die Menschen oft." Jesse Livermore, 20.Jh.

    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • skeptisch4ever


    Du schriebst am Freitag: "bin aktuell auf der Suche nach Öl- (und Gas-/LNG-?)Aktien, die NOCH billig sind …".


    Meine Gedanken dazu: Das ist die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, da "der Markt" nur selten etwas übersieht. (Und wenn etwas "noch billig" ist, dann kann leicht etwas faul sein, so dass Vorsicht angesagt ist.)


    Rastelly


    Auch ich kann zu BlueNord nichts beitragen.


    valueman


    Ich schrieb am 19. Februar, also vor vier Wochen, dass ich mich - mit Ausnahme der großen Royalties - von sämtlichen Gold- und Silberaktien getrennt habe. Einer der Gründe war meine Erwartung steigender Förderkosten, worauf es ja nun anscheinend (man schaue auf den Ölpreis) auch hinausläuft.


    M.E. ist der Krieg USA/Israel-Iran lediglich der Auslöser für steigende Ölpreise. Über kurz oder lang wäre Öl ohnehin teurer geworden, denke ich. Auch gehe ich zwar davon aus, dass es auch beim Ölpreis immer mal wieder heftige Kursrutsche geben kann, aber so niedrige Preise wie 60 USD pro Barrel erwarte ich nicht mehr. Ich denke vielmehr, dass wir uns an ein grundsätzlich höheres Ölpreis-Niveau werden gewöhnen müssen. Das ist auch der Grund dafür, dass ich jetzt bei tieferen Kursen keine Gold- und Silberminen-Aktien zurückkaufen werde. (Der Markt darf sich jetzt ruhig erstmal auskotzen. Warten wir ab, wie tief es geht. Wie es danach weitergeht, werde ich dann sehen.)


    Von Equinor habe ich mich übrigens heute getrennt. Der Grund ist simpel: Durch die Kursentwicklung der Ölaktien geriet mein Depot aus der Balance. Ich mag es einfach nicht, wenn ich zu einseitig investiert bin. Da hat es nun schweren Herzens Equinor getroffen. Ich danke Dir nochmal für Deinen Hinweis von vor einigen Wochen: Das waren nun 55% Kursgewinn mit einer nicht unbedingt kleinen Position. Manchmal muss man auch Glück haben.


    Richtig atemberaubend finde ich auch die Kursentwicklung von Petrobras. Eigentlich hätte ich davon ein paar verkaufen müssen, aber die Produktionsausweitungen und überhaupt die guten Zahlen und die Erwartung zukünftig wieder steigender Dividenden haben mich dazu veranlasst, dies nicht zu tun. Ich hoffe, dass ich dafür nicht eines Tages noch bestraft werde.


    Insgesamt ist die Entwicklung der Ölaktien einfach brutal, siehe z.B. auch Var Energi, einer meiner Dividenden-Lieblinge. Jemand, der noch nicht dabei ist, dürfte Krämpfe in den Fingern bekommen, wenn er an der Tastatur sitzt und einen Kaufauftrag erteilen möchte.


    Nochmal zu Nebius: Nun hat sich Nvidia an Nebius beteiligt. M.E. ist das ein Ritterschlag. Ein paar Tage später hat Meta einen Großauftrag von bis zu 27 Mrd. USD erteilt. Davon sind 12 Mrd. fix. Die restlichen 15 Mrd. sind Rechenkapazität, die von Meta gekauft werden - "falls Nebius sie nicht an andere Kunden verkauft". Das sieht für mich eher so aus, als hätte Meta gern direkt für 27 Mrd. zugeschlagen, aber Nebius möchte sich auch gern Kapazitäten für andere Kunden freihalten. Nebius wächst so dramatisch schnell, meine Güte. Allein der Meta-Auftrag hat eine Größenordnung von annähernd der Marktkapitalisierung. Die Firma bleibt mein absoluter Top-Favorit unter den Tech-Aktien, zumal sie neben der Rechenkapazität ja auch die benötigte Software bereitstellt. (Der Kapitalbedarf ist natürlich riesig, so dass sie nun doch eine Wandelschuldverschreibung ausgegeben haben.)

    Die Großaufträge seitens Microsoft und Meta dürften richtungsweisend sein. Solche Konzerne stecken nicht Milliarden in irgendwelche Klitschen, die nicht zuvor durchleuchtet wurden.


    Grüße nach München

  • valueman


    sorry, da ist mir ein falscher Link hineingerutscht::


    https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/BLUENORD-ASA-1413217/


    Bluenord ASA, ehemals Norwegian Energy Company ASA, ist ein in Norwegen ansässiges Öl- und Gasunternehmen, das sich auf die Förderung und Entwicklung von Energieressourcen sowie auf Aktivitäten zur Unterstützung der Energiewende spezialisiert hat. Das Unternehmen ist in der dänischen Nordsee tätig und hält eine nicht-operative Beteiligung von 36,8 % am Danish Underground Consortium (DUC), das Öl und Gas von drei operativen Zentren aus fördert. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung und Umsetzung von Lösungen, die die langfristige Position von Öl und Gas als wichtiger Bestandteil des globalen Energiemixes verbessern und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen auf dem dänischen Festlandsockel reduzieren. Das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in Norwegen, Dänemark, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich.

    Mitarbeiterzahl: 49


    Bei Onvista:

    Aktuelle Kennzahlen Norwegian Energy Company Aktie
    Über 30 fundamentale & technische Kennzahlen zur Norwegian Energy Company Aktie inkl. historischen Daten & Benchmarkvergleich. Alles für deine Aktienanalyse &…
    www.onvista.de


    Alternativ kann ich noch anbieten:

    https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/EQUINOR-ASA-1413290/

    Equinor ASA ist Skandinaviens Ölkonzern Nr. 1. Der Nettoumsatz teilt sich wie folgt auf die einzelnen Aktivitäten auf:

    - Raffination und Vertrieb von Ölprodukten (98,7%): Ankauf und Verkauf von Rohöl, Produktion von Methanol und Vertrieb von Raffinerieprodukten. Die Gruppe ist auch in der Verarbeitung, dem Transport und dem Verkauf von Erdgas tätig;

    - Exploration und Produktion von Erdöl und Erdgas (1,1%);

    - Sonstiges (0,2%). Mitarbeiterzahl: 24.384

    NameAktien%Bewertung
    Government of Norway 1.871.163.42473,18 %55 387 Mio kr


    Bei dieser Staatsbeteiligung eigentlich ein Fond, nur ohne Gebühren.


    Onvista : https://www.onvista.de/aktien/…quinor-Aktie-NO0010096985


    Weiterhin gutes Gelingen, Gruss RS

  • @ flenzburg und Rastelly


    Den drop bei Nebius am Dienstag hab ich mit einer ersten Position für knapp unter 100€ genutzt. Der Newsflow ist großartig und ein bisschen Tec im Depot sollte schon auch vertreten sein.

    In so weit schon mal Danke, dass ich von Deinem Wissen in einem Bereich profitieren konnte in den ich nicht so zuhause bin.

    Meine beiden Öl Positionen halte ich weiter stur, habe entgegen meiner sonstigen Vorgehensweise nicht mal einen SL gesetzt. Der Depotanteil disrupiert jedoch nicht meine Allokation, daher muss ich nix korrigieren. Aufstocken werde ich aktuell aber auch nicht mehr.

    Ich denke heute ist ein guter Tag das noch restliche Drittel Cash meiner Gewinnmitnahmen pö a pö in den Markt zu geben. WPM und Zijin sind hier meine bevorzugten Ziele.

    Mal schauen wie die Amis heute eröffnen.


    VG

  • M.E. ist der Krieg USA/Israel-Iran lediglich der Auslöser für steigende Ölpreise. Über kurz oder lang wäre Öl ohnehin teurer geworden, denke ich. Auch gehe ich zwar davon aus, dass es auch beim Ölpreis immer mal wieder heftige Kursrutsche geben kann, aber so niedrige Preise wie 60 USD pro Barrel erwarte ich nicht mehr.

    Sehe ich ähnlich!


    Betrachten wir den Ölpreis, so sehen wir in den letzten 55 Jahren FÜNF

    (1973/´74, 1979/´80, 1998 bis 2000, 2004 bis ´08, 2022)

    Anstiege des Ölpreises um einen Faktor drei bis vier:


    Zitate aus Ölpreis – Wikipedia - Rest aus den Charts abgelesen:


    "1964 wurden für ein Fass Rohöl 2,92 Dollar verlangt ... Am 17. Oktober 1973 stieg der Ölpreis von rund drei US-Dollar pro Barrel auf über fünf US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg um rund 70 %. Im Verlauf des Jahres 1974 stieg der Weltölpreis auf 11,16 Dollar je Barrel"

    Für 1977/´78 sehe ich im Chart einen Ölpreis um die 12 bis 14 USD

    "1979/1980, ..., stieg der Ölpreis nach einem Rückgang kurzzeitig wieder. ... Im Dezember 1979 kostete ein Fass Rohöl 32,50 Dollar .. Der Preisanstieg endete im April 1980 bei 39,50 Dollar für ein Barrel "


    "Am 11. Dezember 1998 wurden 10,65 Dollar pro Barrel verlangt .. Anstieg des Ölpreises am 18. September 2000 auf 37,15 Dollar"


    "Am 27. Februar 2003 kostete ein Barrel Rohöl 39,99 Dollar. Am 27. Oktober 2004 erreichte der Preis zeitweilig einen Stand von 55,63 US-Dollar .. Am 30. August 2005 stiegen die Rohölpreise aufgrund des verheerenden Hurrikans Katrina, ..., auf 70,90 US-Dollar pro Barrel. ... Am 2. Januar 2008 stieg der Ölpreis im Handelsverlauf erstmals auf die dreistellige Marke von 100 US-Dollar je Barrel ... Am 11. Juli 2008 ... die Nordseesorte Brent, die führende Referenzölsorte in Europa, lag der Preis im Handelsverlauf bei 147,40 US-Dollar pro Barrel. Der Preis für US-Leichtöl (WTI), die wichtigste Referenzölsorte für die Förderregion Nordamerika, erreichte am 11. Juli 2008 ... einen neuen Rekordpreis von 147,16 US-Dollar pro Barrel."

    Wenn ich mir den Chart ab 1991 anschaue, dann würde ich (unter Ausblenden des Corona-Dip) eine 2009, 2016 und 2020/´21 dreimal bestätigte Unterstützungslinie bei ca. 35 USD sehen ...

    --> 2022 dann Anstieg auf rund 120 USD

    und seitdem eine "Konsolidierung" bis runter auf ca. 60 USD - ähnlich der Konsolidierung von 2001 bis 2004 - damals bis hinab auf ca. 25 USD

    Also sollte bei "nur" einer Verdreifachung ein neues ATH von ca. 180 USD zu erwarten sein - wenn die 60 USD die neuen "25 USD" sind, dann wären auch 2,4 x 147 USD = ca. 350 USD als ATH denkbar ...


    --> Ich denke derzeit NOCH nicht ans Verkaufen, sondern gedenke die Gewinne erst noch eine Weile laufen zu lassen!

    (und erwäge Aufstockungen/weitere Ölwerte ins Depot aufzunehmen)

    Quellen:

    Ölpreis – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b0/Crude_oil_prices_since_1861.png

    Brent Rohöl EUR Chart | Kursverlauf | Langfristchart - boerse.de
    Brent Rohölpreis in Euro: Langfristiger Kursverlauf seit 1968.
    www.boerse.de


    Habe auch schon letzten Sommer Equinor aufgestockt (im August zum Kurs von 21,01 €) und eine (leider zu kleine) Position Petrobras ins Depot gelegt ... und im Januar diesen Jahres habe ich für 35,85 €/Aktie Buffett´s Liebling Occidental Petr. gekauft ...

    Ironie, Sarkasmus und Zynismus werden nicht extra gekennzeichnet und sind selbst zu erkennen

  • skeptisch4ever

    Deine Ausführungen zum Ölpreis: Genau solche Gedanken hatte ich mir auch gemacht. Es sieht so aus, als würde der Ölpreis immer wieder mal (im Abstand von mehreren Jahrzehnten) auf eine ganz andere Ebene gehoben, auf der er dann - unter starken Schwankungen - für Jahre und Jahrzehnte verharrt. Das würde auch mit meinen Überlegungen zum Gold-Öl-Verhältnis von 15 bis 20 korrespondieren, was bei einem Goldpreis von 5.000 USD dann einem Ölpreis von 250 bis 333 USD entsprechen würde.


    Dann würden natürlich wieder alle jammern (Benzinpreise, Konjunktur usw.). Aber es liegt halt nicht in der Verantwortung der Rohstoffe, wenn Gesellschaften bzw. Politik ihre Währungen vor die Wand fahren, sei es durch einen völlig überzogenen Wohlfahrtsstaat, Klientelpolitik, Gelddruckerei, Schuldenorgien etc., wobei das alles natürlich ineinander übergeht. (Und steigende Preise sind ja meistens nichts anderes als ein Ausdruck des Kaufkraftverlustes.)


    valueman


    Von mir gibt es immer mal wieder längere Texte zu lesen. Ich möchte gern einfach meine Überlegungen mitteilen und hoffe auf einen detaillierten Gedankenaustausch. (Oft kommt es auf Details an, die man schnell übersehen kann. Solche Details bieten immer wieder mal tiefere Einsichten und Anlass, unter einem ganz anderen Blickwinkel auf ein Investment zu schauen.)


    WPM ist eine der wenigen in meinem Depot verbliebenen Edelmetallaktien. Ich denke, ich würde bei einem Neueinstieg auch WPM ggü. FNV und RGLD den Vorzug geben. Man kann diese Royalty-Firmen wohl als Kompromiss zwischen physischem Metall und Aktie betrachten. Ich fühle mich da wunderbar aufgehoben, da ich auf diese Weise einerseits weiterhin mit Goldaktien dabei bin, aber mir keine Sorgen wegen der von mir erwarteten Steigerung der Produktionskosten machen muss. (Zijin dürfte i.O. sein. Damit habe ich mich aber nicht intensiv beschäftigt.)


    Und nochmal zum Öl: Ich hatte hier zulasten der Liquiditätsreserven etwas über die Stränge geschlagen und einfach zu viele Öl-Positionen im Depot. Deshalb musste ich aktiv werden. Öl-Konzerne sind aber trotz des Equinor-Verkaufs noch stark im Depot vertreten, allen voran Petrobras.


    Nebius und Tech-Aktien: Ich denke einfach, dass dieser Technologie-Zyklus (Digitalisierung usw.) noch lange nicht am Ende ist. Nun ist also "KI" das nächste Zugpferd. Ich sehe das mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge.


    Das lachende Auge: Man denke daran, dass im Mittelalter ca. 90% der Menschen in der Landwirtschaft tätig waren. Man stelle sich vor, das wäre noch heute so: Dann gäbe es niemanden in der Automobilindustrie, in der Elektrizitätsversorgung usw., und der Lebensstandard wäre entsprechend niedrig. Wenn man es schafft, die durch KI überflüssig gewordenen Beschäftigten anderweitig "schaffen" zu lassen, dann kann der Lebensstandard nochmal einen gewaltigen Schub erleben, evtl. vergleichbar mit der Entwicklung vom Mittelalter bis heute. (Das alles ist natürlich nur möglich, wenn nicht irgendwelche Lobbyisten, Politiker u.a. dazwischenfunken.)


    Das weinende Auge: Die o.g. positiven Aspekte sind graue Theorie. Die Realität wird für unsere Gesellschaften starke "Verwerfungen", teilweise Katastrophen, mit sich bringen - einfach, weil das alles so verdammt schnell geht.


    Ich habe mit der Branche zu tun. Am vergangenen WE habe ich noch mit jemandem telefoniert, der in die USA ausgewandert ist und dort Karriere gemacht hat. Er hat bis vor kurzem meine Ansichten zur KI und zur Arbeit von Informatikern und Ingenieuren i.w. geteilt, nämlich in etwa so: "Es kommt auf die Präzision an, und wenn die KI z.B. das Programmieren übernimmt, dann muss die KI zunächst ganz gezielt mit Informationen gefüttert werden - und dann besteht die Arbeit der Informatiker und Ingenieure eben aus dem Füttern der KI, was dann einfach bedeutet, dass sich das Berufsbild wandelt". Mein Bekannter sieht das nun, nachdem er mit einigen arbeitslosen Kollegen gesprochen hat, nicht mehr so. Er sagt, dass Ingenieure (gute Leute, wohlgemerkt) hundertfach Bewerbungen schreiben, aber trotzdem nichts mehr finden. Der Hintergrund: Die KI beginnt, Kreativität zu entwickeln - das ändert alles und wirft bisherige Überlegungen über Bord. Ich kann seine Argumente nachvollziehen und bin auch dabei, jetzt anders über KI zu denken.


    Wir gehen anscheinend diesen Weg: Rechenleistung ist das neue Gold, und wer noch viele Ingenieure beschäftigt, ist zu teuer. Und Rechenleistung bedeutet: Zugang zu modernen Chips und zu Energieversorgung.


    Ich schreibe an dieser Stelle (auch als Erinnerung für mich - zum Nachlesen in ein paar Jahren) nochmal auf, was mich für Nebius positiv stimmt.

    1. Als eine der wenigen Firmen Zugang zu den neuesten Nvidia-Chips

    2. "Ritterschläge" durch Großkonzerne (Nvidia, Microsoft, Meta)

    3. Verwässerung des Aktienkapitals hält sich in Grenzen, da Kunden Vorauszahlungen leisten

    4. M.E. der wichtigste Punkt: Neben der Rechenleistung wird auch Software angeboten, so dass Kunden "alles aus einer Hand" bekommen können

    5. Nebius hat russischen Hintergrund. (Ich hatte bereits mit Auswanderern aus der Sowjetunion zu tun. Mein Eindruck: Die müssen eine sehr gute Ausbildung genossen haben, denn sie verfügten über fundiertes Hintergrundwissen - sie gehörten zu den Besten.)


    Mein zweiter Tech-Favorit ist übrigens AMD. Dr. Lisa Su ist nicht nur CEO, sondern auch Vorsitzende des Board of Directors. Das ist eher ungewöhnlich und scheint der Firma eine enorme Flexibilität zu verleihen. Immerhin hat sie es geschafft, aus einem Pleite-Kandidatin eine florierende Firma zu machen, die Intel den Rang abgelaufen hat. Ich denke, das kann man so sagen; im Jahr 2000 wäre das wohl undenkbar gewesen. Die Dame ist übrigens mit dem Nvidia-Chef verwandt. Nun ja, und AMD ist Nvidia-Konkurrent. Der KI-Markt dürfte für beide Konzerne genug Futter bieten. (Den Einstieg von Nvidia bei Nebius kann man auch unter dem Aspekt betrachten, dass Nvidia sich damit zukünftige Nachfrage nach seinen Chips sichert - auch wenn diese Überlegung zum jetzigen Zeitpunkt weit hergeholt wirkt.)


    Ich persönlich habe für meine beiden Tech-Favoriten so hohe Kursziele, dass ich sie hier lieber nicht schreibe.


    Du triffst immer wieder eine gute Auswahl, valueman. Das beobachte ich seit Jahren. WPM und Equinor sind da nur Beispiele. Hoffen wir beide mal, dass man das ("gute Auswahl") auch in den Jahren 2030 und 2035 rückblickend bzgl. Nebius (und bitte auch bzgl. AMD) sagen kann.

  • Guten Morgen Flenzburg,


    Deine längeren Texte lese ich immer sehr gerne, erweitern sie doch meinen inzwischen etwas festgefahrenen Horizont. Mein Depot ist inzwischen auf Ertrag und Kapitalerhalt ausgerichtet. Früher war ich anders und erheblich risikoreicher unterwegs, da hatte das Depot aber auch noch nicht das Volumen wie heute. Minenaktien habe ich inzwischen auch nicht mehr viele, ich bin eher physisch unterwegs. Rückblickend betrachtet, hatte man mit Developern und Explorern im PM Bereich schon exponentielle Gewinne erzielen können, diese Gewinn musste man aber zum richtigen Zeitpunkt auch mal realisieren, da sie einem sonst innerhalb weniger Tage ausradiert werden konnten. Daher auch damals meine Liquidation der Minenaktien in die Fahnenstange hinein; der Zeitpunkt war perfekt. Mit physischen Gold, dass man einfach stur akkumuliert ist man letztendlich bei buy and hold auch nicht wesentlich schlechter gefahren; und das sehr nervenschonend.

    Ein Forum lebt vom Austausch. Die Überlegungen die wir vor einiger Zeit zum Nadelöhr Straße von Horrmus angestellt haben erwiesen sich schneller als gedacht als richtig. Demensprechend Equinor und Petrobras zwei Volltreffer. WPM sehe ich ähnlich wie Du, eine PM Aktie ohne operatives Risiko, ganz nach meinem Geschmack. Den Input den ich von Dir zu Nebius erhalten habe ist sehr erhellend. Von daher auch mein Einstieg dort. Letztendlich halte ich mich auch nicht so sehr an Börsenschreiberlinge sondern nehme lieber Anregungen aus dem echten Leben und ziehe meine Schlüsse daraus. Wen ein persönlicher Input aus dem Arbeitsmarkt oder dem Umfeld wie von Dir beschreiben eine Entwicklung bestätigt, dann muss man hellhörig werden; aber nicht gierig. Von daher habe ich nebius nach dem Dip ins Depot aufgenommen. Die TPL finde ich ebenfalls super, sind mir persönlich aber im Moment zu weit gelaufen bzw. zu teuer. Bei meinen Ölwerten habe ich jetzt doch Gewinnsicherungsstopps eingezogen; meine Maxime ist, ein Wert der im Plus ist, darf nie mehr ins Minus gehen. Ich gehe jedoch ähnlich wie Du und skeptisch4ever davon aus, dass hier das Ende des Preiserhöhungszyklus noch lange nicht vorbei ist. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie lange sich, insbesondere der unberechenbare Trump eine Schließung der Straße von Horums politisch leisten kann. Wenn hier Entspannung angesagt ist, dann wird der Ölpreis erst mal abtauchen um dann im Anschluss wieder zu steigen. Ich würde mich dann hier ausstoppen lassen um später wieder günstiger zurückzukaufen.....soweit die Theorie.

    Btw. diesesmal hab ich den Rückgang bei Silber unter 70$ physisch gekauft.


    Auf einen weiteren fruchtbaren Austausch


    VG

  • Hallo valueman,


    gestern herrschte bei mir "Land unter", und ich bin einfach nicht dazu gekommen, eine Antwort zu schreiben.


    Auch ich fahre mein Depot seit geraumer Zeit tendenziell defensiver und mit weniger Risiko. Ich bin eben auch älter geworden und möchte den Stress nicht mehr. Die Erfahrungen, dass man mit mehr Geduld bei gleichzeitig vorsichtigerem Anlegen weiter kommt als mit riskanten Investments, kommen natürlich hinzu.


    Allerdings ist die Börse auch mein Hobby. Ich "wühle" gern rum, lese viel und schauen nach Anregungen. Dementsprechend besteht halt ca. ein Viertel des Depots aus etwas riskanteren Aktien, wozu ich auch Nebius mit seinem starken Wachstum zähle. Auf diese Weise passiert im Depot doch ab und zu mal etwas, und das hilft mir auch dabei, mich nicht um Langfrist-Investments zu kümmern und diese einfach durchzuziehen. So ist das eben bei einem Hobby: Man muss manchmal aktiv werden; ansonsten ist es zu langweilig.


    In den vergangenen Monaten ist es tatsächlich ungewöhnlich gut gelaufen. Zunächst ist der Schwerpunkt EM-Aktien sehr gut gelaufen, und das schrittweise Umschichten von EM-Aktien in Öl-Aktien hat sich viel schneller als erwartet als richtig erwiesen. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt: Ich bin davon überzeugt, dass der Krieg in Nahost lediglich der Auslöser für steigende Ölpreise war - ansonsten wäre der Anstieg später erfolgt.


    Dass es so gut gelaufen ist, ist sicherlich auch den langjährigen Erfahrungen geschuldet. Die vielen Jahre Börse waren durch zahlreiche Rückschläge und Fehler gekennzeichnet, und der Irrtum war mein ständiger Begleiter. Das lehrt Demut. Wer da behauptet, er habe immer oder fast immer alles richtig gemacht, ist ein Lügner. Mein Glück und Erfolgsrezept war und ist einfach, dass die groben Weichenstellungen sich als klug erwiesen haben, und diese Weichenstellungen sind einzig und allein meinen eigenen Überlegungen geschuldet. Ich war auf diese Weise immer wieder antizyklisch unterwegs. (Schnell habe ich festgestellt, dass Börsenbriefe nicht viel bringen, da man mit ihnen quasi automatisch prozyklisch unterwegs ist. Anscheinend haben wir beide ähnliche Erfahrungen gemacht - Stichwort "Börsenschreiberlinge".)


    Ansonsten: Ich könnte alles unterschreiben, was Du da geschrieben hast. Überhaupt: Physisches Gold. Allein die Steuerfreiheit nach einem Jahr Haltedauer macht bereits sehr viel aus.


    Und zu den möglichen Gewinnen mit Explorern, Developern und Minenaktien insgesamt: Die o.g. jahrelangen Erfahrungen haben mich zum Aussteigen bewegt. Nach einer so starken Aufwärtsbewegung kommt praktisch immer eine entgegengesetzte Entwicklung, deren Ursache man, wie immer, erst nachträglich sehen kann. Man muss einfach immer mal wieder "Steine" vom Spieltisch nehmen. (Das hatte mich auch zum Ausstieg aus Equinor bewogen, und entgegen meiner ursprünglichen Absicht habe ich gestern doch noch zwei andere Öl-Aktien im Bestand deutlich reduziert, darunter Petrobras. Das ist ein bisschen schade, da ich die Aktie als Dividenden-Vehikel gekauft hatte. Wenn man sich aber mal den Langfrist-Chart und die starken Schwankungen anschaut, dann ist es nicht verkehrt, innerhalb der jetzigen brutalen Aufwärtsbewegung mal wieder ein wenig den Rückwärtsgang einzulegen. Trotzdem sind Öl-Aktien noch immer der Schwerpunkt im Depot.)


    Schön ist, dass ich nun eine hohen Cash-Anteil habe. Ich habe nämlich durchaus den Verdacht, dass die Börsen erst jetzt realisieren, dass der Nahost-Krieg deutlich länger als erwartet dauern dürfte. Es kann also gut sein, dass die kommenden weltwirtschaftlichen Probleme bei den Aktienindizes noch deutlich Spuren hinterlassen werden. Mit einem schönen Cash-Anteil kann man gut von der Seitenlinie aus zuschauen.


    Auch ich habe TPL nicht gekauft, weil sie schon zu hoch steht. Aber ich bin auch vorsichtig, da ich das Geschäftsmodell zwar interessant finde, aber die konkreten Erfolgschancen mir persönlich zu undurchsichtig erscheinen. Von daher fällt die Aktie bei mir ohnehin durchs Raster.


    Gewinnsicherungsstopps bei den Ölaktien sind sehr vernünftig, denn nach so einem starken Anstieg liegen Rückschläge ja beinahe schon in der Luft. Insbesondere bei Petrobras habe ich aber bereits jetzt einen Teilverkauf vorgenommen, weil die Umsätze mit den Originalaktien in Deutschland nicht besonders hoch sind. Mit einer etwas größeren Verkaufsorder kann man leicht den Kurs nach unten ziehen. Da ist es besser, bei guter Stimmung Verkäufe vorzunehmen.


    Zum Silberkauf: Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das einmal als Fehler herausstellen wird.


    Ich habe übrigens gestern eine erste Tranche Hims&Hers (Telemedizin, WKN A2QMYY) gekauft. Das Unternehmen hat bereits eine siebenstellige Kundenanzahl und expandiert aggressiv. In den vergangenen 52 Wochen lag das Hoch bei 70 USD. Gestern standen sie bei 22 USD. Der Grund: Das Geschäftsmodell wird angezweifelt, und alles, was mit Technologie zu tun hat, hatte es in den vergangenen Monaten ohnehin schwer. Hinzu kamen Patenstreitigkeiten mit dem Pharmakonzern Novo Nordisk. Es ging um das erfolgreiche Gewichtsreduktionsmedikament ("Abnehmspritze"). Hims&Hers hatte eine Konkurrenzprodukt "zusammengebastelt". Die Kursentwicklung der vergangenen Wochen war sehr interessant: Der Kurs stieg wegen sehr guter Quartalszahlen stark an, brach aber wegen der Skepsis hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung wieder zusammen. Es wurde die Übernahme des australischen Konkurrenten Eucalyptus verkündet: Der Kurs stieg stark an, brach aber wieder zusammen. Und vor einigen Tagen kam dann diese Nachricht: Die Patentstreitigkeiten mit Novo Nordisk sind erledigt - Hims&Hers kooperiert nun mit Novo Nordisk und vertreibt deren Original-Präparat. Das finde ich genial. Das Management von Hims&Hers ist nicht untätig und scheint fähig zu sein. Ist das bereits ein Meilenstein? Geraten nun andere Pharma-Konzerne unter Zugzwang, ebenfalls Hims&Hers und sein Geschäftsmodell anzuerkennen und mit der Firma zu kooperieren? Wer weiß: Vielleicht wird die Firma die nächste Starbucks. Ich kann mir vorstellen, dass die Sache ähnlich wie mit einer Hausbank verläuft: Erst hat ein junger Mensch ein Girokonto - und wenn es dann später um Kredite und Geldanlagen geht, dann besteht bereits der Kontakt zu dieser Bank, die dann auch gute Chancen hat, diese Angelegenheiten zu übernehmen. Vielleicht läuft es ja bei Hims&Hers mit seinem Abo-Modell ähnlich. Berührungsängste mit dem Thema Telemedizin habe ich nicht, denn die jungen Leute sind es ja gewohnt, enorm viele Dinge online zu erledigen.


    Das wars erstmal. Ich wünsche ein schönes Wochenende!

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  • Was ist das heute nur für eine Berg- und Talfahrt. Ich kann mich rückblickend auf meine lange Historie an solche Verwerfungen an einem Tag nur selten erinnern. Meine Petrobras hats heute mit SL erwischt. Schönen Gewinn zwar eingefahren, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, verarscht worden zu sein :D Nun denn, das Cashpolster ist wieder gefüllt.....es gibt schlimmeres. Der Orange Man ist mehr und mehr die unbekannte Variable in dem ganzen Spiel.


    Glück auf

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