Bei den KMUs fehlen vielfach die familiären Nachfolger weil "die kids sollen es ja mal besser haben" und besser haben heißt: "Vati ist abends um 18:00 h daheim, 6 Wochen planbaren Urlaub, Renten- und Krankenversichert, etc. Folglich wählen die Kids, meist mit Zustimmung von Mama, Papa geht in Deckung, eine Ausbildung die ihnen das "besser haben" ermöglicht. Damit ist dann meist Ende der Familiendynastie und Papa versucht den Laden zu verkaufen. Weil er aber "nicht geklebt hat" will er möglichst viel Geld dafür haben, folglich ist die Zielgruppe derer, die Interesse, Mut, Qualifikation, etc. haben, eher klein. So bleibt der sog. Mitbewerber, der entweder sein Portfolie durch den Kauf erweitert oder aber den Kauf abschreibt, den Laden platt macht und damit weniger Konkurrenz hat.
Läuft bei der Übernahme durch Große üblicherweise so, weil die viel weniger innovativ sind und mit dem neu erworbenen Laden mit dem ganzen "neumodischen" Kram nix anfangen können bzw. ins Hintertreffen geraten.
Und nun noch mal zu meinem Post oben und dem Widerspruch von foxele.
Im Ort hier gibt es eine alt eingesessene Kneipe, mehr als 70 Jahre von der Familie über 3 Gen. geführt. Der Laden hat seit mehr als 50 Jahren Bestandsschutz, die Konzessionen wurden quasi vererbt. Der Laden sollte mal 300 Riesen kosten, stand ein Jahrzehnt zum Verkauf (alles noch vor Corona) Für unter 100 k€ ging er dann kurz vor C weg.
Die neu Eigentümerfam. bekam dann alsbald Bescheid von diversen Behörden. Neue Konzession beantragen, Brandschutz- und Modernisierungsauflagen, etc., + Corona. Konsequenz: Frau und Mann gehen extern arbeiten, Kinder haben kein Interesse, der Laden ist an 3 Abenden/Woche auf, das wars!
Alternative: Privatinsolvenz, Bürgergeld
so siehts aus bei den kKMUs, Familienbetrieben in der Gastronomie - und da kenn ich mich verdammt gut aus!