Alles anzeigenIch würde dem Gesagten nicht widersprechen, denn die zu beobachtenden Verhaltensmuster widerholen sich in schöner Regelmäßigkeit und trotzdem tappt man vllt. sogar mehrfach im Leben in die gleiche Falle.
Angst und Gier. Alles auszublenden und rational sich allein an der Preisfindung zu orientieren, könnte die Lösung sein und funktioniert möglicherweise besser, wenn es nicht mindestens zwei Aber gäbe.
1. Irgendwann könnte doch mal alles anders sein (ökonomischer Komplettzusammenbruch des Wertewestens, ein Weltkrieg oder...). Dies Situation dürfte zwar die absolute Ausnahme sein, aber irgendwann stirbt jede FIAT-Währung, fällt jedes Imperium etc.
Deshalb würde ich auch in der aberwitzigsten Rallye niemals mehr als 50% vom EM verkaufen. Bei Aktien hingen alles.
2. Preisfindungen sind in Extremphasen besonders irrational. Geht man zu rational an die Sache heran, wird man verleitet viel zu früh in der finalen Übertreibungsphase zu verkaufen.
Wer den EM 2011er Crash beim Silber miterlebt hat, weiß, wie brutal das werden kann. Da braucht man Nerven wie Stahl, nach all den schönen Buchgewinnen beim ersten richtigen Einbruch zu verkaufen. Denn dann sind die ersten 10-15% schon wieder weg, denen man aber nicht nachtraueren darf.
Beim Gold wird es noch diffiziler. Ein Jahr nach dem Crash, also im Frühherbst 2012 erreichte Gold in Euro sogar noch mal ein Allzeithoch. Das war dann die seltene zweite Chance.
Ich war letzten Montag, also bei etwa 65$ Silberkurs beim Händler, eine Weihnachtsmünze abholen.
Full house dort. Vor mir zehn, hinter mir zehn oder mehr Leute.
Da kommt einer mit ner gelben Masterbox Silber zur Tür rein. Klapperte damit rum und sagte deutlich hörbar für alle ,,14 Jahre hats gedauert!" Und kam sich ziemlich clever dabei vor, jetzt zu verkaufen.
Endlich hat er die Dummheit wieder gut gemacht, die er 2011 im Spike begangen hat. Und kann nun 10€ Gewinn pro Unze einstreichen... So mein Eindruck.
Und jetzt sitzt er nach noch nichtmal einer Woche ohne diese Masterbox da... Die Comex vorm Default. Der Finanzsektor massiv unter Stress. Die Metalle auf dem Weg zur Unerhältlichkeit und massiv steigend.
Noch wird er sich sagen... Die paar Dollar weniger, Gewinn ist Gewinn. Wobei die paar Dollar jetzt schon so viele sind , dass er seinen Gewinn hätte verdoppeln können nach drei vier Tagen.
Was wird er bei dreistelligen Kursen tun? Was beim Systembruch, dem wir heute um Welten näher sind als 2011, wo es auch schon knapp war.
Die Versicherung kurz vorm Vollbrand abgestoßen... Das muss man erstmal schaffen ![]()