Hohe Zinsen retten Banken ?
Die Euphorie die den Finanzsektor ( Banken , Versicherungen ) erfaßt hat ist für mich nicht nachvollziehbar, im Gegenteil das sieht für mich nach einer krassen Überbewertung aus.
Aktueller Status:
- Die Inflation wurde zwar eingedämmt , sie kann aber jederzeit wieder aufflammen und daher müssen die Zinsen weiter steigen oder zumindest für einen längeren Zeitraum oben gehalten werden.
- Kommt es nicht zu ausreichenden Lohn- Renten- Sozialhilfe- Erhöhungen bricht die Nachfrage ein.
- Hohe Zinszahlungen belasten Kreditnehmer und Firmen stark, es wird wohl zu einem erhöhten Aufkommen von Zahlungsausfällen kommen
Erinnern wir uns das zwischen 2016 - 08/2022 der Leitzins der EZB bei 0% lag. Die "Spezialisten" der Finanzinstitute haben Staatsanleihen mit -0.5% gekauft ( 10 jährige ) die nun negative Zinszuflüsse bescheren. Das ist aber noch das kleinste Problem. Staatsanleihen insbesondere deutsche sind als 100%-Sicherheit angesehen. Nur wer handelt schon gegen den gesunden Menschenverstand und kauft so einen Mist ?
Negativ-Szenario ( Markus-Krall-Szenario ![]()
Angenommen es kommt zu einer Insolvenzwelle, Kredite der Banken müssen abgeschrieben werden. Dann muß die Bank um ihre Bilanz zu retten, die vermeintlich sicheren Staatsanleihen verkaufen ( bloß an wen ? ).
D.h bei einem Zinssatz von 5-6% für aktuelle Staatsanleihen plötzlich 0% - Anleihen auf den Markt zu werfen bei einer Inflationrate von 8% ist doch Wahnsinn. Die kriegen das Gelump nichmal mehr zum halben Preis los.
Nach wie vor ist die Wahrscheinlichkeit vom Markus-Krall-Szenario gegeben, der BAnken-Sektor ist nach wie vor ein Minenfeld auf das man sich meiner Meinung bloß nicht hineinwagen sollte.
Die Negativ-Auslese der Führung sowohl politisch als auch betriebswirtschaftlich ( im Konzernbereich ) wird durch diese Entwicklungsgeschichte erneut bestätigt und zeigt auf ,wie wenig das Top-Management vorausschauend denken kann.