Wirtschaftskrise 2019+ und eure Berichte

  • jeder soll und sollte sich so kleiden wie er/sie/es für richtig hält, ich habe damit keinerlei probleme.

    in einer "gesellschaft" machen kleider leute und man kleidet sich dann nach deren dresscode.

    ok, nicht mein problem. dummerweise bleiben die menschen trotzdem nur das was sie eben sind und die kleidung ändert nicht das geringste daran.

    imho ist es vollkommen egal was man anzieht solange es nicht gammelig ist, hauptsache man fühlt sich wohl. ich nenne das persönliche freiheit.

    Spuren oder größere Ansammlungen von Zynismus, Sarkasmus und/oder Ironie sind Bestandteil dieser Signatur/Beitrag zu einem Fred. Die Beiträge des Verfassers zu einem Fred geben unter Umständen die Gedanken des Schreibenden wieder oder auch nicht. Rescht/Lingsschreibefähla sind bewosst eingebout worden um den Schaafsinn der Läsenten gezield zubrovoziern.
    Die Movies " Idiogracy " und "Demolition Man" sind zur puren Realität geworden.
    Alle Macht dem Kampf gegen den Verschissmus. :D

  • Je erfolgreicher und damit vermögender ich wurde, entgegen dessen was propagiert wird, desto mehr eckte ich an aber, es ist mir EGAL!!! 8)


    Und wenn meine Meinung nicht mehrheitsfähig ist, dann bin ich Demokrat und ziehe mich zurück, sollen sie doch bitte OHNE MICH weiter machen und LMAA, ich bin daher umgezogen nach Mitteldeutschland, ehemalige DDR, da sind die Menschen Diktatur etwas mehr gewöhnt und daher eben etwas reifer. Und was soll ich sagen... weniger Kalifat, mehr Freiheit, mehr Normalität, es lebe das Dorf!


    06502 Westerhausen! Könnt Ihr gerne selber raus suchen. 8)

    ACHTUNG!!!! Mein Account FanaticsVfL wurde heute morgen gehackt und derjenige treibt hier sein Unwesen!!! Bitte den Account sofort blockieren und bitte einer der Mod. mich anrufen.

  • jeder soll und sollte sich so kleiden wie er/sie/es für richtig hält, ich habe damit keinerlei probleme.

    in einer "gesellschaft" machen kleider leute und man kleidet sich dann nach deren dresscode.

    ok, nicht mein problem. dummerweise bleiben die menschen trotzdem nur das was sie eben sind und die kleidung ändert nicht das geringste daran.

    imho ist es vollkommen egal was man anzieht solange es nicht gammelig ist, hauptsache man fühlt sich wohl. ich nenne das persönliche freiheit.

    steht ja auch gar nicht zur Diskussion, vollkommen klar, ich richte niemals über jemanden, hauptsache er fühlt sich wohl. Stilvolle Kleidung besteht ja auch nicht nur aus Anzug und Krawatte wie viele meinen.


    Mit dieser persönlichen Freiheit muss man dann aber auch ggf. Konsequenzen ertragen, das man eben in Monaco / Marbella / Portofino / Porto Cervo usw. nicht überall rein gelassen wird. Die Freiheit sollte man sich auch nehmen. Und ich habe viele Menschen in extrem stilvoller Freizeitkleidung gesehen, ich habe aber auch Leute in Camp David von oben bis unten aus dem Türkei Urlaub mitgebracht gesehen, Vadder / Mudder / dickes Kind im Partnerlook.


    Und in Palma de Mallorca Altstadt gibt es ein Ticket, wenn Vadder Wilfried in Ralph Lauren Badebuchse (Nummer zu klein mit Arschritze, ich meine kein Badeshort) durch die Einkaufstrasse latscht.... zu Recht.... machen nicht wenige (korrekt mit Adilette) Habe dort 5 Jahre gelebt, da siehts Du alles an Freiheiten... gestehe ich jedem Zu.


    Und auch der Boomer kurz vor 60 im Skateshirt Rosa mit Bollerbuchse bis in die Knie, alles sauteure Marken..... wird dadurch keine 20 Jahre mehr..... incl, Ray-Ban Pilotenbrille und wippender Gang :)


    Genug jetzt.....


    Jeder wie er mag, stilvoll muss auch nicht teuer sein, im Gegenteil.


    Beste Grüße


    ballerina

  • ....stilvoll muss auch nicht teuer sein, im Gegenteil.

    [smilie_blume] Absolut. Das hat was mit Ästhetik zu tun nicht mit dem Geldbeutel.



    Für diese Art der Hosen habe ich mal einen nicht jugendfreien Begriff gehört.

    MFH

    Gruß von Bumerang
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    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Da es dann doch zum Thema passt. Es gibt ja die Regel, je größer die Not desto kürzer der Rock.


    In die heutige zeit übersetzt, desto anzüglicher, denn Minirock wird gerade nicht getragen, aber eben "MFH" Look etc. Das sollte man nicht mit stilvoll verwechseln! :D


    Ich denke, die junge Generation Frau verabschiedet sich gerade vom Feminismus, gezwungenermaßen.


    Vielleicht bin ich zu alt, aber zu meiner zeit wäre Tinder (oder wie die heißen) für Frauen so ähnlich wie der Strich betrachtet worden.

    Gruß von Bumerang
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  • Das hat was mit Ästhetik zu tun

    Das denke ich auch. Es sollte einfach gut aussehen, nicht uniform, kein Dresscode. Und keine Jogginghose, wie Karl richtig bemerkte.

    Man hat doch ein normales Empfinden dafür, was "overdressed", übertrieben und was peinlich, billig ist. Und natürlich gibt es Gelegenheiten, wo es etwas steifer zugeht. Nur im normalen Umgang wünsche ich keinen Kleidungszwang, ich mag nicht mit Hemd und Schlips und Stehkragen rumlaufen, nur um dazu zu gehören. Ich stehe da drüber, habe es nicht nötig, mich anzubiedern. Ich muss weder einem "Kunden" noch Chef noch (potentiellen) Auftraggeber gefallen, die können mich alle mal.

    Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken. Marc Aurel (121-180)
    Die Großen werden aufhören zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen. Friedrich von Schiller (1759 – 1805)
    Wer eine friedliche Revolution unmöglich macht, macht eine gewaltsame unvermeidbar. John Fitzgerald Kennedy (1917-1963)
    Ich bedaure nicht, was ich getan habe. Ich bedauere, was ich nicht getan habe.
    Ingrid Bergman (1915-1982)

    Einmal editiert, zuletzt von Lupus ()

  • Grundsätzlich richtig, allerdings findet in Deutschland und weiteren Ländern nördlich der Alpen auch eine Uniformierung statt, die sich nicht durch das Tragen von Anzügen, sondern beispielsweise durch die Verwendung von Outdoorbekleidung im Alltag äußert. Zum Einkaufen? Jack Wolfskin! Zur Arbeit? Jack Wolfskin. In die Philharmonie? Jack Wolfskin. Wer etwas Besseres anzieht, ist sofort verdächtig. In anderen Ländern ist das anders. Bei aller Freiheit muss man nicht in Shorts und Flipflops in die Philharmonie gehen (wie ich zuletzt in Köln erlebt habe). Genauso wenig geht man im Smoking zu einem Heavy-Metal-Konzert. Aber etwas Schönes anzuziehen wäre wieder eine Art, "aus der Reihe zu tanzen", und das ist in Deutschland bekanntlich verpönt. :rolleyes:

  • Das denke ich auch. Es sollte einfach gut aussehen, nicht uniform, kein Dresscode. Und keine Jogginghose, wie Karl richtig bemerkte.

    Man hat doch ein normales Empfinden dafür, was "overdressed", übertrieben und was peinlich, billig ist. Und natürlich gibt es Gelegenheiten, wo es etwas steifer zugeht. Nur im normalen Umgang wünsche ich keinen Kleidungszwang, ich mag nicht mit Hemd und Schlips und Stehkragen rumlaufen, nur um dazu zu gehören. Ich stehe da drüber, habe es nicht nötig, mich anzubiedern. Ich muss weder einem "Kunden" noch Chef noch (potentiellen) Auftraggeber gefallen, die können mich alle mal.

    Am Ende entscheidet immer jeder für sich selbst.


    Hier wurden Vergleiche zwischen Ländern/Kulturen gemacht und die Unterschiede sind sichtbar. Diese Unterschiede fallen solchen Leuten auf, die in anderen Ländern aufgewaschen oder regelmäßig und länger unterwegs sind. Der 14 Tage Urlaub reicht da nicht, weil man meistens in bestimmten Zonen/Nischen unterwegs ist und auch noch von anderen Touris begleitet wird.


    Es geht auch nicht immer um den Anzug, den trage ich auch nur selten und die Krawatte schon immer ungern. Ich denke, die Krawatte hat schon länger ausgedient, außer bei sehr offiziellen Anlässen.


    Aber um es mal plastisch zu machen.


    Im Osten geht der Man zu einer Geburtstagsparty, die nicht nur im engsten Familienkreis mit einer handvoll Personen gefreit wird ungefähr so hin:



    In Deutschland oft aber so


    Gruß von Bumerang
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  • Naja, außerhalb von Geburtstagen tragen sie im Osten dafür Jogginghosen mit Lederslippern, was das Negativbild der Jogginghose als Alltagskleidung nochmal auf einen Schlag um den Faktor 10 runterprügelt.

    "Ihr denkt es wird irgendwann wieder besser, wenn ihr ihnen gehorcht.
    Aber es wird nie wieder besser werden, weil ihr ihnen gehorcht"


    Netzfund, Verfasser unbekannt.

  • Olymp hatte bereits vor Jahren stark nachgelassen. Die waren durchsichtig wie noch was. Man trägt zwar T-Shirt drunter, aber nicht zwingend im Sommer. Aber auch so sieht man den Kragen vom T-Shirt oder die Ärmel. Ich finde das Scheixxe. Ich bin auf Joop umgestiegen und viele auch im Internet bestellt nach Maß(Tailor Store). Man kann sich den Stoff aussuchen, mit Farben spielen etc. Das erste Hemd war ein wenig zu eng, aber dann habe ich die Maße optimiert und sie sitzen wie angegossen. Damals habe ich ca 70€ für eins bezahlt, aber der Qualitätsunterschied zum Olymp war eklatant. Die Dinge haben auch sehr lange gehalten. Heute nutze ich sie immer noch, wenn's sein mus. Aber im Home Office kommt das so gut wie nie vor. Nur beim Kundenbesuch, Workshop etc, was aber auch selten vorkommt.


    Während meiner Bankausbildung und einige Jahre danach, waren Eterna Hemden sehr gut. Die haben aber auch nachgelassen, wie alles eigentlich.

    Mußt Du sowas drunterziehen:


    https://www.galeria.de/produkt/mey-noblesse-unterhemd-aermellos-fuer-herren-4004124063329

  • Wenn wir schon bei Bekleidung sind-im Laufhaus bleibe ich immer an denjenigen hängen, die einen Hauch von String,halterlose Netzstrümpfe und viel Haut und Tattoos tragen. Zuhause würde mir soeine niemals reinkommen, aber auswärts beim essen ist das Auge einfach mit. Diejenigen mit Jeans, Top und Schummerlicht bleiben links liegen ^^

  • "hauptsache man fühlt sich wohl. ich nenne das persönliche freiheit."


    Leute reagieren darauf wie du angezogen bist und da kannst halt nichts dagegen machen.


    "Ich mag es halt bequem und gemütlich das ist meine Persönlichkeit die ich entfalte und präsentiere"


    Andere Leute sehen da halt eine fette faule Sau in ner abgerockten Jeans mit ausgelatschen Turnschuhen über der Wampe hängt da noch ein ausgeleiertes Band Shirt oder sowas. - oh halt heute stellen wir was da dann ziehen wir eine Jacke noch drüber. Am besten irgendeine Marke damit das irgendwie halbwegs "teuer" aussehen soll.


    Dann ist man zwar sehr authentisch. Aber wird halt dann doch wie der Penner behandelt in den man sich verkleidet hat.

  • Hatte ich, sieht trotzdem Scheixxe aus sobald man den Sakko auszieht. Legt man den Zwanni auf den Hemd Preis drauf, kann man ein Richtiges kaufen. ;)



    Dann ist man zwar sehr authentisch. Aber wird halt dann doch wie der Penner behandelt in den man sich verkleidet hat.

    :D

    Gruß von Bumerang
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  • Leute reagieren darauf wie du angezogen bist und da kannst halt nichts dagegen machen.

    na selbstverständlich ist das so, schrub ich ja auch.

    wenn ich gesteigerten wert darauf lege eine situation zu meistern und ich den dress und speechcode für diese situation einhalten muss werde ich mir wohl mühe geben es hinzubekommen.

    da sich aber meine persönliche lebenseinstellung in richtung LMAAA und MESA gedreht hat ist mir vieles einfach sc.....egal.

    Spuren oder größere Ansammlungen von Zynismus, Sarkasmus und/oder Ironie sind Bestandteil dieser Signatur/Beitrag zu einem Fred. Die Beiträge des Verfassers zu einem Fred geben unter Umständen die Gedanken des Schreibenden wieder oder auch nicht. Rescht/Lingsschreibefähla sind bewosst eingebout worden um den Schaafsinn der Läsenten gezield zubrovoziern.
    Die Movies " Idiogracy " und "Demolition Man" sind zur puren Realität geworden.
    Alle Macht dem Kampf gegen den Verschissmus. :D

  • Schuhe ... hatten wir noch nicht.

    Nach 1990 hat mal ein Bewohner der alten Bundesländer gesagt, er erkenne die Neubürger an ihren Schuhen.

    Nach den Geiz-ist-geil-Kampangen der Konsumtempel tragen zwischenzeitlich auch seine Landsleute aus den gebrauchten Ländern den gleichen Dreck, wie damals die aus den neuen Ländern.

    Über Ausnahmen freue ich mich immer.

    "Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“


  • Jogginghose

    Hab ich im Alltag nur zum Müll rausbringen.

    Demokratie ist die Diktatur der Dummen (Friedrich von Schiller)
    Das Grundprinzip der Parteien-Demokratie ist, die Bürger von der Macht fernzuhalten (Michael Winkler)
    Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
    Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:

  • Nach 1990 hat mal ein Bewohner der alten Bundesländer gesagt, er erkenne die Neubürger an ihren Schuhen.

    Das hat man seit jeher im Ungarn-Urlaub gesehen.

    Demokratie ist die Diktatur der Dummen (Friedrich von Schiller)
    Das Grundprinzip der Parteien-Demokratie ist, die Bürger von der Macht fernzuhalten (Michael Winkler)
    Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
    Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:

  • Zuerst Schuhe,,,immer Leder auch bei Turnschuhen.

    Dan mindestens Goodyear genäht......mit Ledersohle.....da gehst du darin


    und schlurfst nicht rum. Selbst Badelatschen, also die Hawaianas und co gibt es in Leder......Reefs J III


    kosten so 80 steine......trage ich ausschließlich im Sommer...von April bis Ende Oktober.


    cu DL......und ich trage wie Italiener eben das Hemd über der Hose :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    Und dat dingens mit dem Clit dings nennt man camel toe...also Kamelklaue [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy]

    Plutonia lebe hoch und Gold ahoi

  • Das Letzte, was ein Imperium verliert, ist seine Arroganz.


    Selbst wenn es sich demütigt, tut es das mit der Megalomanie eines Betrunkenen.


    Es gibt eine spezifische, tragikomische Phase im Zusammenbruch jeder Großmacht, in der sie aufhört, eine Bedrohung zu sein, und anfängt, ein Performance-Stück zu werden. Arroganz ist das Einzige, das keinen Haushalt, keine funktionierende Lieferkette oder eine loyale Bürgerschaft erfordert; sie ist die unerschöpfliche Ressource einer schwindenden Elite. Wenn ein Imperium zu faulen beginnt, verlässt es die Bühne nicht leise, sondern stolpert über die Rampenlichter und zertrümmert die Kulissen, während es einen Stehenden Applaus für seine „kühne Neuinterpretation der Schwerkraft“ einfordert.


    Das ist ein Geisteszustand, in dem man absolut sicher ist, den Kampf zu gewinnen, selbst während man gerade in einem Schwitzkasten von einer Realität festgehalten wird, die man ablehnt anzuerkennen.


    Historisch äußert sich das als Weigerung, sich dem Klima des eigenen Versagens anzupassen, ähnlich wie Kolonialoffiziere, die darauf beharrten, in erdrückender tropischer Feuchtigkeit volle Woll-Dress-Uniformen und gepuderte Perücken zu tragen. Selbst als die einheimische Bevölkerung davonzugehen begann, blieben die Gouverneure damit beschäftigt, ob der Gin auf die präzise imperiale Norm gekühlt war.


    Im modernen Kontext sehen wir das in der technokratischen Besessenheit von Mikroregulierungen, die die kleinsten Details des Lebens regeln, während die Makrostruktur zerfällt. Wenn eine Zivilisation die Fähigkeit verliert, massive Infrastruktur zu bauen, Energiekrisen zu lösen oder entscheidende Konflikte zu gewinnen, schwenkt sie auf das Einzige um, das sie noch in Massen produzieren kann: Regeln. Es ist die Arroganz der Tabellenkalkulation, in der eine Führerschicht möglicherweise nicht in der Lage ist, die Häuser ihrer Bürger zu heizen, aber absolut sicherstellt, dass jedes Haushaltsgerät ein zwanzigseitiges Sicherheits-Handbuch in Dutzenden von Sprachen hat.


    Der gefährlichste Teil dieses Niedergangs ist der finale, wilde Schlag, den man wirft, um zu beweisen, dass die Entität „es immer noch draufhat“, oft als der Schwinger des Betrunkenen bezeichnet. Das sind verzweifelte Versuche, wie ein globaler Akteur auszusehen, die meist damit enden, dass man erkennt, dass das Bankkonto leer ist und die Nachbarn bereits die Behörden gerufen haben. Es ist das geopolitische Äquivalent zu einem Mann, der auf einer Party versucht, einen Rückwärtssalto zu schlagen, um seine ehemalige Partnerin zu beeindrucken, nur um in einer orthopädischen Gipsversorgung zu enden; die wahre Demütigung ist nicht nur der Sturz, sondern die Tatsache, dass er wirklich geglaubt hat, er würde die Landung perfekt hinbekommen.


    Diese Arroganz dient als Überlebensmechanismus, weil das Eingeständnis der Wahrheit die gesamte soziale Illusion sofort zum Verschwinden bringen würde. Stattdessen verdoppelt das schwindende Imperium seine Bemühungen, indem es ein glänzendes neues Hauptquartier baut, während das alte zwangsversteigert wird, oder eine Rebranding-Kampagne für eine Währung startet, die zunehmend als Tapete verwendet wird. Es hält der restlichen Welt Vorträge über seine „überlegenen Werte“, während seine eigenen Hauptstädte beginnen, Kulissen aus einem postapokalyptischen Film zu ähneln.


    Die ultimative Ironie jedoch liegt in der anhaltenden Beharrlichkeit, der restlichen Welt von einer zerfallenden Kanzel aus Vorlesungen zu halten. Selbst während diese schwindenden Mächte aktiv die Grundlagen ihres eigenen Erbes zerstören – ihre Geschichte nicht als Fundament behandelnd, sondern als Tatort, der verbrannt werden muss –, bewahren sie einen bizarr unerschütterlichen Stolz auf ihren Status als moralische Spitze der Welt. Sie werden lautstark die Vorfahren und Institutionen verurteilen, die ihre Zivilisation aufgebaut haben, und dennoch im selben Atemzug universelle Anpassung an ihren neuesten, flüchtigen kulturellen Rahmen einfordern.


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    Ich bin früher täglich zur Börse gegangen, weil ich nirgendwo auf der Welt so viele Dummköpfe pro Quadratmeter treffen kann wie dort. (Kostolany)

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