Goldpreis, Ausbruch wird kommen
ZitatEin wichtiger Grund für die aktuelle Schwäche des Edelmetalls liegt in der Entwicklung der Zinsen. Gold wirft selbst keine laufenden Erträge ab. Steigen die Renditen von Staatsanleihen, werden verzinsliche Anlagen für Investoren attraktiver. Genau dieser Effekt ist derzeit zu beobachten. Die stark gestiegenen Ölpreise nähren neue Inflationssorgen und könnten dazu führen, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik länger restriktiv hält. Für den Goldmarkt ist das ein entscheidender Faktor. Höhere Zinsen erhöhen die sogenannten Opportunitätskosten des Edelmetalls. Anleger können ihr Kapital stattdessen in Staatsanleihen investieren und dort eine Verzinsung erzielen. Der Zinsanstieg wirkt daher oft wie eine Bremse für den Goldpreis – auf lange Sicht allerdings nur, wenn die Inflation geringer ausfällt als die Rendite auf Anleihen.
Ein zweiter wichtiger Faktor ist der starke US-Dollar. Gold wird weltweit in Dollar gehandelt. Derzeit wertet die US-Währung auf, dadurch wird das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums teurer. Das kann die Nachfrage dämpfen und den Preis kurzfristig unter Druck setzen. Die Kombination aus steigenden Ölpreisen, höheren Renditen und einem festen Dollar hat deshalb dazu geführt, dass Gold seit Beginn des Konflikts kaum von der geopolitischen Unsicherheit profitieren konnte.
Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Gold profitierte bislang von der Aussicht auf eine Politik des billigen Geldes. Doch die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen in den USA sind in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Das FedWatch-Tool der Terminbörse CME Group zeigt aktuell nur noch eine 27-prozentige Wahrscheinlichkeit an, dass die US-Notenbank bereits Ende Juli niedrigere Leitzinsen beschließt. Für eine Lockerung bis Mitte September wird eine Wahrscheinlichkeit von 34 Prozent angezeigt. Noch vor vier Wochen sah das völlig anders aus. Damals lagen diese Wahrscheinlichkeiten bei 82 Prozent beziehungsweise 92 Prozent. Die Märkte hatten also fest mit einer raschen Lockerung der Geldpolitik gerechnet. Inzwischen hat sich diese Erwartung stark relativiert. Zinshoffnungen sehen anders aus – und genau dies belastet derzeit den Goldpreis.
Auch der Leitzins der Notenbanken ist nur eine von vielen Einflußgrößen. Was wird passieren, die Inflation ist nach jedem Krieg gestiegen, und auch nach jeder Energiekrise. Jetzt haben wir beides. Bei der immensen Weltverschuldung können die Zinsen nicht erhöht werden, aber auch nicht gesenkt. Ohne den Konsum anzukurbeln wird die Weltwirtschaft zusammenbrechen ( Stagflation ) , also wird man noch mehr Schulden machen müssen, allein um sich auf den nächsten Krieg vorzubereiten. Denn wir haben ein Patt zwischen Cn-Ru-Ir und dem Westen. Beide Seiten werden ihre Positionen zu verbessern suchen und der Kampf wird schärfer. Um den Iranern ihren Haupttrumpf "Die Kontrolle der Straße von Hormuz" zu entreißen ist eine Landstreitkraft von 80.000 Mann erforderlich. Die müssen aber erstmal an die Küste gebracht werden, das wird ein langer und verlustreicher Kampf wird die USA das Risiko eingehen ? Bei Tausenden Toten und 100en Milliarden Verlusten muß ein Sieg sicher sein , sonst droht den USA der Untergang. Der angeblich so "sichere" Dollar ist in Wahrheit eine Lüge, denn nichts ist riskanter als die Währung eines Kriegsverlierers und dabei geht es nur um das Kriegsziel "Kontrolle der Straße von Hormuz innerhalb 6 Monaten" .
Selbst wenn die USA in dieser Beziehung erfolgreich sind, die Schäden in den Golfstaaten könnten ebenfalls so immens sein das diese alles Kapital aus dem Westen abziehen müssen um ihre Wirtschaft wieder herzustellen. Reparaturen , Hochfahren der Produktion usw. dauert nochmal Monate und läßt den Ölpreis über 100$/bbl für Jahre , denn die Ölfirmen müssen erstmal viel Geld investieren um die Schäden zu begleichen, Tanker müssen neu gebaut werden, Dienstleistungspreise werden explodieren, so daß die Gewinne gar nicht so hoch sein werden.
Währungen und Kaufkrafterhalt spielen keine Rolle mehr, die nächste Geldmengenausweitung wird alles bisherige übertreffen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die nächste Welle der EM-Kurssteigerungen anlaufen.