Es heißt immer, dass Gold nur ein Wertspeicher ist und seine Kaufkraft nicht steigt.
Das alte Beispiel mit dem guten Anzug für eine Unze.
Das stimmt in der heutigen Zeit allerdings nicht oder nur bedingt.
Auch in realer Kaufkraft gemessen an vielen Konsumgütern ist der Wert gestiegen bzw. die Entwicklung des Goldpreises liegt über der Teuerungsrate vieler Dinge.
Das soll heißen, dass Gold nie wertlos wird.
Ein Zimmer im Ibis-Hotel kostete um 2007 etwa einen dreiviertel Sovereign - heute reicht ein Gramm.
Ein super Entrecote mit Pommes, Dip, Sherry, Salat, leckeres, wertiges Brot und 1/4 Rioha kostete um 2004 etwa 2 Gramm Gold (16 bis 17 Euro). Wenn ich heute anderswo 40 dafür bezahle (weil das Resteraunt Ende 2024 zumachte) dann ist das weniger, als 1/2 Gramm. Dennoch tut das gefühlt mehr "weh", als damals. Aber Egal. Das teuerste ist, wenn man sich nichts gönnt.
Eine römische fast bankfrische, unzerfressene, gut zentrierte Silbermünze des Trajanus Decius, um 2002 etwa 80 Euro wert, also 8 Gramm; in den 70ern waren es bis zu 200 DM, also über 10 Gramm Feingold - Heute für knapp unter 1 Gramm - wenn man eine kriegt und keine Wucherpreise zahlt. Das gleiche als Follis von Deocletian mit wunderschöner Tönung: in den 90ern 60 bis 80 DM also gute zwei bis drei Gramm Gold - letztes Jahr 60 Euro, 0,7 Gramm.
Was solls. Wer relativ früh Gold gekauft und behalten hat, der kann nicht klagen. Und wer jetzt vielleicht welches kauft, der rettet - finanziell gesehen - gerade noch rechtzeitig seinen Allerwertesten. Auf jeden Fall wird es kein Totalverlust werden oder ein Verlust, der dem sehr nahe kommt. Bei Aktien oder Anleihen oder anderen auf Geld lautenden Anlagen oder Forderungen ist das so sicher nicht.