Verfall des Hegemon USA

  • Nichts besitzen und glücklich sein? Der Automarkt zeigt uns die Zukunft des Eigentums

    Diese Grafik geht über Autos hinaus. Sie zeigt, was passiert, wenn Eigentum so teuer wird, dass die einzige Möglichkeit, die Raten weiter zu bezahlen, darin besteht, die Schulden in die Zukunft zu verschieben.


    Rekordhohe 42,6 % der Käufer von Autos mit negativer Eigenkapitalquote nutzen Kredite mit einer Laufzeit von 84 Monaten. Das sind Käufer, die bereits mehr Schulden haben, als das Auto wert ist, die negative Eigenkapitalquote auf das nächste Fahrzeug übertragen und die Schulden dann auf sieben Jahre verteilen, damit die Raten erschwinglich erscheinen.


    Die Zahlungsfalle


    Die Daten von Edmunds für das 1. Quartal 2026 zeigen, dass mehr als 3 von 10 Inzahlungnahmen eine negative Eigenkapitalquote aufwiesen. Die durchschnittliche Inzahlungnahme mit negativem Eigenkapital wies etwa 7.183 US-Dollar an unbezahlten Schulden auf. Nach der Übertragung auf das nächste Auto belief sich der durchschnittliche Finanzierungsbetrag auf fast 55.970 US-Dollar, und die durchschnittliche monatliche Zahlung stieg auf einen Rekordwert von 932 US-Dollar.
    Noch schlimmer: 90,2 % der Kredite mit negativem Eigenkapital hatten eine Laufzeit von mindestens 72 Monaten, und rund 43 % erstreckten sich über 84 Monate. Der Käufer finanziert gleichzeitig den alten Kredit, das neue Fahrzeug, höhere Zinsen, Steuern, Versicherung, Reparaturen und Wertverlust.

    Warum Fahrzeuge so teuer wurden


    Der durchschnittliche Neuwagenpreis lag im März 2026 bei rund 49.275 $, während der durchschnittliche UVP seit 12 Monaten in Folge über 50.000 $ liegt. Das günstige Auto verschwindet, da die Autohersteller sich auf Pick-ups, SUVs, höhere Ausstattungsvarianten, Sensoren, Batterien, Software, Sicherheitssysteme und weltweit bezogene Teile verlagern.

    Rechnet man Zölle, steigende Versicherungs- und Reparaturkosten sowie eine Finanzierung von fast 6,9 % hinzu, rückt der Einstiegspreis außer Reichweite. Der durchschnittliche Finanzierungsbetrag erreichte einen Rekordwert von 43.899 $. Die durchschnittliche Rate für Neuwagen lag bei 773 $. Rund 20 % der Käufer zahlen mittlerweile 1.000 $ oder mehr pro Monat.


    Das Signal für Zahlungsrückstände


    Die US-Autokreditschulden belaufen sich auf rund 1,67 Billionen $. Im vierten Quartal 2025 waren 5,2 % der ausstehenden Autokredite mindestens 90 Tage im Rückstand. Der Höchststand während der großen Finanzkrise lag im vierten Quartal 2010 bei 5,3 %.


    Die 30-Tage-Übergangsrate ist noch nicht so schlecht wie 2009, als sie etwa 10,9 % erreichte. Dies ist keine exakte Wiederholung von 2008. Aber die Zahl der ernsthaft überfälligen Autokredite liegt bereits nahe dem Niveau der Krisenzeit, noch bevor es zu einem größeren Schock bei der Arbeitslosigkeit gekommen ist.

    Im Subprime-Bereich ist die Belastung am deutlichsten. Daten von Fitch zu Auto-ABS zeigten, dass der Anteil der Subprime-Kreditnehmer mit mehr als 60 Tagen Zahlungsverzug im Januar 2026 6,9 % erreichte – den höchsten Stand seit Beginn der Datenerfassung Anfang der 1990er Jahre –, bevor er im Februar auf 6,8 % zurückging.


    Im Jahr 2008 war die Belastung im Automobilsektor eine Folge des Zusammenbruchs des Immobilienmarktes, von Arbeitsplatzverlusten und eingefrorenen Krediten. Heute wird er von der Erschwinglichkeit bestimmt. Käufer zahlten Preise aus der Pandemiezeit, finanzierten sich zu hohen Zinsen, sahen zu, wie der Wertverlust die Kreditrückzahlung überstieg, und verlängerten dann die Fehlbeträge.


    Vom Besitz zum Zugang


    Es bedarf keines formellen Verbots des Besitzes, damit die Besitzwirtschaft verschwindet. Es reicht aus, dass die Einstiegskosten unerschwinglich werden.
    So kann das Szenario des Weltwirtschaftsforums durch die Marktstruktur und nicht durch Verordnungen Realität werden. Wenn ein durchschnittliches Auto fast 50.000 Dollar kostet, die monatliche Rate 773 Dollar beträgt, die Versicherungskosten explodieren, Reparaturen spezielle Teile und Software erfordern und der einzige Weg zum Kauf ein 7-Jahres-Kredit ist, dann wird Eigentum zu einem Luxusgut.

    Weniger Menschen besitzen das Gut. Mehr Menschen leasen. Mehr Menschen mieten sich Zugang. Mobilität wird zu einer monatlichen Dienstleistung, da der Besitz des Fahrzeugs zu viel Kapital und ein zu hohes Bilanzrisiko erfordert.


    Der 84-Monats-Kredit ist die Illusion von Erschwinglichkeit, die über sieben Jahre gestreckt wird. Die Zahlungen hören nie auf. Der Besitz verblasst. Abhängigkeit wird als Bequemlichkeit neu verpackt.


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    Ich bin früher täglich zur Börse gegangen, weil ich nirgendwo auf der Welt so viele Dummköpfe pro Quadratmeter treffen kann wie dort. (Kostolany)

  • Nichts besitzen und glücklich sein? Der Automarkt zeigt uns die Zukunft des Eigentums

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    Vom Besitz zum Zugang


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    Weniger Menschen besitzen das Gut. Mehr Menschen leasen. Mehr Menschen mieten sich Zugang. ...

    Da gab's doch schon vor langer Zeit mal einen ScienceFiction Film, in dem alles nur noch auf Zeit verfügbar war. Nach Ablauf der Nutzungsdauer zerfielen die Dinge einfach zu Staub...

  • Der Chart der 30jährigen US Bonds schaut übrigens lustig aus.

    Er testet gerade mit spitzen Peaks die 5% Marke.

    Irgendwer will den Schrott wohl gerade dringend loswerden.


    Noch 2021 lag das Tief bei weit unter 2% LOL :)


    United States 30-Year Bond Yield - Investing.com
    Stay on top of current and historical data relating to United States 30-Year Bond Yield. The yield on a Treasury bill represents the return an investor will…
    www.investing.com

  • Wow! Massive Kursbewegungen bei der Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen – heute herrscht Aufruhr.


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  • How the US Pulled off an Armed Robbery of the World's Energy Supply and Created the Petrogas-Dollar
    A forensic investigation into how Washington leveraged the war in Iran to replace Nord Stream, save the dollar, and establish total command over the world’s…
    richardmedhurst.substack.com


    Die Angst vor dem Tod,ist der erste Schritt in die Sklaverei! (hui-buh)


    All tyrannies rule through fraud and force, but once the fraud is exposed they must rely exclusively on force! (Orwell)


    Rechtlicher Hinweis: Ihr könnt mich alle mal kreuzweise!

  • Top, das ist Richtig gutes Zeug:thumbup: und erklärt gut die aktuelle Lage. Man könnte interpretieren das der Dollar noch für einige Zeit stabil bleiben wird, für den Euro schaut das aber eher schlecht aus.

    Gold kann auch in diesem Szenario vor der Abwertung des € bewahren.

  • Man könnte interpretieren das der Dollar noch für einige Zeit stabil bleiben wird, für den Euro schaut das aber eher schlecht aus.

    ja, würde ich auch sagen. der dollar wird ja nicht verschwinden oder nix mehr wert sein, das ist ja illusorisch. ich als ungläubiger bzgl politischer inkompetenz aka vt'ler sehe es in bezug auf den dollar ja so, dass er einfach nur seine funktion als welt leid währung verlieren soll.

    btw, der link stammt wie so oft von drüben ausm gelben...

    Die Angst vor dem Tod,ist der erste Schritt in die Sklaverei! (hui-buh)


    All tyrannies rule through fraud and force, but once the fraud is exposed they must rely exclusively on force! (Orwell)


    Rechtlicher Hinweis: Ihr könnt mich alle mal kreuzweise!

  • der dollar wird ja nicht verschwinden oder nix mehr wert sein, das ist ja illusorisch

    Kann sein oder auch nicht. Falls China und der Rest der Welt weiter Gas Solar & Windkraft etc. geben, dann löst sich langfristig auch der schöne Gasdollar auf. Und es stellt sich die Frage ob die BRICs dem Spiel weiterhin untätig zuschauen wollen. Wenn sie weiterhin nix dagegen tun wird auch der Vorsprung von China bald egalisiert. Und ich kann mir nicht vorstellen das die das nicht wissen. Die sind sicher besser informiert als wir.

    link stammt wie so oft von drüben ausm gelben

    Mir kam eigentlich vor das Du schneller warst als die gelben. Bin mal gespannt was die davon halten. Für mich war das jedenfalls erhellend.

  • ja, würde ich auch sagen. der dollar wird ja nicht verschwinden oder nix mehr wert sein, das ist ja illusorisch. ich als ungläubiger bzgl politischer inkompetenz aka vt'ler sehe es in bezug auf den dollar ja so, dass er einfach nur seine funktion als welt leid währung verlieren soll.

    doch doch, USD wird wertlos wie Müll... aber nach dem Euro...

    Einen Trick haben die noch: GLOBO - wo viele Währungen (exkl. GBP) vereint werden.

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  • Genau so wird es laufen, dass könnte den Fall des Hegemon noch mal weit in die Zukunft schieben.....das Einzige, was den Fall wohl beschleunigen würde, wäre im Inneren. Selbst da bin ich mir aber nicht sicher, ob es denn auch so eintrifft. Das Schlimme daran, die gesamte Welt schaut zu und spielt auch noch mit.


    Auf jeden Fall sehr interessant zu lesen !

  • Nette Karte. Da das Powerhouse bzw. der Herausforderer der Seemächte aber nun mal gemäß der Herzlandtheorie und durchaus auch ganz praktisch (Eur-)Asien ist, was nützeb die netten Sperrlinien dann? Der Doppelkontinent kann sich Problemlos selbst versorgen, wenn er nur wöllte.


    Zwei Träger zwischen Südamerika und Afrika, zwei im Nordatlantik und zwei im Indik sind jedenfalls angesichts der Distanzen eher unter Ulk zu verbuchen.


    Wir sehen derzeit live, wie eine viel kürzere Sperrlinie vom Oman bis Pakistan funktioniert. Gar nicht. Sobald die Bedrängnis Überhand nimmt, wie auf der Karte angedeutet, wird es spezielle Zusatzausrüstung auf den Frachtern geben. Schiff-Schiff Raketen sind mittlerweile nicht mehr nur einem exklusiven Kreis zugänglich und im Gegensatz zu den Flugzeugträgern nicht auf ein Dutzend limitiert.


    Niemals nicht werden die Yankees die Meere derart dominieren können. Vor 30 Jahren wäre das noch gegangen. Aber Stand heute?

  • 👉 Droht dem Dollar der große Crash? Experten warnen vor Krise schlimmer als 2008



    Mehrere prominente Marktbeobachter warnen vor strukturellen Risiken für den US-Dollar und das globale Finanzsystem. Hintergrund sind die inzwischen auf über 38 Billionen Dollar gestiegene US-Staatsverschuldung, anhaltend expansive Geldpolitik und zunehmende Bestrebungen anderer Staaten, sich vom Dollar zu lösen.



    ❗️Investor Peter Schiff warnt, der nächste große Wirtschaftseinbruch könne die Finanzkrise von 2008 wie einen „Sonntagsschulausflug (...)“ erscheinen lassen. Er sieht insbesondere die Kombination aus Schuldenlast, Geldmengenausweitung und Vertrauensverlust in den Dollar als zentrale Gefahr.



    ❗️Auch Starinvestor Warren Buffett äußerte sich besorgt über die aktuelle Marktlage. Er bezeichnete den heutigen Markt als „eine Kirche mit angeschlossenem Casino (...)“ und warnte vor wachsender Kurzfristspekulation sowie irrationalem Anlegerverhalten.



    ❗️Buffetts Holding Berkshire Hathaway hält derzeit rund 380 Milliarden Dollar an Cash. Buffett betonte zugleich, die USA seien „nicht immun“ gegen Währungsinstabilität – und erinnerte an historische Phasen, in denen schwindendes Vertrauen in den Dollar massive wirtschaftliche Verwerfungen auslöste.



    (https://t.me/+dYKV2065qN41MjQ6)t.me/geo_grandmasters

    • Offizieller Beitrag

    Der Moment der Wahrheit des Dollars

    "Die große monetäre Divergenz

    Wir befinden uns in einer neuen Ära der globalen politischen Divergenz.


    Der Rest der Welt scheint deutlich mehr Raum zu haben, um die finanziellen Bedingungen zu verschärfen als die USA.


    Diese Divergenz dürfte als Haupttreiber für eine weitere Dollarschwäche wirken.


    All dies entfaltet sich mit dem US-Dollar-Index, der in der Nähe eines wichtigen historischen Widerstandsniveaus liegt.


    Für mich fühlt sich das wie eine Linie im Sand an.


    Es ist eine Frage der Zeit, bis sich der Dollar meiner Ansicht nach sinnvoll nach unten bewegt.

    In diesem Bericht werde ich diese These durchgehen und den datengesteuerten Fall vorstellen, warum ich glaube, dass der Dollar wahrscheinlich in einen langfristigen Rückgang eintreten wird....."


    --- Weiter leider hinter Bezahlschranke..." ---


    The Dollar’s Moment of Truth
    The Great Monetary Divergence
    tavicosta.substack.com


    Grüsse

    Edel

  • Geht man nach Medienberichten, hält W. Buffet schon seit über 1 Jahr ziemlich viel Cash.

    Ob das bei der anhaltenden Inflation viel Sinn ergibt, wage ich zu bezweifeln.

    Zum einen sind die Börsen die letzten Jahre konstant gestiegen, zum anderen haben eben jene in Relation zu Gold und Silber verloren. Egal wie viel sie also verlieren (oder auch nicht), er ist außen vor und guckt zu wie die Kohle an Kaufkraft einbüßt.

    Richtig liegt er nur, wenn entweder Edelmetalle oder die Börsen ordentlich crashen. Er wartet auf Godot.

  • Es ist aber eben auch etwas anderes, ob du 50% von 40.000€ verlierst oder mit Insiderwissen 50% von 350 Milliarden$.

    Beides tut weh, aber bei zweitem stehen auch noch Investoren dahinter, die man im Ernstfall irgendwie besänftigen muss.

    "Wenn die fehlgeleitete öffentliche Meinung das Verabscheuungswürdige ehrt und das Ehrenhafte verachtet, die Tugend bestraft und das Laster belohnt, das Schädliche ermutigt und das Nützliche entmutigt, der Lüge Beifall klatscht und die Wahrheit unter Gleichgültigkeit oder Beleidigung erstickt, kehrt eine Nation dem Fortschritt den Rücken und kann nur durch die schrecklichen Lehren der Katastrophe wiederhergestellt werden."

    - Frédéric Bastiat

  • Geht man nach Medienberichten, hält W. Buffet schon seit über 1 Jahr ziemlich viel Cash.

    Ob das bei der anhaltenden Inflation viel Sinn ergibt, wage ich zu bezweifeln.

    Zum einen sind die Börsen die letzten Jahre konstant gestiegen, zum anderen haben eben jene in Relation zu Gold und Silber verloren. Egal wie viel sie also verlieren (oder auch nicht), er ist außen vor und guckt zu wie die Kohle an Kaufkraft einbüßt.

    Richtig liegt er nur, wenn entweder Edelmetalle oder die Börsen ordentlich crashen. Er wartet auf Godot.

    Der alte Knispel will sich auf den letzten Metern die Er noch hat nicht den Ruf versauen. Ende der Geschichte. :thumbsup:

  • Naja, bißchen viel Zaster für den Fährmann. [smilie_happy]

    Selbst die Hälfte an Cash hätte m.E. gereicht, denn er macht ohnehin höchstens noch 1 Crash mit, den Wiederanstieg erlebt er garantiert nicht mehr mit.

  • Geht man nach Medienberichten, hält W. Buffet schon seit über 1 Jahr ziemlich viel Cash.

    Ob das bei der anhaltenden Inflation viel Sinn ergibt, wage ich zu bezweifeln.

    Zum einen sind die Börsen die letzten Jahre konstant gestiegen, zum anderen haben eben jene in Relation zu Gold und Silber verloren. Egal wie viel sie also verlieren (oder auch nicht), er ist außen vor und guckt zu wie die Kohle an Kaufkraft einbüßt.

    Richtig liegt er nur, wenn entweder Edelmetalle oder die Börsen ordentlich crashen. Er wartet auf Godot.

    Was versteht Buffet denn unter Cash? Wahrscheinlich nicht Dollar, eher was Glänzendes...

  • Börsencrash.

    Buffet würde nie im großen Stil EM kaufen, deswegen wartet er darauf auch nicht.

    Cash heißt bei ihm wirklich Cash, also Dollores.


    Wobei ich immer noch nicht ernsthaft glauben kann, dass er etliche Monate bis wenige Jahre an der Seitenlinie steht.

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