Du kennst den Spruch, niemals gegen die Zentralbank zu kämpfen? Den gibt es nicht ganz umsonst.
Angenommen, irgendein Ereignis faltet die Märkte zusammen. Dann muss die FED nicht zwingend QE auffahren. Die Fonds müssen dann von Aktien in Anleihen umschichten. QE würde diesen Prozess der dann fallenden Renditen lediglich beschleunigen. Dass dies im Zeitablauf wieder inflationär wirken würde, klar. Und da sind wir wieder bei der ganz trivialen Frage, was kommt zuerst? Deflationärer Schock wegen der (Kapitalmarkt)Zinsen oder inflationäres Trauma? Ich neige ganz zart zu ersterem. Und zart nur deswegen, weil Geldpolitik in dieser Zeit schlicht nur Geopolitik ist. Nicht berechenbar.
Ich neige auch zu ersterem. Aus dieser Sicht handle ich auch nicht gegen die ZB. Ich gehe nur von anderen Absichten der ZB aus, als andere es tun. 1929 als Fehler der ZBs zu sehen, kann man machen, muss man aber nicht. Man kann auch Absicht bzw. Machtlosigkeit unterstellen. Was ich tue und ähnliches wieder erwarte.