Unter der Prämisse, dass die Geldmenge stagniert ( sie wird aber eher steigen) müsste der Goldpreis auf über 10000$/Oz steigen, damit das Verhältnis Geldmenge zu POG wieder auf den Stand des Jahres 2005 zurückkommt und auf 15800$/Oz um auf das Verhältnis von 1995 zu kommen.
Gold ... Meinungen und Diskussionen
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Und um auf das Verhältnis von 1930 zu kommen : :
Damals kostete eine Unze (Saint Gaudens) genau 20 US $. Sprich 5000 $ : 20 = 250 Faktor
also 5000 x 250 = 1 250 000 US $ für eine Unze ! !
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Ne ganze Unze war es ja nicht. Fein exakt 30,09 Gramm… 😁
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Ne ganze Unze war es ja nicht. Fein exakt 30,09 Gramm… 😁
Du bist mal wieder der Klugscheisser ! !
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Das weiß ich doch selber auch, aber über "Peanuts" diskutieren wir hier nicht ! !

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Die Inflation wird mit großen Schritten folgen.
Ich denke 2026 können wir uns auf etwas gefasst machen....Die Inflation wird 2027/2028 kommen.
Und zwar heftiger als nach Corona.
2026 könnte der Katalysator dafür sein.
Ich vermute Herbst wird es sehr heftig kriseln.
Dann werden Liquiditätstore weit aufgemacht.
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Über viele Jahre hinweg wurde oftmals die Geldmenge in Bezug auf den Goldpreis gesetzt, wobei halt 5 stellige Goldpreise ermittelt wurden, auch in diesem Faden und dem anderen Goldfaden!
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Vielen Dank für die bisherigen Beiträge, die haben mir tatsächlich geholfen, einige Denkweisen hier im Forum besser zu verstehen. Gerade die Sorgen rund um Inflation, Liquiditätsausweitungen und die Rolle von Gold als Absicherung sind nachvollziehbar – insbesondere vor dem Hintergrund der Erfahrungen seit 2008 und 2020. Je länger ich mich allerdings mit den Zahlen, Strukturen und realen Handelsmechaniken beschäftige, desto mehr habe ich den Eindruck, dass manche Risiken überschätzt und andere systematisch unterschätzt werden.
Ein Punkt, der mir dabei immer wieder auffällt, ist die Annahme, Gold sei quasi der natürliche Gegenpol zum heutigen Geldsystem und müsse zwangsläufig explodieren, sobald Inflation oder geopolitische Spannungen zunehmen. Das klingt intuitiv richtig, hält aber einer nüchternen Betrachtung nur bedingt stand. Gold reagiert historisch nicht auf Geldmenge, sondern auf Vertrauensbrüche – und davon gibt es viele Formen, von denen nur ein Teil inflationär ist.
Gerade die häufig zitierte Hochrechnung historischer Goldpreise – etwa der Vergleich mit 1930 – verkennt, dass der Goldpreis damals kein Marktpreis war, sondern ein politisch festgelegter Zwangspreis. Der Preis von rund 20 Dollar pro Unze war Teil eines Systems, das letztlich selbst zum Weltwirtschaftsdesaster beigetragen hat, weil es Anpassungen verhinderte, Deflation exportierte und nationale Wirtschaftspolitik strangulierte. Diese Preise als „fairen Referenzpunkt“ zu nehmen und auf heutige Geldmengen hochzurechnen, ist keine Analyse, sondern eine Projektion eines gescheiterten Ordnungssystems in einer völlig anderen Welt.
Hinzu kommt, dass Wechselkurse generell keine neutralen Marktpreise sind, sondern Wirtschaftspolitik in Reinform. Die norwegische Krone ist ein Fiskalinstrument, der Schweizer Franken wird aktiv verteidigt oder geschwächt, der chinesische Renminbi existiert faktisch in zwei Versionen (onshore CNY und offshore CNH) und unterliegt massiven Kapitalverkehrskontrollen. Selbst der US‑Dollar ist kein freier Marktpreis mehr, sondern zunehmend Ergebnis geopolitischer Interessen, Sanktionen und institutioneller Macht. Wer Wechselkurse oder Goldpreise als „wahre“ Bewertungsmaßstäbe behandelt, ignoriert, dass Preise im Geldsystem fast immer politisch sind.
Vor diesem Hintergrund wirkt auch die verbreitete Angst, ohne Swift könne internationaler Handel kaum noch funktionieren, eher wie Augenwischerei. Swift ist ein Nachrichten‑ und Abwicklungssystem, kein Zahlungssystem im materiellen Sinn. Handel findet statt, weil Werte ausgetauscht werden – nicht weil ein bestimmtes Netzwerk existiert. Länder wie Russland, China und Indien verfügen über genügend Alternativen, um bilateral oder multilateral abzurechnen, selbst wenn das weniger elegant ist. Allein Russland und China fördern zusammen deutlich über 600 Tonnen Gold pro Jahr, dazu kommen erhebliche Silbermengen. Diese physischen Volumina würden – rein rechnerisch – ausreichen, um selbst große Teile ihrer bilateralen Handelsströme zu besichern, wenn man das denn wollte.
Dazu kommt ein oft übersehener Aspekt: Sowohl Russland als auch China stellen jeweils grob 10–15 % der globalen Bitcoin‑Hashrate. Das bedeutet nicht, dass Bitcoin morgen Weltreserve wird – aber es bedeutet sehr wohl, dass diese Länder technisch und infrastrukturell Zugang zu einem alternativen, nicht sanktionierbaren Settlement‑Layer haben. Wer behauptet, ohne Swift sei Handel praktisch unmöglich, unterschätzt massiv die Vielfalt an Clearing‑ und Abwicklungswegen, die bereits heute existieren oder bei Bedarf hochskaliert werden können.
Gerade deshalb halte ich die Vorstellung, die BRICS‑Staaten könnten oder wollten einen neuen Goldstandard einführen, für eher romantisch als realistisch. Kein einziger dieser Staaten vertraut seinen eigenen Bürgern vollständig freie Kapitalbewegungen zu. Alle BRICS‑Länder haben in unterschiedlicher Ausprägung Kapitalmarktkontrollen, administrative Eingriffe und politische Steuerung der Währungen. Unter diesen Voraussetzungen freiwillig ein starres, goldgedecktes System einzuführen, das fiskalische und geldpolitische Flexibilität massiv einschränkt, wäre ökonomischer Selbstmord. Ein Goldstandard diszipliniert nicht nur Regierungen – er entzieht ihnen Macht. Und genau darauf verzichtet kein Staat freiwillig.
Auch das oft zitierte chinesische CIPS‑System relativiert sich bei genauerem Hinsehen. Ja, das abgewickelte Volumen wächst, liegt inzwischen im Bereich mehrerer Billionen Dollar pro Jahr – aber ein Großteil davon entfällt auf Transaktionen zwischen Hongkong und dem chinesischen Festland. International bleibt die Nutzung überschaubar. Von einem Ersatz für Swift kann keine Rede sein, eher von einem parallelen System für ausgewählte Korridore. Das ist rational, aber weit entfernt von einer globalen Revolution.
All das führt für mich zu einer unbequemen, aber schwer zu ignorierenden Schlussfolgerung: Gold ist im heutigen System kein Gegenspieler, sondern ein Stoßdämpfer. Es darf steigen, es darf beruhigen, es darf Narrative bedienen – solange es nicht zur Recheneinheit wird. Genau deshalb existieren Papiergoldmärkte, Leasing, Derivate und Mehrfachverpfändungen. Nicht aus Bosheit, sondern weil ein vollständig physischer, unkontrollierter Goldmarkt das bestehende Finanzsystem destabilisieren würde.
Wer Gold hält, tut gut daran, es als Versicherung zu sehen – nicht als mathematisch zwingende Wette auf das Ende des Dollars oder einen historischen Reset. Und wer glaubt, die Lösung für komplexe geopolitische Handels‑ und Geldsysteme liege in einer simplen Rückkehr zu Goldpreisen vergangener Epochen, unterschätzt nicht Gold – sondern die Macht moderner Staaten, ihre Systeme länger am Leben zu halten, als viele Modelle es erlauben.
Ich bin gespannt auf die weiteren Gedanken dazu – gerade weil diese Perspektive vermutlich nicht überall auf Zustimmung stößt.
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..., ist die Annahme, Gold sei quasi der natürliche Gegenpol zum heutigen Geldsystem und müsse zwangsläufig explodieren, sobald Inflation oder geopolitische Spannungen zunehmen.
Also ich für mmeinen Teil habe selbstverständlich in Erwägung gezogen, meine Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel zu diversifizieren: Kauri-Muscheln, Manillen, Tulpenzwiebeln,...
Habe bisher aber niemanden gefiunden, der dann wieder zurücktauschen würde oder mir dafür z.B. ein halbes Schwein liefern. So bleibt es halt bei einer Mischung aus Fiat, Gold, ein wenig Silber; für die langen Ketten an Nullen und Einsen konnte ich mich auch nicht erwärmen.
Als Zweitwährung werden die EM schon taugen, hoffe ich, wenn die Fiats auf italienische oder türkische Lira machen sollten. Millionen von Indern, Türken, Chinesen usw. könnnen nicht irren, und wenn sich hierzulande kaum jemand wappnen mag: ist das vielleicht so ewas wie eine gehobene Form der Wohlstandsverwahrlosung?
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Wer Gold hält, tut gut daran, es als Versicherung zu sehen – nicht als mathematisch zwingende Wette auf das Ende des Dollars oder einen historischen Reset. Und wer glaubt, die Lösung für komplexe geopolitische Handels‑ und Geldsysteme liege in einer simplen Rückkehr zu Goldpreisen vergangener Epochen, unterschätzt nicht Gold – sondern die Macht moderner Staaten, ihre Systeme länger am Leben zu halten, als viele Modelle es erlauben.
Das von dir Vorgetragene klingt ein bisschen nach Modern Money Theory. Ob sich durch unkontrolliertes Gelddrucken die Inflation dauerhaft unter Kontrolle halten lässt, insbesondere in einer alternden Gesellschaft, in der immer weniger Waren und Güter auf immer mehr ältere Menschen / Rentner trifft, wird sich erst noch zeigen müssen. Spätestens in einigen Jahren wird meiner Meinung nach genau aus diesem Grund die Inflation zwingend steigen müssen. Die im Verhältnis zur arbeitsfähigen Bevölkerung immer größere Anzahl an älteren Menschen, welche ihren Ruhestand genießen möchten (keine Waren und Güter mehr produzieren), aber dennoch am Verbrauch der sodann voraussichtlich geringeren Anzahl an Gütern und Dienstleistungen teilnehmen, wird zwangsläufig zu einem nie zuvor dagewesenen Problem mit Gefahr der Inflation und massiven Teuerung führen.
Ob diese Problematik sodann nur inflationäre Tendenzen entfaltet oder sich hieraus eine Hyperinfaltion entwickelt, wird die Zeit zeigen. Prinzipiell ist es aber wohl tatsächlich so, dass ein Staat mit unbegrenztem Monopol zum Gelddrucken in sich selbst nicht pleite gehen kann. Der Vertrauensverlust der Bürger bzw. der Vertrauensverlust des Auslandes und potentiellen Handelspartners sind hier aber ernsthafte Probleme, die es zu kontrollieren gilt.
Es gilt also, das Vertrauen der Bevölkerung in die Papierwährung aufrechtzuerhalten, koste es was es wolle.
Mit „Modern Monetary Theory“ zu Hyperinflation?
Kritiker der modernen Geldtheorie, zu denen auch der linksliberale Ökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman gehört, warnen davor, dass unbegrenztes Gelddrucken zu Hyperinflation und der Zerstörung der Währung führt. Sie verweisen auf warnende Beispiele wie Deutschland zu Beginn der 1920er Jahre oder aktuell die Länder Simbabwe und Venezuela, bei denen Hyperinflation in den wirtschaftlichen Ruin geführt hat. MMT gesteht zwar zu, dass Haushaltsausgaben zu Preisdruck führen können, wenn die nominale Nachfrage die Produktionskapazitäten der Wirtschaft kontinuierlich übersteigt. Es fehlt allerdings ein Anhaltspunkt, ab wann Inflation wirtschaftlich problematisch würde. Auch wird ignoriert, dass eine Regierung bei steigender Inflation harte Entscheidungen bei Steuererhöhungen und Ausgabensenkungen getroffen werden müssten, da ansonsten Verteilkämpfe vorprogrammiert wären. Es erscheint sehr unrealistisch, dass eine Fiskalbehörde den Geldfluss rechtzeitig und ohne politischen Druck regulieren kann und wird.
„Modern Monetary Theory“ und Gold - Risiken und Nebenwirkungen
Inflation? Völlig ausgeschlossen! Zumindest aus Sicht jener Wissenschaftler, die sich der „Modern Monetary Theory“ verschrieben haben. Eine alternde Gesellschaft in den Industriestaaten, die weit weniger konsumfreudig ist als jüngere Generationen, dazu die Globalisierung und Digitalisierung der Wirtschaft drücken naturgemäß auf die Preise. Der Theorie zufolge kann dies zwangsläufig nur (vorerst) deflationäre Tendenzen erzeugen. Nach Meinung vieler Experten könnte das viele Geld über kurz oder lang den Weg in die Wirtschaft finden und somit die Inflation anheizen. Das frische Geld könnte dann auch die Konsumnachfrage stärken. Ob das Angebot so ausgeweitet werden kann, dass die Inflation nicht bedrohlich anzieht, ist aber fraglich. Sollte es dazu kommen, dürften sich die Zentralbanken wahrscheinlich als zahnlose Papiertiger erweisen. Theoretisch ließe sich eine erhöhte Geldmenge ganz einfach mithilfe steigender Zinsen vermindern. Nur steht die Welt dieses Mal vor dem Problem, dass die Schuldenstände von Staaten, Unternehmen und Privathaushalten inzwischen derart bedrohliche Ausmaße angenommen haben, dass eine Rückkehr zu einer Zinsnormalität gleichbedeutend mit einer massiven Welle an Zahlungsausfällen wäre.
Notenbanken weltweit verneinen, dass sie Staatsschulden monetarisieren. Zudem vermitteln sie wiederholt die Illusion, die Geldpolitik jederzeit anpassen und ihre Bilanzsumme reduzieren zu können. Leider ist die US-Notenbank (FED) mit diesem Versuch im Jahr 2018 grandios gescheitert. Das Gegenteil ist mittlerweile zu beobachten: Die Druckerpressen laufen als Reaktion auf die Corona-Pandemie noch schneller und die Geldmengen steigen rasant. Neben Staatsanleihen und Unternehmensanleihen finden nun auch Ramschanleihen (High Yield) einen Platz in der Bilanz der FED. Die Europäische Zentralbank (EZB) und andere Notenbanken werden diesem Beispiel bald folgen. Für Anleger bedeutet dies, dass Gold in einer Vermögensstruktur weiter an Wichtigkeit gewinnen wird. Das gelbe Metall war historisch ein geeignetes Instrument zum Werterhalt, besonders in Zeiten extremer Geld- und Fiskalpolitik. Man mag zu der ultralockeren Geldpolitik stehen wie man will, aber es erscheint uns mehr denn je ratsam, Edelmetalle (Gold und Silber) in der Kapitalanlage stärker zu berücksichtigen.
Wie eine neue monetäre Weltordnung genau aussehen wird, ist also aus heutiger Sicht noch nicht absehbar. Dass es zu gravierenden Änderungen kommen wird, steht jedoch fest. Aufgrund der Entwicklungen im Zuge der Covid-19-Krise sind wir einem solchen monetären Endspiel einen weiteren Schritt nähergekommen. Wir sind davon überzeugt, dass Gold in der neuen monetären Weltordnung eine „bedeutendere“ Rolle spielen wird als heute. Die Verschmelzung von Geld- und Fiskalpolitik und das Einlenken im Sinne der „Modern Monetary Theory“ könnten zu einem Anstieg der langfristigen Inflationserwartungen führen, die sich in einem höheren Goldpreis und der Abwertung des Dollars, nicht aber in den Kursen von US-Staatsanleihen oder in der Zinskurve widerspiegeln.
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für mich zu einer unbequemen, aber schwer zu ignorierenden Schlussfolgerung: Gold ist im heutigen System kein Gegenspieler, sondern ein Stoßdämpfer. Es darf steigen, es darf beruhigen, es darf Narrative bedienen – solange es nicht zur Recheneinheit wird.
Diese Schlussfolgerung wird für die meisten Edelmetallbesitzer überhaupt nicht unbequem sein, bedeutet es doch das der POG immer weiter steigt UND Goldbesitz weiterhin legal bleibt. Der größte Pferdefuss am Goldstandard ist doch der das er mit einem Handelsverbot für Private oder einer Zwangsabgabe einher gehen könnte.
Man sollte sich hier in Europa nichts vormachen. Unsere Regierungen sind weit weg von liberalen Gedankengut.
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Fest steht auf jeden Fall, dass die Notenbanken derzeit Gold kaufen wie verrückt.
Was für Vorteile haben sie? Ich denke, das machen sie nicht, weil sie einen Goldstandard planen, sondern um im Falle eines Falles dem Bürger oder dem ausländischen "Handelspartner" Sicherheit verkaufen zu können. Hier könnte ich mir vorstellen, dass eine Währung mit Gold teils unterlegt wird oder Gold sonst irgendwie als Sicherheit angeboten wird. Die "Lizenz zum Gelddrucken" werden sie sicherlich nicht aus der Hand geben wollen.
Es gibt ja schon Gerüchte, dass die USA über die Aufwertung des Goldes in der US Bilanz nachdenkt. Derzeit ist das US-Gold ja nur mit ca. 40 Dollar / Unze in der Bilanz. Auch wenn es erst mal nur Augenwischerei ist, so wäre es vertrauenstechnisch dennoch erst mal effektiv.
Die Notenbanken weltweit kaufen sich demnach vermutlich Gold, um das Vertrauen in das Papiergeld zu stabilisieren. Und sollte die Währung trotzdem zu sehr inflationieren oder gar ein Reset erforderlich sein, könnte man damit neues Vertrauen erzeugen.
Ob der Goldpreis nun aber dauerhaft steigt bis dahin, bleibt abzuwarten.
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Es gibt ja schon Gerüchte, dass die USA über die Aufwertung des Goldes in der US Bilanz nachdenkt.
Das wäre ein sinnvoller und logischer Schritt und sehr naheliegend. Damit können sie das Triffin Dilemma zwar nicht auflösen aber sich Zeit kaufen.
Das Triffin Dilemma zeigt, dass ein Land nicht dauerhaft sowohl die Welt mit Liquidität versorgen als auch die eigene Währung stabil halten kann. Die strukturellen Leistungsbilanzdefizite der USA sind kein Zufall, sondern systembedingt.
Ein weiterer Weg sich Liquidität zu verschaffen ohne das Vertrauen weiter zu ramponieren wären die Eurodollar- und Asiadollar-Märkte als externe Geldschöpfungsquellen außerhalb der USA.
Diese Offshore-Dollar-Systeme können durch Kreditvergabe in Dollar außerhalb der USA die globale Liquidität erhöhen, ohne dass die USA selbst Leistungsbilanzdefizite machen müssen.
Diese Dollars existieren außerhalb der US-Regulierung FED und sind Buchgeld, das durch Kreditvergabe nicht amerikanischer Banken geschöpft wird.
Ein vordergründig eleganter Weg, der aber nicht nachhaltig ist da das Vertrauen von der USA als Schuldner hin zu einem Vertrauen in das globale Dollar-Finanzsystem verlagert wird, das am Ende trotzdem auf die US-Institutionen zurückfällt.
Ich vermute das sie mindestens diese beiden Wege (und noch etliche andere die ich nicht kenne) versuchen werden und möglicherweise wird der Weg über die Offshore $ ohnehin schon genutzt. Für die Neubewertung der Goldbestände sind Werte um 10000$ notwendig - zumindest liest man das häufig. Wäre bei den aktuellen Preisen auch kein Beinbruch. Halte ich für realistisch.
Aber was dann? Wenn sie so weitermachen müssen sie alle 10 Jahre eine Neubewertung durchführen. Ich vermute sie werden das zumindest einmal probieren. Danach wird man sich ernsthaft was neues überlegen müssen.
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1000 Dank für deinen Beitrag @Silberlilly – Ehrlich, ich würde gerne 1000 Reaktionspunkte vergeben, auch wenn ich gleich einiges zerpfücken werde. Risiko, unbeliebt zu sein, nehme ich gern in Kauf, denn genau solche offenen Debatten treiben Wohlstand und Wachstum voran – solange der Staat es nicht vorher verschlingt.
Beginnen wir mit der Modern Monetary Theory. Ich bin klarer Gegner der MMT. Sie ist ein akademisches Konstrukt, das in der Realität kaum Bestand hat. Die Theorie suggeriert, ein Staat mit souveräner Währung könne unbegrenzt Geld drucken, solange die Ressourcen nicht voll ausgelastet sind. Realität: Geld wird überwiegend in konsumtive Staatsausgaben, Militär, Bürokratieausbau, neue Reglementierungen, Erhöhung der Besoldung der Versorgungsinstitutionen und ineffiziente Programme von NGO's gesteckt, während Infrastrukturausbau, Bildungsqualität, Wettbewerbssteigerung, technologische Produktivität, Robotik und Innovationen unberücksichtigt bleiben. Ergebnis: Asset-Inflation. Aktien, Immobilien, Rohstoffe – das Vermögen einer kleinen Elite steigt massiv, während die breite Bevölkerung in realer Kaufkraft stagniert.
Land Geldmenge M2 2000–2023 CPI Inflation Assetpreisentwicklung USA 4,3 → 21,2 B$ 3,4 % → 3,2 % S&P500 +400 %, Gold +650 %, Immobilien +200 % DE 1,6 → 3,6 B€ 2,0 % → 3,1 % Immobilien +150 % MMT ignoriert zudem den technologischen Fortschritt und Robotik. Produktivität steigt exponentiell, Kosten sinken, Output steigt – aber in MMT‑Modellen wird Geldschöpfung als Haupttreiber von Wohlstand betrachtet, nicht reale Produktion. In Wahrheit wäre jede rationale Wirtschaftspolitik darauf angewiesen, Produktivitätsgewinne den Bürgern zugutekommen zu lassen, nicht sie im Staatsapparat zu versenken. Betrachtet man das Verhältnis von Wirtschaftswachstum, Nettolöhnen und Staatsquote, zeigt sich die Realität brutal:
Land BIP-Wachstum p.a. Staatsquote Nettolohnsteigerung p.a. USA (2000–2020) ~2 % 35 → 42 % ~0,5–1 % DE (2000–2020) ~1,5 % 44 → 50 % ~0,8 % Die enormen Ressourcen, die durch Geldschöpfung gewonnen werden, landen nicht beim Bürger, sondern fließen in Staatsapparat, Transferprogramme und ineffiziente Projekte – was MMT als theoretische Wohlfahrtslogik suggeriert, verkehrt sich in der Praxis ins Gegenteil.
Die Realität der Geldschöpfung lässt sich mit einem Sandhaufen vergleichen: Jeder neue Kredit, jede weitere Staatsausgabe ist ein Sandkorn, das den Haufen steiler macht. Niemand kann vorhersehen, wann das nächste kleine Sandkorn – sei es ein Finanzschock, eine geopolitische Krise oder ein unerwartetes Defizit – den gesamten Haufen ins Rutschen bringt oder einfach einen kleinen instabilen Finger in den Abgrund reißt, ohne den ganzen Haufen zu zerstören. Aber ein winziges Sandkorn, das den ganzen Haufen einstürzen lässt, ist genau dieses Risiko, das das System trägt. Das ist der Minsky-Moment: zu viel finanzielle Belastung ohne reale Wertschöpfung, ein fragiles Gleichgewicht, das jederzeit zusammenbrechen kann.
Zur Absurdität der Modern Monetary Theory fällt mir als konsequente Steigerung eigentlich nur noch die Efficient-Market-Theorie ein, die in den USA unter dem wohlklingenden Namen Efficient Market Hypothesis (EMH) firmiert. Ihr zentrales Dogma lautet, dass sämtliche verfügbaren Informationen jederzeit vollständig und unverzüglich in den Marktpreisen enthalten seien und es daher prinzipiell unmöglich sei, über längere Zeiträume eine Überrendite zu erzielen.
Der Markt wird damit zur neuen Religion erhoben: allwissend, allgegenwärtig, unfehlbar – und vor allem unangreifbar. Kritik gilt nicht als Analyse, sondern als Ketzerei.
Theoretisch klingt das elegant, fast beruhigend. In der realen Welt jedoch versagt dieses Modell regelmäßig und spektakulär. Die EMH beruht auf einer Reihe von Fehlannahmen, die weder historisch noch empirisch haltbar sind:
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Alle Marktteilnehmer sind rational. Psychologische Verzerrungen, Panikverkäufe oder Übertreibungen ignoriert.
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Alle Informationen sind perfekt verfügbar. Insiderwissen, politische Machtspiele oder manipulative Finanzpraktiken werden ausgeblendet.
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Preise spiegeln immer den fairen Wert wider. Historische Blasen – Dotcom, Immobilienkrise 2008 – zeigen, dass Märkte oft völlig irrational reagieren.
EMH und MMT haben gemeinsam: Sie sind akademische Konstrukte, elegant auf dem Papier, realitätsblind, blind für Ungleichverteilung, Produktivitätsfortschritt oder die Gefahr eines Minsky-Moments. Die Asset-Inflation, die heute zu beobachten ist, zeigt, dass reale Vermögensverteilung und Finanzsystemrisiken völlig außer Acht gelassen werden. Gold, Rohstoffe oder liquide Assets sind daher nicht nur Versicherung, sondern Frühwarnsysteme für den nächsten Abrutsch. Deshalb ja mein erster Beitrag zu den Vigilanten und ob das wirklich so funktioniert, das hätte mich mal interessiert hier unter den Experten der Runde.
Kurz gesagt: Hyperinflation mag theoretisch möglich sein, doch die wahre Gefahr liegt im stillen Aufbau von Spannungen im System, die niemand genau quantifizieren kann – ein kleines Sandkorn kann den ganzen Haufen zum Einsturz bringen oder eben gar nichts machen. Wer sich ernsthaft auf MMT oder die Efficient-Market-Theorie verlässt, ignoriert die Realität, in der produktive Wertschöpfung, technologische Innovation und Ungleichverteilung die wahren Triebkräfte sind.
Es sind jene komplexen Systeme, deren unsichtbare Regeln unser Leben weben, während wir ohne jeden Blick in ihr Innerstes umhertappen, unfähig, sie zu verstehen oder vorherzusehen.
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Geht's nur mir so?
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Kann weg
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Du hast geschrieben:
„Wer Gold hält, tut gut daran, es als Versicherung zu sehen – nicht als mathematisch zwingende Wette auf das Ende des Dollars oder einen historischen Reset. Und wer glaubt, die Lösung für komplexe geopolitische Handels‑ und Geldsysteme liege in einer simplen Rückkehr zu Goldpreisen vergangener Epochen, unterschätzt nicht Gold – sondern die Macht moderner Staaten, ihre Systeme länger am Leben zu halten, als viele Modelle es erlauben.“
Ja, das ist richtig, sehe ich auch so.
Es gibt aber auch immer mal wieder ein Fail-Out, auch das hast du richtig erkannt. Und darauf laufen wir hinaus. Hauptursachen sind nicht zuletzt Demografie und die daraus resultierende Inflation. Die von dir erwähnte Assett-Inflation – Modern Money Inflation hin oder her - haben wir bereits jetzt.
Was du dir wünschst, ist aber ein Leitfaden, der alle dir bislang gelehrten wirtschaftlich relevanten Regeln und Informationen richtig verarbeitet und daraus eine logische Schlussfolgerung zieht. Mit Logik ist der Sache aber eben nicht beizukommen, wie du ja selbst erkannt hast. Nachfolgende Punkte sind - nach deinem Zitat - richtig erkannt eben nicht zutreffend:
Alle Marktteilnehmer sind rational. Psychologische Verzerrungen, Panikverkäufe oder Übertreibungen ignoriert.
- Alle Informationen sind perfekt verfügbar. Insiderwissen, politische Machtspiele oder manipulative Finanzpraktiken werden ausgeblendet.
- Preise spiegeln immer den fairen Wert wider. Historische Blasen – Dotcom, Immobilienkrise 2008 – zeigen, dass Märkte oft völlig irrational reagieren.
So, und nun?
Gold, Rohstoffe oder liquide Assets sind daher nicht nur Versicherung, sondern Frühwarnsysteme für den nächsten Abrutsch. – Ja.
Kurz gesagt: Hyperinflation mag theoretisch möglich sein, doch die wahre Gefahr liegt im stillen Aufbau von Spannungen im System, die niemand genau quantifizieren kann – ein kleines Sandkorn kann den ganzen Haufen zum Einsturz bringen oder eben gar nichts machen. – Auch ja
Es sind jene komplexen Systeme, deren unsichtbare Regeln unser Leben weben, während wir ohne jeden Blick in ihr Innerstes umhertappen, unfähig, sie zu verstehen oder vorherzusehen. – Auch ja
Aber wie du selbst erkannt hast – es sind alles Möglichkeiten. Dass es mal irgendwann zu einem Bruch kommt, ist ziemlich sicher. Doch wann das sein wird und wie bis dahin der Fahrplan – Gold betreffend ist – ist unbekannt.
Wenn irgendwann Papiergeld „verbrennt“, bleibt jedenfalls nur Asche zurück. Soviel ist sicher. Die Zentralbanken wissen das. Darum kaufen sie Gold.
Wann das sein wird, ist zumindest mir unbekannt.
Daher bleibt nur so viel zu sagen:
Warum Währungen versagen, Gold stabil bleibt
Währungen sind nicht wertstabil
Die Währungen verschiedener Länder eignen sich dagegen hervorragend zum Bezahlen, zumal mit der Stückelung in Münzen und Scheine für jeden Betrag eine passende Aufteilung möglich ist. Auch als Kommunikationsmittel sind Währungen bestens geeignet.
Lediglich beim Vertrauen hapert es etwas. Zum einen ist der Wertmaßstab allenfalls über kurze Zeiträume gegeben, weil 100 Euro nach zehn oder gar 50 Jahren nicht mehr den gleichen Wert haben. Zum anderen ist auch die Möglichkeit der Staaten jederzeit neues Geld herstellen zu können problematisch. Der Preis zur Herstellung einer Münze oder eines Geldscheins liegt in der Regel (deutlich) unter dem Wert, so dass der Staat einfach Geld herstellen und damit Güter kaufen kann.
Die Kopplung einer Währung an Gold führt damit zu einer hervorragenden Symbiose. Die Nachteile von Gold als Tauschmittel werden durch den Ersatz durch eine Währung ausgeglichen, während der Nachteil des Wertverlustes der Währung durch die jederzeitige Eintauschbarkeit in das nur begrenzt verfügbare Gold eingeschränkt wird.
…
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass alle verfügbaren Währungen kein „gutes“ Geld sind, weil deren Wert nicht stabil ist. Größere Beträge sollten nicht auf Konten in einer Währung aufbewahrt werden, weil die mit der Zeit an Wert verliert. Hier bieten sich Investitionen zur Aufbewahrung an, oder zumindest für einen Teil des Vermögens Gold. Bleibt nur zu hoffen, dass eines Tages gutes Geld entsteht, das den Bürger schützt und ihm gleichzeitig maximale Freiheit gewährt.
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[…]
Das ist korrekt zusammengefasst.
Ich will noch ergänzen, dass es sich um technokratisch… Anmelden oder registrieren -
[…]
Du meinst die Romane vom Oberlehrer, der Leute in seine Diskussionen ziehen will?
Der kann mich… Anmelden oder registrieren