Verrücktheit im Markt
Das wird die Chance für mutige Anleger die sich nicht von der Verrücktheit der Masse irritieren lassen. Von den Trump-Zöllen profitiert Energy Fuels während Denison Mines , Cameco, keine Vorteile ziehen können. Dennoch wird EF stärker vom Markt abgestraft als die Kanadier !
Je höher die Energiezölle Trumps werden , desto überproportionaler wird EF profitieren, die Betreiber werden ihre Kaufzurückhaltung spätestens in 2026 bereuen wenn der Uran-Preis schlagartig nach oben schießt und die Brennelementlager leer sind. Als Edelmetallanleger hat man diese Widersinnigkeiten schon oft erlebt, aber Marktlogik setzt sich irgendwann durch, notfalls muß man auch hier 1 Jahr warten. Man kann nicht voraussehen wann die Vernunft zurückkehrt und der EF-Kurs anzieht , wer die Nerven hat ein paar Monate mit Verlusten zu leben wird wohl bald bei EF einsteigen oder aufstocken.
Zwar hat sich die Regierung Trump stärker auf fossile Brennstoffe konzentriert und bietet weniger Unterstützung für erneuerbare Energien an, mit am stärksten betroffen von den Zöllen ist aber die US-amerikanische Kernkraft.
Mehr als ein Viertel des US-Uranbedarfs kommt aus Kanada – mehr als aus jeder anderen Quelle. Insgesamt beziehen die USA, der weltweit größte Uran-Käufer und Heimat von 94 Kernreaktoren, 95 Prozent ihres Nuklearbrennstoffs aus dem Ausland.
Die Ungewissheit über den Umfang und die Dauer der Abgaben, die am 2. April in Kraft treten werden, schreckt die Käufer des Reaktorbrennstoffs ab und führt zu weitreichenden Marktverwerfungen, da Betreiber möglicherweise bald gezwungen sein werden, ihre Lagerbestände zu nutzen. "Die Versorger warten ab, was das alles bedeutet, bevor sie Maßnahmen ergreifen", erklärt Karen Radosevich, Managerin für nuklearen Brennstoffversorgung bei Entergy, gegenüber Bloomberg.
Dennoch gibt es kurzfristig wenig Gefahr, dass den US-Reaktoren der Brennstoff ausgeht. Aufgrund der langfristigen Natur der Uran-Lieferverträge sind die Versorgungsunternehmen für dieses Jahr und den größten Teil des Jahres 2026 gut aufgestellt, so Grant Isaac, CFO von Cameco, auf einer Branchenkonferenz im Februar.
Trotz der Unsicherheiten bemühen sich einige Versorger um gesicherten Zugang zu Uran, um Kostensteigerungen zu vermeiden. Entergy hat beispielsweise die Lieferungen von kanadischem Uran beschleunigt, nachdem Trump eine Verzögerung bei der Umsetzung der Zölle angekündigt hatte.
Doch neue langfristige Verträge stehen derzeit nicht zur Debatte. Die anhaltende politische Unsicherheit lähmt den Markt, und viele Betreiber bleiben abwartend an der Seitenlinie.