Alles anzeigenSchön, dass du spazieren warst!Mich interessiert, also ganz ehrlich gemeint, wieso du dich unwohl gefühlt hast?
Hört sich an, als ob da lauter Menschen dabei waren, die für Frieden, Freiheit, persönliche Entfaltung, und gegen willkürliche Repressalien, gegen Diktatur usw. sind. Menschen, die selbst denken.
Ob die nun den Stempel von irgendjemandem bekommen: 68er, Grüne, Kiffer oder sonstwas, spielt doch dabei keine Rolle.
Hättest du dich wohler gefühlt wenn mehr "Rechte, Reichsbürger..." dabei gewesen wären?
Ich spüre bei diesen Spaziergängen immer eine total positive Energie, und das ist doch mit das wichtigste.
Diese Kategorien Rechts, Links, Grün, Rot, Lila, Blau, Konservativ, 68er sind doch nur noch eine Lüge, mit der unter anderem die Spaltung weiter aufrecht erhalten wird.
Wichtig ist, was jemand denkt, fühlt, und wie derjenige dann tatsächlich handelt und für was er einsteht im Leben, und wie mit Mitmenschen umgegangen wird.
ich fühlte mich unwohl, weil der Großteil der Leute dem Klientel zuzurechnen ist, mit dem ich bisher eher nichts zu tun haben wollte, Leute also, denen ich bisher eher aus dem Weg gegangen bin.
Und nun laufe ich plötzlich mit denen für ein gemeinsames Ziel.
Das war neu für mich.
Aber ich kann sagen, dieses Gefühl, hier fehl am Platz zu sein, hatte sich nach eine Weile abgeschwächt bzw.teilweise verflüchtigt.
Welche Leute mir gefehlt haben:
z.B. meine Berufskollegen die Landwirte, Handwerker, der Schreiner von nebenan, der Bäcker, bei dem ich einkaufe, der Mitarbeiter vom städt. Bauhof, mein Automechaniker des Vertrauens, der Müllfahrer usw. die hätte ich dort auch gern gesehen aber leider Fehlanzeige.
Also ums auf den Punkt zu bringen, es war nicht der Querschnitt der Gesellschaft der da zusammenkam, sondern nur ein schmaler Ausschnitt daraus und eben genau der, welcher mir bisher eher suspekt erschien.