Tendentiell fallende Ölproduktion ja, aber kein Beinbruch. Die anstehende Rezession im Westen ist jedenfalls nicht durch Ölknappheit bedingt, sondern durch ideologisch bedingte Fehlsteuerung. Das braucht fünf bis zehn Jahre, bis da eine Selbstreinigung erfolgt. Als Effekt wird der Ölverbrauch im Westen zunächst sinken, nicht zuletzt durch die Gesundschrumpfung der USA.
Parallel dazu sind Technologien mit hohem bis sehr hohen EROI bereits in der Pipeline. Bekanntestes Beispiel ist der DFR. Erste Vorserienanlagen sind in zehn Jahren erwartbar, bei entsprechender Anstrenung schon deutlich früher. Damit werden synthetische Treibstoffe zu niedriegern Preisen darstellbar, als heute die Mineralölwirtschaft kann.
Von daher besteht kein Grund für die vielbesungene Primärenergiekatatrophe. Entsprechenden Warnungen sind Wasser auf die Mühen der Ökomafia, vermutlich kommen sie auch von dort.
Ich hatte letztens im Hegemonfaden die Grafik zum Wachstum der USA gepostet. Ich glaube es war mittlerweile 16 Dollar Schulden zu einem nominalen Dollar Wachstum. Dazu hatte ich die Grafik zum verarbeitenden Gewerbe gepostet welches seit Jahren im besten Fall stagniert. Die Bevölkerung stieg aber rasant an. Was als Wachstum wahrgenommen wird ist die Expansion unproduktiver Tätigkeiten die ein sogenanntes Energiesink für den Planeten darstellen. Ein Energiesink bringt produktiv weniger als man an Energie investiert hat. Hätten die Menschen vor 200 Jahren so operiert wären wir alle tot. Man darf sich von den hohen Gehältern nicht täuschen lassen. Es bleibt trotzdem ein Energiesink. Im Notfall ist man damit nicht überlebensfähig. Alles zusammen genommen ist auf den seit Jahren fallenden EROI zurückzuführen und ist keine Gesundschrumpfung sondern eine Implosion.
Die Warnungen zum Ölfördermaximum stammen von Geologen die Jahrzehnte für die Ölindustrie gearbeitet haben und basieren auf jahrzehntelangen Datenreihen und Berechnungen. Bereits in den 50iger Jahren warnten hohe US Militärs vor diesem Szenario. Hubberts Peak sollte besser informierten Lesern ein Begriff sein. Meine jüngsten Übersetzungen im Ölfaden lassen darauf schließen das wir kurz davor sind sollte die Ölindustrie kein Kaninchen aus dem Hut zaubern. Ich behaupte nicht das es schnell geht aber es wird zum Niedergang kommen denn was oben behauptet wird würde zu einem weiter so führen und an anderer Stelle durch Resourcenmangel scheitern. Es gibt kein ewiges exponentielles Wachstum. Wie gesagt das Problem ist Größe. Das will ich sehen wie die Synthetiklüge 100 Millionen Fass Flüssigkeit im Labor produziert und das täglich.
Das ganze ist keine akademische Petrischale sondern es gibt gewisse Naturgesetze nach denen Organismen operieren. Sollte es hypothetisch doch funktionieren würde es zur kompletten Plünderung aller Resourcen kommen. Und was dann? Ich hoffe man versteht worauf ich hinaus will. Stellen dann die Synthetiker das ausgegangene Kupfer und Kohle auch im Labor her? Und wofür? Um die Bevölkerung nochmal zu verdoppeln? Das sind doch letztendlich alles nur Wohlfühlbehauptungen von Ahnungslosen die Beweise langer Datenreihen ignorieren während ihre tägliche Existenz von Mitteldestilaten wie Diesel abhängig ist. Nur weil man Benziner oder Stromer fährt ist man nicht weniger vom REWE LKW und der Systemwartung der Infrastruktur abhängig. Ohne Schmieröle könnte keiner mehr schlafen denn dann würde es gewaltig Quiitschen. Es wird zum Zusammenbruch kommen. Das ist der Lauf der Dinge. Ob man es wahrhaben will oder nicht. So oder mit lebensverlängernden Maßnahmen. Es ist jedem selbst überlassen wem er glaubt und auf was er sich fokussiert. Die Natur interessiert sich letztendlich nich für unsere Fehlentscheidungen und ist ohne uns wahrscheinlich besser dran.