schau doch mal drauf
There is no climate emergency
clintel.org/wp-content/uploads…D-version-06272215121.pdf
Danke für den Hinweis. Die World Climate Declaration ist mir schon früher begegnet, jetzt habe ich sie nochmal gelesen. Mich überzeugt sie nicht. Hauptsächlich ist es eine Ansammlung von Behauptungen, die weder hergeleitet noch sonst begründet werden. Manche liegen neben der Sache und sind damit ausgesprochen unseriös. So ist zum Beispiel CO2 unstreitig ein notwendiger Pflanzennährstoff; mit der Klimawirkung hat das aber gar nichts zu tun. Der absolute Anteil von CO2 an der Atmosphäre sagt ebenfalls nichts; es geht allein um die Veränderung.
Die Sonne hat eine Oberflächentemperatur von etwa 6.000 Grad. Deshalb strahlt sie ihre Energie überwiegend im Bereich des sichtbaren Lichts ab. Ein winziger Teil davon trifft die Erde und erwärmt sie. Sichtbares Licht ist relativ kurzwellig. Es wird von CO2 nicht beeinflusst. Die Erde hat eine mittlere Oberflächentemperatur von etwa 15 Grad; deshalb strahlt sie die empfangene Energie überwiegend im Infrarotbereich (relativ langwellig) wieder ab. Infrarotstrahlung wird von CO2 absorbiert; ähnlich wirken die Scheiben bei einem Treibhaus, daher Treibhausgas. Darum steigt die Erdtemperatur mit steigendem CO2-Gehalt der Atmosphäre an. Diese Zusammenhänge sind seit 1895 bekannt, wie schon gesagt. - Natürlich ist das nicht die ganze Wahrheit, aber es ist ihr harter Kern.
Gegenüber der vorindustriellen Zeit ist der CO2-Gehalt der Atmosphäre um etwa die Hälfte gestiegen. Das hat die globale Durchschnittstemperatur um knapp 1,5 Grad ansteigen lassen. Und dabei bleibt es nicht. Tier- und Pflanzenarten rücken nach Norden vor; schon haben wir die Tsetsemücke im Land. Bereits geringere Veränderungen haben in der Vergangenheit zu üblen Folgen für die Menschen geführt, und damals gab es nicht acht Milliarden von ihnen.
Die Selbstverstärkungseffekte sind schon im Gang, sie fangen nicht erst bei irgendwelchen "Kippunkten" an. Das Meereis schrumft; schon kann man nördlich um Sibirien fahren, was früher ganzjährig durch Eis blockiert war. Dadurch sinkt die Albedo ("Weißheit"), es wird weniger Strahlung direkt ins All zurückgeworfen. Bei höherer Temperatur verdunstet mehr Wasser; auch Wasserdampf ist ein (schwaches) Treibhausgas. Die Dauerfrostböden tauen und geben viel Methan frei, welches auch ein starkes Treibhausgas ist. Wenn erst die Methanhydrate anfangen sich aufzulösen, geht es ganz schnell. - Durch Aufforstung könnte man dem Trend entgegen wirken, ihn wohl sogar stoppen; statt dessen werden Wälder gerodet oder brennen ab.
Wenn erst einmal drei Milliarden Menschen aus Vorder- und Hinterindien sowie Afrika hier anrücken, weil ihre Länder unbewohnbar geworden sind, dann wird auch Rico sich nicht mehr über den billigen Sand freuen.
Gruß! Fritz