GOLD : Märkte und Informationen II

    • Offizieller Beitrag

    Ich bin einer, der seit Ende 2008 sammelt (Lehman). Was aktuell passiert ist wirklich extrem und hätte ich so nicht erwartet. Beunruhigend und die dicken Plus-Zeichen in den Excel-Dateien sind auch nur Buchgewinne. Sollten wir im Auge behalten.

    Richtig, was nutzt aller Reichtum, wenn man am Morgen in einer Dystopie aufwacht.

    Motto: Carpe diem et noctem.


    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)


    „Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ (Benjamin Franklin)


    Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16.

  • Habe meinen alten Herrn damals überzeugen können, auch für 1.5k die Unze einzusteigen... Jetzt mit Mitte 80 sitzt er ständig vor seinem Handy und grinzt. Seine großen Enkel hatten aus iwelchen Versicherungen zum 18. Ca 7k€ Bekommen... Die letzten beiden haben das Geld in gold (6k€ - 4 Unzen) angelegt bekommen... Aktuell sind sie bei rund 19k€ und müssen noch 3 Jahre warten...

    Warum hab ich nur in Ackerland und Wald investiert... Macht nur ärger und kann ich nicht mitnehmen

  • Ich vermute, der hohe Goldpreis hat auch akut mit dem, womöglich schon dieses Wochenende, stattfindenden Angriff der USA auf den Iran zu tun. So interpretiere ich jedenfalls den Fugi.

    (ab 17:55 min)

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    Wird the Donald dann drauf bestehen, dass das in diesem Zuge neu entstandene great carrier reef nach ihm benannt wird? [smilie_happy]

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    Alles was ich hier schreibe ist keine Anlageberatung. Ich bin in der Regel in die Werte, bei denen ich mich am Austausch von News und Gesprächen beteilige, investiert! Ich empfehle ausdrücklich seine eigene Recherche zu betreiben um zu investieren.


    Oft schreibe ich Informationen zu den Werten aus dem Kopf, das heißt, wahrscheinlich mache ich öfter mal Fehler oder bin nicht auf dem neuesten Stand.

  • Quelle - RTDE


    IWF bereitet sich auf weltweite Flucht aus US-Dollar vor :hae:


    Der Internationale Währungsfonds bereitet auch Szenarien vor, Vermögenswerte in US-Dollar schnell zu verkaufen. Das erklärte IWF-Geschäftsführerin Kristalina Georgiewa am Montag. Seit Donald Trumps Amtsübernahme hat der US-Dollar gegenüber dem Euro zwölf Prozent an Wert verloren.


    Bei einer Veranstaltung des Brüsseler Thinktanks Bruegel wurde die Geschäftsführerin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, gefragt, ob die vom IWF vorbereiteten Szenarien auch einen möglichen Ausverkauf von US-Dollar-Vermögenswerten beinhalten. Georgiewa erklärte:

    "Beim Fonds bauen wir unter anderem unsere Fähigkeit aus, hypothetische Szenarien von unvorstellbaren Ereignissen zu entwerfen und dann zu überlegen, was zu tun ist."


    Der Fonds würde dabei "alle möglichen Szenarien" durchspielen. Die Frage nach einem Ausverkauf von US-Dollar-Vermögen würde im Rahmen von laufenden Analysen untersucht. Die EU sollte mehr gemeinsame Staatsanleihen ausgeben, um Anlegern eine Alternative zu Gold und US-Staatsanleihen als sichere Anlage zu bieten, empfahl die geschäftsführende IWF-Direktorin. [smilie_happy]


    Ihre Äußerungen kämen zu einem Zeitpunkt, an dem US-Präsident Donald Trumps Zollpolitik und seine Angriffe auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve bei Anlegern "tiefe Unsicherheit" über den Status des Dollars ausgelöst habe, kommentierte Euractiv die Antwort der IWF-Chefin am Montag. Schließlich habe der Dollar die globale Finanzwelt seit dem Zweiten Weltkrieg dominiert.


    Auch das Wirtschaftsportal investingLive bewertete ihre Äußerungen. Zum sinkenden Wert des US-Dollars hieß es dort am Dienstag: Seit Trumps Amtsübernahme hat der US-Dollar gegenüber einem Korb wichtiger Währungen mehr als neun Prozent und gegenüber dem Euro fast zwölf Prozent an Wert verloren. Dies führte zu Zweifeln an der Sicherheit des Dollars und zu vermehrten Goldkäufen. Gold hat mit 5.100 Dollar pro Unze einen Rekordwert erreicht.


    Laut Aussage der IWF-Chefin seien bereits seit Längerem Diversifizierungstendenzen bei Anlegern zu beobachten. Im Jahre 2001 habe der Anteil des US-Dollars an globalen Devisenreserven noch 72 Prozent betragen. Dieser Anteil sei inzwischen auf 57 Prozent gesunken. Gleichzeitig würden die BRICS-Staaten aktiv eine Entdollarisierung vorantreiben. Trotz des derzeitigen Drucks betonte Georgiewa, dass der Status des Dollars als Reservewährung weiterhin durch die Tiefe und Liquidität der US-Kapitalmärkte gestützt werde.


    Georgiewa teilte über das Treffen in Brüssel auf ihrem X-Account unter anderem mit:

    "Hatte ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit @jzettelmeyer bei @Bruegel_org. Von der Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft, die nicht als selbstverständlich angesehen werden sollte, über die Herausforderungen Europas bis hin zu den Auswirkungen der KI auf Arbeitsplätze haben wir die Kräfte des Wandels analysiert und die politischen Entscheidungsträger dazu aufgefordert, Flexibilität zu zeigen."



    Mein Kommentar:

    RTDE interpretiert die Aussagen von IWF-Geschäftsführerin Kristalina Georgiewa wie es zur eigenen Propaganda passt. Die vermutlich richtig "zitierten" Worte von Geogiewa geben m.E. die Überschrift nicht her!



    Nichts desto trotz haben westliche Banken die Terminmärkte, m.E. für alle Rohstoffe einschließlich der Agargüter, so manipuliert, dass die Kolonialzeit über den manipulierten Kapitalmarkt fortgesetzt wurde.


    Nun sitzen verschiedene Banken auf riesigen Buchverlusten aus diesen Geschäften und vermutlich hat die ein oder andere Bank noch nicht realisierte Verluste, die das Eigenkapital der Bank mehrfach übersteigen.

    Es gibt m. E. nicht nur eine Flucht in die EM, sondern das westliche Bankenkartell wird in dem Bewusstsein der Schieflage von China am Nasenring durch die Manege geführt. Während die USA China in Venezuela und demnächst im Iran die Energieversorgung abdrehen wollen, greift China die Schwachpunkte des westlichen Währungssystems an. Das sind die Banken, die die EM und Rohstoffemärkte manipuliert haben.


    All wars are Bankers wars!


    So ist es kein Zufall, dass die USA einen Krieg gegen den Iran gezielt ansteuern.

    Am. 30.01.26 muss laut Jochen Staiger die Comex die Hosen runter lassen und liefern. Falls es Probleme gibt, hat Silber ein Potential bis über 200 $/oz. Es wäre schon ein seltsamer Zufall, wenn der Angriff auf den Iran genau mit diesem Termin zusammen fiele.


    Also nicht nur Gier und FOMO oder Flucht aus dem Dollar, sondern ein heißer Wirtschaftskrieg, der Gold heute aktuell um 238$ durch die Decke geschossen hat. Die USA könnten der Versuchung unterliegen in "bisher bewährter Art" zurückzuschießen.


    Alle Kriege enden hoffentlich, wenn der Iran es schafft zwei Flugzeugträger zu versenken. Russland hat mehr als eine Rechnung offen. Obwohl ... Donald hat damit angegeben, dass die US Einheiten in Venezuela die chinesische und russische Abwehr ausschalten konnten. Was für Chips haben die in ihren Raketen?


    Soweit meine Spekulation über die Hintergründe des gewaltigen Anstieges heute.



    LG Vatapitta

  • Ich habe in den Jahren 2006–2008 alles verkauft, was ich hatte – bis auf die Immobilien, die „unter Wasser“ waren – und bin in AU, PA und AG gewechselt. Sogar einige KLV mit garantierter 6-%-Verzinsung habe ich aufgelöst. Damals haben mich alle für verrückt erklärt. Gab damals noch ganz normal Schließfächer bei SPK.

    Wenn ich mir jedoch die Performance von 2008 bis heute anschaue, liege ich im Vergleich zu einem diversifizierten Portfolio immer noch hinten. Allerdings kann sich das in diesem Jahr noch ändern. Und die Immos sind auch mit über 100% im Sack bzw. EM + BTC.

    Warren Buffett hat übrigens auch physisches Silber im Wert von rund 0,5 Mrd. USD gekauft, etwa zu 4,50 $, und später bei rund 7 $ wieder verkauft – weil er Edelmetalle grundsätzlich ablehnt.

      Walter Ulbricht "Niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu bauen den Krieg zu beenden."


    RISIKONORMIERUNG

    Einmal editiert, zuletzt von Madson ()

  • Ich habe in den Jahren 2006–2008 alles verkauft, was ich hatte – bis auf die Immobilien, die „unter Wasser“ waren – und bin in AU, PA und AG gewechselt. Sogar einige KLV mit garantierter 6-%-Verzinsung habe ich aufgelöst. Damals haben mich alle für verrückt erklärt. Gab damals noch ganz normal Schließfächer bei SPK.

    Wenn ich mir jedoch die Performance von 2008 bis heute anschaue, liege ich im Vergleich zu einem diversifizierten Portfolio immer noch hinten. Allerdings kann sich das in diesem Jahr noch ändern. Und die Immos sind auch mit über 100% im Sack bzw. EM + BTC.

    Warren Buffett hat übrigens auch physisches Silber im Wert von rund 0,5 Mrd. USD gekauft, etwa zu 4,50 $, und später bei rund 7 $ wieder verkauft – weil er Edelmetalle grundsätzlich ablehnt.


    2006–2008 alles verkauft, was ich hatte – bis auf die Immobilien, die „unter Wasser“ waren – und bin in AU, PA und AG gewechselt



    Wenn ich mir jedoch die Performance von 2008 bis heute anschaue, liege ich im Vergleich zu einem diversifizierten Portfolio immer noch hinten.


    Mhmmmm …

  • Das Ende der Illusion

    Richtig, was nutzt aller Reichtum, wenn man am Morgen in einer Dystopie aufwacht.

    Wir leben bereits in der Vorstufe der Dystopie, und jetzt ist der Zeitpunkt sich darauf vorzubereiten. Alles scheint noch einigermaßen zu funktionieren, Fehlentwicklungen werden ignoriert oder wegdiskutiert gerade auch im engeren Familienkreis. Vermögensverlagerung weg von den Assets die zusammenbrechen werden, also wertlos werden hin zu Wertspeichern für die Zeit nach dem "Great Reset" und Gegenständen die während der Chaosphase nützlich sind. Das gilt natürlich auch für Fertigkeiten, Kenntnisse und soziale Beziehungen. Gold/Silber/Platin waren in allen Zeiten wertvoll , unter persönlicher Kontrolle, mobil, handelbar und fungibel. Die Illusion der virtuellen Werte , dazu zählen nicht nur Bitcoin , Staats- und sonstige -anleihen, sondern auch Aktien , offenbart sich in einer Zeit des Zusammenbruchs der elektronischen Kommunikation und staatlichen Ordnung. Immobilien kannst du nicht verstecken oder schnell transferieren sie sind schwer zu verteidigen, außer in abgelegenen menschenleeren Gegenden. Aber, Waldbesitz ist von Vorteil im Chaos. Die Besitzenden werden in der chaotischen Niedergangsphase des Westens die ersten Opfer und büßen ihr Vermögen wohl großteils ein, eventuell sogar ihre physische Existenz.
    Der Goldkurs ist ein Gradmesser für diese Entwicklung , heute Morgen sind wir schon knapp vor den 5600$/oz Au und 120$/oz Ag, für mich ist das hervorragend, es paßt gut in meine Anlagestrategie und gibt mir die finanzielle Freiheit für mich und meine Nächsten vorzusorgen. Aus meiner Interpretation von A. Irlmaiers Vorausschau haben wir noch bis 2029 Zeit alle Vorbereitungen abzuschließen. Dimitri Speck sieht den Goldpreis in 5-6 Jahren bei 15.000$/oz, nur ab 2030 wird der Dollar wie fast alle anderen Papierwährungen wertlos sein. Im Sinne einer vorsorgenden Anlagestrategie hat man keine Alternative zu Edelmetallen. Im Zuge einer großen Zerstörung von Infrastruktur, Staatsinstitutionen, Gesellschaftssystemen und einer anschließenden Neuordnung verlieren die damit verbundenen Vermögensbestandteile wie Aktien, Unternehmen, Handelshäuser , Immobilien ihren Wert. Natürlich kann man sie bis dahin nutzen aber das Ausstiegsszenario muß jetzt schon ins Auge gefaßt werden.

    „Erst gewahrten wir vergnüglich Wilden Wesens irren Lauf;

    Unerwartet, unverzüglich trat ein neuer Kaiser auf.

    Und auf den vorgeschriebnen Bahnen zieht die Menge durch die Flur;

    Den entrollten Lügenfahnen folgen alle. – Schafsnatur! " :wall: [smilie_happy]

    (Geh. Rath v. Goethe)

    Einmal editiert, zuletzt von Palatin ()

  • Was den Goldpreis etwas zurück holen könnte wären deutlich steigende Zinsen in den USA.


    Dies allerdings will dort bei der FED auch niemand. FED Chef Powel hat gestern ja die Zinsen nicht erhöht.


    Nur zur Erinnerung, 1980, beim letzten Hoch von Gold und Silber lag der Leitzins in den USA bei sensationellen 20 Prozent!


    Das wäre heute tödlich für die Wirtschaft. Eigentlich unvorstellbar. Also wird es weiter inflationieren und der US Dollar auch immer weiter an wert verlieren.


    Tödlich für uns kann es sein auch nur eine Unze Gold oder Silber in Papiergeld zu tauschen. Noch sind die Amerikaner nicht gezwungen den USD oder die Staatsanleihen zu retten. Die Betonung liegt hier aber auf "noch".


    Ob sie den Run in die Edelmetalle nochmal einfangen können darf bezweifelt werden. Und es bleibt auch die Fraqe von welchen Nivea aus dann Gold korrigieren sollte falls die Zinsen mal merklich erhöht werden.


    Und falls ja dürften dann Aktien und Immobilien in den USA crashen. Dann stehst du immer noch sehr gut da mit deinen Edelmetallen.


    Freie Cashbestände kann man zu derzeitigen Kursen immer noch zum Aufstocken von Edelmetallbeständen nutzen.

    Legends may sleep, but they never die !!!

  • Palatin

    100%, habe mit meiner Frau die gleiche Meinung, wir müssen bereit sein, von jetzt auf gleich den Hausschlüssel umzudrehen und wegzugehen.

    Das wohin ist eine sehr grosse Frage ...... Aber mit Goldgeld hat man mehr Möglichkeiten.

    Meine persönliche Meinung ist, dass es nicht mehr bis 2029 hinreicht ......

    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3 (Kunstfreiheit-Satire)

    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Man kriegt nicht mal mehr 20 Franc (F) oder eine Vreneli für unter 850 Euro. D.h. sogar die verschickt Goldheinz neuerdings als Werttransport für 22,50 Euro. Was als nächstes, ein Körnchen Goldstaub als Werttransport? ^^

  • Das Ende der Illusion

    ... für die Zeit nach dem "Great Reset" und Gegenständen die während der Chaosphase ....

    Der Begriff „Great Reset“ taucht inzwischen inflationär auf. Aber was soll das konkret bedeuten? Wie ist ein solcher Umbruch überhaupt vorstellbar – und durch welchen Mechanismus? Ein Atomkrieg oder Bürgerkrieg? Der Zusammenbruch der Finanzmärkte? Oder werden wir schleichend von einem neuen autokratischen System überrollt, ohne es zunächst wirklich zu bemerken? Corona lässt grüßen.

    Auffällig ist: Die Idee eines radikalen Systembruchs ist nicht neu. Investoren und Kommentatoren wie Jim Rogers oder Marc Faber u.v.a. haben bereits um 2006-7 herum immer wieder einen grundlegenden Reset des globalen Wirtschafts- und Finanzsystems gefordert oder prognostiziert. Passiert ist – zumindest im großen Stil – nichts. Krisen wurden absorbiert, verschoben, monetarisiert. Das spricht für eine oft unterschätzte Überlebensfähigkeit bestehender Systeme. Sie sind träge, aber gerade dadurch erstaunlich robust.

    Historisch betrachtet zeigt sich zudem: Systeme brechen selten einfach „von selbst“ zusammen. Selbst die UdSSR hätte möglicherweise noch lange existieren können, wenn es nicht eine kleine Gruppe außergewöhnlich kluger – oder zumindest mutiger – Staatsmänner gegeben hätte, die den inneren Widerspruch des Systems erkannt und ihm bewusst ein Ende gesetzt haben. Solche Figuren, die Macht freiwillig begrenzen oder Strukturen auflösen, sind heute jedoch weit und breit nicht in Sicht.

    Gleichzeitig wirkt der ideologische Unterbau vieler heutiger Eliten zunehmend beunruhigend. Peter Thiel schrieb bereits 2009 sinngemäß:


    Zitat
    Peter Thiel : „Ich glaube nicht mehr, dass Freiheit und Demokratie miteinander vereinbar sind.“

    Nimmt man diese Aussage ernst und betrachtet die Denker, von denen Thiel und große Teile der Tech-Eliten beeinflusst sind – René Girard mit seiner Theorie von Gewalt und Sündenböcken, Curtis Yarvin (Mencius Moldbug) mit seiner offenen Verachtung für Demokratie, Carl Schmitt mit seinem Freund-Feind-Denken und dem Primat der Souveränität oder Leo Strauss mit der Idee elitärer Wahrheit und „edler Lügen“ –, dann entsteht ein klares Muster. Demokratie erscheint hier nicht als Wert, sondern als ineffiziente Übergangsform. Freiheit wird neu definiert: nicht als politische Teilhabe vieler, sondern als Handlungsfreiheit weniger. Dazu fällt mir gerade noch der Film „Mountainhead“ ein, eine düstere Satire über Tech-Giganten und Macht

    Vor diesem Hintergrund wirkt der „Great Reset“ weniger wie ein plötzlicher Bruch, sondern eher wie eine schleichende Verschiebung von Macht, Legitimation und Entscheidungsstrukturen. Kein Knall, kein offenes Ende der Demokratie – sondern eine technokratische, autoritäre Verdichtung unter dem Vorwand von Effizienz, Stabilität und Krisenmanagement.

    Bleibt also die unbequeme Frage: Steuern wir tatsächlich unausweichlich auf autokratische Strukturen zu, weil sie sich in komplexen, global vernetzten Gesellschaften als „überlegene“ Staatsform erweisen? Oder ist diese Annahme selbst Teil einer Erzählung, die Alternativen bewusst kleinredet, um Machtkonzentration zu rechtfertigen?

    Vielleicht ist die eigentliche Illusion nicht die Hoffnung auf den Reset – sondern der Glaube, dass politische Freiheit ohne bewusste Verteidigung einfach bestehen bleibt.

      Walter Ulbricht "Niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu bauen den Krieg zu beenden."


    RISIKONORMIERUNG

    6 Mal editiert, zuletzt von Madson ()

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    Gruß,

    GL


    PS Überlegt doch mal, ob vieles hier Geschriebene nicht eher in den "Meinungen-und-Diskussionen"-Thread gehört.

    Das Publikum... wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ... Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen. (Ludwig von Mises)

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    Das Publikum... wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ... Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen. (Ludwig von Mises)

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    Palatin

    100%, habe mit meiner Frau die gleiche Meinung, wir müssen bereit sein, von jetzt auf gleich den Hausschlüssel umzudrehen und wegzugehen.

    Das wohin ist eine sehr grosse Frage ...... Aber mit Goldgeld hat man mehr Möglichkeiten.

    Meine persönliche Meinung ist, dass es nicht mehr bis 2029 hinreicht ......


    Der Vorteil der frühen Geburt: In meinem Alter stellt sich die Frage nicht.


    Wer als Kind den Terrorbombenhagel im WWII überlebt hat oder als Mädchen im Osten schreckliche Gräuel an Verwandten und beide den sinnlosen Tod Nahestehender, den kann das ganze Getöse der Weltpolitik nicht merklich erschüttern.


    Klar ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste, aber für viele gilt doch "My Home Is My Castle ...

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