Es ist aber ein Unterschied, wenn man die Nation in die Hände der FED begibt. Wird der Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt und die nationale Zentralbank abgeschafft, dann wird der argentinischen Regierung die Kontrolle über die Währung und die politische Handlungsfreiheit entzogen. Sie ist dann untrennbar mit den politischen und wirtschaftlichen Schwankungen der USA verbunden und wird zur Kolonie.
Ein weiterer Aspekt ist, das Argentiniens Industrie nicht wettbewerbsfähig genug ist um ausreichend Dollars ins Land zu holen. Dazu müßte man vornehmlich in die USA exportieren. Wenn der Dollar zum gesetzl. Zahlungsmittel erklärt wird kommt es zu mehreren Effekten:
- beschleunigter Wertverfall bestehender Pesos-Vermögen, in wenigen Tagen ist das Geld wertlos.
- Zusammenbruch lokaler Wirtschaftskreisläufe, die Masse der Bevölkerung wird in Pesos bezahlt und kauft damit ein.
- Totaler Ausverkauf aller Sachanlagen an Ausländer, vornehmlich jene die Dollar halten. Vielleicht ist das ja auch beabsichtigt.
Um diese Faktoren zu lindern müßte Argentinien eigentlich zuerst einen riesigen Betrag an Dollar von den USA erhalten und dieses Geld langsam in seine Wirtschaft pumpen. Das ist aber bei der augenblicklichen Verschuldung nur zu irrsinnigen Zinssätze möglich, die Zinszahlungen nicht leistbar.
Wenn dieser Milei wirklich etwas ändern will kann er das nur in einer Art 5 Jahresplan durchziehen und statt auf Dollar zu setzen die heimischen Edelmetalle dazu verwenden (Export-Verbot, die Minen bekommen dafür Schuldverschreibungen in verzinsten Dollarpapieren und NeuPesos um die laufenden Kosten zu leisten , die Zinszahlung als Gewinn und am Ende der Laufzeit den Wechsel ausbezahlt.) Die neue edelmetallgedeckte Währung könnte man sukzessive durch EMs langsam erhöhen, eben durch soviel wie jährlich an Gold/Silber usw. abgebaut wird und hinterlegt wird.