Analyse bei gold.de über den charttechnischen Zustand von Silber
ZitatFazit: Silber – 2008 hoch zehn
Gerne würden wir zwei Wochen vor Ostern positive Nachrichten liefern, doch drei Wochen nach Kriegsbeginn (28. Februar 2026) zeigt sich ein düsteres, realistisches Bild: Der Konflikt im Nahen Osten, ausgelöst durch US- und israelische Angriffe auf den Iran, hat Tausende Opfer gefordert, die Führung in Teheran weitgehend ausgeschaltet und Verhandlungen faktisch unmöglich gemacht.
Die Blockade der Straße von Hormus und massive Angriffe auf Energieinfrastruktur in der Golfregion haben eine globale Energiekrise ausgelöst. Raffinerien, Gasanlagen, LNG-Komplexe und Häfen in Iran, Qatar, Saudi-Arabien, den VAE, Kuwait, Israel sowie teils Bahrain und Oman wurden schwer getroffen oder lahmgelegt. Der Schiffsverkehr durch Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen, Öl- und Gaspreise explodieren, die Energieversorgung ist weltweit gefährdet. Gleichzeitig crashen Aktien-, Rohstoff-, Edelmetall- und Kryptomärkte, während in Süd- und Südostasien Rationierungen, Vier-Tage-Wochen und Flugausfälle den Alltag prägen. Es drohen Hyper-Stagflation, Lebensmittelpreisschocks und ein stiller globaler Lockdown – ein schneller Kompromiss ist nicht absehbar.
Zugleich bestätigt der Krieg den neuen Rohstoff-Superzyklus: Edelmetalle (Gold, Silber, Platin) sowie Öl, Gas, Seltene Erden und Agrarwerte dürften mittelfristig stark steigen, sobald Notenbanken gegensteuern. Kurzfristig ist jedoch Vorsicht geboten: Silber hat über 30 % verloren, bleibt charttechnisch schwach und könnte weiter bis 50–55 US-Dollar fallen. Anleger sollten Liquidität bewahren, geduldig bleiben und auf den Wendepunkt warten statt panisch zu reagieren.