Du versuchst hier einen Vergleich zu ziehen mit der Machtübernahme der NS zu Beginn der 1930-iger Jahre mit den heutigen Bemühungen (fast) aller Staaten auf der Welt die Pandemie COVID-19 zu besiegen.
Auch die deutsche Regierung schränkt hier Grundrechte temporär ein und begründet ihre Maßnahmen mit der Bekämpfung der Pandemie zum Schutz der Bevölkerung vor Krankheit und Tod.
Daß sich dabei einige Teile der Bevölkerung bevormundet fühlen und dagegen ankämpfen ist nachvollziehbar und angemessen. Das spaltet zur Zeit unsere Gesellschaft in Gegner und Befürworter der deutschen Regierung.
@Merlin8, vlt. kannst Du mir ja helfen, Deine Position besser zu verstehen. Mein Bruder argumentiert genauso, über die Weihnachtsfeiertage durfte ich das wieder erleben
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Meine Frage wäre: WAS genau SPALTET denn zur Zeit unsere Gesellschaft in Gegner und Befürworter? Worauf bezieht sich Dein geschriebenes "das"? Auf "die deutsche Regierung schränkt hier Grundrechte temporär ein"?
Kann das die Ursache der Spaltung unserer Gesellschaft sein? Lt. Selbstbeschreibung ist unsere Gesellschaft ja "liberal und freiheitlich und demokratisch", d.h. diametrale Deutungen des Regierungshandelns sollten möglich und normal sein, Kritik an Regierungsmaßnahmen sollte "nachvollziehbar und angemessen sein".
WAS genau begründet dann die Spaltung unserer Gesellschaft - WENN "Kritik an Regierungsmaßnahmen nachvollziehbar und angemessen" sein sollte? ![]()
Wenn Du darüber nachdenkst: ist es denn so, daß "Kritik an Regierungsmaßnahmen [...] nachvollziehbar und angemessen" ist? Du wünschst Dir das, aber ist es in Wirklichkeit so? Kann man Kritik an Regierungsmaßnahmen äußern, ohne eo ipso in eine bestimmte (politisch-medial-moralisch abwertend qualifizierte) Ecke gedrängt zu werden? ![]()
Wenn "Kritik an Regierungsmaßnahmen [öffentlich] nachvollziehbar und angemessen" wäre, gäbe es doch gar keine gesellschaftliche Spaltung! Oder?
Du sprichst etwas weiter vorn davon, dass Du Dir einen Diskurs wünschst. Basiert die gesellschaftlich Spaltung aber nicht gerade darauf, dass der Diskurs über alle relevanten Themen (bzw. Themen, die als relevant bezeichnet werden) seit Jahren unterdrückt wird? Kommt die Spaltung der Gesellschaft nicht daher, dass öffentlich nichts mehr hinterfragt wird? Man schlucken und sich dran gewöhnen soll? Dass jeder, der nicht mitmacht, die medial-politische Keule übergezogen bekommt? Daß jeder politische Gegner zum Feind erklärt wird, der vernichtet werden muß, egal wie (Beispiele erspare ich mir)?
M.E. ist die Spaltung der Gesellschaft eine Folge der Diskursverweigerung. Sie ist nur der Anfang - und man könnte auf den Gedanken kommen, dass diese gewollt ist...
Ich kann Deine Meinung nachvollziehen, aber aufgrund der o.g. Inkonsistenz nicht verstehen. Vlt. habe ich ja einen Denkfehler? Du scheinst Dich um eine Position der Mitte bzw. um politische Ausgewogenheit zu bemühen - aber bedeutet die von Dir gezeigte Position (d.h. das Ignorieren, das Abweichen von der Regierungsmeinung mitnichten als akzeptable Position gilt) zur Zeit nicht mitlaufen? Konformismus kann dazu führen, dass man zum Unterstützer der Errichtung einer Diktatur wird.