Aber wie wäre es denn ohne Parteien?
Naja, ohne Parteien eben [Blockierte Grafik: https://www.goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/wink.png]. Also z.B. ein Wahlrecht, das nur Direktmandate vorsieht.
Die "Demokratie™" ist übrigens keine gute Erfindung, sie ist blabla, ein rhetorischer Trick, der den Blick vom Wesentlichen ablenkt. Für den Aha-Effekt: im GG kommt das Wort überhaupt nicht vor. Es gibt zwar die Formulierung "freiheitlich demokratische Grundordnung", deren Gewicht aber auf dem ersten Wort liegt. Das "demokratisch" ist eigentlich ein überflüssiges Füllwort.
Der wesentliche Begriff ist die "Republik", zu deutsch etwa "die Sache aller". Das ist etwas völlig anderes, als die Herrschaft einer wie auch immer herbeifingierten Mehrheit, die ja nur über den Demokratietrick herleitbar ist. Eine Republik hat per Definition das Ziel, die *Freiheit* ihrer *Bürger* zu verwirklichen. Das ist die Abwesenheit von *Herrschaft*. Letztere ist das Gegenteil der Freiheit. Beides ist nicht gleichzeitig möglich.
Eine solche Ordnung ist nur in kleinen Einheiten möglich. Sie ist eine Form der Selbstverwaltung, die weitestgehend auf kommunaler Ebene stattfindet. Das schließt nicht aus, daß sich die Kommunen zu größeren Einheiten organisieren können, etwa zu Bundesländern. Aber eben nur in begründeten Belangen. Auch der Zusammenschluß von Ländern zum Bundesstaat ist möglich, aber in noch weniger Belangen, die dann aber schon sehr sorgfältig begründet werden müssen.
Das sind alles Prinzipien, die Kant unanfechtbar hergeleitet hat. Damit ist er pures Gift für alle möglichen Strippenzieher und wird deshalb seit jeher von allen möglichen Schwätzern "interpretiert" und "erklärt", d.h. ins Gegenteil verdreht...