FAZ vom 16.02.2023:
"Der Streit um die Anhebung der Schuldengrenze in den Vereinigten Staaten bekommt frische Brisanz durch eine neue Prognose des Congressional Budget Office (CBO): Sie besagt, dass sich die finanzielle Lage des amerikanischen Bundeshaushaltes binnen der vergangenen neun Monate verschlechtert hat. Nach Prognose der Rechnungsprüfer verdoppelt sich das Haushaltsdefizit nun von 1,4 Billionen Dollar in diesem Jahr binnen zehn Jahren auf 2,9 Billionen Dollar. Der Schuldenberg wächst bis dahin auf 118 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Dabei unterstellen die Haushaltsexperten, dass die Gesetzgeber keine Veränderungen der geltenden Gesetze vornehmen und zeitlich befristete Steuersenkungen nicht verlängern. Das Defizit entspricht damit in diesem Jahr 5,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes."
Ich meine, in diesem Fall kann man der FAZ glauben.
Das bedeutet: Von 20 USD Nachfrage sind nur 18,94 durch die Produktion von Gütern und Diensten gedeckt, der "Rest" ist zusätzliche Nachfrage. Zinssteigerungen vergrößern das Defizit, weil für die Staatsschulden höhere Zinszahlungen anfallen. Dazu kommt, dass die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes steigt, weil die Leute ihr Geld schneller ausgeben (auch das, das sie nicht haben), da sie sehen, dass es an Wert verliert, und die Einkommen nicht mit den Preisen Schritt halten.
Unter diesen Umständen hat die FED gegen die Inflation keine Chance. Sollte es zu einer Rezession kommen, wird das Defizit noch größer, weil die Steuereinnahmen einbrechen. Zunächst erwarte ich aber einen "Crack-up boom".
Gruß! Fritz