Ich gehe mal davon aus, dass 1.982,85 € netto monatlich gemeint sind. Auf 19.828,46 € netto pro Monat, komme ich nämlich auch nicht.
Dass man in einem Ballungszentrum alleinstehend zur Miete damit nur schwer hinkommt, ist für mich hingegen klar. Da bleiben einem, wenn überhaupt, nach Abzug von Miete, Heizung, Strom und Fahrt zur Arbeit max. 400 Euro zum Leben. Kann da jeden verstehen, der sich da vom Amt aushalten lässt.
Der Rechner meint jährlich, das ist wohl ein Fehler von der Seite, den ich da übernommen habe. 1.650,00 Euro pro Monat macht bei 12 Monaten 19.800,00 Euro im Jahr.
Meine Nachbarin im Erdgeschoss zahlt für knapp 55 Quadratmeter rund 715,00 Euro warm. Der Stadtteil ist bei einer Skala von 1 bis 5 eine 2 und somit unterdurchschnittlich, das Gebäude nicht besser als solide. Das ist schon ordentlich Geld, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist schlecht.
Mit 935,00 Euro aus der Beispielrechnung, die in dem Fall übrig bleiben, kommt man nicht weit. Der Anreiz, arbeiten zu gehen, ist schlicht und ergreifend nicht mehr vorhanden. Das Geld vom Amt deckt Miete, angemessene Nebenkostenabrechnungen und das Existenzminimum in Form des Regelsatzes ab. Warum also für unterm Strich paar Hundert Euro mehr im Monat 160 Stunden Arbeitszeit opfern (täglicher Zeitaufwand für Hin- und Rückfahrt nicht eingerechnet)?