Zum Glück ist es jedoch im Übermaß verfügbar und so günstig,
daß dies doch kein Problem sein sollte ![]()
6. August 2026, 15:00
Zum Glück ist es jedoch im Übermaß verfügbar und so günstig,
daß dies doch kein Problem sein sollte ![]()
Ich hatte hier zahlreiche Szenarien gepostet.
Ein Szenario war WTI bis 80$
Ein Szenario war bis 68$ - fast genau dort sind wir jetzt gelandet.
Wir haben höchstwahrscheinlich jetzt ein Tief gefunden
Ich habe dann auch ein ultrabullisches Szenario gepostet, was danach kommen könnte.
Leider bin ich aktuell nicht ganz so optimistisch gestimmt...
Die Kapitulation wird länger dauern und tiefer gehen...
Erst danach kommt die Rakete.
Möglicherweise wird der kurzfr. Anstieg auch etwas steiler und schon in 1 Monat vorbei sein.
Schwarz auf weiß Prognose (ohne Gewähr):
WTI +27% (87$)
Brent +30% (94$) vs +44% (104$) = worst und best case
Interessant die Differenz zw. WTI und Brent... Das deutet auf eine Knappheit in EU hin.
Ergänzend: voraussichtlich werden die Geldschleusen Okt. '26 weit geöffnet.
Das ist dann die neue Kursrakete für alle Rohstoffe.
Abstand zum SMA 50d - hstorisch ist Ölpreis nur 7x stärker gefallen (seit 1860).
In diesem Jahrhundert: 2x einen Hauch stärker.
und 2x sehr viel stärker: 2008+2020
Verlauf am ähnlichsten vergleichbar mit 1990 - nur viel kürzer.
Damals sogar solange gefallen, bis Gap geschlossen wurde - wie jetzt.
Es ging damals lange seitwärts bis abwärts.
Heute in der TAGESGUGG Info über "Schießereien" zwischen Iran und USA.
Öl sollte sich wohl eigtl. weiter abwärts bewegen ![]()
Uiuiui
Zitat
Öl ist aktuell der am stärksten manipulierte Markt des PlanetenWas geht den Ölpreis die schwerste Versorgungskrise der Historie an?
Die Hormus-Prämie als Sprengsatz
[Blockierte Grafik: https://finanzmarktwelt.de/wp-content/uploads/2026/02/oliver-stalzer-141x150.jpeg]
Veröffentlicht am 29. Juni 2026 12:39von Oliver Stalzer
ZitatAlles anzeigen
Warum ist der Ölpreis so stark gefallen? Die Finanzwelt schaut dieser Tage auf Teheran und Washington, auf eine Meerenge, die zum zentralen Nadelöhr der Lieferketten der Weltwirtschaft geworden ist – und auf möglicherweise von Shortsellern infiltrierte Orderbücher an den Rohstoffbörsen. Warum entsteht dieser Verdacht? Und was bedeutet das schlussendlich auf mittlere Sicht?
Was geht den Ölpreis die schwerste Versorgungskrise der Historie an?
Fragen die einer zukünftigen Beantwortung harren, während der heißeste geopolitischen Brandherd in einem von Radikalen im Iran gewollten Tanz im Takt „eineinhalb Schritte vor, eineinviertel Schritte zurück“ lodert. In diesem Umfeld feiert die Zunft der Charttechniker und Algorithmen auf den Rohstoffbörsen eine bizarre Party: Sie preist de Ölpreis, als stünde die globale Wirtschaft nicht kurz vor einer potentiellen Kernschmelze nachdem die strategischen Reserven aufgebraucht sind, sondern als schwämme der Großteil der Netto-ölimportierenden Volkswirtschaften im Vorkriegsluxus gut steuerbarer Überproduktions-, und vor allem Überverfügbarkeits-Kapazitäten. Man darf also schon mal gespannt sein was das WTI-Barrel kostet, wenn die Lufthansa auch noch mit Fliegern auf Hauptstrecken aus Treibstoffmangel am Boden bleibt. 60 Dollar?
Wie es scheint, gibt der an den Future-Märkten gebildeten Bewertungen für zukünftige Öl-Trades irrationale Preissignale an die Nachfrager. Die Frage nach der Entkoppelung von Papierökonomie versus Realökonomie muss und darf hier gestellt werden. Der Verdacht liegt nahe, dass dem zentralen Rohstoff für die Weltwirtschaft besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird, um in einem Spiel auf Zeit – solange wie irgend möglich – eine abermalige Inflationsexplosion zu verhindern.
Hypothese: Öl ist aktuell der am stärksten manipulierte Markt des Planeten
Klingt verschwörungstheoretisch? Mitnichten. Es ist die logische Konsequenz eines Systems, in dem nicht mehr die physische Ware den Preis bestimmt, sondern ein Heer von Spekulanten, Hedgefonds und algorithmischen Handelsmodellen, die auf die Geldpolitik insbesondere der Federal Reserve und den kurzfristigen Newsflow konditioniert sind – wie Pawlowsche Hunde auf die Glocke. Aber klar, da hängt die gesamte Lieferketten-Inflation und die Zins-/Geldpolitik dran, wie man spätestens mit Beginn des Ukraine-Kriegs gesehen hat. Der Treppenwitz der Geschichte dabei ist, dass es beim Einmarsch von Putin nie einen ernsthaften physischen Mangel an Energieträgern gab – eine um 180 Grad andere Situation zum heutigen Zustand.
Der Kern des Problems ist die beängstigende Dichotomie zwischen dem Papier- und dem physischen Markt. Physisches Öl und deren ebensolche Derivate handeln natürlich auf einem ganz anderen Niveau. Eine Short-Attacke auf dem Terminmarkt, strategisch platziert in einem Moment erhöhter geopolitischer Anspannung, mag den WTI-Future für den nächsten Monat um die gewünschten Beträge Dollar in den Keller prügeln. Sie mag Margin Calls auslösen und schwache Long-Hände aus dem Markt waschen. Nur: Was hat das mit der Realität eines Luftfahrtunternehmens, eines Spediteurs oder eines Chemiewerks zu tun, die in immer größere Gefahr laufen akut kein Kerosin, keinen Diesel und kein Naphtha zu bekommen?
Die Antwort ist: absolut nichts. Und genau hier entfaltet sich die toxische makroökonomische Wirkung. Das falsche Preissignal des manipulierten Papiermarktes verringert die Nachfrage nicht. Im Gegenteil. Ein künstlich niedrig gehaltener Ölpreis gaukelt Industrien, Verbrauchern und vor allem Zentralbanken eine Welt vor, die es aktuell nicht gibt. Er fungiert als eine Art finanzielle Schwerkraftbremse, die den ökonomischen Gesetzen der Knappheit temporär die Zähne zieht.
Die Zinsfalle der Zentralbanken
Die Europäische Zentralbank, die Bank of Japan und die Federal Reserve schauen gebannt auf Terminkurven für Rohöl, die der zentrale Parameter für die Inflationsentwicklung abbilden. Ein WTI-Preis von 60 Dollar wäre für sie das Äquivalent eines Baldrians: Die Inflationserwartungen sinken, die Notwendigkeit, die Zinsen weiter zu erhöhen oder hoch zu halten, scheint zu schwinden. Man genehmigt sich vielleicht sogar den einen oder anderen Zinsschritt nach unten, weil die „harten Daten“ ja Entspannung signalisieren. Doch während man in Frankfurt, Tokio und Washington die geldpolitische Lockerung auf Basis manipulierter Preise einleitet, zahlen Spediteure an der Rotterdamer Spot-Börse für einen Liter Diesel Preise, die jeden Gedanken an Entspannung im Keim ersticken, weil das physische Angebot aus dem Nahen Osten durch die (Teil-)Sperre der Straße von Hormus schlichtweg weiter nicht ankommt.
Dies ist der perfide Transmissionsriemen in die breite Wirtschaft. Der Aktienmarkt mag einen fallenden Ölpreis bejubeln, weil die Energie-Inputkosten für Konzerne auf dem Papier sinken. Doch der Mittelstand, das logistische Rückgrat Europas, bekommt die gefakten Preise nicht zu sehen. Er bekommt die physische Prämie zu spüren, den echten Mangel. Die resultierende Kostenlawine – höhere Frachtraten, teurere Grundstoffe, explodierende Heizkosten – trifft auf eine Zinspolitik, die sich von den manipulierten Inflationsdaten in die Irre führen lässt und viel zu lasch bleibt. Der Juli wird noch heißer als der Juni – und das nicht wegen der Außentemperaturen, sondern weil die Inflationsrate mit zeitlicher Verzögerung die reale Knappheit widerspiegeln wird, die der Papiermarkt so lange „erfolgreich“ wegdiskontiert hat.
Die Hormus-Prämie als Sprengsatz
Die nach wie vor bestehende Teilblockade der Straße von Hormus ist dabei der Lackmustest für das Marktversagen. Seit Jahrzehnten wird die geopolitische Risikoprämie für diese Wasserstraße in Optionsmodellen berechnet und in Futures eingepreist. Normalerweise ein Aufschlag. Doch was, wenn dieser Aufschlag durch massive spekulative Short-Positionen, abgesichert durch politische Hoffnungen auf eine schnelle Entspannung und genährt von der Liquiditätsschwemme der Wall-Street-Banken, nicht nur neutralisiert, sondern ins Negative verkehrt wird? Dann haben wir eine Situation, in der die akute Bedrohung eines der wichtigsten Öltransitpunkte der Welt den Preis nicht steigen, sondern fallen lässt. Ein aberwitziger Zustand.
ZitatAlles anzeigenUnd es hängt selbstverständlich Alles mit Allem zusammen
Hier kommt die Rückkopplung mit der Schulden- und Kreditökonomie auch sektoral ins Spiel. Der gesamte US-Schieferölsektor, eine tragende Säule der amerikanischen Energie-Unabhängigkeits-Narrative, ist auf einen Ölpreis von mindestens 60, eher 70 Dollar angewiesen, um neue Bohrungen rentabel zu finanzieren. Ein durch Short-Manipulation auf gedrückter WTI-Preis legt nicht nur die Bohraktivität lahm, er macht auch einen Großteil der mit Öl- und Gasreserven als Sicherheiten besicherten Hochzinsanleihen augenblicklich zu faulen Krediten. Die Kreditausfallversicherungen (CDS) auf Energieunternehmen würden explodieren, und plötzlich hätten wir nicht nur eine Energiekrise, sondern einen weiteren Brandherd im US-Finanzsektor, der seine toxischen Tentakel bis in die tiefsten Winkel der Bankbilanzen streckt.
Ölpreis: Der endogene Kollaps der monetären Schwerkraft – ein Extremszenario
Diese verzweifelten Versuche, immer mehr Teilmärkte am Senden korrekter Preissignale auf Basis von realem Angebot und Nachfrage zu hindern, werden – sobald man draufkommt, dass Schwerkraft nicht dauerhaft „wegzufaken“ ist – in einem unschönen Erwachen enden. Die „Schwerkraft“ ist in diesem Bild die physische Realität. Die Realität leerer Tanks, ausfallender Flugverbindungen und stehender Produktionsbänder. Ein Ölpreis von 70 Dollar bei gleichzeitiger Hormus-Blockade ist nichts anderes als die Leugnung dieser Schwerkraft. Der Knall wird auf mehreren Ebenen erfolgen.
Erstens, an der Zapfsäule und im Heizungskeller. Der Spot-Preis wird sich so weit vom manipulierten Future-Preis entfernen, dass die finanzielle Arbitrage zusammenbricht. Es wird keinen Händler mehr geben, der bereit ist, zu einem Future-Preis zu verkaufen, der weit unter den Wiederbeschaffungskosten liegt. Der Terminmarkt friert ein, die Liquidität verdunstet. Ein klassischer Fall von „Backwardation“ auf Steroiden, der in einem physischen Default der Börsenmechanismen endet.
Zweitens, auf der geopolitischen Bühne. Wenn der Papiermarkt die Knappheit nicht reflektiert, muss die Politik sie administrieren. Tankrationierung, Fahrverbote, Enteignung von strategischen Reserven – all das sind keine Schauermärchen aus den 1970ern, sondern die logische Konsequenz, wenn der Preismechanismus als Allokationssignal zerstört ist. Der Staat muss dann die Zuteilung übernehmen, was den Markt weiter zerrüttet.
Und drittens, das monetäre Erdbeben. Die Zentralbanken werden sich in einem unauflösbaren Trilemma wiederfinden: Sie können die durch die physische Knappheit explodierende Inflation nicht mit Zinserhöhungen bekämpfen, ohne den Staat und die durch den Papiercrash angeschlagenen Banken sofort in die Zahlungsunfähigkeit zu befördern. Sie können die Zinsen nicht senken, ohne die Währung und die verbliebene Kaufkraft der Bevölkerung zu vernichten. Und sie können nicht stillhalten, weil die Kaufkraft und Bonität der Konsumenten angesichts von Preisen, die das Papiergeld noch schneller entwerte – während die Löhne hinterherhinken – immer unerträglicher werden.
Der Versuch einen drohenden Kreislaufschock mit Blutdruckmedikation zu bekämpfen
Der vermutlich aktuell „bestmoderierte“ Markt der Welt ist nicht einfach nur ein exotisches Zockerparadies. Er ist der fundamentale Gravitationspunkt des globalen Finanzsystems. Wird dieser Punkt durch short-getriebene Manipulation von der physischen Realität entkoppelt, ist das nicht weniger als der Verlust der ökonomischen Orientierung. Die Lufthansa, die am Boden bleibt, ist dann nicht das Problem, sondern nur das weithin sichtbare Symptom einer viel tieferen Pathologie: einer Welt, die versucht, die Thermodynamik mit Buchhaltungstricks zu besiegen. Der Knall wäre kein dumpfes Grollen.
Er wird das finale Krachen eines Systems sein, das zu lange auf der Basis von 70 Dollar Ölpreisen träumte, aber die wirkliche Blutmenge im Kreislauf der Weltwirtschaft einem schleichenden anämischen Kreislaufzusammenbruch zusteuert, während einstweilen der schon spürbare Schwindel beim Aufstehen in der Früh noch mit Blutdruckmedikamenten symptomatisch behandelt wird.
Als Hormus geschlossen wurde, habe ich am Sonntag E5 vollgetankt für 1,80.
Das war Normalpreis abends - hätte man auch woanders etwas günstiger haben können...
Heute steht Ölpreis praktisch genau so hoch wie damals.
Aktuell E5: 1,88 (Referenzpreis ist 1,83)
Zudem kommt ab 01.07. Steuer wieder zurück.
Sind wir dann bei 2€ ?
Sischa Nicht.
Nur bei 199,9 T€uronen.
WBT
![]()
hä?
Da bin ich auch eher bei Defla, laut Fugi läuft da nicht viel in Hormuz.
![]()
Bloomberg muss das schreiben....die Realität sieht anders aus.
Hormuz
Da bin ich auch eher bei Defla, laut Fugi läuft da nicht viel in Hormuz.
![]()
Bloomberg muss das schreiben....die Realität sieht anders aus.
Die Realität sieht so aus, dass niemand, der dort nicht am Strand angelt, weiss, was die Realität wirklich ist.
https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2026-07/opec-oelproduktion-foerderung-markt-gxe
Gruß
Golden Mask
Opec+ beschließt höhere Ölproduktion für August
https://www.zeit.de/wirtschaft…tion-foerderung-markt-gxe
Gruß
Golden Mask
Wie geht das eigentlich, wenn im Nahen Osten angeblich so viel beschädigt wurde ?
Alles Blödsinn, die US Reserven schrumpfen weiter, wäre der Markt überflutet, würden die Reserven wieder aufgefüllt.
Opec+ beschließt höhere Ölproduktion
Wie geht das eigentlich, wenn im Nahen Osten angeblich so viel beschädigt wurde ?
Ja und?
Die DDR-Führung hatte auch in jedem Fünfjahresplan super Produktionszahlen beschlossen...
Ja und?
Die DDR-Führung hatte auch in jedem Fünfjahresplan super Produktionszahlen beschlossen...
Du wirst lachen...
Die Pläne wurden nach dem Beschluss dann auch jedes mal konsequent übererfüllt. ![]()
So sehr, dass irgend wann die Leute ausgelassen Montagspartys auf der Straße feierten.
Aber Spass beiseite. Ich halte das alles für eine riesen Verarschung. War irgend wann mal an der Tanke kein Sprit erhältlich? Ihre Mangelstorys dienen primär der Abzocke des Pöbels und der Steuerung der Überschussliquidität. Viel effektiver als Zinsveränderung, weil direkt und sofort wirksam.
Beim Gas war es nicht anders. Da kam wie von Zauberhand trotzdem genügend an. Und halb leere Speicher reichten wundersamer Weise auch, um den Winter zu überstehen.
Alles Blödsinn, die US Reserven schrumpfen weiter, wäre der Markt überflutet, würden die Reserven wieder aufgefüllt.
Kannst Du uns bitte die Quelle nennen?
Meine Frage an KI: Steigen die US-Ölreserven wieder?
Antwort:
Nein, die gesamten US-Ölreserven inklusive der strategischen Notreserven sind zuletzt im Juni 2026 auf den niedrigsten Stand seit über 40 Jahren gefallen. Der Abbau von Millionen Barrel aus der staatlichen Notreserve (Strategic Petroleum Reserve) hat den Puffer stark schrumpfen lassen. [1, 2]
Verfolgen Sie die aktuellen Bestandsveränderungen über diese Plattformen:
Möchten Sie wissen, wie sich dieser Trend auf die aktuellen Energiepreise auswirkt, oder welche politischen Maßnahmen der US-Regierung zur Wiederauffüllung der Reserven derzeit diskutiert werden?
Offene Frage: Werden im Kriegsfall - wie derzeit USA/Iran - die tatsächlichen Zahlen gemeldet?
Um Schwäche vorzutäuschen, könnten zu niedrigen Zahlen gemeldet werden und um Stärke vorzutäuschen, zu hohe Zahlen. - Wer kennt die Wahrheit?
Jede Meldung hat eine innenpolitische Wirkung auf die eigenen Wähler und eine außenpolitische auf feindliche Staaten. Wie man es dreht und wendet, es kann auch nach hinten los gehen.
Anhand der transportierten Tankerladungen müsste man der Realität nahe kommen.
LG Vatapitta