SILBER : Märkte und Informationen

  • Sieht so aus als ob viele Silberhalter der COMEX nicht mehr vertrauen und ihr Silber von dort abziehen, oder aber ihr Silber an der SGE einlagern um dort zu verkaufen, da man dort 10-15% mehr erhält.

    Man wundert sich, dass da nicht viel mehr Silber täglich anlandet. Ob das nun von der Future (SHFE) selbst kommt und nur zur SGE umgebucht wird, .... ich denke aber eher, dass das aus Übersee und von der Insel ab und an antreibt, wie die letzten 2-3 Tage. Es verschwindet jedenfalls ne Masse Zeug überall und aus allen Beständen/Kategorien, und verschwindet im schwarzen Verbrauchsloch.

    Und wer sorgt eigentlich für die "kritischen Minerale Lager" in den USA ...JPM? Wer lagert die, welche Mengen etc...? Silber ist auf der Liste ja quasi neu...Bestand also anfangs bei Null.... :/

    Gold wirft auch nach[s]18[/s] 26 Jahren noch immer keine Strafzinsen ab! :thumbsup:
    Hobbyimker (Honig via Boardnachricht)
    Alchemist


    Meine Bewertung: Knallsilber

  • denn die verkaufen ihr Silber an der SGE und verdienen über 80$/oz, also immer noch mehr als im bereits hervorragenden Q4/2025 (50-60$/oz).

    Gilt das für die großen Player oder allgemein?

    Keiner von uns kommt lebend hier raus. Also hört auf, euch wie ein Andenken zu behandeln. Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Für nichts anderes ist Zeit.
    Anthony Hopkins


    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Wohin geht das Silber ?


    Die Minen können nicht direkt an die LBMA oder SGE liefern, nur zertifizierte Raffinerien können die Reinheit gewährleisten. Aber 70% aller Silberraffinerien liegen in China und die beliefern nicht nur aber sicherlich auch die SGE ! ich schätze fast 100% aller südamerikanischen Silberkonzentrate werden nach China verkauft und China versucht die Kontrolle über den Silbermarkt zu erlangen. Die chin. Raffinerien kaufen weltweit alles zusammen und das ist einfach, da man den Verkäufern höhere Preise bietet als die an den LBMA-Spotpreis orientierten westl. Raffinerien ( = Comex-Kurs). Die chines. Raffinerien bekommen an der SGE 10% mehr und können das an die Minen weitergeben, diese haben keinen Grund Silber an westl. Raffinerien zu geben, damit zerstört die COMEX und die LBMA ihre Zulieferstruktur auf Dauer. Sie leben von den eingelagerten Vorräten und dann kommt nichts mehr nach , außer sie ziehen mit ihren Preisen mit.

    Es verschwindet jedenfalls ne Masse Zeug überall und aus allen Beständen/Kategorien, und verschwindet im schwarzen Verbrauchsloch.

    Die strateg. Reserven der USA und anderer Länder werden sicherlich nicht öffentlich gemacht. Das Material wird dem Markt entzogen ohne Aufsehen zu erregen. Die COMEX hat wahrscheinlich gar kein phys. Silber mehr sondern einen Vault bei der LBMA im FreeFloat-Bereich. Könnte sein das die 80 Mill oz der COMEX etwa 50% des Freefloats an der LBMA ausmacht, so daß im WorstCase nur 160 Mill. oz. + die Minenproduktion für 2026 zur Verfügung von COMEX und LBMA zusammen stehen. Selbst wenn meine Vermutung nicht zutrifft, im Jahr 2027 sollte es ein böses Erwachen aus einem Papiertraum geben !

    „Erst gewahrten wir vergnüglich Wilden Wesens irren Lauf;

    Unerwartet, unverzüglich trat ein neuer Kaiser auf.

    Und auf den vorgeschriebnen Bahnen zieht die Menge durch die Flur;

    Den entrollten Lügenfahnen folgen alle. – Schafsnatur! " :wall: [smilie_happy]

    (Geh. Rath v. Goethe)

  • Wohin geht das Silber ?

    Selbst wenn meine Vermutung nicht zutrifft, im Jahr 2027 sollte es ein böses Erwachen aus einem Papiertraum geben !

    Wird nicht bis 2027 dauern…


    Lg meggy

    Mad in Germany

    Alter weißer Mann mit neuer Gas- und Holzheizung


    "Bis $1000/oz ist Gold superbillig, bis $3000 ist es billig, erst ab $10000 wird es teuer.

    Bis $50/oz ist Silber superbillig, bis $150 ist es billig, ab $500 wird es teuer.". W.E.

  • Sehr lesenswerter Artikel mit Inhalten, die mir hier schon einmal oder mehrmals begegnet sind.

    Silber-Crash 2026: Silberpreis explodiert – und stürzt ab. Die 5 wichtigsten Lehren aus dem aktuellen Markt-Chaos – Versicherungsmakler und Finanzmakler – albfinanz GmbH in Reutlingen
    Der Silber-Crash 2026 hat viele Anleger überrascht – und gleichzeitig ein zentrales Problem offengelegt: Der Silberpreis bildet längst nicht mehr die physische…
    www.albfinanz.de

    "Zahlen Sie in bar oder mit Karte?" "Nein, mit Gold."

    • Offizieller Beitrag

    Die 65er Zone scheint ziemlich nachfragerelevant, also tendiere ich dazu, dass das die Kaufzone bleibt.


    Ich habe das gestern Live angeschaut. Habe seit einigen Wochen einen TradingView Premium Zugang inkl. Echtzeitdaten und Volumenkerzen. Exakt bei 65,50 $ muss ein gewaltiger Kaufauftrag gelegen haben. Die rote Kerze hat diesen Betrag berührt und daraufhin schoss im Sekundenchart eine grüne Kerze mit gewaltigem Volumen hoch, gefolgt von zahlreichen weiteren über 3 Minuten am Stück. Danach wurde jede weitere rote Kerze sofort wieder gekauft. Ich denke, irgendein großer Player (JPM?) hatte dort seine Longs positioniert. Nachdem die SL der eigenen Kunden zwischen 70 und 66 $ zuvor getriggert wurden. Ist auch einfach diesen Einstiegspunkt zu wählen, wenn man das Orderbuch kennt.

    Motto: Carpe diem et noctem.


    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)


    „Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ (Benjamin Franklin)


    Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16.

  • Was nun ?

    Wird das physisch nicht vorhandene Silber billiger ?

    "Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“


    Einmal editiert, zuletzt von ECU ()

  • WO NIX IST, KANN ES AUCH NIX KOSTEN ! ! :) :)

    Irgendwo findet sich dann immer mal wieder jemand, der sein Junk-Silver noch deutlich darunter verkauft.


    Insofern kann auch NICHTS Auswirkungen haben. Und zwar auf das, was ist.

    Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.

  • Wohin geht das Silber ?


    Die Minen können nicht direkt an die LBMA oder SGE liefern, nur zertifizierte Raffinerien können die Reinheit gewährleisten. Aber 70% aller Silberraffinerien liegen in China und die beliefern nicht nur aber sicherlich auch die SGE ! ich schätze fast 100% aller südamerikanischen Silberkonzentrate werden nach China verkauft und China versucht die Kontrolle über den Silbermarkt zu erlangen. Die chin. Raffinerien kaufen weltweit alles zusammen und das ist einfach, da man den Verkäufern höhere Preise bietet als die an den LBMA-Spotpreis orientierten westl. Raffinerien ( = Comex-Kurs). Die chines. Raffinerien bekommen an der SGE 10% mehr und können das an die Minen weitergeben, diese haben keinen Grund Silber an westl. Raffinerien zu geben, damit zerstört die COMEX und die LBMA ihre Zulieferstruktur auf Dauer. Sie leben von den eingelagerten Vorräten und dann kommt nichts mehr nach , außer sie ziehen mit ihren Preisen mit.

    Die strateg. Reserven der USA und anderer Länder werden sicherlich nicht öffentlich gemacht. Das Material wird dem Markt entzogen ohne Aufsehen zu erregen. Die COMEX hat wahrscheinlich gar kein phys. Silber mehr sondern einen Vault bei der LBMA im FreeFloat-Bereich. Könnte sein das die 80 Mill oz der COMEX etwa 50% des Freefloats an der LBMA ausmacht, so daß im WorstCase nur 160 Mill. oz. + die Minenproduktion für 2026 zur Verfügung von COMEX und LBMA zusammen stehen. Selbst wenn meine Vermutung nicht zutrifft, im Jahr 2027 sollte es ein böses Erwachen aus einem Papiertraum geben !

    Wohin was geht, wird man uns nicht sagen.


    Das ist wie mit Auktionen oder Submissionen. Nur einer kriegt den Zuschlag. Alle anderen fragen sich regelmäßig wie er das gemacht hat, wie er soviel bezahlen oder wie er den Auftrag für so wenig Geld erledigen kann. Die Wahrheit ist ganz einfach: Es werden nur Zahlen aufgerufen oder es werden nur Zahlen auf ein Stück Papier geschrieben - Punkt. Irgendwann ist dann sojemand, bei dem sich alle gefragt haben, wie das möglich sei vom Markt verschwunden oder es fliegt viel Material auf den Markt oder es wird nichts mehr angeboten..... dazwischen liegt oft viel Zeit, sodass Menschen die Ursache-Wirkungs-Beziehung nicht konstruieren.


    Kaum irgendwio wird so viel falsch informiert und gelogen wie bei Edelmetallen, deren Preise und deren voraussichtliche Entwicklung.


    Der Grund und die Wahrheit liegen in der Mathematik. Das zu wissen unterscheidet langfristige Strategen und Investoren von Deppen, die sich Angst machen lassen:

    Für eine 50-jährige Rendite ist es nahezu egal, ob Silber bei 40 oder 90 Euro die Unze steht. Nehmen wir mal eine Basis von 2 an, dann rechnet man einmal die 50-fache Wurzel aus 40 und einmal die aus 90.


    von 2 auf 40 in 50 Jahren macht etwa gute 6,2 Prozent Rendite. von 2 auf 90 macht dann knappe 8 Prozent.


    Klar: es sind 1,8 Prozent Renditedifferenz. Aber es gibt schlimmeres: Anleiherenditen nach Steuern beispielsweise und es geht auch noch viel schlimmer. Manche Anlagen haben ein Tortalverlustrisiko, andere als "Anlage" bezeichneten Viehekel haben sogar unbegrenzte Verlustrisiken. Das ist erst rechts nichts für Leute, die nicht rechnen und verstehen können und mit eigenem Geld drinhängen.


    Auch das mit den 6,2 Prozent kriegt man noch ein wenig optimiert, indem man über lange Zeiten akkumuliert.


    Langfristig sollte es reichen zu wissen, dass man nur das besitzt, was man auch real hat und dass auch ein Eigentumsanspruch nur ein Anspruch ist, der entweder durchsetzbar ist oder nicht. Das Wort Guthaben ist auch etwas anders zu verstehen: jemand hat Dein Gut. Dafür hast Du bei ihm etwas gut, aber nur solange er gut bei Kasse ist. Danach hat Dein Gut ein anderer und Du schaust sparsam in die Röhre.


    Wenn man das weiß und sich danach richtet, gibt es sicher auch zukünftig "böse Erwachen" dann aber hoffentlich etwas weniger für einen selbst......


    Mit dem Kurseinbruch hatte ich so nicht gerechnet. Das haben aber auch ganz viele andere nicht, vor allem alle nicht, die auf Margin long in Silber waren. Für die hat es dann zuallererst ein ganz böses Erwachen gegeben.....


    Sollten Papiersilberansprüche platzen, gibt es weitere, böse Erwachen. Noch ist das nicht der Fall.


    Und wer die Nachsteuer-Rendite seiner Anlage möglichst zutreffend ermitteln will, der muss diese mit langfristigen Edelmetallpreissteigerungen diskontieren.


    Dasselbe gilt für Nachsteuer-Eigenkapitalrenditen für Bertriebe.

    Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.

    5 Mal editiert, zuletzt von mesodor39 ()

  • Was nun ?

    Wird das physisch nicht vorhandene Silber billiger ?

    Das ist Alice im Wunderland, Markt der Träume.

    --
    "Es gibt nur einen Gott und sein Name ist Tod und es gibt nur eines, was wir dem Tod sagen: "Nicht heute".
    Braavos

  • Der Silbermangel ist real – Richard Mill

    The silver shortage is real – Richard Mills
    2026.03.19 Silver had a phenomenal 2025, more than doubling from around $30/oz to […]
    aheadoftheherd.com

    19.03.2026 Silber erlebte 2025 ein phänomenales Jahr und verdoppelte seinen Preis von rund 30 US-Dollar pro Unze bis Ende Dezember auf über 70 US-Dollar. Die Rallye setzte sich im neuen Jahr fort.

    Seitdem zeigten sich jedoch sowohl Silber als auch Gold volatil.

    Nach einem Rekordhoch von 5.594 US-Dollar pro Unze am 29. Januar fiel der Goldpreis am 30. Januar plötzlich um 9,5 % auf 4.883 US-Dollar pro Unze. Auslöser des Kurssturzes war die Ankündigung von Präsident Trump, Kevin Warsh, einen ehemaligen Gouverneur der Federal Reserve, nach Ablauf von Powells Amtszeit im Mai als Fed-Vorsitzenden zu nominieren.

    Warsh, ein Verfechter einer restriktiven Fiskalpolitik , der die quantitative Lockerung bereits kritisiert hat, will die massive Bilanzsumme der Fed abbauen und wird die Zinsen möglicherweise nicht senken, wie Trump es Powell lange vorgeworfen hat.







    Zweifellos gab es auch Gewinnmitnahmen, da der Goldpreis bis 2025 um satte 66 % gestiegen war und Händler gezwungen waren, zur Deckung von Nachschussforderungen zu verkaufen.

    Der Silberpreis fiel am 30. Januar um bis zu 36 % – der größte Tagesverlust aller Zeiten, wie Bloomberg berichtet. Das Edelmetall hatte zuvor innerhalb weniger Wochen einen rasanten Anstieg von über 50 % hingelegt.

    Bloomberg meldet : „ Der stärkste Silberausverkauf der Geschichte Ende Januar wurde durch die zunehmende Präsenz von Privatanlegern in gehebelten ETFs beschleunigt, die laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zum Verkauf gezwungen waren.“

    Gehebelte (2x oder 3x Long) ETFs und Rohstoff-ETCs ermöglichten ein extrem hohes Silberengagement. Nach der massiven Rallye 2025 und Anfang Januar 2026 drehte der Silberpreis, was zu starken Kursverlusten bei gehebelten Long-Produkten führte, da diese ihre Futures-Positionen automatisch auflösten.

    In dieser Woche erlitten die Edelmetalle einen weiteren Einbruch.

    Der Krieg im Nahen Osten, ausgelöst von den USA und Israel mit dem Angriff auf den Iran am 28. Februar, veränderte die Lage grundlegend.

    Angesichts der durch die Schließung der Straße von Hormus bedingten Ölpreisexplosion sind die Inflationsängste zurückgekehrt, und Zinssenkungen sind plötzlich vom Tisch.



    Nach einer Kehrtwende um 180 Grad herrscht in Finanzkreisen nun die Meinung vor, die US-Notenbank Fed werde die Zinsen anheben, um die galoppierende Inflation einzudämmen.

    Der Goldpreis fiel am Mittwoch, dem 18. März, auf ein Einmonatstief von 4.874,19 US-Dollar. „Unter Druck gerieten ein stärkerer Dollar und ein sprunghafter Anstieg der Ölpreise, der die Inflationsängste schürte und die Annahme bestärkte, die Fed werde die Zinsen nicht so bald senken“, berichtete Reuters .

    Zudem zeigte ein Bericht des US-Arbeitsministeriums, dass die Erzeugerpreise in den USA im Februar stärker als erwartet gestiegen seien und sich aufgrund des Krieges noch beschleunigen könnten.

    Der Silberpreis fiel um 3 % auf 76,90 US-Dollar.

    Wie erwartet, beließ die Fed die Zinsen am Mittwoch unverändert im Bereich von 3,5 bis 3,75 %.

    Der Iran-Krieg und die Stagflation


    Quelle: Trading Economics


    Quelle: Trading Economics


    Sechstes Jahr in Folge mit Defiziten.In einem Gastbeitrag auf Kitco News erklärt Frank Holmes, CEO von US Global Investors, dass die RBC für die nächsten Jahre mit einem weiterhin angespannten physischen Silbermarkt rechnet und ein Gold-Silber-Verhältnis von 60–65 prognostiziert. Silberproduzenten und Edelmetall-Lizenzgesellschaften preisen einen durchschnittlichen Silberpreis von 122 US-Dollar pro Unze ein, deutlich über dem aktuellen Spotpreis von 76 US-Dollar.

    Für 2026 wird ein erheblicher, anhaltender struktureller Mangel an physischem Silber erwartet. Dies markiert das sechste Jahr in Folge mit Defiziten, in dem die Nachfrage aus Industrie und Investitionen das Angebot übersteigt. Zwar existiert börsengehandeltes Papiersilber, doch physisches Silber wird zunehmend knapper, und die großen Lagerbestände in London, New York und Shanghai gehen rapide zur Neige.

    Analysten schätzen das kumulierte Angebotsdefizit seit 2021 auf rund 820 Millionen Unzen – fast eine ganze Jahresproduktion der globalen Minen fehlt.

    Die Rekordnachfrage aus Industriesektoren, insbesondere aus den Bereichen Solarmodule, Elektronik und Elektrofahrzeuge, übersteigt das stagnierende Minenangebot.

    Die drei größten Silberlagerstätten (Shanghai, COMEX und LBMA) sinken gleichzeitig; seit 2021 sind fast eine Milliarde Unzen aus den sichtbaren Beständen verschwunden.


    Source DataTrack COMEX


    Quelle: LBMA London Tresor Silber


    Die starke Nachfrage hat zu Engpässen bei physischen Silberprodukten (Barren und Münzen) und einem knappen Angebot auf dem physischen Markt geführt.


    Wohin fließt das physische Silber?

    Die kurze Antwort: in Solarmodule.

    Erstens: Die Silberbestände der COMEX bestehen entweder aus handelbarem Silber – das dem Eigentümer gehört und nicht börsengehandelt werden kann – oder aus registriertem Silber, dessen Lieferung gegen Terminkontrakte garantiert ist.


    Zweitens: Wir müssen zwischen industriellen Silberabnehmern und institutionellen Anlegern unterscheiden. Industrielle Abnehmer beziehen ihr Silber selten aus den registrierten Beständen der COMEX. Sie beziehen es aus Abnahmeverträgen mit Minen und kaufen raffiniertes Silber direkt von den Schmelzhütten. Dies gewährleistet eine stetige Versorgung und schützt vor Preisschwankungen am Spotmarkt. Diese Beschaffungsmethode liefert zudem die spezifischen Formen, Reinheiten und Mengen, die für die Produktion benötigt werden, und umgeht so den hochpreisigen Markt für kleinere Losgrößen.


    Laut Real Clear Markets wird die Solarindustrie bis 2025 jährlich zwischen 200 und 250 Millionen Unzen Silber verbrauchen, etwa ein Fünftel des weltweiten Angebots.


    Elektrofahrzeuge verbrauchen jährlich weitere 40–60 Mio. Unzen Silber. Halbleiter, 5G, Medizingeräte und KI-Rechenzentren benötigen so viel Silber, dass die Lücke zwischen Minenproduktion und weltweitem Verbrauch geschlossen werden kann.


    Zukünftig wird Silber unter anderem für Festkörperbatterien benötigt, die bis zu einem Kilogramm Silber pro Packung benötigen, im Vergleich zu 25–50 Gramm in Lithium-Ionen-Batteriezellen. Auch Steuerstäbe für neue Kernreaktoren, die den Ausbau der KI-Energieversorgung vorantreiben sollen, werden benötigt. „Der Silbermarkt hat keine klare Antwort darauf, woher das Metall kommt“, so Real Clear Markets.


    Überlänge , weiter im Teil 2

  • Wer kauft das Silber an der COMEX?Laut RCM verließen 15 Monate in Folge, bis Anfang 2026, physische Silbermengen die COMEX-Lagerhäuser, die die Börse noch nie zuvor verarbeitet hatte. Im Jahr 2025 wurden an der COMEX 474 Mio. Unzen physisches Silber abgewickelt, mehr als doppelt so viel wie die 203 Mio. Unzen im Jahr 2024.

    Anfang 2026 war der registrierte Silberpreis um etwa 75 % gegenüber seinem Höchststand von 2020 gefallen.

    Wer kauft also all das Silber an der COMEX?

    Laut den Lieferdaten der Börse emittierte (verkaufte) JP Morgan im Januar 2026 99 % von 8,1 Mio. Unzen Silber an einem einzigen Tag.

    Trotz dieser Lieferungen stieg das offene Interesse an dem Kontrakt am selben Tag um fast 1.500 Kontrakte. Laut Real Clear Markets

    Neue Käufer trafen schneller ein, als das Metall abverkauft werden konnte. Jemand stand auf der anderen Seite, und die Daten nennen diese Person nicht direkt.

    Andy Schectman, Leiter von Miles Franklin Precious Metals und seit drei Jahrzehnten Beobachter dieser Entwicklungen, spricht von einem regelrechten Ansturm auf physisches Metall – angetrieben von den größten US-amerikanischen Investoren, die auf Lieferungen zu nie dagewesenen Preisen an der Börse warten. Er spricht nicht von Privatanlegern oder Reddit-Communities. Er beschreibt Kapital aus dem Umfeld von Staatsfonds, institutionelle Anleger, eine Akkumulation, die sich nicht ankündigt.Real Clear Markets vermutet, dass einer der Käufer der Sprott Physical Silver Trust ist, einer der größten Silber-ETFs der Welt. Sprott verdoppelte im Januar sein Kapitalbeschaffungsprogramm auf 2 Milliarden US-Dollar, genug, um zu den damaligen Preisen rund 18 Millionen Unzen Silber zu kaufen – oder 16 % des an der COMEX registrierten Bestands mit einem einzigen Schritt.

    Sprott setzt darauf, dass physisch zugeteiltes Silber mehr wert ist als die darauf bezogenen Papierforderungen, und investiert Kapital in dieser These in einem Umfang, der die Märkte bewegt.Das dürfte stimmen. Ein weiterer potenzieller Käufer ist Asien. JP Morgan soll physisches Silber mit Aufschlägen von mindestens 10 US-Dollar pro Unze über den COMEX-Preisen nach Osten verschifft haben, wobei die asiatischen Empfänger die Mehrwertsteuer entrichten.

    Dass die Käufer sowohl den Aufschlag als auch die Steuer – bereitwillig und wiederholt – übernommen haben, verdeutlicht, wie hoch sie den physischen Barren gegenüber jeglichen Papierersatzprodukten bewerteten.

    Abschließend merkt Real Clear Markets an, dass China Silber kürzlich als strategisches Material eingestuft und die Exportlizenzen verschärft hat. In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 war China Nettoexporteur von raffiniertem Silber und verschiffte über 4.000 Tonnen. Danach brachen die Exporte abrupt ein, was darauf schließen lässt, dass China das Silber für den Eigenbedarf zurückhält. RCMs Fazit?

    Die industrielle Nachfrage ist der Grund für die Silberknappheit. Die Lieferdaten zeigen, was passiert, wenn diejenigen, die die Knappheit erkannt haben, entsprechend handeln.

    Konzentratmangel


    Silber wird größtenteils als Nebenprodukt der Kupfer-, Blei- und Zinkgewinnung gewonnen.




    Silberproduktion nach Ausgangsmetall. Quelle: Newman et al.

    Tatsächlich gibt es nur wenige reine Silberminen; lediglich drei Minen in den Vereinigten Staaten produzieren überwiegend Silber: Greens Creek in Alaska, die Lucky Friday Mine in Idaho und die Rochester Mine in Nevada.

    Etwa 70–80 % des weltweiten Silberangebots fallen als Nebenprodukt der Kupfer-, Blei- und Zinkgewinnung an. Reine Silberminen sind selten. Daher lässt sich die Produktion bei steigender Nachfrage oder Preisspitzen nicht schnell steigern. Der Bau

    neuer Minen braucht Zeit. Oft vergehen 7–15 Jahre von der Entdeckung bis zur nennenswerten Produktion. Gleichzeitig kämpfen viele bestehende Minen mit minderwertigem Erz und steigenden Betriebskosten.

    – The Coast News Group, „Silberknappheit“

    Derzeit herrscht ein Mangel an Kupfer- und Blei-Zink-Konzentraten, was sich auf den Silbermarkt auswirkt, da den Schmelzhütten weniger Silber im Konzentrat zur Verfügung steht, das abgetrennt, zu Fertigprodukten verarbeitet und an Endverbraucher geliefert werden kann. Auch bei

    Kupferbesteht ein erheblicher struktureller Mangel an Kupferkonzentrat. Prognosen zufolge wird das Defizit anhalten und bis 2040 möglicherweise eine Angebotslücke von 50 % gegenüber der Nachfrage erreichen. Ursache für diese Verknappung sind sinkende Erzgehalte, Produktionsausfälle (Streiks, Unfälle) und die schleppende Erschließung neuer Minen, wodurch die Kosten für Aufbereitung und Raffination auf ein historisches Tief gefallen sind. Große Minen wie Grasberg, Kamoa-Kakula und Escondida waren von Produktionsausfällen betroffen, die zu einem Produktionsausfall von über einer Million Tonnen führten. Der Mangel hat die Rentabilität der Schmelzhütten, insbesondere in China, stark beeinträchtigt, wo niedrige Aufbereitungskosten zu Produktionskürzungen geführt haben.

    Die Haufenlaugung, die in Afrika für oxidische Kupfererze weit verbreitet ist und zunehmend an Popularität gewinnt, ist wirksam zur Gewinnung von Kupfer und Silber.

    In Namibia und im afrikanischen Kupfergürtel werden in vielen Betrieben alte Abraumhalden von Bergwerken wiederaufbereitet, die reich an Kupfer sind und oft auch erhebliche Mengen an Silber enthalten. Dabei wird die Säurelaugung eingesetzt, um die Gesamtausbeute zu verbessern.

    Mehrere Kupferminen in Afrika, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und in Sambia, verwenden Schwefelsäure für ihre Haufenlaugungsverfahren zur Kupfergewinnung.

    Der Nahe Osten trägt maßgeblich zur weltweiten Schwefelversorgung bei. Berichten zufolge werden dort etwa 24 bis 44 % des weltweiten Schwefels produziert, vorwiegend als Nebenprodukt der Öl- und Gasraffination. Rund die Hälfte des globalen Seehandels mit Schwefel führt durch die Straße von Hormus.

    Über 90 % des in Afrikas Kupfergürtel importierten Schwefels stammen aus dem Nahen Osten, und die meisten Betriebe hätten einen Vorrat für weniger als zwei Monate. Ohne Schwefel aus dem Nahen Osten zur Herstellung von Schwefelsäure – da die Lieferketten unterbrochen sind – wird sich dies negativ auf das Silberangebot auswirken.

    Der Trend zu Elektrifizierung, Rechenzentren und künstlicher Intelligenz treibt die Nachfrage an und führt zu einer untragbaren Lücke zwischen Angebot und Nachfrage.

    Der Markt dürfte mindestens bis 2026 angespannt bleiben, und es sind erhebliche Investitionen erforderlich, um neue, großflächige Minen zu errichten.


    Zink:Auch beim Zinkkonzentrat herrschte ab 2026 ein deutlicher Mangel, bedingt durch jahrelang rückläufige Minenproduktion, trotz eines jüngsten Anstiegs der chinesischen Importe um 30 % zur Deckung der steigenden Schmelzkapazität. Dieses knappe Angebot hat die Aufbereitungsgebühren auf ein extrem niedriges Niveau gedrückt.

    Der Zinkmarkt steht vor einem erheblichen Defizit. Ein Fehlbetrag von über 300.000 Tonnen Zinkkonzentrat im Jahr 2024 deutet auf einen Trend hin, der sich bis 2026 fortsetzen wird.

    Die Kosten für die Erzaufbereitung in Hüttenwerken – die Gebühren, die Bergbauunternehmen für die Erzverarbeitung zahlen – sanken bis Anfang 2026 in einigen Fällen auf nahezu null oder sogar negativ, was auf eine gravierende Rohstoffknappheit hindeutet.

    Die weltweite Zinkminenproduktion ging drei Jahre in Folge (2022–2024) zurück, wodurch die verfügbaren Rohstoffe für die Hüttenwerke sanken.

    Trotz der globalen Knappheit erreichten Chinas Importe von Zinkkonzentrat im Jahr 2025 aufgrund massiver inländischer Hüttenkapazitäten einen Rekordwert von 5,33 Millionen Tonnen, was das globale Angebot weiter verknappte.

    Iran und Russland liefern ihre Zinkkonzentrate hauptsächlich an Schmelzhütten in China, und der Konflikt im Iran hat zu Lieferausfällen aus diesem Land geführt.

    Chinesische Schmelzhütten suchen nun nach alternativen Rohstoffen, um ihren Bedarf zu decken, und sehen sich zudem mit Lieferengpässen aus Russland konfrontiert, wo der Betrieb einer großen neuen Mine langsamer als erwartet angelaufen ist.



    Sorry, weiter im Teil 3

  • COMEX-Silber-Stress: Das System hat kurzzeitig versagt

    Übersetzt aus Silver Academy

    Der 19. März 2026 könnte als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem die Schwachstellen des Silbermarktes unübersehbar wurden. Das Clearinghaus der CME selbst hat gerade 114 von 138 Lieferanträgen für den März-Kontrakt gestoppt. Das entspricht 570.000 Unzen oder rund 82 % des gesamten Tagesvolumens, die von der Börse absorbiert wurden, um einen Systemzusammenbruch zu verhindern.

    Dies ist keine „Routineabwicklung“. Die Infrastruktur des Marktes gerät unter realem Druck an ihre Grenzen. Wenn das Clearinghaus zum Käufer letzter Instanz wird, bedeutet das, dass Leerverkäufer nicht mehr liefern können – Punkt. Es ist das institutionelle Äquivalent eines Feueralarms, und dieser ist ohrenbetäubend.

    Bisher wurden 8.681 März-Silberkontrakte – das entspricht unglaublichen 43,4 Millionen Unzen – bereits ausgeliefert. Das ist einer der stärksten physischen Kursrückgänge der letzten Zeit. Trotzdem bleibt der Papierpreis merkwürdig niedrig. So sieht es aus, wenn ein unter Druck stehender Markt mit Gewalt gebremst wird.


    Ein total manipulierter Markt bei dem nichts mehr stimmt. Wo bitte kann ich eine 1oz-Silber-Münze für 80$ kaufen ? Bei Heubach sehe ich das günstigste Angebot bei 86€ also knapp 100$ während der Spot-Preis bei 68$ liegt. Das muß man sich vorstellen , Händler senken die Preise und man kann nicht kaufen, ärgerlich, man fährt in den Supermarkt um sich ein um 40% im Preis gesenktes Edelgulasch zu kaufen, aber das ist gar nicht da ! Wenn das ständig passiert nimmt man den Laden nicht mehr ernst und schaut sich die Werbung gar nicht mehr an. Ich hoffe die COMEX wird bald abgestraft.

    Bilder

    „Erst gewahrten wir vergnüglich Wilden Wesens irren Lauf;

    Unerwartet, unverzüglich trat ein neuer Kaiser auf.

    Und auf den vorgeschriebnen Bahnen zieht die Menge durch die Flur;

    Den entrollten Lügenfahnen folgen alle. – Schafsnatur! " :wall: [smilie_happy]

    (Geh. Rath v. Goethe)

  • Ein total manipulierter Markt bei dem nichts mehr stimmt. Wo bitte kann ich eine 1oz-Silber-Münze für 80$ kaufen ? Bei Heubach sehe ich das günstigste Angebot bei 86€ also knapp 100$ während der Spot-Preis bei 68$ liegt.

    Du musst natürlich die Märchensteuer rausrechnen, wenn Du vergleichen willst.

    Im Zollfreilager zahle ich gerade 67 Eurotz.





    Lg meggy

    Mad in Germany

    Alter weißer Mann mit neuer Gas- und Holzheizung


    "Bis $1000/oz ist Gold superbillig, bis $3000 ist es billig, erst ab $10000 wird es teuer.

    Bis $50/oz ist Silber superbillig, bis $150 ist es billig, ab $500 wird es teuer.". W.E.

  • Guten Tag zusammen,

    haben die diesen blöden Krieg im Iran nur angefangen, um den Silber- und Goldpreis unter Kontrolle zu halten und China eins auszuwischen?

    LG Mad

    China lacht sich kaputt ob der nicht mehr geglaubten Preise und kauft derzeit alles auf was sie bekommen können.

    Das ist der typische Schuss ins eigene Knie.

    "Wenn die fehlgeleitete öffentliche Meinung das Verabscheuungswürdige ehrt und das Ehrenhafte verachtet, die Tugend bestraft und das Laster belohnt, das Schädliche ermutigt und das Nützliche entmutigt, der Lüge Beifall klatscht und die Wahrheit unter Gleichgültigkeit oder Beleidigung erstickt, kehrt eine Nation dem Fortschritt den Rücken und kann nur durch die schrecklichen Lehren der Katastrophe wiederhergestellt werden."

    - Frédéric Bastiat

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