Informationen über Öl

  • Die IEA schlägt die größte Freigabe von Ölreserven aller Zeiten vor. Die Industrieländer könnten heute schon entscheiden.


    Was sich gestern angedeutet hat, wurde heute Nacht bestätigt: Die Wahrscheinlichkeit nimmt stark zu, dass westliche Industrieländer eine gigantische Mengen aus ihren Ölreserven auf den Markt werfen werden, um den Ölpreis und die Iran-Krise zu entlasten. Es wäre die größte Freigabe an Ölmengen aller Zeiten. Ob diese Maßnahme den Ölpreis weiter runterdrücken kann, und ob dies wirklich tage- und wochenlang entlastend am Terminmarkt wirken würde, ist aber keinesfalls eine sichere Sache.


    Größte Freigabe an Ölreserven voraus

    Die Internationale Energieagentur hat laut Wall Street Journal die größte Freigabe von Ölreserven aller Zeiten vorgeschlagen, da die Regierungen versuchen, den durch den Krieg im Nahen Osten verursachten Anstieg der Energiepreise einzudämmen. Dazu berichtet Bloomberg: Die vorgeschlagene Freigabe, die während einer Dringlichkeitssitzung von Energiebeamten heute Nacht bekannt gegeben wurde, würde die 182 Millionen Barrel übersteigen, die die Mitgliedsländer 2022 nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine in zwei Tranchen freigegeben hatten, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Beamte. Damit wäre dies die bislang größte Freigabe.

    Der globale Referenzpreis Brent gab nach Bekanntwerden des Berichts seine früheren Gewinne von fast 4 % wieder ab und notierte zuletzt bei rund 88 Dollar pro Barrel. Der sich ausweitende Iran-Krieg und die fast vollständige Sperrung der Straße von Hormus haben zu Kürzungen bei den Produzenten am Persischen Golf geführt, die bisher etwa 6 % der weltweiten Ölproduktion ausmachen, wodurch die Preise für alles, von Flugbenzin bis hin zu Kochgas, weltweit in die Höhe geschossen sind.


    Millionen Barrel Rohöl und Kraftstoffe bleiben auf Tankern stecken, die die enge Meerenge, in der Schiffe angegriffen wurden, nicht passieren können. Die Störung der Signale hat die Situation für Schiffe in diesem Gebiet noch schwieriger und unsicherer gemacht. Die Gruppe der Sieben Nationen hatte Anfang dieser Woche die IEA gebeten, Szenarien für die Freigabe von Notfallölvorräten auszuarbeiten. Die Länder wollen bereit sein, bei Bedarf Ölreserven einzusetzen, und haben die IEA beauftragt, die Mengen zu untersuchen, die freigegeben werden könnten, sagte der französische Finanzminister Roland Lescure am Dienstag gegenüber Reportern. IEA-Beamte in Paris reagierten außerhalb der Arbeitszeiten nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.


    Der Vorschlag könnte jedoch verzögert werden, wenn ein einziges Land Einwände erhebt. Die Länder werden voraussichtlich heute über den Vorschlag entscheiden, so das WSJ. Die 32 Länder, die der IEA angehören, verfügen laut der Organisation, die die koordinierte Freigabe von Vorräten überwacht, zusammen über mindestens 1,2 Milliarden Barrel Öl in öffentlichen Notvorräten.


    Die in Paris ansässige Agentur hat bereits fünf solcher Interventionen durchgeführt: im Vorfeld des ersten Golfkriegs, nach den Hurrikanen Rita und Katrina im Jahr 2005, nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Libyen im Jahr 2011 und zweimal im Jahr 2022 als Reaktion auf Störungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.


    Frühere Freigaben aus strategischen Ölreserven hatten nicht immer die gewünschte Wirkung. Die beiden Freigaben im Jahr 2022 führten zunächst zu einem Anstieg der Ölpreise, da die Märkte sie als Zeichen dafür interpretierten, dass die Krise schlimmer war als gedacht, bevor sie schließlich zu einem Preisrückgang beitrugen.


    FMW/Bloomberg


    Quelle - FMW



    LG Vatapitta

  • Ölpreis, Iran-Krieg: Der große Bluff fliegt auf! Videoausblick


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    Die Freigabe der Ölreserven bringt zu wenig und ist wegen der Logistik schwierig.

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    Die Freigabe der Ölreserven bringt zu wenig und ist wegen der Logistik schwierig.

    Warum sollte es für die Logistik schwierig sein ? Jedes Land verbraucht seine eigenen Ölreserven und gut ist.

  • Breaking News.....


    Deutschland gibt Teil der Ölreserven frei wegen steigender Preise


    Deutschland hat beschlossen, einen Teil seiner strategischen Ölreserven freizugeben, um auf den Anstieg der Rohölpreise infolge des Nahost-Krieges zu reagieren. Der Schritt erfolgt in Koordination mit der Internationalen Energieagentur (IEA) und weiteren G7-Staaten, die ebenfalls prüfen, strategische Reserven einzusetzen, um die Versorgung zu sichern und Preisspitzen abzufedern.


    Das könnte die Preise stabilisieren bzw eventuell senken. Ich wäre nicht überrascht, wenn es ans auffüllen geht, dass dann weit aus höhere Preise als jetzt auf der Uhr stehen.

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    LNG wird von Europa nach Asien umgeleitet.

  • Deutschland gibt Teil der Ölreserven frei wegen steigender Preise

    Gibt es denn nachvollziehbare Schätzungen, wie weit der Heizölpreis noch runter kommt?


    Der erste Panikpeak ist ja durch. Bin hin und hergerissen, einerseits pokere ich ganz gern, zur Not komme ich mit dem, was da ist, über den nächsten Winter. Aber wenn es bis dahin keine Entspannung gibt, würde es weh tun.

    Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)

  • Wird nicht durch die Freigabe der Ölreserven zugestanden dass es ein längerfristiges Problem bei der Versorgung geben wird oder geben kann und dadurch abgeleitet entwickelt sich der Ölpreis erst recht nach Norden?...

  • Gibt es denn nachvollziehbare Schätzungen, wie weit der Heizölpreis noch runter kommt?


    Der erste Panikpeak ist ja durch. Bin hin und hergerissen, einerseits pokere ich ganz gern, zur Not komme ich mit dem, was da ist, über den nächsten Winter. Aber wenn es bis dahin keine Entspannung gibt, würde es weh tun.

    Tja, gute Frage...bei den Problemen die es gibt u d den Ausfall an Förderung und Verarbeitung, auch im Bezug Ukraine, frage ich mich, warum wir hier nicht über Preise jenseits der 200 $ reden.

  • Wird nicht durch die Freigabe der Ölreserven zugestanden dass es ein längerfristiges Problem bei der Versorgung geben wird oder geben kann und dadurch abgeleitet entwickelt sich der Ölpreis erst recht nach Norden?...

    Ich würde vermuten, die denken, die federn das damit ab und halten den Preis gedeckelt und irgendwann wird es schon wieder billiger werden, wenn der Iran ins westliche Rohstoffsystem eingegliedert ist. Ist genauso ein Zock wie mit den Gasspeichern, da scheint es ja gerade so geklappt zu haben.

  • Wie kommt's? Ich dachte Hormus ist offen? [smilie_happy]


    Wo bleibt eigentlich die Eskorte des Dons?


    Wo die Garde der Makrone?

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