In besagtem Video behauptet behauptet Bix Weir ja vor allem, die physische industr. Nachfrage belaufe sich auf 1.5 Mrd Oz + 0.5 Mrd Oz Investionsbedarf = ~2 Mrd Oz Nachfrage.
Das wäre in der Tat ein 'Gamechanger' für die komplette Beurteilung des Silbermarktes!
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Das ist FALSCH: Er sagt bei ca. 7'38": 1,5 Mrd Industrie, 0,5 Mrd Sonstiges (Schmuck -.> siehe Indien) plus 1Mrd Unzen Investment.
Das sind 3Mrd Unzen jährliche Nachfrage
Wenn du also nicht einmal einen einfachen Text mit drei Zahlen addieren kannst - was soll das hier ?
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Und zum Informationen sammeln ala Bix Weir: Das ist Arbeit - für jeden der sich ein Bild einer Situation machen möchte. Primärquellen sammeln, rechnen, vergleichen, hinterfragen, sich Finanzgeschichte erarbeiten - wenn es sein muss zurück bis zum Römischen Reich.
Stichwort Münzverschlechterung als Symptom des Niedergangs des RR. Das Analog dazu: Fiat Geld seit Schliessung des Goldfensters duch Richard Nixon 1971.
Sekundärquellen, Presse, Fernsehen ist weitgehend Müll. Dort gilt Information = Ruination
Also mach bitte deine Hausaufgaben - und wenn du nicht einmal die Zahlen aus einem simplen Video wiedergeben kannst bist du hier eh' fehl am Platz. Oder ein Troll. Oder von der Presse und zu faul selbst zu Recherchieren. Das ist zwar nicht mehr 'IN' - haben aber Investigative Journalisten früher gemacht.
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Und zu den Zahlen von Bix Weir:
Im Grunde sind die komplett egal.
Normalerweise sind Angebot und Nachfrage in einem nicht manipulierten Markt im Gleichgewicht:
Ist das Angebot kleiner als die Nachfrage dann steigen die Preise - aber die Ware geht nie aus weil die Nachfrage mit steigenden Preisen sinkt (z.B. durch Silberanwendungen die ab dem Preis X unrentabel werden). Gleichzeitig lohnt es sich z.B. Silberreste zu recyceln oder Industriereste mit Silbergehalt aufzuarbeiten die sich vorher nicht rentabel aufarbeiten liessen.
Wird der Preis von Silber künstlich niedrig gehalten so wird Silber in Anwendungen verschwendet die bei reellen Preisen unrentabel wären.
Exploration neuer Vorkommen geht zurück, Extraktion aus preislich unrentablen Konzentrationen findet nicht statt was das Angebot zusätzlich verknappt.
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Aber selbst wenn ein Industrielles Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage besteht:
Silber ist auch ein Geldmetall.
Und nach 45 Jahren sinkender Zinsen seit 1980 ist eine unglaubliche Geldschwemme entstanden (= das Spiegebild der Schulden: Jedem Schuldner steht ein Gläubiger gegenüber) die sämtliche Märkte aufgebläht hat: Immobilien, Aktien, Anleihen...
Das alles ist bei Zinsen ala 1980 nur einen Bruchteil wert - und 1% der Anleger hat begriffen dass wir bald wieder 1980 oder noch schlimmer haben werden da die Guthaben der Sparer und Anleger ( = Staats- Unternehmens- und Private Schulden) in Kürze durch Inflation abgebaut werden. Debasement nennt sich das.
Eine Anlage - egal ob Immobile, Aktie oder oder die bei einem Marktzinssatz von 3% den Wert X hat die fällt halt im Wert auf ein Viertel wenn die Anleihenzinsen auf 12% steigen. Einfach deshalb weil sie bezogen auf ihren Kurs die vierfache Rendite erwirtschaften muss um mit risikolos in Staatanleihen angelegtem Geld konkurrieren zu können.
Bringt z.B. eine Mietwohnung oder Aktie heute drei Prozent Rendite dann muss ihr Kurs bzw. Wert auf ein Viertel Fallen damit sie auch 12% Rendite erwirtschaftet.
Und die langfristigen Zinden sind bereits deutlich auf dem Weg nach oben - eine deutlich Anpassung der Aktienkurse und Immobilenwerte, drastische Wertverluste bei niedriger rentierenden Staatsanleihen etc. sind jetzt fällig.
Und daher flieht das schlaue Kapital da raus und in sichere Werte - u.a. Edelmetalle.
Und diese Flucht aus Geldwerten bringt Angebot und Nachfrage bei den Edelmetallen aus dem Gleichgewicht - so lange bis sich wieder ein neues Gleichgewicht einstellt.
Historisch war das Gold : Dow Jones Verhältnis immer wieder 1:1 - und Silber 1/15 davon. Lass' den Dow Jones auf 15000 fallen und sich Gold verdreifachen dann sind wir etwas da wo wir schon öfters waren.
15000$ Gold, 1000$ Silber sagt mir die Finanzgeschichte. Bei DOW 15000 kann ein neuer Gleichgewichtspunkt sein. Nur von der Grössenordnung her.
Das aus Recherche, Arbeit, Kombination. Ob es so kommt ?
Die Abwertungsparabel der Fiat Währungen kommt sicher - ob mit Krieg - oder ohne...
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p.S.:
Bezüglich der Frage der Herkunft des Silberdefizite zwischen Produktion und Nachfrage:
Die Defizite kamen aus Lagerbeständen. Und da das System so intransparent ist (die Zahlen nicht stimmen) ist das auf den ersten Blick nicht erkennbar.
Die Silbestände von SLV z.B.: werden von JPM verwaltet und es bestehen grosse Fragen diesbezüglich ob diese überhaupt da sind. Genauso wie andere Bestände. Die Zahlen sind von hinten bis vorne unwahr und existieren zum Grossteil nur auf dem Papier.
Genauso wie übrigens die US Goldbestände - siehe 'Audit Fort Knox'. Alles gelogen. Ausgegeben, verzockt - das meisste schon zu Vietnam Zeiten. Inklusive der Bestände anderer Länder die Ihr Gold da auch lagern.
Das hat schon Charles de Gaulle kapiert und von den Amis sein Gold zurück gefordert....