Alles anzeigenIch hab mir diesen Sommer einen Holzvergaserkessel einbauen lassen und den Gasanschluss endgültig stillgelegt.
Dafür gab es eine relativ üppige staatliche Förderung, die ich natürlich abgegriffen habe.
Nach der Kündigung des Gasanschlusses kam vom Versorger ein Schreiben, dass ich als Stammkunde jetzt aus meiner Rabattstufe rausfalle und mehr für Strom zahlen muss.
Ich könnte natürlich den Anbieter wechseln, aber bei Strom ist das so eine Sache.
Meine Antwort darauf ist jetzt unangemeldetes Balkonkraftwerk Nr. 4, was mich zumindest im Sommer weitgehend und bei gutem Wetter tagsüber völlig autark macht.
Stöpselt man an einen sogen. Endstromkreis an ist man safe, was evtl. Überlastung der Stromkabel im Haus angeht. Hat mir ein Elektriker bestätigt.
Ich sehe das inzwischen als Notwehr an.
Preise für ein 800 W Kraftwerk komplett mit Wechselrichter inzwischen deutlich unter 300 €.
Genau die selbe Konstellation habe ich auch, Holzvergaser und Solar. Habe einmal 8 Platten auf dem Bungalow in Südrichtung und einmal 4 Platten auf dem Hausdach in Ostrichtung, zusammen knapp 3 KW und wenn die Sonne günstig steht, schaltet für die Zeit eine Heizpatrone im Puffer zu, über Zeitschaltuhr. So erwirtschafte ich die Sommermonate über Warmwasser. Die Patrone hat 3 KW und wenn alles optimal läuft habe ich für 2 Stunden nur Energiekosten für das Wasser von 0,8 KWh. Ich habe in meinem Einfamilienhaus dadurch nur 1600KWh letztes Jahr verbraucht, trotz der Heizspirale. Die geht von 11.00 bis 16.00 über die Zeitschaltuhr an, ist aber meistens um 14.00 schon fertig. Waschmaschine, Geschirrspüler und kochen versuche ich außerhalb der Pufferladung zu erledigen. Kochen klappt oft nicht immer, außerhalb der Ladezeit des Puffers.
Positiver Nebeneffekt, ich muss 6 Monate im Jahr den Holzvergaser nicht bestücken.
Wenn ich es nochmal machen würde, würde ich allerdings nur eine 2 KWh Heizpatrone nehmen, läuft dann zwar knapp 8 Stunden, aber bei einer 3 KWh Anlage bleibt 1 KWh als Überschuss übrig