@John Doe Silver wie gesagt, du hast es nicht verstanden!
Auf der einen Seite schreibst du dass das Geld immer weniger Realwert hat und auf der anderen, dass du möglichst billig einkaufen willst - Ich hoffe, du erkennst das Problem.
Früher, also nur rund 100 Jahre zurück, war die Landwirtschaft der limitierende Faktor für das Bevölkerungswachsum und damit auch die Wirtschaftsleistung eines Landes. Dann kam die industrielle Landwirtschaft und ermöglichte unnatürliches Wachstum, aber auch die Verschwendung die wir heute vielfach sehen. Das Fiatgeld sorgte dabei für eine gewisse regionale Verschiebung, denn sonst wären die Emirate, etc. immer noch so dünn und von Nomaden besiedelt wie damals.
Ein Nebeneffekt sind die überwiegend schlechten und unnatürlichen Lebensmittel heute, die zusammen mit ebenso unnatürlichen Lebensumständen für viele (Wohlstands-)Krankheiten verantwortlich sind.
Das was @Knallsilber von der Fütterung von Kühen schreibt ist vollkommen richtig. Das was heute im Beutel als Milch verkauft wird ist dementsprechend eher ein mit Wasser angerührtes Milchextrakt, dem noch paar Vitamine zugesetzt wurden - Aber keine Milch. Wenn du dies nicht glaubst dann schau dir einfach mal eine Großmolkerei an oder informiere dich darüber.
Die Krise in der Landwirtschaft ist eine von der Politik gewünschte Krise und es wird alles dafür getan, dass die Betrieb, die qualitativ hochwertige Produkte herstellen, vernichtet werden. Hier spielen EU-Vorgaben sowie sicher auch Dinge wie TTIP, CETA, etc. mit hinein.
Die Einzigen, die diese Krise beseitigen können sind die Verbraucher, wenn sie genau diese Betriebe aktiv unterstützen. Diese Betriebe haben meist ein offenes Ohr für die Direktvermarktung, sind häufig aber auch bereit auf die Kundenwünsche einzugehen. So lassen wir beispielsweise spezielle, alte (natürliche) Getreiderosten für uns anbauen. Das kostet auf Grund des geringeren Ertrags/qm natürlich mehr, aber es ist immer noch günstiger, als wenn jeder selbst versucht hier tätig zu werden. Das geht dann über Fleisch, Eier, Gemüse, Obst, usw. weiter.
Für mich, bzw. uns sind gute Lebensmittel sehr wichtig und hierfür ist der Erhalt der kleinen und mittleren Betriebe zwingend. Ich bin kein Landwirt, aber ich kenne viele hier und auch deren Sorgen und Probleme. Letztlich habe ich mit den Landwirten mittlerweile zusammen mit anderen Familien hier im Ort eine echte Win-Win-Situation geschaffen. Dies sind Familien die die Ernährung ebenso kritisch sehen wie wir, gute Lebensmittel zu schätzen wissen und vor allem Respekt und Demut für die Natur/Schöpfung empfinden.
Viele sprechen dauernd von Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Umweltschonung - Dies beginnt genau hier!
Du schreibst, du willst die Lösung sein, dann solltest du auch verstehen, dass ein Kreuz auf einem Wahlzettel nichts oder zumindest nicht viel hilft! - Alleine das, was du aktiv in deinem täglichen Leben tust, kann eine Veränderung ermöglichen.