2025-10-09 Uran gewinnt an Dynamik dank politischem Rückenwind und Fundamentaldaten: Sprott
Der Uranmarkt hat die Dynamik auf seiner Seite und dürfte das Jahr 2025 mit einem starken Ergebnis abschließen. Mehrere Katalysatoren stehen bereit, um einen Sektor anzutreiben, der als entscheidend für die Zukunft der Energieversorgung gilt, sagt Sprott.
In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht listete das Unternehmen drei wichtige Entwicklungen auf, die den Uranpreis noch weiter in die Höhe treiben könnten: die Politik der US-Regierung in Bezug auf kritische Mineralien, die steigende Nachfrage nach dem Kernbrennstoff und Bedenken hinsichtlich der Versorgung.
Im ersten Fall wiesen die Sprott-Analysten um Jacob White auf die Absicht der Trump-Regierung hin, mehr Uran zu horten, um die anhaltende Versorgungslücke der US-Versorger und die starke Abhängigkeit des Landes von ausländischen Lieferungen, insbesondere aus Russland, zu verringern. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnten Milliarden von Dollar für den Aufbau einer sicheren Uranversorgung und der erforderlichen Nukleartechnologien bereitgestellt werden, was die optimistischen Aussichten für den Sektor untermauert, so Sprott.
Zweitens äußerte Sprott, dass das Unternehmen zunehmendes Vertrauen in die langfristigen Fundamentaldaten von Uran habe, insbesondere nach dem Symposium der World Nuclear Association (WNA) im September. Das Unternehmen verwies auf einen Bericht der WNA, in dem hohe Nachfrageerwartungen skizziert wurden: Von derzeit 175 Millionen Pfund U3O8-Äquivalent jährlich auf 391 Millionen Pfund bis 2040, was einem Wachstum von 124 Prozent entspräche.
Wichtig ist, dass die WNA-Prognose mehr als doppelt so hoch ausfiel wie die vorherige, was einen Anstieg des Optimismus hinsichtlich der Nutzung von Kernbrennstoffen unterstreicht, insbesondere angesichts einer „neuen Klasse“ von Nachfrage durch Hyperscaler wie Microsoft.
Sprotts optimistische Stimmung wird zudem durch ein strukturell knappes Angebot angesichts der Erwartung sinkender Fördermengen der weltweit größten Produzenten wie Kazatomprom und Cameco sowie Umsetzungsrisiken in der gesamten Entwicklungspipeline verstärkt. Außerdem heißt es, im WNA-Bericht seien einige wichtige Produktionskürzungen übersehen worden, was bedeutet, dass der Uranmarkt noch angespannter sein könnte, als die Schlagzeilen vermuten lassen.
Bullischer Ausblick intakt
Sprott sagte, diese Faktoren würden im weiteren Verlauf des aktuellen Zyklus entscheidend zur Dynamik des Uranpreises beitragen. Im September habe sich die Marktstimmung deutlich positiv entwickelt, als frisches Kapital ins Land floss und das Angebot knapper wurde. Dies habe im Laufe des Monats zu einem Anstieg des Uranpreises um 8 Prozent und einer Erholung auf 82 Dollar pro Pfund geführt, schrieb das Unternehmen.
Der Erholung gingen monatelange Verwerfungen voraus, in denen die Uranpreise eine maximale Spanne von 17 Dollar pro Pfund erreichten. Dies sei, wie Sprott sagte, für einen Markt mit einem strukturellen Defizit nicht „tragfähig“.
Der Sprott Physical Uranium Trust (TSX: UU für USD; U.UN für CAD) hat seine optimistische Prognose bekräftigt und weiterhin Uran aufgekauft. Er hält nun über 72 Millionen Pfund und behauptet damit seine Position als weltweit größter physischer Uranbesitzer. Seit Jahresbeginn hat der Trust rund 8,7 % zugelegt und verfügt über eine Marktkapitalisierung von über 6 Milliarden US-Dollar.
Uranaktien haben unterdessen beeindruckende Performances erzielt. Der Sprott Uranium Miners ETF legte in diesem Jahr um über 50 % zu. In den letzten fünf Jahren haben Uran und verwandte Aktien laut Sprott andere Anlageklassen deutlich übertroffen.
Sollte schon bekannt sein, bitte löschen.
Weiterhin gutes Gelingen, Gruss RS