Es ist ganz einfach: kauft man nahe am Spot, spart man sich Aufschläge und Steuern. Als Privatier und Käufer ist man nicht der Unsatzsteuerschuldner. Lässt man sich "sein" Metall raffinieren (z.B. Granulat oder weiterverarbeitung zu Barren (999,9 er Silber) hat man eine marktfähigere Ware, als wenn es zum Beispiel in Form von höher oder niedrig legierten Silbermünzen (500er, 625er, 720er, 800er, 925er oder 945er Silber) belässt. Man zahlt für das Raffinieren und ggf. das Umformen zu Barren inklusive der Mehtwertsteuer, jedoch nur auf diese Dienstleistung und nicht auf das gesamte Material.
Man gibt dabei jedoch zwei Optionen aus der Hand:
(1) mehr Metall zu kaufen, weil man es so belässt, wie es ist und nicht umformt
(2) Kleine, staatlich definierte (Gewicht Feingehalt) Einheiten, mit Härtung (Umlauffähigkeit durch Legierung mit anderen Metallen) für den Krisenfall zu behalten.
Wer bei steigenden Kursen jederzeit ganz schnell verwerten (an privat verkaufen) will, für den sind (1) und (2) uninteressant.