Nachdem zum Jahresbeginn im Forum "Basel III" verschiedentlich andiskutiert wurde, sollen diese für das europäische Bankensystem geltenden Regeln nun Ende des Monats (28.06.) in Kraft treten.
Grob gesagt beinhalten diese, dass der Handel mit Papiergold/-silber für Banken deutlich unattraktiver wird, der mit physischen Beständen hingegen nicht.
https://tomluongo.me/2021/05/2…nd-the-new-role-for-gold/
Auszugsweise Übersetzung:
"...der Anreiz, Gold als Kredithaufen zu investieren, wird wegfallen, wenn die Banken nichts davon als Teil ihrer Reserveberechnungen für ihre ASF – Available Stable Fundings verwenden können.Darüber hinaus wird jedes physisches Gold, das sie halten, mit einem Rabatt von 15% gehalten. Fazit: Diese Regeln werden es den LBMA-Mitgliedsbanken unmöglich machen, ein Engagement in nicht zugewiesenen Pools von Goldderivaten – Futures und Swaps – in ihren Bilanzen zu halten.Es wird eine Liquidation dieser Positionen erzwingen und jede Teilreserve-Hebelung von Gold beenden, die verwendet wird, um den Preis zu drücken.
Es wird immer noch Terminmärkte geben, aber der gesamte Goldhandel wird wie jeder andere Rohstoffmarkt darauf zurückfallen, die Lieferungen von Gold von den Produzenten an die Verbraucher im Laufe der Zeit zu koordinieren.Tatsächlich würde Basel III, wenn es in seiner jetzigen Form umgesetzt würde, den Goldmarkt von einem spekulativen Markt, der auf der Wahrnehmung der Wirksamkeit der Geldpolitik zur Kontrolle der Realzinsen basiert, zu einem Markt verändern, der die Preisfindung in einem fast rein physischen Markt erzwingen sollte. Wie ich meinen Gönnern im Market Report-Video vom 16. Mai sagte, wird physisches Gold vom Preisnehmer zum Preismacher werden.
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Aber der Klippenrand von Basel III liegt jetzt direkt vor uns, wenn die Berichte wahr sind.Für mich wirft diese Situation eine Reihe offensichtlicher Fragen auf.Und die erste lautet: Warum jetzt?
Wir diskutieren diese Veränderungen gegenüber Basel III seit mehr als fünf Jahren. Warum also ist Europa plötzlich so heiß darauf, sie im Juni umzusetzen und Großbritannien im Januar 2022 zu verabschieden, wohl wissend, dass dies die Goldbarrenbanken und das Programm der Zentralbanken zur Kontrolle des Goldanstiegs beenden wird? Preise durch die Anwendung von neu gedrucktem Geld, um ein gefälschtes Angebot zu schaffen und eine nahezu unbegrenzte Hebelwirkung auf dem Goldmarkt im Vergleich zu einem unbelasteten physischen Angebot zu ermöglichen..."
Die Frage des "Warum jetzt?" wird im verlinkten Artikel breit (und sicher spekulativ) diskutiert. Es wird jedenfalls spannend werden, zu sehen, ob in dem aktuell sowohl saisonal als auch fundamental (Inflation/negative Realzinsen) gut begründeten EM-Bullenmarkt die angekündigte Umsetzung von Basel III trotz ihrer Begrenzung auf den europäischen Wirtschaftsraum tatsächlich die EM-Kursentwicklung weiter befeuert.