Wirtschaftskrise 2019+ und eure Berichte

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    Auslöser aus meiner Sicht:


    Es wird eine Krise geben - und man wird prozyklisch die Zinsen anheben!


    🤮 🤡 💩 🡄 Die 3 meistvermissten Emojis zum Kopieren

  • Genauso schnell werden die Kleingartenparzellen wieder urbar gemacht.

    Also hier im Osten sind die Lebensmittel noch viel zu billig. Niemand macht sich die Finger in Kleingärten schmutzig. Höchstens zum Grillen hält man sich da auf. Und es werden Koniferen angebaut, echt lecker.Mittlerweil werden die Parzellen für Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen freigegeben. Heißt die Lauben werden geschliffen, im günstigsten Fall kommt Streuobst drauf, was als Hochstamm aber auch min. 7 Jahre benötigt.


    Es stagniert übrigens scheinbar der regionale Immobilienmarkt. An und Verkäufe in den letzten drei Wochen ausschließlich einzelne Landwirte. Gabs noch nie um die Zeit.

    "Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“


  • Problem" ist halt nur, wenn der Fehler nicht durch das genannte Bauteil ausgelöst wird sondern durch etwas anderes was nicht angezeigt wird, eine "Anomalie" und etwas was nicht durch Fehlercode dargestellt wird.

    Da lob ich mir doch meinen Starlet. Nach all den Jahren ist die Fehlersuche, die echt selten vorkommt, eher wie eine Partie Memory. Man hat alles schon mal irgendwie gesehen oder in der Hand gehabt.

    Mit ein paar Vorkenntnissen und geduldiger Logik bekommt man auch als Hobbybastler vieles hin. Der Clou bei diesem Fahrzeug ist die Fehlersuche über den Sicherungskasten vorne und die Zündleuchte. Da muss man noch zählen können. Kennen heut auch nur die wenigsten.


    Grüße Bb

  • Agrar-Schock: China stoppt Dünger-Exporte

    17.03.2026 | Redaktion


    Infolge der militärischen Eskalation im Nahen Osten hat die chinesische Regierung ihre Exporte von Düngemitteln drastisch eingeschränkt, so Bloomberg. Berichten zufolge wurden heimische Exporteure angewiesen, die Lieferung von Stickstoff-Kalium-Mischdüngern vorerst auszusetzen. Diese Maßnahme ergänzt bereits bestehende Beschränkungen für Harnstoff (Urea), für den Peking derzeit keine neuen Exportkontingente für das Jahr 2026 freigegeben hat. Ziel ist es, die nationale Versorgung für die anstehende Frühjahrsaussaat zu sichern und die Binnenpreise stabil zu halten.


    Die Auswirkungen auf den Weltmarkt sind massiv, da China einer der weltweit bedeutendsten Produzenten und Exporteure von Agrarnährstoffen ist. Die Unsicherheit durch den Konflikt und die chinesischen Exportstopps haben die Preise für Harnstoff – den weltweit am häufigsten verwendeten Stickstoffdünger – in kürzester Zeit in die Höhe getrieben. In der ersten Woche nach Ausbruch der Kämpfe stiegen die Referenzpreise für Urea um rund 21% und erreichten damit den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren.


    Besonders hart trifft diese Entwicklung Länder wie Indien, den weltweit größten Importeur von Harnstoff. Durch die Blockaden im Nahen Osten und die Schließung der Straße von Hormus kommt es zudem zu einem Mangel an Flüssigerdgas (LNG), das als wichtiger Rohstoff für die heimische Düngemittelproduktion benötigt wird. Dies hat in Indien bereits zur vorübergehenden Stilllegung einiger Fabriken geführt, woraufhin die indische Regierung Peking offiziell um die Freigabe von festsitzenden Harnstoff-Ladungen bat, um die eigene Ernährungssicherheit nicht zu gefährden.


    Experten warnen davor, dass die Kombination aus regionalen Kriegen und nationalen Schutzmaßnahmen die globalen Lieferketten für Lebensmittel weiter destabilisieren könnte. Da die Frühjahrsaussaat auf der Nordhalbkugel unmittelbar bevorsteht, führen die steigenden Kosten für Düngemittel zu geringeren Gewinnmargen für Landwirte und könnten letztlich die weltweiten Lebensmittelpreise weiter in die Höhe treiben. Eine Lockerung der chinesischen Beschränkungen wird vor Ende der heimischen Hauptsaison im Mai nicht erwartet.



    © Redaktion RohstoffWelt.de

    • Offizieller Beitrag

    Im Bekanntenkreis gab es vor Jahren den Fall, dass an einem VW-Bus III California, der Motor nicht anlaufen wollte, am Morgen, wenn es feucht war (meine Verdachtsdiagnose => Verteilerkappe). Bin mit der Möhre damals zusammen mit dem Besitzer, zu einem Kunden von mir gefahren, VW-Vertragswerkstatt. Ich habe dann dem Serviceberater gesagt, dass wir Kaltstartprobleme haben. Er sagte zu einem der Schrauber aus der Werkstatt, er soll sich das mal anschauen. Dann hat dieser vergeblich nach der OBD-Buchse im Fahrerfußraum gesucht und gesagt, man könne da nichts machen, wenn der keine OBD-Schnittstelle hat. Ich sagte ihm dann, doch, da kann man was machen, Dir den Gesellenbrief abnehmen. Sind dann wieder abgefahren und ich habe für meinen Bekannten eine Verteilerkappe, Finger und ein komplettes Zündgeschirr samt neuen Kerzen bei Kfz-Teile 24 bestellt. Hab das dann eingebaut, danach waren die Kaltstartprobleme bei hoher Luftfeuchtigkeit verschwunden.

    Motto: Carpe diem et noctem.


    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)


    „Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ (Benjamin Franklin)


    Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16.

  • Wenn du es ernst nimmst es ist ja eigentlich nur wichtig dass die motorkontrollleuchte nach dem Löschen eine halbe Stunde ausbleibt.


    Wenn die frische Plakette wieder drauf ist ist ja zwei Jahre egal :burka:

    So ist es.

    Und das Mobil bekommt in nächster Zeit sein H-Kennzeichen.

    Ich mags einfach.

    Egal wo ich damit in Europa aufgeschlagen bin, ich hab immer was gefunden, wenn mal was dran war, und wenn es nur die lokale Dorfschmiede war, die für alles, was aus Metall ist zuständig war.

    Das Schüsselchen ist bis jetzt durch JEDE auch noch so enge und verwinkelte Gasse geflutscht, ohne an der Wand langzuschrappen. Ne kleine Kiste dabei mit den notwendigsten Ersatz- und Reparaturutensilien, Akkupumpe und Starterset und man kann um die Welt düsen. 🌎🚙🌻

  • Long story short: Fachkräftemangel.


    Setze einen Afrikaner darauf an und das Teil läuft in unter 2 Stunden wieder. Personalkosten 20€, Teilekosten 30 Cent, weil er den Verteilerfinger mit einer Büroklammer und etwas Lötzinn repariert.

  • Im Bekanntenkreis gab es vor Jahren den Fall, dass an einem VW-Bus III California, der Motor nicht anlaufen wollte, am Morgen, wenn es feucht war (meine Verdachtsdiagnose => Verteilerkappe). Bin mit der Möhre damals zusammen mit dem Besitzer, zu einem Kunden von mir gefahren, VW-Vertragswerkstatt. Ich habe dann dem Serviceberater gesagt, dass wir Kaltstartprobleme haben. Er sagte zu einem der Schrauber aus der Werkstatt, er soll sich das mal anschauen. Dann hat dieser vergeblich nach der OBD-Buchse im Fahrerfußraum gesucht und gesagt, man könne da nichts machen, wenn der keine OBD-Schnittstelle hat. Ich sagte ihm dann, doch, da kann man was machen, Dir den Gesellenbrief abnehmen. Sind dann wieder abgefahren und ich habe für meinen Bekannten eine Verteilerkappe, Finger und ein komplettes Zündgeschirr samt neuen Kerzen bei Kfz-Teile 24 bestellt. Hab das dann eingebaut, danach waren die Kaltstartprobleme bei hoher Luftfeuchtigkeit verschwunden.

    Das ist das allgemeine Problem bei den Vertraachs-Werggstätten heutzutage. Ohne Laptop, der


    den Machddro-(Niggern) den Fehler anzeigt, und Youtuuhp Reparaturvideo können diese Fach-


    kräffde keine Teile tauschen. Wie so eine mechanische Zündverteiler-Mimik aus der Steinzeit des


    Automobilbaus funktioniert, da haben die NULL PLAN und AHNUNK von ! ! <X <X


    Solche Sachen haben wir früher (provisorisch) mit Silikon zum Dichten der Verteilerkappe, mit


    240-er Schleifpapier und 'nem Satz neuer Zündkerzen, und 2 Meter Zündkabel gelöst ! !


    (hat eine gut bestückte Hobbywerkstatt immer auf Lager) ! ! :love: :love:

  • A propos, um die Welt düsen.

    sind-wirklich-deutsche-schiffe-im-persischen-golf-gefangen.pdf

    Passt irgendwie auch hierhin.


    Grüße Bb

    Irgendein Kahn von Hapag Lloyd auf jeden Fall. Der hat auch bei den Kampfhandlungen etwas abbekommen.

    Demokratie ist die Diktatur der Dummen (Friedrich von Schiller)
    Das Grundprinzip der Parteien-Demokratie ist, die Bürger von der Macht fernzuhalten (Michael Winkler)
    Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
    Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:

  • Irgendein Kahn von Hapag Lloyd auf jeden Fall. Der hat auch bei den Kampfhandlungen etwas abbekommen.

    Das mag sein, interessant an dem Artikel der Nachdenkseiten fand ich halt die ganzen verschachtelten Zuordnungen aus steuerlicher, seefahrtsrechtlicher, staatenrechtlicher und vertragsrechtlicher Sicht. Nur weil da irgendwo in diesem Konvolut mal der Begriff "deutsch" auftaucht, heißt das ja noch lange nicht, daß die BRD die Gorch Fock dahin entsenden muss zur heiligen Rettungsmission.

    Für mich sieht das ganze so aus, daß die ganzen Kähne da alle liegenbleiben weil das Risiko nicht mehr versicherbar ist.

    Rechtlich gesehen ist die Straße von Hormus offen, wird aber behandelt wie blockiert, da die iranischen Revolutionsgarden da ein Auge drauf haben.

    Es scheint, daß die Passagen für bestimmte Länder wie zB. China, Indien, Türkei unter Zuhilfenahme diplomatischer Kontakte möglich ist, was auch immer das heißt ( kleiner Obolus an irgendwen?).

    Die großen Reedereien wie Hapag Lloyd, Maersk etc. liegen vor Ort, unter anderem wohl auch deswegen, weil die Kriegsrisikoprämie von 0,2% ( bezogen auf den Ladungswert ) sich spontan auf irgendwo zwischen 1%-5% erhöht hat, teilweise müssen die Prämien auch alle 7 Tage verhandelt werden.

    Im Artikel der NachDenkSeiten ist die Zuständigkeit bzw. die Zuordnung eines Frachters beispielhaft dargestellt.

    Heißt im Klartext, ein Frachter der Reederei Hapag Lloyd ( Besitzer unter anderem Chinesische Reeder, Kühne und Nagel mit Hauptsitz in der Schweiz (steuerrechtlich wichtig) ), tuckert mit größtenteils philippinischer Besatzung unter der Flagge Liberias oder Antiguas o.ä. ( vertrags- und arbeitsrechtlich wichtig, steuerrechtlich für die Besatzung) durch den Kanal, und weil der Besitzer von Kühne und Nagel nun mal eine deutsche Abstammung hat ( Hamburg, übrigens zweitvermögendster Bürger der BRD mit einem geschätzten Vermögen von 40 Milliarden € ), soll eine wie auch immer geartete Zuständigkeit Deutschlands gegeben sein…

    Find ich nicht.

    Da dieser Frachter seine Gewinne auf die Reeder verteilt, denke ich, dürfen die Länder die deren Steuern erheben auch das finanzielle Risiko übernehmen, wenn sie meinen auch unter diplomatischer und/oder militärischer Begleitung.

    China traue ich diesbezüglich einiges zu, ob die Schweiz ihre diplomatischen Kontakte, unter Androhung ihrer berittenen Gebirgsmarine, spielen läßt, weiß ich nicht.

    Aber für mich ist Deutschand da raus aus der Nummer.

    Wer es versteht seine finanziellen Ströme unter Umgehung des deutschen Fiskus durch derartige Verschachtelungen zu maximieren, darf von dieser Seite keine Hilfe erhoffen.

    Leid tuts mir vor allem wegen der Besatzungen, die da an Bord festsitzen.

    Während deutsche Touristen aus diesem Gebiet evakuiert wurden, interessiert das Schicksal dieser Menschen keine Sau, am allerwenigsten irgendwelche Politiker oder Finanziers.


    Grüße Bb

  • Nun, der Aktie HLAG gefällt es sehr was zur Zeit auf den Weltmeeren passiert.

    Ein Hauptaktionär ist CSAV (Compañía Sud Americana de Vapores S.A.): 30,0 % (chilenische Reederei).

    Bei ca. 170 EUR nehme ich Teilgewinne mit.


    LM

  • Nur zur Einordnung:


    Etwa 90 Schiffe durchqueren die Straße von Hormus, während der Iran trotz des Krieges Millionen Barrel Öl exportiert. https://share.google/qwMkoJacyYdgaVUYB


    Damit klar wird, worum es eigentlich geht.

    Wenn man die Handlungen der US-Administration als permanenten Versuch betrachtet, die Energieversorgung dieses Planeten zu kontrollieren und dadurch die Macht des Dollars als Reservewährung zu sichern, wird aus dem außenpolitischen Puzzle der letzten 60 Jahre fast schon ein fertiges Bildchen.

    Wenn Energie nur das Objekt der Begierden ist, dann ist Geld, in welcher Form auch immer, das Subjekt der strategischen und taktischen Betrachtung.

    Also richte ich mein Augenmerk auf den Währungsmarkt und dessen Ab- und Anleger, ich denke, das könnte sich lohnen.

    Also die Umsetzung des CBDC-Systems, Brics Währung, wer bezahlt wen wofür in welcher Währung, staatliche und interstaatliche Abkommen zu diesem Sujet.

    Die börslichen Betrachtungen sind für mich sowas wie ein " Tendenziometer-Wahlomat " für aktive Teilnehmer.

    Interessant finde ich immer, wer sich wie hoch absichert und am Spiel teilnimmt oder sich abwartend verhält.

    Der Konflikt als solcher ist in meinen Augen lediglich Mittel zum Zweck und geplante Szenerie.

    Wie übrigens jeder Krieg der letzten Jahrzehnte.

    Die Opfer dieser Politik interessieren nicht, oder anders gesagt, sind es wert gebracht zu werden.


    Grüße Bb

  • Es scheint, daß die Passagen für bestimmte Länder wie zB. China, Indien, Türkei unter Zuhilfenahme diplomatischer Kontakte möglich ist, was auch immer das heißt ( kleiner Obolus an irgendwen?).

    Waren in Yuan sind glaub ich automatisch mitversichert.

    --
    "Es gibt nur einen Gott und sein Name ist Tod und es gibt nur eines, was wir dem Tod sagen: "Nicht heute".
    Braavos

  • Ich sagte ihm dann, doch, da kann man was machen, Dir den Gesellenbrief abnehmen.

    Daher bin ich schon seit Jahren in der Freien, preislich und menschlich voll ok, verstehen ihr Handwerk durch alle Marken und die VAG Kundenersatzfahrzeuge haben durchweg mehr als 200.000 km auf der Uhr und schnurren wie ein Bienchen.

    "Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“


    Einmal editiert, zuletzt von ECU ()

  • Was die Ölversorgung mit Tankern angeht muss man ja auch unterscheiden zwischen Kunden, die Öl in den Emiraten kaufen und Kunden, die iranisches Öl kaufen. So wie China.
    Der Iran hat ja auch noch östlich der Straße von Hormus einige Häfen.


    Da wäre dann nur die Frage ob sich USrael traut, die wegzubomben.

    "Ihr solltet anfangen an Geistergeschichten zu glauben.... ihr steckt mitten in einer drin"

  • Nach der letzten Gaskrise 2022 hat Europa seine Chemieindustrie verloren.
    Innerhalb von drei Jahren haben sich die Werksschließungen versechsfacht. 37 Millionen Tonnen Produktionskapazität. 20.000 Jobs direkt. 89.000 weitere auf der Kippe. Die Investitionen in neue Anlagen sind um 86% eingebrochen. Von 2,7 Millionen Tonnen neuer Kapazität im Jahr 2022 auf 300.000 Tonnen im Jahr 2025. Fast null.

    Allein Deutschland trägt ein Viertel aller Schließungen. BASF hat in Ludwigshafen 4.800 Stellen gestrichen und Anlagen dichtgemacht.

    Und jetzt beginnt die nächste. Schlimmer als die letzte.

    Gestern hat Katar gemeldet, dass seine Gasanlage Ras Laffan, die größte der Welt, nach erneuten iranischen Angriffen "erheblichen Schaden" erlitten hat. Wann die Anlage wieder läuft, ist unklar. Ob in Wochen oder Monaten, weiß niemand. Jede Woche, die sie stillsteht, verliert die Welt so viel Energie, wie Sydney in einem ganzen Jahr an Strom verbraucht.

    Morgan Stanley sagt: Ein Ausfall von mehr als einem Monat bringt ein globales Gasdefizit. Mehr als drei Monate wären der größte Ausfall in der gesamten Geschichte der Flüssiggasindustrie.

    Was diese Krise von der letzten unterscheidet: 2022 ging es um russisches Pipeline-Gas. Europa konnte auf Flüssiggas per Schiff umsteigen. Genau das hat es getan. Der Anteil von Flüssiggas an der europäischen Gasversorgung ist seitdem von 19% auf 45% gestiegen.

    Das Problem: Diese neue Versorgung läuft über die Straße von Hormuz. Und die ist seit drei Wochen faktisch geschlossen.

    Aber es gibt ein noch grundlegenderes Problem. Eines, das die meisten nicht kennen.

    Für Gas gibt es keine strategische Reserve.

    Beim Öl hat die Welt die IEA-Reserven. 1,5 Milliarden Barrel, verteilt auf 32 Länder. Ein Puffer, der Zeit kauft. Für Gas existiert so etwas nicht. Flüssiggas verdampft langsam bei Lagerung. Spezialtanker, Terminals, Kühlanlagen: alles ist auf pünktliche Lieferung ausgelegt. Wenn das System funktioniert, sieht das effizient aus. Wenn es ausfällt, gibt es keinen Puffer. Kein Polster. Nichts.

    Und genau das passiert gerade.

    Ein einziges Gasschiff nach Asien kostet aktuell rund 80 Millionen Dollar. Doppelt so viel wie vor drei Wochen. Vietnam und die Philippinen haben ihre Käufe komplett eingestellt, bis die Preise sinken. Indien musste die teuersten Einkäufe seit Jahren tätigen.

    Pakistan bezieht 99% seines Flüssiggases aus Katar. Im März sind nur 2 von 8 bestellten Ladungen angekommen. Die Regierung hat die 4-Tage-Woche für Beamte eingeführt, Schulen geschlossen und eine Ausgangssperre für den Energieverbrauch verhängt.

    Das gleiche Muster überall in Süd- und Südostasien. Länder, die auf Gas als Wachstumsmotor gesetzt haben, stehen vor einer Wahl: Entweder sie zahlen Rekordpreise, die ihre Wirtschaft erdrücken. Oder sie kaufen gar nicht mehr.

    Und hier kommt die Ironie, die niemand ausspricht.

    Gas war der Plan. Die Brückentechnologie. Der saubere Übergang von Kohle zu Erneuerbaren. Bezahlbar, flexibel, weniger CO₂ als Kohle. So wurde es der Welt verkauft. Von der Industrie, von Regierungen, von internationalen Organisationen.

    Was passiert, wenn diese Brücke einstürzt? Die Welt geht nicht vorwärts zu Erneuerbaren. Sie geht zurück zur Kohle.

    Die Philippinen verhandeln gerade mit Indonesien über zusätzliche Kohlelieferungen. Südkorea hat die Betriebslimits seiner Kohlekraftwerke angehoben. Die durchschnittliche Kohlekraftleistung dort: 20,7 Gigawatt im März, 4,8 Gigawatt mehr als im Vorjahr. Indien erwartet in diesem Sommer Rekord-Kohleverbrennung, um die Stromnachfrage zu decken.

    Die Brückentechnologie, die den Planeten von Kohle wegführen sollte, treibt ihn genau dorthin zurück.

    Und Europa? Steht vor dem gleichen Problem wie 2022. Nur diesmal mit leeren Speichern. Die Gasspeicher in der EU waren ohnehin nahe dem saisonalen Tiefstand. Jetzt müssen sie für den nächsten Winter aufgefüllt werden. Dafür braucht Europa LNG-Ladungen. Die gleichen Ladungen, um die auch Asien kämpft.

    Bank of America warnt: "Wir werden mehr Nachfragezerstörung brauchen, weil es schlicht nicht genug Gas gibt." Das bedeutet im Klartext: Fabriken schalten ab. Genau wie 2022. Nur dass die europäische Industrie diesmal von einem niedrigeren Niveau startet. Die Schließungen haben ja nie aufgehört.

    Die Gewinner dieser Krise stehen bereits fest.

    Die USA. Nahezu unberührt von den Preisspitzen, weil sie genug eigenes Gas haben. Jede LNG-Krise steigert den US-Exportumsatz und zieht gasintensive Industrie ins Land.

    Russland. Chinas neuer Fünfjahresplan enthält erstmals einen Verweis auf die Power of Siberia 2 Pipeline. Bisher hatte Peking das Projekt gebremst. Der Krieg am Golf ändert die Rechnung. Mehr russisches Gas per Pipeline bedeutet weniger Abhängigkeit von Schiffen, die durch Meerengen fahren müssen.

    Das Muster ist eindeutig: Die Krise schadet denen, die Gas importieren müssen. Und nützt denen, die es produzieren.

    Europa importiert. Europa verliert Industrie. Europa verbrennt wieder mehr Kohle. Und die Länder, die am wenigsten zur Krise beigetragen haben, Pakistan, die Philippinen, Bangladesch, zahlen den höchsten Preis.

    Der schnellste Weg, diese Krise zu lösen, ist gleichzeitig der grausamste: Die Welt muss weniger Gas verbrauchen. Nicht freiwillig. Nicht durch Effizienz. Sondern weil die Fabriken schließen. Weil die Preise zu hoch sind. Weil der Strom ausfällt.

    Das letzte Mal, dass die Energiewelt einen Schock in dieser Größenordnung erlebt hat, war 2022. Damals hat Europa dramatisch umgebaut: LNG-Terminals, neue Lieferverträge, Speichervorgaben. Es hat funktioniert. Bis die nächste Meerenge dichtgemacht wurde.

    Die Frage ist nicht, ob Gas eine Brückentechnologie ist. Die Frage ist, ob eine Brücke, die alle paar Jahre einstürzt, überhaupt eine Brücke ist.

    Wenn dich solche Makro Insights interessieren und dir helfen, interagiere gerne mit dem Post.


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    Ich bin früher täglich zur Börse gegangen, weil ich nirgendwo auf der Welt so viele Dummköpfe pro Quadratmeter treffen kann wie dort. (Kostolany)

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