Ein wesentlicher Hemmschuh für einen POG-Anstieg ist in vielen Marktphasen ein hoher Dollarindex, zu dem erheblich ein schwacher Euro beiträgt.
Heute wurden seitens der EZB zum ersten Mal "deutlichere" Signale zur Verschärfung der Geldpolitik ausgesandt:
https://www.focus.de/finanzen/…-zulegen_id_37298791.html
Kommen schon bald höhere Leitzinsen?
Dienstag, 11.01.2022, 09:46
Harte Zeiten für Verbraucher und Sparer: Die Inflation in Deutschland lag 2021 bei 3,1 Prozent – dem höchsten Stand seit 1993. Die Sorge der Menschen wächst, dass sich das Leben noch stärker verteuern wird. Bislang hat die EZB das Problem kleingeredet. Doch jetzt räumt eine hohe EZB-Funktionärin ein: Die Energiewende könnte die Inflation weiter anheizen.
EZB-Direktorin Isabel Schnabel sagte jüngst in einer Rede, dass die Europäische Zentralbank (EZB) einen Faktor für weiter steigende Preise nicht ausreichend berücksichtigt hätte. Insbesondere der Umstieg auf nachhaltige Energiequellen könne zu einer mittelfristig höheren Inflation führen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.
Damit vollzieht Schnabel eine Wende: Bislang wiederholte die EZB immer wieder ihre Erwartung, dass die Inflation schon bald deutlich zurückgehen werde. Doch zuletzt räumte die EZB ihren Irrtum ein. Für 2022 erwartet die EZB 3,2 Prozent Inflation – vorher lag die Prognose bei nur 1,7 Prozent.
Schnabel deutete an, dass die EZB ihre bisherige Haltung zur Inflation überdenken und früher als bisher beabsichtigt die Leitzinsen anheben könnte. Mit steigenden Leitzinsen dämpfen Notenbanken die Inflation, weil höhere Zinsen die Nachfrage drosseln. Wenn weniger gekauft wird, fällt der Druck hin zu höheren Preisen weg. Bislang hält die EZB die Zinsen sehr niedrig, um die Wirtschaft trotz Corona-Krise am Laufen zu halten.
Die Situation ist auch deshalb nicht uninteressant, weil sich EUR/USD gegenwärtig knapp unter dem hier viel beachteten 50er EMA befindet:
Dessen nachhaltige Überwindung hat gerade auch in der Corona-Phase deutliche Anstiege des Goldpreises begleitet.