Also wir gehen mal davon aus, dass die Gasspeicherfüllstände genauso penibel, genau und wahrheitsgetreu wie die Corona-Zahlen sind. Dann kommen wir bestimmt durch den Winter, denn es sind nur zwei Wochen und dann ist alles vorbei, gell? ![]()
Erdgas
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Mal ein paar Statements:
1) Das Gas wird (physikalisch) locker für diesen Winter reichen. Es sind natürlich noch Extremszenarien denkbar, insbesondere bei einer lang anhaltenden Kältewelle (damit meine ich mehr als 6 Wochen mit mehr als 6-7 Grad unter Normal) in Verbindung mit einem Kältepeak (so etwa bei -8 Grad) Ende März. Dann kommt es aufgrund der beschränkten withdrawal capacity, die wiederum zum Füllstand korreliert ist, zu Problemen. Wie wahrscheinlich das ist, kann sich jeder für sich ausrechnen
2) @hammwolln: Der Dezember-Bedarf der Industrie war mit Nichten gleich, sondern im Vergleich zum Vorjahr um 15-20% niedriger. Oder kurz: Wir haben deswegen kein physisches Gasproblem, weil die Industrie am Stock geht.
3) Dass die Speicher nicht von jetzt auf gleich wieder voll werden, liegt an den Beschränkungen in der Injection Capacity. Insbesondere Porenspeicher sind darauf ausgelegt, dass sie sich langsam füllen, das bedeutet im Normalfall von ‚fast leer‘ auf ‚fast voll‘ in 5 Monaten.
4) Das Gas ‚gehört‘ in aller Regel den Händlern. Sie vermarkten - unter den Restriktionen, die die Gesetzgebung hinsichtlich Speichervorgaben gegeben hat - es dort, wo es kurzfristig den höchsten Preis gibt. Genau so, wie es jeder andere Händler in jedem anderen Markt mit seinen Lagerbeständen auch macht.
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Das Gas ‚gehört‘ in aller Regel den Händlern. Sie vermarkten - unter den Restriktionen, die die Gesetzgebung hinsichtlich Speichervorgaben gegeben hat - es dort, wo es kurzfristig den höchsten Preis gibt. Genau so, wie es jeder andere Händler in jedem anderen Markt mit seinen Lagerbeständen auch macht.
Das heißt wir haben im Extremfall einen verfügbaren Speicherfüllstand von 0.
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wer ist wir in dem Zusammenhang?
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Du und taheth. Könnten aber auch noch ein paar dazu kommen.
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unser Hausverwalter meint er hätte den Preis bis 2025 gefixt und es sind keine wesentlichen Preissteigerungen bis dahin zu erwarten zumal das BHKW einen Grossteil der Wärme liefert
Mal sehen ob er das Gas dann auch bekommt
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Das heißt wir haben im Extremfall einen verfügbaren Speicherfüllstand von 0.
Die Kraftwerksbetreiber in D.
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Die Kraftwerksbetreiber in D.
Die kleinen Kraftwerksbetreiber verfügen i.d.R. Nicht über eigenes Speichergas, sondern bekommen das Gas über Kraftwerkslieferverträge von den Händlern/ Downstreamern. Die größeren - wie z.B. RWE - durchaus, aber auch die fahren in der Einsatzplanung immer die Optimierung: Kann ich das Gas, das ich habe, optimalerweise im Kraftwerk verfeuern und einen Stromerlös erzielen oder lasse ich das Kraftwerk stehen und verkaufe das Gas (zum Spotpreis) besser wo anders hin?
Die Formel ist für ein reines Stromkraftwerk (ohne Wärmeauskopplung) ist pi mal Daumen (Gaspreis + 0,2 * CO2 Preis) / 0,45 < Strompreis, ab dann lohnt sich eine Verfeuerung im Kraftwerk. Ist das nicht gegeben (wie z.B. zum Jahreswechsel) bleibt das Kraftwerk stehen und das Gas geht in den Markt.
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Hier ein Link zur faz mit den täglich aktualisierten Daten (u. a. Strompreis, Gaspreis, Gasverbrauch, Füllstand Gasspeicher):
https://www.faz.net/aktuell/wi…land-trifft-18232227.html
Wenn es so weitergeht, dann gehen wir mit über 90% Füllstand in den Frühling. Aktuell füllen sich die Gasspeicher trotz "Winter".
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ne du schreibst einfach weiter blödsinn. die speicher füllen sich nicht nur zwecks des warmen wetters,sondern hauptsächlich wegen des vermindertem industriellem verbrauch = abschaltung von industrie sowie substitution - kohlekraft statt gaskraftwerke, heizöl anstatt gas, raffineriegase anstatt erdgas.
daher mal die frage, bist du so d**f oder wirst du für agitation bezahlt?
Ich frage mich gerade von wem du "Schlipsträger" bezahlt wirst ...
https://www.morgenpost.de/wirt…nde-prognose-energie.html
"Der wichtigste Grund für den Preisverfall beim Gas seien die herausragend milden Temperaturen in Europa, sagt Lion Hirth, Energieexperte von der Hertie School in Berlin. Der Einbruch der vergangenen Wochen, als die Preise von rund 130 Euro pro Megawattstunde auf 70 Euro gesunken seien, liege "an der wohl schlimmsten Hitzewelle, die Europa im Winter je erlebt hat".
Doch schon vor den ungewöhnlich hohen Temperaturen hatte sich die Lage am Gasmarkt ein Stück weit entspannt. Zwischen August und Dezember sanken die Preise deutlich – vor allem, weil viel weniger verbraucht wurde, als Beobachter vorhergesagt hatten. "Die Einsparungen sind viel größer als irgendjemand erwartet hat", sagt Hirth, "vor allem bei Kleinverbrauchern". Insgesamt rund 20 Prozent weniger Verbrauch bei Privatleuten und Industrie seien "bemerkenswert"."
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Wenn nun weniger ERDGAS verbraucht wird, so hat der Werbespot der Regierung mit
der OMA 88 "SO KOMMEN WIR GUT ÜBER DEN WINTER" doch irgendwie Erfolg gehabt.Natürlich nicht zu vergessen auch durch die geringere Produktivität unserer Wirtschaft
wegen Materialknappheit und gestiegener Anzahl der Insolvenzen.Die GRÜNE Umweltpolitik zeigt doch WIRKUNG ! UND dann soll die Inflation auch noch
gefallen sein ! Das hängt natürlich alles wegen des milden Winters und der Razzia gegen
die REICHSBÜRGER zusammen.Endlich können wir in BÄRLEN wieder ohne Angst auf die Straßen gehen und am Kiosk an
der Ecke bei Mustafa unseren Döner (für 20 Öcken) koofen !Selbst @alibaba begegnet kaum mehr IMMIgrations-Geflüchteten Nicht-Arbeitssuchenden !
Im Frühjahr pflanzen wir die ersten Palmen an den Promenden des Bodensees !
Wie in Cannes, Nizza oder Monaco !

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Ich frage mich gerade von wem du "Schlipsträger" bezahlt wirst ...
https://www.morgenpost.de/wirt…nde-prognose-energie.html"Der wichtigste Grund für den Preisverfall beim Gas seien die herausragend milden Temperaturen in Europa, sagt Lion Hirth, Energieexperte von der Hertie School in Berlin. Der Einbruch der vergangenen Wochen, als die Preise von rund 130 Euro pro Megawattstunde auf 70 Euro gesunken seien, liege "an der wohl schlimmsten Hitzewelle, die Europa im Winter je erlebt hat".
Doch schon vor den ungewöhnlich hohen Temperaturen hatte sich die Lage am Gasmarkt ein Stück weit entspannt. Zwischen August und Dezember sanken die Preise deutlich – vor allem, weil viel weniger verbraucht wurde, als Beobachter vorhergesagt hatten. "Die Einsparungen sind viel größer als irgendjemand erwartet hat", sagt Hirth, "vor allem bei Kleinverbrauchern". Insgesamt rund 20 Prozent weniger Verbrauch bei Privatleuten und Industrie seien "bemerkenswert"."
Nachdem was hier abgeht, kann/will ich nur hoffen, dass es mal so richtig knallt, aber sowas von das all die Schafe nie wieder wach werden.
War eine schöne sehr lehrreiche Zeit, ich wünsche euch allen von ganzem Herzen viel Glück 2023. -
Die GRÜNE Umweltpolitik zeigt doch WIRKUNG ! UND dann soll die Inflation auch noch
gefallen sein ! Das hängt natürlich alles wegen des milden Winters und der Razzia gegen
die REICHSBÜRGER zusammen.Und wir sehen sogar eine Outperformance beim DAX gegenüber dem DOW in den letzten 3 Monaten, obwohl angeblich die USA der Profiteur und Deutschland der Verlierer der Sanktionen gegen Russland sein soll:
https://www.comdirect.de/inf/i…&selectedBenchmarks=true&
Wahrscheinlich kaufen die Amis wie wild Dax-Aktien, damit das Nutznießen der USA nicht so auffällt.
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Alles anzeigen
Mal ein paar Statements:
1) Das Gas wird (physikalisch) locker für diesen Winter reichen. Es sind natürlich noch Extremszenarien denkbar, insbesondere bei einer lang anhaltenden Kältewelle (damit meine ich mehr als 6 Wochen mit mehr als 6-7 Grad unter Normal) in Verbindung mit einem Kältepeak (so etwa bei -8 Grad) Ende März. Dann kommt es aufgrund der beschränkten withdrawal capacity, die wiederum zum Füllstand korreliert ist, zu Problemen. Wie wahrscheinlich das ist, kann sich jeder für sich ausrechnen
2) @hammwolln: Der Dezember-Bedarf der Industrie war mit Nichten gleich, sondern im Vergleich zum Vorjahr um 15-20% niedriger. Oder kurz: Wir haben deswegen kein physisches Gasproblem, weil die Industrie am Stock geht.
3) Dass die Speicher nicht von jetzt auf gleich wieder voll werden, liegt an den Beschränkungen in der Injection Capacity. Insbesondere Porenspeicher sind darauf ausgelegt, dass sie sich langsam füllen, das bedeutet im Normalfall von ‚fast leer‘ auf ‚fast voll‘ in 5 Monaten.
4) Das Gas ‚gehört‘ in aller Regel den Händlern. Sie vermarkten - unter den Restriktionen, die die Gesetzgebung hinsichtlich Speichervorgaben gegeben hat - es dort, wo es kurzfristig den höchsten Preis gibt. Genau so, wie es jeder andere Händler in jedem anderen Markt mit seinen Lagerbeständen auch macht.
Du, sag mal Karo...
Mir wurd von einem Bekannten, der eigentlich auch recht gut vernetzt und informiert ist berichtet, dass es physikalisch gar nicht möglich ist die Deutschen Speicher um mehr als ca.53% pro Jahr zu füllen. Es ist wohl nicht möglich wie bei normalen Flüssigkeitstanks den "Hahn aufzudrehen" und volllaufen lassen... sondern das füllen muss relativ langsam erfolgen. Ist das so?
Und wenn das so ist, kann man dann doch auch nicht einfach so viel entnehmen wie man will ohne die Porenspeicher zu überlasten?!Alles ziemlich kompliziert mit der Gaserei
.Grüßle
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ich überleg grad, was der damit meinen könnte…
Du hast erstmal grds zwei Speichertypen: Kavernenspeicher sind alte Salzstöcke, also im bildlich ein riesiges Loch im Boden. Die sind relativ schnell befüllbar (ich sag mal: innerhalb von ein bis zwei Monaten von leer auf voll) Hier gibt es v.a. geologische Restriktionen, dass man nicht zu schnell entnehmen darf, da sonst die Kaverne zusammenfallen kann (die Salzschicht drumrum muss mitarbeiten)
Bei Porenspeichern sind es Gesteinsformationen, die in - wie der Name sagt - das Gas in kleinen Poren aufnimmt. Diese sind länger zu befüllen, ich hatte oben mal fünf Monate von leer auf voll genannt. Kann man sich glaub ich ganz gut vorstellen, dass es aufwändiger ist ein Netz mit Kapilaren zu befüllen als ein Loch (und umgekehrt auch). Diese wurden in Normalzeiten dazu genutzt, um den systematischen und mithin Gut Plantagen Sommer-Winterausgleich vorzunehmen, während die Kavernenspeicher kürzerfristige Peaks abgefahren haben.
Was der Kollege gemeint haben könnte - Wenn Du Dir das geologische Volumen beider Speicher als Eimer vorstellst, kannst Du nicht das volle Volumen nutzen. Sondern es muss immer ein ‚Rest‘ drin sein. Dieser Rest heißt Kissengas und wird bei Erstbefüllung geologisch relativ aufwändig, wie genau weiß ich nicht, eingebracht und verbleibt immer im Speicher. Das allseits angegebene Arbeitsvolumen bezeichnet allerdings nur den nutzbaren Rest des Eimers, das Kissengas ist hier nicht Teil der Betrachtung. Ob das 53% sind… weiß ich nicht sicher. Ich meine ich hätte mal 15-20% gehört.
Edit sacht: Hab grad beim googeln gefunden, dass der Kissengasanteil bei 1/3 - 1/2 des Gesamtvolumens liegt. Das wird er sicher mit den 53% gemeint haben…
Alles ziemlich kompliziert mit der Gaserei
.Grüßle
ja Gott sei Dank…
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Vielen Dank für die top Erklärung @carokann.
Das Kissengas ist dann in etwas sowas, wie die Gasfüllung in einem Membran Ausgleichsbehälter, also eine Teilfüllung des Speichervolumens, das aus technischen Gründen grundsätzlich nicht zur Nutzung zur Verfügung steht. Im Gegensatz zum Membransystem, erfolgt jedoch keine physikalische Trennung des Speichervolumens mittels Membran, sondern ein Restdruck desselben Gases muss immer im Speicher erhalten bleiben.
Habe ich das richtig verstanden?
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weiß zwar nicht, was ein Membran- Ausgleichsbehälter ist, aber das mit dem Restdruck stimmt

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1) Das Gas wird (physikalisch) locker für diesen Winter reichen.
Glaube ich gern. Lt. kachelmann läßt der Winter mindestens noch zwei Wochen auf sich warten. Flapsig gesagt haben wir dann schon zwei Heizmonate geschenkt bekommen und das bei teilabgewürgter Industrie. Ich bekomm einen Hals beim Gedanken, daß Habeck sich im Mai hinstellt und sagt: "Schaut her, die ganzen Reichsbürger-VT-Schwurbler lagen falsch, wir hatten weder einen Blackout noch sonst irgendeinen Mangel."
Gibt es bei den Insidern Schätzungen, wie es zum nächsten Herbst aussieht? Dann muß ja der Löwenanteil mit LNG bestritten werden. Die Transportkapazitäten werden sich eher langsam anpassen. Will man die chemische Industrie solange auf Standby bzw. gleich übern Teich ziehen lassen? Oder überseh ich was?
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Hier ein Bild.... was ich meinte. Ist zwar im Bild für Wasser, die grundlegende Funktion, sollte sich aber bei einer beidseitigen Gasbefüllung, nicht wesentlich unterscheiden hinsichtlich der Funktionsweise. Es herrscht nach der vollständigen Entleerung zwingend weiterhin ein Restdruck. Bei einem System ohne Membran, muss für den technischen Weiterbetrieb, somit immer ein Restdruck vom Erdgas, vorhanden sein.
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