Russland - Der Bär wehrt sich

  • Russen stürmen ganz Kupiansk!

    Die Grenz-Verteidigung bricht ein ?! Ukraine Frontbericht 19.04.2026


    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.



    LG Vatapitta

    Mir fehlt ein Zertifikat für die österreichische Goldmünze 50 € Johanneum, 2011. Wer kann - gegen Vergütung - helfen?

  • Meiner Meinung nach, werden wir keinen Angriff der Russen auf irgendwelche Ziele in Westeuropa sehen. Nicht mal die 10 Punkte der Ukraine, welchen angeblich zum Zusammenbruch der Ukraine führen sollen, sind anvisiert worden. Das ist das typische bla bla der Russen. Ich kann es inzwischen auch nicht mehr hören. Immer wieder neue rote Linien ohne jegliche Konsequenz, sind nicht mal willig ihre Tanker zu sichern.


    Zu Berninger, macht Spaß ihn zuhören, dass war es aber auch schon. Seine Trefferquote ist mehr als dürftig, er mutmaßt viel, verpackt es in schöner Worte und das war es dann auch schon.


    Press TV
    Major fire engulfs Russia's Tuapse Oil Refinery following Ukrainian drone attack. @PressTV
    t.me


    Ein Großbrand verschlingt Russlands Tuapse-Ölraffinerie nach einem ukrainischen Drohnenangriff. @PressTV

  • "Immer wieder neue rote Linien ohne jegliche Konsequenz, sind nicht mal willig ihre Tanker zu sichern."


    Sehe ich völlig anders. Wie war das denn Ende 2021? Da hat Russland über Wochen hinweg darauf hingewiesen, dass rote Linien überschritten wurden und eine Lösung verhandelt werden muss. Der Westen ist jedoch in keinster Weise darauf eingegangen, weil man Russland anscheinend nicht ernst nehmen muss. Das Ende vom Lied kennen wir und alle waren überrascht und hätten ein solches Vorgehen nie erwartet.


    Man sollte Russlands Geduld nicht mit der Unfähigkeit zum Handeln verwechseln.


    Ich gehe davon aus, das Russland in den nächsten Wochen Drohnenhersteller auf Natogebiet bombardieren wird. Der jetzige Zeitpunkt ist aufgrund des Irankrieges und des Chaos in der Energieversorgung ideal.


    Gruß

    goldlatte

  • Ich gehe davon aus, das Russland in den nächsten Wochen Drohnenhersteller auf Natogebiet bombardieren wird. Der jetzige Zeitpunkt ist aufgrund des Irankrieges und des Chaos in der Energieversorgung ideal.

    Sollte das passieren, öffnet Russland die Büchse der Pandora – und so dumm sind sie im Kreml nicht. Die Russen wissen nach vier Jahren Krieg sehr genau, dass sie militärisch nicht so unantastbar sind, wie es ihre eigenen geschönten Strategiepapiere vor der Invasion suggeriert haben.

    Es ist ein Unterschied, ob ein System auf Kadavergehorsam und ‚Arschkriechen‘ nach oben basiert, aber ob man so wahnsinnig ist, einen direkten NATO-Bündnisfall auszulösen, bezweifle ich. Man sollte den russischen Selbsterhaltungstrieb nicht mit taktischer Dummheit verwechseln. Wer glaubt, dass sie jetzt die totale Eskalation suchen, unterschätzt, wie sehr sie mittlerweile selbst wissen, dass ihre Reserven nicht unendlich sind. Bzw. wie verletzlich die eigenen Militärbasen sind, lernen die Amis auch gerade auf die harte Tour. Und RUS will sicher noch den großen russischen Traum eine Weile träumen und nicht auf dem Aschehaufen des Imperiums a.d. ausheulen.

    Einmal editiert, zuletzt von Madson ()

  • Sollte das passieren, öffnet Russland die Büchse der Pandora – und so dumm sind sie im Kreml nicht. Die Russen wissen nach vier Jahren Krieg sehr genau, dass sie militärisch nicht so unantastbar sind, wie es ihre eigenen geschönten Strategiepapiere vor der Invasion suggeriert haben.

    Es ist ein Unterschied, ob ein System auf Kadavergehorsam und ‚Arschkriechen‘ nach oben basiert, aber ob man so wahnsinnig ist, einen direkten NATO-Bündnisfall auszulösen, bezweifle ich. Man sollte den russischen Selbsterhaltungstrieb nicht mit taktischer Dummheit verwechseln. Wer glaubt, dass sie jetzt die totale Eskalation suchen, unterschätzt, wie sehr sie mittlerweile selbst wissen, dass ihre Reserven nicht unendlich sind. Bzw. wie verletzlich die eigenen Militärbasen sind, lernen die Amis auch gerade auf die harte Tour. Und RUS will sicher noch den großen russischen Traum eine Weile träumen und nicht auf dem Aschehaufen des Imperiums a.d. ausheulen.

    Und was genau will die Nato dann tun? Die Einhornbrigade ist doch völlig impotent. Und die Yanks, die uns ständig erzählen wie potent sie doch sind, bekommen nicht mal den Iran klein bzw. sind nun dort gebunden. Was soll das dann also gegen Russland werden?


    Btw.: Der Bündnisfall ist doch defacto bereits am laufen. Oder gibt's Natomitglieder, die sich an der Ostfront raushalten oder gar ablehnen? Neue Bauern sind an der Ostgrenze auch akquiriert worden, so dass die Stoßrichtung doch völlig klar ist.


    Die Lage in Nahost ist sowohl für die Ostfront als auch für den Fall Taiwan ideal um nun die Zügel straffer zu ziehen. Das Westbündnis ist nun völlig überdehnt.


    Und man sollte eins nicht vergessen: Das abfackeln der Russischen Raffinerien senkt deren Exportvolumen und damit auch die Motivation, die europäischen Abnehmer bei der Stange zu halten.

  • Immer häufiger wird Russland in letzter Zeit von (ukrainischen) Drohnen angegriffen, die von Natogebiet aus starten oder zumindest von dort aus in den russischen Luftraum gelangen. Wenn Russland jetzt mit Rakatenbeschuss reagiert, dann ist das kein Angriff auf die Nato, sondern eine Verteidigung gegen einen Natoangriff. Natürlich nicht nach westlicher Lesart, aber das ist völlig irrelevant.


    Gruß

    goldlatte

  • Das Westbündnis ist nun völlig überdehnt.

    Wer ist hier wirklich „überdehnt“?

    Wer von einer Überdehnung des Westens spricht, verwechselt „All-In“ mit „Standgas“:

    • Wirtschaftliche Schwerkraft: Ein Bündnis mit 60 Bio. USD BIP steht gegen einen Block (RUS/CN/IR/NK) von knapp 21 Bio. USD. Wir diskutieren noch über 2%, während RUS bereits 40% seines Haushalts verbrennt.
    • Keine Schippe mehr vorhanden: Die UdSSR war eine industrielle Supermacht; das heutige RUS hat sein Pulver bereits verschossen und die Produktion am Limit. Der Westen hingegen fängt gerade erst an, die industrielle Walze hochzufahren.
    • Die Energie-Falle: CN ist als größter Öl-Importeur der Welt durch ein Chaos im Iran (IR) existenziell bedroht. Die USA hingegen sind netto Energieexporteur.




    Kriterium Westbündnis (NATO/EU/AUS/JPN) RUS + CN + IR + NK
    BIP (Gesamt) ~ 60+ Billionen USD ~ 21 Billionen USD
    Rüstungsausgaben ~ 1,3 Billionen USD (ca. 2% BIP) ~ 450 Mrd. USD (bis zu 8% BIP)
    Energie-Autarkie Hoch (USA/CAN/AUS sind Exporteure) RUS autark, CN extrem abhängig
    Status Produktion Standgas (Steigerung +400% möglich) All-In (Kapazität am Limit)




    Das Ergebnis: „Starke Männer“ spielen so lange den Helden, bis die eigene Bevölkerung die Zeche nicht mehr zahlt. Das Wettrüsten ist ökonomisch längst entschieden – wer auf den Kollaps des Westens wettet, ignoriert die nackten Zahlen. Das Spiel ist aus, bevor wir überhaupt richtig angefangen haben.

    Dieser Bruderkrieg ist tragisch und dumm – aber wer glaubt, der Westen sei am Ende seiner Kräfte, wird ein böses Erwachen erleben.


    © 2026 Madson. > Alle Rechte vorbehalten. Fakten basieren auf aktuellen Wirtschaftsdaten (Stand 04/2026).

    4 Mal editiert, zuletzt von Madson ()

  • Nein! Doch! Ohh!


    Den Russen bleibt m.E. überhaupt nichts über, als die durch das Preisgeben der vielen roten Linien verlorengegangene Abschreckung wiederherzustellen. Es ist die einzige verbleibende Möglichkeit, das schleichende Hineingleiten in einen wirklich großen Krieg noch aufzuhalten.


    Wie sie das tun bleibt vorerst offen, aber man wird es schon merken. Ob die Zerstörung von einer oder auch zwölf privaten Fabriken den nötigen Effekt haben, halte ich für fraglich. Es müßte wohl schon eine Nummer größer sein, damit das in Brüssel verstanden wird. In RU wird schon eine Weile ein Exempel im Baltikum diskutiert. Beispielsweise, daß man der Nato/EU sagt, schaut euch die rauchenden Trümmer von Estland gut an, das war die letzte Warnung. Entweder ist jetzt Ruhe, oder als nächstes fehlt Berlin. Irgendwas in der Art.

    Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)

  • Beispielsweise, daß man der Nato/EU sagt, schaut euch die rauchenden Trümmer von Estland gut an, das war die letzte Warnung. Entweder ist jetzt Ruhe, oder als nächstes fehlt Berlin.

    Es müsste nur bewiesen und dokumentiert werden, wie die Drohnenstarts aus den baltischen Zwergen erfolgen, die in Russland Zerstörung anrichten.

    Das ist eine direkte Kriegsbeteiligung und sollte ausgeschaltet werden.

    Beiträge sind persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Das ist alles Quatsch.


    Welche Militärstrategie soll es sein seine Ziele vorher zu veröffentlichen?

    Das macht man höchstens wenn man etwas was dich auf der Liste steht angreifen will und Kräfte dort rüber zu verlagern.


    Der FSB wird im Baltikum auch ein paar Schläfer oder Agenten haben die man im Zweifelsfall aktivieren kann, dann wird die Bude halt nachts mal abgefackelt. Muss wie Unfall aussehen alle Ali nix Schuld.


    Wenn Russland will reichen 50 Mann in Deutschland und 15 im Baltikum und die Lichter sind für ne Woche aus ohne dass irgendeinen Schuss abgefeuert wird.


    Und könnte natürlich auch ein atomwaffentest machen das mal ordentlich scheppert aber..wozu?

    Erklär Idioten mal dass Idioten sind.


    Russland macht einfach wie geplant in der Ukraine Tag für Tag weiter, bis der bürgerkrieg erledigt ist.

    Das hält Russland auch noch weitere 5 Jahre durch, die Ukraine hat eigentlich schon nichts mehr zu verteidigen. Und "wieder Aufbau" ist gestrichen weil alles was man dafür gebraucht hätte an Asche gerade jetzt noch in der kriegsverlängerung landet.

    Außer der EU und vielleicht doch Selensky will den doch keiner mehr... Und wenn Deutschland und Frankreich ausfallen.. bloß weil der Engländer noch rumplärrt...

  • Militärökonom: Russland wird den Krieg verlieren

  • neue superwaffeln aufgetaucht, d mischt wieder mit. :thumbsup:


    Spuren oder größere Ansammlungen von Zynismus, Sarkasmus und/oder Ironie sind Bestandteil dieser Signatur/Beitrag zu einem Fred. Die Beiträge des Verfassers zu einem Fred geben unter Umständen die Gedanken des Schreibenden wieder oder auch nicht. Rescht/Lingsschreibefähla sind bewosst eingebout worden um den Schaafsinn der Läsenten gezield zubrovoziern.
    Die Movies " Idiogracy " und "Demolition Man" sind zur puren Realität geworden.
    Alle Macht dem Kampf gegen den Verschissmus. :D

  • Militärökonom: Russland wird den Krieg verlieren

    Der Keupp hat sich in so ziemlich allem geirrt, was er die letzten 4 Jahre in Bezug auf Russland erzählt hat. Er ist wohl eins der Propaganda-Sprachrohre.


    Keupps Prognosen vom 06.09.2022:

    Experte: Im Ukraine-Krieg herrscht "in vier Wochen Gleichstand"
    Russischen Truppen in der Ukraine fehlt es zunehmend an Waffen, Munition und Panzern. "Im Donbass wird es stiller", sagt Militärökonom Marcus Keupp ntv.de.…
    www.n-tv.de

    "Im Donbass wird es stiller", sagt Militärökonom Marcus Keupp ntv.de. Während die Ukraine durch Waffenlieferungen der NATO stärker werde, werde die russische Armee immer schwächer.


    Keupps Prognose vom 27.03.2023:

    Marcus Keupp: «Deswegen sage ich: Russland verliert den Krieg»
    Der ETH-Militärökonom Marcus Keupp glaubt, er könne das Ende des Ukraine-Krieges berechnen. Diese Prophezeiung verbreitet er in den Medien. Ist eine solche…
    www.nzz.ch

    «Deswegen sage ich: Russland wird den Krieg im Oktober [2023, Anm. durch mich] verloren haben»



  • Der Keupp hat sich in so ziemlich allem geirrt, was er die letzten 4 Jahre in Bezug auf Russland erzählt hat.

    Ja, mir ist bewusst, :saint: Ich wollte mal sehen, wie reflexartig die Reaktionen ausfallen. 8)

    Sicher, Keupp lag bei den zeitlichen Prognosen oft krachend daneben – sich so zum ‚Horst‘ zu machen, muss man sich leisten können.

    Aber: Wer nur auf dem anderen Auge blind ist, übersieht die Realität von 2026.

    Fakt ist: Auch wenn RUS nicht kollabiert ist, läuft es ökonomisch am Limit.

    • Rüstungs-Burnout: RUS verbrennt mittlerweile fast 8 % des BIP (und rund 40 % des Haushalts) für den Krieg. Das ist keine nachhaltige Wirtschaft, das ist Raubbau an der Zukunft.
    • Industrielle Stagnation: Die ‚Schattenflotte‘ wird durch neue Sanktionswellen immer teurer und ineffizienter. Die Wartung westlicher Technik (Flugzeuge, Maschinen) ist 2026 ein logistischer Albtraum geworden.
    • Die Front-Realität: Minimale Geländegewinne werden mit Verlustraten erkauft, die jede Armee langfristig strukturell überfordern.

    Man kann Keupps Prognosen für falsch halten, aber wer daraus schließt, dass bei RUS alles ‚nach Plan‘ läuft, verschließt die Augen vor der ökonomischen Schwerkraft. Ein System, das nur noch durch Kadavergehorsam und Rekordzinsen zusammengehalten wird, gewinnt kein langfristiges Wettrüsten.




    Es hängt halt alles mit allem zusammen.

    5 Mal editiert, zuletzt von Madson ()

  • Ja klar, es läuft zzt. soooo gut für Russland in der Ukraine, dass es sich jetzt locker leisten können, NATO-Länder anzugreifen. Admin, bitte für solche Beiträge den Clown-Smiley einführen!

  • Die USA hingegen sind netto Energieexporteur.

    Also das hier dieses Märchen immer noch verbreitet wird. Die USA fördern 20 Mio und verbrauchen aber auch 19 Mio, damit hebt sich der Export auf, denn irgendwo müssen die 19 Mio ja dann herkommen, die verbraucht und nicht gefördert werden.

    Den Russen bleibt m.E. überhaupt nichts über, als die durch das Preisgeben der vielen roten Linien verlorengegangene Abschreckung wiederherzustellen

    Ganz einfach, Öl und Gas Export an unfreundliche Staaten, auch über Drittstaaten untersagen und der Krieg endet genau eine Woche später.

    • Wirtschaftliche Schwerkraft: Ein Bündnis mit 60 Bio. USD BIP steht gegen einen Block (RUS/CN/IR/NK) von knapp 21 Bio. USD. Wir diskutieren noch über 2%, während RUS bereits

    Der Westen ist noch stark, solange USD/EUR/GBP/JPY als Weltleidwährung akzeptiert und entsprechend gedruckt werden können. Aber das ändert sich gerade in einer sich beschleunigenden Entwicklung. Danach werden die Karten neu gemischt. Um das Unvermeidliche noch etwas herauszuzögern, schlägt der Don gerade wild um sich. Vermutlich wird das jedoch zum Eigentor und der Abstieg wird dadurch nur beschleunigt - ich weiß, hatten wir schon 1.000x.

    Jedenfalls haben die Russen, für diese schwierigen Zeiten, ihre Rüstungsindustrie schon einmal in Stellung gebracht und ihre Lieferketten (wegen des Embargos) jetzt bereits zwangsweise optimiert. D.h., im militärischen Konfliktfall mit dem Westen sollten die sehr schlagkräftig sein, vorausgesetzt die haben noch genug wehrfähige Männer. Wen interessiert da das BIP, welches bei uns immer mehr von Psychologen/Germanisten/Gendergedöns/Migrationsindustrie/Betreuung "erwirtschaftet" wird.


    Und ja, ich könnte kotzen, während ich das schreibe ;(

    „Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann, wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang."
    Carl J. Burckhardt

    Einmal editiert, zuletzt von Smithm ()

  • Militärökonom: Russland wird den Krieg verlieren

    Da hast du nun die größte Witzfigur unter den ANALysten gebracht [smilie_happy]


    War mir nicht sicher, betreffs der Einschätzung über dich, waren ja paar annehmbare Posts dabei aber das jetzt..

    Beiträge sind persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • RTDE beschreibt die Rolle Pakistans bei den Verhandlungen (Pakistan + Saudi Arabien haben einen Militärpakt).


    Das Land, dessen Bemühungen den Krieg im Nahen Osten entgegen aller apokalyptischen Prognosen verhindert haben, ist Pakistan, ein Nachbar Irans und Verbündeter der USA. Islamabad hat politisches Geschick und diplomatisches Fingerspitzengefühl bewiesen, obwohl es hätte ganze Städte in Iran zerstören können. Man könnte sogar sagen, es hätte dazu verpflichtet sein müssen.


    Von Dmitri Bawyrin

    US-Präsident Donald Trump hat es sicherlich bereut, sich auf das iranische Abenteuer eingelassen zu haben, und wollte wieder aussteigen – dafür sprechen all seine Zickzack-Manöver. Doch der Krieg hatte eine eigene Dynamik entwickelt, und diese Dynamik war stärker als er. Deshalb ist es ein wahres Wunder, dass sich die Parteien in der Nacht zum 8. April auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand geeinigt haben.

    Das Pentagon stand kurz davor, Iran einen "Tag der Infrastruktur" zu bescheren (so nannte der Chef des Weißen Hauses die geplante Zerstörung von iranischen Brücken und Kraftwerken). Stattdessen erhielt der Nahe Osten eine Atempause.

    Dieses Wunder ist von Menschenhand geschaffen, daher hat es einen Namen, ja sogar drei Namen: US-Vizepräsident JD Vance, die Volksrepublik China und Pakistan. Vor allem Pakistan hat alle überrascht. Es hat sich am meisten bemüht.


    Vance und Peking schalteten sich in letzter Minute ein und einigten sich irgendwie: die Chinesen mit Iran, der US-Vizepräsident mit dem US-Präsidenten. Und wenn Vance warnt, dass der fragile Frieden am seidenen Faden hängt (und er warnt), sollte man ihm glauben.

    Israel versuchte sofort, diesen Faden zu durchtrennen: Die israelische Armee (IDF) führte einen in seinem Ausmaß beispiellosen Angriff auf Beirut durch (angeblich auf Stellungen der proiranischen Hisbollah), trotz der Forderung Teherans, den Waffenstillstand auch auf libanesisches Gebiet auszuweiten. Daraufhin führte Iran einen Teil der zuvor ausgesetzten Beschränkungen für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder ein. Die Blockade der Meerenge ist der Hauptgrund, warum Trump nicht einfach alles hinschmeißen und sich zurückziehen kann.

    Am Abend desselben Tages erklärte Vance, es habe ein Missverständnis gegeben: Der Libanon sei nicht Teil der Vereinbarung gewesen, doch Israel habe "zugestimmt, im Libanon Zurückhaltung zu üben", um "den Erfolg der Verhandlungen sicherzustellen". Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der US-Vizepräsident den Eindruck erhärtet, diesen Konflikt unter allen Mitgliedern des Trump-Kabinetts am wenigsten befürwortet zu haben, wohingegen Israel bestätigt, die Hauptverantwortung für die Initiierung sowie die Aufrechterhaltung des Blutvergießens zu übernehmen.

    Wie bereits erwähnt, hat sich Pakistan, wie viele bemerken, als wichtigster Friedensstifter herausgestellt. Es ist kein Zufall, dass die für Freitag angesetzten Gespräche zwischen den Delegationen der USA und Irans in der pakistanischen Hauptstadt stattfinden werden.

    Trump erklärte sogar, er habe auf Bitten Pakistans seine Absicht aufgegeben, die iranische Zivilisation zu zerstören. Dies soll tatsächlich kurz nach seinen Gesprächen mit Premierminister Shahbaz Sharif und dem einflussreichen Feldmarschall Asim Munir geschehen sein, behauptet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Nach Einschätzung der von dieser Agentur befragten Diplomaten war der Beitrag der Pakistaner entscheidend.

    Auch der türkische Präsident Recep Erdoğan hob die Rolle Islamabads besonders hervor und begrüßte den Waffenstillstand. Und der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bedankte sich bei den "lieben Brüdern" aus Pakistan für ihre "unermüdlichen Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Region". Aber warum haben sie sich so sehr bemüht?

    Der Einfachheit halber erklären alle dies mit den Interessen Chinas, das hinter Pakistan steht. Und Chinas Interessen sind offensichtlich: eine ununterbrochene Ölversorgung durch die Straße von Hormus und Dividenden aus den Investitionen im Nahen Osten.

    Genau deshalb hat das Außenministerium der Volksrepublik China so viel Energie als Vermittler für die Normalisierung der Beziehungen zwischen Iran und Saudi-Arabien aufgewendet. Genau deshalb dreht sich eine der Theorien über die Ursachen dieses Krieges um den Wunsch Washingtons, Peking zu schwächen.

    Allerdings dürfen Pakistan, seine Initiative und seine Eigenständigkeit in diesem Fall nicht unterschätzt werden, und generell ist es an der Zeit, sich von dieser kolonialen Gewohnheit (die Eigenständigkeit von anderen Staaten zu unterschätzen) zu befreien.

    Islamabad kann eher als Verbündeter Washingtons denn als Pekings betrachtet werden, da Peking generell mit niemandem Militärbündnisse eingeht (die einzige Ausnahme bildet die Demokratische Volksrepublik Korea), während Pakistan in den USA den offiziellen Status eines "wichtigen Verbündeten außerhalb der NATO" genießt. Darüber hinaus besteht die derzeitige Regierung in Islamabad aus traditionell pro-US-amerikanischen Eliten, auch wenn sie sich bemüht, ebenfalls mit China freundschaftliche Beziehungen zu pflegen.

    Die besondere geopolitische Lage ermöglicht es Islamabad, als völlig eigenständiger Akteur zu agieren. Doch sein wichtigster Trumpf sind die Streitkräfte. Tatsächlich verfügt Pakistan über die mächtigste und zahlenmäßig größte Armee in der Region – wenn man das Land ausnahmsweise dem Nahen Osten und nicht Südasien zuordnet.

    Zum Vergleich: Die Stärke der iranischen Streitkräfte beträgt nach der Formel "Stammpersonal plus Reserven" eine Million Mann, die Pakistans eineinhalb Millionen. Und es handelt sich um eine Armee mit großer Erfahrung in Boden- und Luftkämpfen – sie führt regelmäßig Kämpfe gegen Indien, Afghanistan und eigene Separatisten aus islamistischen Gruppen.

    Schließlich ist es eine Armee mit Atomwaffen, die in dieser Hinsicht mit Indien gleichauf ist.


    Generell ist Pakistan im Vergleich zu den wichtigsten Akteuren des Nahostkonflikts – mit Ausnahme der USA – eine sehr bedeutende Macht. Und die gemeinsame Grenze mit Iran machte es zum Hauptkandidaten für die Durchführung einer Bodenoperation, was Washington von seinen regionalen Partnern – von den Kurden bis zu den Saudis – forderte, aber nie erreichen konnte. Niemand wollte sterben, und die Pakistanis schon gar nicht. Es ist überhaupt nicht ihr Krieg und war es auch nie. Aber wenn jemand iranische Städte dem Erdboden gleichmachen könnte, dann sie. Vielleicht sind sie sogar dazu verpflichtet.

    Denn im September letzten Jahres hat Islamabad ein Militärbündnis mit Saudi-Arabien geschlossen. Die Schöpfer der "islamischen Atombombe" (so lautet ihr Gattungsname) haben ihre Beziehungen dreißig Jahre nach den Atomtests auf dem Chagai-Testgelände offiziell besiegelt. Islamabad war derjenige, der sie entwickelte, testete und die Last der internationalen Sanktionen auf sich nahm, während Riad Deckung bot, die Kosten übernahm und Erdöl lieferte.

    Man ging davon aus, dass die Bombe speziell gegen Indien gerichtet war und das Bündnis mit den Saudis eine Warnung an Israel darstellen sollte; zumindest wurde es demonstrativ inszeniert – unmittelbar nach dem Angriff der israelischen Streitkräfte auf Doha in Katar, der gezeigt hatte, dass die Sicherheitsgarantien der USA wenig wert sind.

    Doch genau die gleiche Art von Entwertung drohte auch den Garantien des ehrgeizigen Pakistans mit seinem "nuklearen Schutzschild", hätte es sich seiner Verpflichtung entzogen, gegen Iran in den Krieg zu ziehen – eine Verpflichtung, die sich sogar unabhängig von der Frage um die Straße von Hormus abzeichnete.

    Das Bündnis mit den Saudis basiert auf dem NATO-Prinzip, wonach ein Angriff auf einen als Angriff auf alle gilt. Und die Angriffe Irans, das versuchte, sich zu wehren und den Angreifer durch Chaos einzuschüchtern, trafen unter anderem auch Saudi-Arabien – sowohl die Hauptstadt als auch die Ölfelder und die Standorte der US-amerikanischen Truppen. Die Saudis hatten ebenfalls jedes Recht anzunehmen, dass sie angegriffen wurden.

    So geriet Pakistan in eine Situation, in der ein Verbündeter es zum Kriegseintritt drängt, während gegenüber einem anderen diesbezüglich sogar ganz aktuelle rechtliche Verpflichtungen bestehen. Eigene Gründe für einen Krieg gegen Iran gibt es jedoch nicht, abgesehen von eigennützigen Motiven (im Sinne der Wirtschaft – wie könnte es auch anders sein).

    Durch die Straße von Hormus fließen erhebliche Mengen an Erdöl und Erdgas, die von Pakistan benötigt werden. Die Energiesicherheit ist generell seine Schwachstelle, daher auch das Streben nach einem Bündnis mit den Saudis, das zu zerfallen drohte, wenn man nicht mit Blut Tribut zollte und sich nicht in ein fremdes Abenteuer verwickeln ließ.


    Bislang gelingt es Islamabad, diese komplexe, scheinbar ausweglose Situation zu seinen Gunsten zu wenden – dank operativer Maßnahmen, diplomatischer Finessen und der Tatsache, dass es gute Beziehungen zu allen Beteiligten unterhält: zu den USA, Iran, der Volksrepublik China und den Saudis. Sogar zu Israel sind die Beziehungen weitgehend normal.

    Der Nutzen ist bislang vor allem politischer Natur – wachsender Einfluss und ein besserer Ruf, was später wohl irgendwie formalisiert wird; vielleicht wird ihm ja sogar der Friedensnobelpreis verliehen.

    Es wäre unbezahlbar, in diesem Moment Donald Trumps Gesicht zu sehen.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist zuerst am 9. April 2026 auf der Webseite der Zeitung "Wsgljad" erschienen.

    Dmitri Bawyrin ist Journalist, Publizist und Politologe mit den Interessenschwerpunkten USA, Balkan und nicht anerkannte Staaten. Er arbeitete fast 20 Jahre als politischer Berater in russischen Wahlkampagnen auf verschiedenen Ebenen. Bawyrin verfasst Kommentare für die russischen Medien "Wsgljad", "RIA Nowosti" sowie "Regnum" und arbeitet mit zahlreichen Medien zusammen.



    Mein Kommentar: Pakistan hat 1,5 Mio. Soldaten + der Iran 1 Million. Die beiden zusammen mit Saudi-Arabien und den Golfstaaten, wozu brauchen die dann noch die USA?



    LG Vatapitta

    Mir fehlt ein Zertifikat für die österreichische Goldmünze 50 € Johanneum, 2011. Wer kann - gegen Vergütung - helfen?

Schriftgröße:  A A A A A