Super Artikel, danke @BB fürs Einstellen und deine Zusammenfassung. Die hat Lust auf mehr lesen gemacht. ![]()
Wirtschaftskrise 2019+ und eure Berichte
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Nun, der Aktie HLAG gefällt es sehr was zur Zeit auf den Weltmeeren passiert.
Ein Hauptaktionär ist CSAV (Compañía Sud Americana de Vapores S.A.): 30,0 % (chilenische Reederei).
Bei ca. 170 EUR nehme ich Teilgewinne mit.
LM
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Nur zur Einordnung:
Etwa 90 Schiffe durchqueren die Straße von Hormus, während der Iran trotz des Krieges Millionen Barrel Öl exportiert. https://share.google/qwMkoJacyYdgaVUYB
Damit klar wird, worum es eigentlich geht.
Wenn man die Handlungen der US-Administration als permanenten Versuch betrachtet, die Energieversorgung dieses Planeten zu kontrollieren und dadurch die Macht des Dollars als Reservewährung zu sichern, wird aus dem außenpolitischen Puzzle der letzten 60 Jahre fast schon ein fertiges Bildchen.
Wenn Energie nur das Objekt der Begierden ist, dann ist Geld, in welcher Form auch immer, das Subjekt der strategischen und taktischen Betrachtung.
Also richte ich mein Augenmerk auf den Währungsmarkt und dessen Ab- und Anleger, ich denke, das könnte sich lohnen.
Also die Umsetzung des CBDC-Systems, Brics Währung, wer bezahlt wen wofür in welcher Währung, staatliche und interstaatliche Abkommen zu diesem Sujet.
Die börslichen Betrachtungen sind für mich sowas wie ein " Tendenziometer-Wahlomat " für aktive Teilnehmer.
Interessant finde ich immer, wer sich wie hoch absichert und am Spiel teilnimmt oder sich abwartend verhält.
Der Konflikt als solcher ist in meinen Augen lediglich Mittel zum Zweck und geplante Szenerie.
Wie übrigens jeder Krieg der letzten Jahrzehnte.
Die Opfer dieser Politik interessieren nicht, oder anders gesagt, sind es wert gebracht zu werden.
Grüße Bb
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Es scheint, daß die Passagen für bestimmte Länder wie zB. China, Indien, Türkei unter Zuhilfenahme diplomatischer Kontakte möglich ist, was auch immer das heißt ( kleiner Obolus an irgendwen?).
Waren in Yuan sind glaub ich automatisch mitversichert.
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Ich sagte ihm dann, doch, da kann man was machen, Dir den Gesellenbrief abnehmen.
Daher bin ich schon seit Jahren in der Freien, preislich und menschlich voll ok, verstehen ihr Handwerk durch alle Marken und die VAG Kundenersatzfahrzeuge haben durchweg mehr als 200.000 km auf der Uhr und schnurren wie ein Bienchen.
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Was die Ölversorgung mit Tankern angeht muss man ja auch unterscheiden zwischen Kunden, die Öl in den Emiraten kaufen und Kunden, die iranisches Öl kaufen. So wie China.
Der Iran hat ja auch noch östlich der Straße von Hormus einige Häfen.Da wäre dann nur die Frage ob sich USrael traut, die wegzubomben.
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Nach der letzten Gaskrise 2022 hat Europa seine Chemieindustrie verloren.
Innerhalb von drei Jahren haben sich die Werksschließungen versechsfacht. 37 Millionen Tonnen Produktionskapazität. 20.000 Jobs direkt. 89.000 weitere auf der Kippe. Die Investitionen in neue Anlagen sind um 86% eingebrochen. Von 2,7 Millionen Tonnen neuer Kapazität im Jahr 2022 auf 300.000 Tonnen im Jahr 2025. Fast null.Allein Deutschland trägt ein Viertel aller Schließungen. BASF hat in Ludwigshafen 4.800 Stellen gestrichen und Anlagen dichtgemacht.
Und jetzt beginnt die nächste. Schlimmer als die letzte.
Gestern hat Katar gemeldet, dass seine Gasanlage Ras Laffan, die größte der Welt, nach erneuten iranischen Angriffen "erheblichen Schaden" erlitten hat. Wann die Anlage wieder läuft, ist unklar. Ob in Wochen oder Monaten, weiß niemand. Jede Woche, die sie stillsteht, verliert die Welt so viel Energie, wie Sydney in einem ganzen Jahr an Strom verbraucht.
Morgan Stanley sagt: Ein Ausfall von mehr als einem Monat bringt ein globales Gasdefizit. Mehr als drei Monate wären der größte Ausfall in der gesamten Geschichte der Flüssiggasindustrie.
Was diese Krise von der letzten unterscheidet: 2022 ging es um russisches Pipeline-Gas. Europa konnte auf Flüssiggas per Schiff umsteigen. Genau das hat es getan. Der Anteil von Flüssiggas an der europäischen Gasversorgung ist seitdem von 19% auf 45% gestiegen.
Das Problem: Diese neue Versorgung läuft über die Straße von Hormuz. Und die ist seit drei Wochen faktisch geschlossen.
Aber es gibt ein noch grundlegenderes Problem. Eines, das die meisten nicht kennen.
Für Gas gibt es keine strategische Reserve.
Beim Öl hat die Welt die IEA-Reserven. 1,5 Milliarden Barrel, verteilt auf 32 Länder. Ein Puffer, der Zeit kauft. Für Gas existiert so etwas nicht. Flüssiggas verdampft langsam bei Lagerung. Spezialtanker, Terminals, Kühlanlagen: alles ist auf pünktliche Lieferung ausgelegt. Wenn das System funktioniert, sieht das effizient aus. Wenn es ausfällt, gibt es keinen Puffer. Kein Polster. Nichts.
Und genau das passiert gerade.
Ein einziges Gasschiff nach Asien kostet aktuell rund 80 Millionen Dollar. Doppelt so viel wie vor drei Wochen. Vietnam und die Philippinen haben ihre Käufe komplett eingestellt, bis die Preise sinken. Indien musste die teuersten Einkäufe seit Jahren tätigen.
Pakistan bezieht 99% seines Flüssiggases aus Katar. Im März sind nur 2 von 8 bestellten Ladungen angekommen. Die Regierung hat die 4-Tage-Woche für Beamte eingeführt, Schulen geschlossen und eine Ausgangssperre für den Energieverbrauch verhängt.
Das gleiche Muster überall in Süd- und Südostasien. Länder, die auf Gas als Wachstumsmotor gesetzt haben, stehen vor einer Wahl: Entweder sie zahlen Rekordpreise, die ihre Wirtschaft erdrücken. Oder sie kaufen gar nicht mehr.
Und hier kommt die Ironie, die niemand ausspricht.
Gas war der Plan. Die Brückentechnologie. Der saubere Übergang von Kohle zu Erneuerbaren. Bezahlbar, flexibel, weniger CO₂ als Kohle. So wurde es der Welt verkauft. Von der Industrie, von Regierungen, von internationalen Organisationen.
Was passiert, wenn diese Brücke einstürzt? Die Welt geht nicht vorwärts zu Erneuerbaren. Sie geht zurück zur Kohle.
Die Philippinen verhandeln gerade mit Indonesien über zusätzliche Kohlelieferungen. Südkorea hat die Betriebslimits seiner Kohlekraftwerke angehoben. Die durchschnittliche Kohlekraftleistung dort: 20,7 Gigawatt im März, 4,8 Gigawatt mehr als im Vorjahr. Indien erwartet in diesem Sommer Rekord-Kohleverbrennung, um die Stromnachfrage zu decken.
Die Brückentechnologie, die den Planeten von Kohle wegführen sollte, treibt ihn genau dorthin zurück.
Und Europa? Steht vor dem gleichen Problem wie 2022. Nur diesmal mit leeren Speichern. Die Gasspeicher in der EU waren ohnehin nahe dem saisonalen Tiefstand. Jetzt müssen sie für den nächsten Winter aufgefüllt werden. Dafür braucht Europa LNG-Ladungen. Die gleichen Ladungen, um die auch Asien kämpft.
Bank of America warnt: "Wir werden mehr Nachfragezerstörung brauchen, weil es schlicht nicht genug Gas gibt." Das bedeutet im Klartext: Fabriken schalten ab. Genau wie 2022. Nur dass die europäische Industrie diesmal von einem niedrigeren Niveau startet. Die Schließungen haben ja nie aufgehört.
Die Gewinner dieser Krise stehen bereits fest.
Die USA. Nahezu unberührt von den Preisspitzen, weil sie genug eigenes Gas haben. Jede LNG-Krise steigert den US-Exportumsatz und zieht gasintensive Industrie ins Land.
Russland. Chinas neuer Fünfjahresplan enthält erstmals einen Verweis auf die Power of Siberia 2 Pipeline. Bisher hatte Peking das Projekt gebremst. Der Krieg am Golf ändert die Rechnung. Mehr russisches Gas per Pipeline bedeutet weniger Abhängigkeit von Schiffen, die durch Meerengen fahren müssen.
Das Muster ist eindeutig: Die Krise schadet denen, die Gas importieren müssen. Und nützt denen, die es produzieren.
Europa importiert. Europa verliert Industrie. Europa verbrennt wieder mehr Kohle. Und die Länder, die am wenigsten zur Krise beigetragen haben, Pakistan, die Philippinen, Bangladesch, zahlen den höchsten Preis.
Der schnellste Weg, diese Krise zu lösen, ist gleichzeitig der grausamste: Die Welt muss weniger Gas verbrauchen. Nicht freiwillig. Nicht durch Effizienz. Sondern weil die Fabriken schließen. Weil die Preise zu hoch sind. Weil der Strom ausfällt.
Das letzte Mal, dass die Energiewelt einen Schock in dieser Größenordnung erlebt hat, war 2022. Damals hat Europa dramatisch umgebaut: LNG-Terminals, neue Lieferverträge, Speichervorgaben. Es hat funktioniert. Bis die nächste Meerenge dichtgemacht wurde.
Die Frage ist nicht, ob Gas eine Brückentechnologie ist. Die Frage ist, ob eine Brücke, die alle paar Jahre einstürzt, überhaupt eine Brücke ist.
Wenn dich solche Makro Insights interessieren und dir helfen, interagiere gerne mit dem Post.
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Deswegen sollte man statt BASF eher DOW bzw. LYB im Portfolio haben.
LM
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